Donnerstag, 14. Dezember 2017
WBSS
World Boxing Super Series

groves vs eubank wbssDer erste Halbfinaltermin der World Boxing Super Series im Supermittelgewicht steht fest! Am 17. Februar treffen der WBA-Superchampion George Groves und IBO-Weltmeister Chris Eubank Jr. in Manchester aufeinander!

George Groves vs. Chris Eubank Jr. am 17. Februar

Es ist eines der am heiß ersehntesten Halbfinals der World Boxing Super Series (WBSS). Die Rede ist von George Groves, Superchampion der WBA, und Chris Eubank Jr., seines Zeichens Weltmeister nach Version der IBO. Für viele Boxfans, vor allem aus Großbritannien, ist es wohl die Paarung schlechthin. Am 17. Februar treffen beide Supermittelgewichtler in Manchester aufeinander.

George Groves, der im Viertelfinale der WBSS Landsmann Jamie Cox (24-1, 13 KOs) in der vierten Runde stoppte, wird seinen WBA-Weltmeistertitel gegen Eubank zum zweiten mal verteidigen müssen. Für Eubank Jr. ist es die dritte Titelverteidigung seines IBO-Gürtels. Im Viertelfinale fegte der Sohn der britischen Box-Legende Chris Eubank Snr. regelrecht über den Türken Avni Yildirim hinweg und beförderte diesen in der dritten Runde aus dem mit 50 Millionen Dollar dotierten Turnier um die Muhammad Ali Trophy.

Ein Termin für die zweite Halbfinalpaarung der WBSS im Supermittelgewicht zwischen dem Briten Callum Smith und Jürgen Brähmer steht indes noch nicht fest.

WBSS-Halbfinale: Groves vs. Eubank Jr. am 17. Februar in Manchester
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Foto: Sebastian Heger
Foto: Sebastian Heger

Im letzten Viertelfinalkampf im Supermittelgewicht der World Boxing Super Series, standen sich in Schwerin der 39-jährige Lokalmatador und Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer (48-3-0, 35 Ko’s) und sein 27-jähriger Gegner Rob Brant (22-0-0, 15 Ko’s) gegenüber. Mit einem eindrucksvollen Sieg, zieht Brähmer nun im Frühjahr des nächsten Jahres gegen den Briten Callum Smith ins Halbfinale des Turniers ein!

Überzeugender Sieg von Brähmer gegen Brant!

Foto: Sebastian Heger
Foto: Sebastian Heger

Zu Beginn des Gefechts, hatte der frühere WBO- und WBA-Champion Jürgen Brähmer, etwas Mühe die richtige Distanz zu finden. Rob Brant (USA) konnte einige gute und schnelle Hände ins Ziel bringen, sodass die Augenpartie von Brähmer schon nach kurzer Zeit in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ab dem dritten Durchgang fand der Deutsche besser in den Kampf. In einem sehr temporeichen Gefecht, lauerten beide Boxer auf die Aktionen des Gegners, um blitzschnell zu kontern.

Nach einer guten rechten Schlaghand von Brant in der fünften Runde, blutete Brähmer stark aus der Nase. Doch dieser ließ sich nicht von seinem Weg abbringen und wurde mit zunehmenden Kampfverlauf immer stärker und sicherer. Spätestens ab dem sechsten Durchgang, war von der längeren Wettkampfpause von Brähmer nichts mehr zu spüren. Der Schweriner zeigte sich sehr beweglich im Oberkörper und setzte immer wieder klare Treffer.

Foto: Sebastian Heger
Foto: Sebastian Heger

Beim US-Amerikaner zeichnete sich in den hinteren Runden immer mehr Verzweiflung und Frustration ab. Brähmer war der Chef im Ring! In beeindruckender Manier wich Rechtsausleger Brähmer den Schlägen von Brant und konterte diesen immer wieder geschickt aus. Am Ende werteten die drei Punktrichter, mit je 119:109; 118:110 und 116:112, zugunsten von Jürgen Brähmer, der trotz seines „hohen“ Sportler-Alters eine bemerkenswerte Leistung brachte.

„Er war der bessere Mann! Er hatte immer die richtige Antwort!“, erklärte Rob Brant nach der ersten Niederlage seiner Karriere und erwies sich als fairer Verlierer. Jürgen Brähmer gab sich trotz seines klaren Sieges ein wenig selbstkritisch: „Ich war ein bisschen fest. Ich wollte unbedingt zeigen, dass ich mit meinen 39 Jahren noch einiges leisten kann!“ Nun steigt im Frühjahr 2018 das Halbfinale der WBSS gegen den Briten Callum Smith. Nach der überzeugenden Vorstellung gegen Brant, muss sich Jürgen Brähmer wahrlich nicht vor der nächsten Herausforderung verstecken!

Foto: Sebastian Heger
Foto: Sebastian Heger
Jürgen Brähmer steht im Halbfinale der WBSS!
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Foto: © Torsten Helmke
Foto: © Torsten Helmke

Im zweiten Hauptkampf des Abends der Veranstaltung in Schwerin, verteidigte der Karlsruher Vincent Feigenbutz (27-2(2), 24 Ko’s) seinen IBF-Intercontinenatl-Titel im Supermittelgewicht gegen den Argentinier Gaston Alejandro Vega (27-12(9)-2, 11 Ko’s). Bei seiner zweiten Titelverteidigung hatte es der 22-jährige Boxer aus dem Sauerland-Stall, mit einem sehr unangenehmen Gegner zu tun!

Harter Kampf – Klares Ende!

Foto: © Torsten Helmke
Foto: © Torsten Helmke

Schon zu Beginn des auf zwölf Runden angesetzten Titel-Kampfes, erwies sich Gaston Alejandro Vega als ein sehr schwer zu boxender Kontrahent. Vincent Feigenbutz hatte Probleme die richtige Distanz zu finden, auch wenn er des Öfteren gut mit seiner Führungshand treffen konnte. Dem Deutschen waren einige anfängliche Unsicherheiten anzumerken. Der Argentinier versuchte Feigenbutz immer wieder mit gefährlichen Händen auszukontern.

Zum Ende der vierten Runde, musste Feigenbutz zu Boden, nachdem Vega mit einer guten Rechten traf. Doch der Ringrichter sah diese umstrittene Szene nicht als Niederschlag und empfand wohl eher, dass Feigenbutz weggerutscht sei oder das Gleichgewicht verloren habe. Feigenbutz ließ sich jedoch nicht beirren und wurde im weiteren Kampfverlauf immer stärker. In Runde sieben gelang Feigenbutz dann ein wirkungsvollen Körpertreffer, der Vega zu Boden zwang.

Foto: © Torsten Helmke
Foto: © Torsten Helmke

Ab dem achten Durchgang traf Feigenbutz auch wieder gut mit seinem Jab. Dem Argentiner war in den höheren Runden nun anzumerken, dass er schon einiges an Substanz verloren hatte. Feigenbutz musste zwar immer noch hin und wieder Gegentreffer hinnehmen, war aber der Chef im Ring und bestimmte den Kampf. Das Ende kam dann in Runde elf. Mit einem kurzen linken Leberhaken, knockte Feigenbutz seinen Widersacher letztlich nach 2:36 Minuten aus!

Damit bleibt Vincent Feigenbutz IBF-Intercontinental-Champion im Supermittelgewicht und hofft nun weiter, bald wieder um eine Weltmeisterschaft boxen zu dürfen.

Mittag boxt Unentschieden/ Hrgovic siegt durch KO in der ersten Runde!

Ronny Mittag vs. Abdul Khattab (Mittelgewicht, 8 Runden)

Der IBF-Intercontinental-Champion im Mittelgewicht Ronny Mittag (30-2-1, 15 Ko’s) stand in einem Kampf, bei dem es um keinen Titel ging, dem Dänen Abdul Khattab (15-2-0, 4 Ko’s) gegenüber. Von Beginn an war der Däne aktiver. Immer wieder schnelle und gute Aktionen konnte Khattab ins Ziel bringen. Erst im späteren Verlauf des Kampfes, konnte der Boxer aus dem Stall von Winfried Spiering, zu besseren Szenen kommen. In den letzten beiden Durchgängen, gelang es Mittag nochmals gute und klare Treffern zu landen. Am Ende errechnete das Kampfgericht mit 76:76 ein Unentschieden.

Filip Hrgovic vs. Pavel Sour (Schwergewicht, 6 Runden)

Im Schwergewicht hatte es der ehemalige kroatische Spitzen-Amateur Filip Hrgovic (1-0-0, 1 Ko), mit dem ungeschlagenen Tschechen Pavel Sour (6-0-0, 5 Ko’s) zu tun. Nachdem Hrgovic selbst kurz in einen harten Treffer seines Gegners lief, schickte er diesen mit einer schweren rechten Schlaghand zu Boden. Obwohl Pavel Sour versuchte wieder auf die Beine zu kommen und weiterzumachen, erkannte Ringrichter Holger Wiemann sofort die Kampfunfähigkeit des Tschechen. Damit ist Filip Hrgovic der Ko-Sieger nach 2:59 Minuten in der ersten Runde und bleibt somit auch in seinem zweiten Profi-Fight ungeschlagen.

Vincent Feigenbutz bleibt IBF-Intercontinental-Champion!
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Richard Schaefer ist begeistert von den beiden anstehenden Halbfinales der World Boxing Super Series um die Muhammad Ali Trophy. Vier ungeschlagene Weltmeister unter den letzten Vieren des Turnieres - es boxen nun Weltmeister vs. Weltmeister. Mehr geht nicht! Richard Schaefer ist begeistert von den beiden anstehenden Halbfinales der World Boxing Super Series um die Muhammad Ali Trophy. Vier ungeschlagene Weltmeister unter den letzten Vieren des Turnieres – es boxen nun zweimal Weltmeister vs. Weltmeister. Mehr geht nicht!

Zwei Doppel-Weltmeisterschaften stehen in der World Boxing Super Series im Cruisergewicht an

IBF-Champion Murat Gassiev
IBF-Champion Murat Gassiev

Nach dem der IBF-Champion im Cruisergewicht, Murat Gassiev, den Polen Krzysztof Wlodarczyk am vergangenen Wochenende im Prudential Center in Newark, New Jersey, in der 3. Runde vernichtend geschlagen hat, sind die beiden Halbfinales der World Boxing Super Series nun gesetzt.

Gassiev wird, wahrscheinlich im Januar kommenden Jahres, auf den WBA-Champion Yunier Dorticos in einem Unification Showdown treffen. Bei dieser Begegnung stehen sich dann die wohl beiden härtesten Puncher dieser Gewichtsklasse gegenüber. Ein absolut ausgeglichener Fight in dem es schwer ist den Ausgang vorherzusagen. Auf der anderen Seite trifft der WBO-Champion und olympische Goldmedaillengewinner Oleksandr Usyk, der als der erklärte Favorit auf den Gewinn der Muhammad Ali Trophy gehandelt wird, auf den lettischen Superstar Mairis Breidis, der den WBC-Gürtel trägt.

WBA-ChampionYunier Dorticos
WBA-ChampionYunier Dorticos

Man hätte kein besseres Match-up arrangieren können, bei dem sich alle vier amtierenden Weltmeister in dieser Gewichtsklasse qualifiziert haben von denen dann am Ende einer alle vier WM-Gürtel und die Muhammad Ali Trophy gewinnen wird.

Nachdem nun das Viertelfinale vorüber ist, verbleibenden vier Kämpfer im Turnier, die allesamt unbesiegt sind und die alle vier jeweils einen Weltmeistertitel der vier großen Weltverbände inne haben. Mit dem Gesamtsieger dieses Turniers in der Cruisergewichtsklasse, wird dann der ganz große Superstar des weltweiten Boxens, der undisputed Champion gekürt werden.

WBO-Champion Oleksandr Usyk
WBO-Champion Oleksandr Usyk

„Es boxen im Halbfinale ein Ungeschlagener gegen einen Ungeschlagenen und ein Knockouter gegen einen Knockouter, es boxen Champion gegen Champion. In keiner anderen Gewichtsklasse, ob in den niedrigsten Klassen bis hin zu den Schwergewichten, ob man rechts oder links, oben oder unten oder auch dazwischen schaut, man wird in keiner anderen Division ein besseres Match-up arrangieren können als das hier im Cruisergewicht ansteht“, sagt Richard Schaefer, der Chairman der World Boxing Super Series.

Die Halbfinales dieses Cruisergewicht und Super-Mittelgewicht Turniers finden im Januar und Februar kommenden Jahres statt.

WBC-Champion Maitis Briedis
WBC-Champion Maitis Briedis

„Es ist einfach nur unglaublich, es ist die perfekte Gewichtsklasse, das perfekte Setup, ich könnte nicht glücklicher sein“, sagte Schaefer im Hinblick auf die anstehenden Cruisergewichts-Halbfinalkämpfe.

Wenn man die Rekorde des Weltmeister-Quartetts Gassiev, Dorticos, Usyk und Briedis zusammenzählt ergibt das 82-0-0 mit 67 KO-Siegen. Einfach unglaublich und weltweit einmalig.

Richard Schaefer begeistert von den WBSS Cruisergewicht Halb-Finales
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braehemer-brant-wbss-wiegenDer Schweriner Lokalmatador Jürgen Brähmer und US-Amerikaner Rob Brant brachten heute beim öffentlchen Wiegen locker ihr Limit. Damit sind beide Kämpfer bereit für das letzte Viertelfinale der World Boxing Super Series!

Brähmer 400 Gramm schwerer als Brant

Vor dem letzten Viertelfinalkampf der World Boxing Super Series am morgigen Freitag, gingen heute neben den Rahmenkämpfern auch die beiden Hauptakteure über die Waage. Jürgen Brähmer, der nach fast 10 Jahren wieder einen Kampf im Supermittelgewicht bestreiten wird, trifft auf US-Boy Rob Brant.

Beim offiziellen Wiegen, brachte der Schweriner Lokalheld und Ex-WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht, Jürgen Brähmer, 75,7 kg auf die Waage. Sein Kontrahent Rob Brant unterbot Brähmers Gewicht mit 75,3 kg  um 400 Gramm. Damit sind beide Boxer locker im Gewichtslimit des Supermittelgewichts von 76,2 kg.

Für den erst kürzlich 39 Jahre alt gewordenen Jürgen Brähmer, der der letzte deutsche Teilnehmer im Rahmen der WBSS ist, wird es morgen die vermeintlich letzte Große Chance sein, nochmal einen Anlauf auf einen Titel zu nehmen. Sein Gegenüber ist der 12 Jahre jüngere Amerikaner Robert „Bravo“ Brant, welcher aus 22 Kämpfen bisher ungeschlagen hervorgegangen ist. Der Gewinner des Duells trifft dann auf den Briten Callum Smith.

Das Wiegen vor dem letzten WBSS-Viertelfinale: Brähmer und Brant im Limit
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Foto: World Boxing Super Series
Foto: World Boxing Super Series

Vor dem letzten Viertelfinale der World Boxing Super Series am Freitag (live ab 20 Uhr mit Sky Select und bei ranFIGHTING.de) trafen heute Jürgen Brähmer (48-3, 35 KOs) und Rob Brant (22-0, 15 KOs) bei der finalen Pressekonferenz in Schwerin aufeinander. 

Stimmen von der offiziellen Pressekonferenz vor Brähmer vs. Brant

„Jürgen hat schon alles erreicht und alles gesehen, aber gegen mich hat er noch nicht gekämpft“, so Brant. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich am Freitag gewinnen werde. Ich muss mental voll auf der Höhe sein, aber ich fühle mich besser als jemals zuvor. Das hört sich jetzt an wie eine häufig benutzte Phrase, aber am Freitag werden die Zuschauer und die ganze Welt wissen, wovon ich rede.“

In der Vorbereitung auf das Viertelfinale wirkt Brant sehr selbstbewusst. Doch Ex-Weltmeister Brähmer will vor seinen heimischen Fans noch einmal ein echtes Ausrufezeichen setzen.

„Ich fühle mich gut und bin hochmotiviert“, so Brähmer. „Ich unterschätze Brant nicht, aber ich bin in diesem Turnier dabei, um es zu gewinnen. Mit 39 Jahren ist das meine letzte Chance, etwas Großes zu erreichen, und ich werde diese Chance nutzen. Ich kann es kaum erwarten, dass endlich Freitag ist.“

Derrick James, der Trainer von Brant, fügte hinzu: „Wir haben an Robs physischer Stärke gearbeitet, denn er ist der kleinere Boxer, der im Gewicht nach oben geht. Jürgen ist körperlich sehr stark und ein sehr intelligenter Boxer. Dies ist wirklich ein Generationenduell und ich fühle, dass der Jüngere gewinnen wird. Es wird auf jeden Fall ein wirklich guter Kampf.“

Tickets für das Viertelfinale im Super-Mittelgewicht der World Boxing Super Series am 27. Oktober in Schwerin zwischen Jürgen Brähmer und Rob Brant gibt es unter www.eventim.de und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.

Text: World Boxing Super Series

Generationenduell in Schwerin: Brähmer und Brant vor WBSS Viertelfinale optimistisch
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Gassiev-Wlodarczyk-IBF-WBSSIm letzten Viertelfinalkampf der World Boxing Super Series, verteidigte der IBF-Weltmeister im Cruisergewicht Murat Gassiev (25-0-1NC, 18 KOs), seinen WM-Gürtel zum ersten Mal erfolgreich gegen seinen polnischen Herausforderer Krzysztof Wlodarczyk (53-4-1, 37 KOs), durch einen spektakulären KO-Sieg in der dritten Runde. Nun steht der russische Champion vor dem Halbfinal-Fight gegen WBA-Titelträger Yunier Dorticos!

Murat Gassiev lässt Krzysztof Wlodarczyk keine Chance!

Nach seinem Titelgewinn gegen Dennis Lebedev im Dezember des letzten Jahres, stand der russische IBF-Champ Murat Gassiev (24) vergangene Nacht in Newark (USA) dem erfahrenen Ex-Weltmeister Krzysztof „Diablo“ Wlodarczyk (36) gegenüber. Gassiev galt schon im Vorfeld bei vielen Experten als Favorit. Dennoch war es interessant zu sehen, wie der Schützling von Golovkin-Coach Abel Sanchez mit dem routinierten Wlodarczyk umgehen wird.

Gassiev machte von Beginn an Druck und bestimmte den Kampf von der Ringmitte aus. Der IBF-Weltmeister trieb seinen 12 Jahre älteren Kontrahenten pausenlos vor sich her. Auch in der zweiten Runde wiederholte sich das Bild. Gassiev stellte den Ex-Champ mehrfach an den Seilen und konnte vereinzelt gute Treffer anbringen. Wlodarczyk fand zu keinem Zeitpunkt die richtige Distanz und überließ dem Titelverteidiger vollkommen das Kommando.

Gassiev vs Wlodarczyk 1

Das Ende sollte dann nicht lange auf sich warten lassen! Als Gassiev seinen polnischen Widersacher wiederholt an den Ringseilen stellte, traf er Wlodarczyk mit einem linken Aufwärtshaken zum Kopf. Nur Bruchteile von einer Sekunde später, folgte ein krachender linker Haken zum Körper. Krzysztof Wlodarczyk musste mit schmerzverzerrtem Gesicht sofort zu Boden und wurde letztlich nach 1:57 Minuten vom Ringrichter ausgezählt.

Direkt nach dem Sieg standen sich noch im Ring Gassiev und sein Halbfinalgegner in der World Boxing Super Series, der WBA Champ Yunier Dorticos Face to Face gegenüber. Der Kampf soll im Hanuar kommenden Jahres an gleicher Stelle wieder im Prudential Center in Newark, New Jersey stattfinden.
Direkt nach dem Sieg standen sich noch im Ring Gassiev und sein Halbfinalgegner in der World Boxing Super Series, der WBA Champ Yunier Dorticos Face to Face gegenüber. Der Kampf soll im Januar kommenden Jahres an gleicher Stelle wieder im Prudential Center in Newark, New Jersey, stattfinden.

„Ich habe nur das gemacht, was mir mein Trainer Abel Sanchez gesagt hat und was wir im Training oft geübt haben!“, erklärte Gassiev unmittelbar nach dem Kampf im Sieger-Interview. Mit dieser beeindruckenden Vorstellung bleibt Murat Gassiev auch in seinem 26. Profi-Fight ungeschlagen. Der IBF-Weltmeister steht damit im Halbfinale der WBSS und trifft im Januar des kommenden Jahres, auf den kubanischen WBA-Champion Yunier Dorticos. Für Wlodarczyk war dies die erste vorzeitige Niederlage seiner Profikarriere!

WBSS: Gassiev bleibt mit KO-Sieg IBF-Weltmeister im Cruisergewicht!
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culcay-suleckiIm seinem USA-Debüt auf der Gassiev vs. Wlodarczyk WBSS-Undercard im Prudential Center in Newark, lief es für den deutschen Superweltergewichtler Jack Culcay alles andere als gut. Nach einem von Culcay mehrheitlich dominiertem Kampf, unterliegt dieser dem Polen Maciej Sulecki dennoch nach Punkten.

Jack Culcay mit zweiter Punktniederlage in Folge

In einem auf 10 Runden angesetzten Kampf im Superweltergewicht, musste der Deutsche „Golden“ Jack Culcay seine zweite Punktniederlage in Folge hinnehmen. Im Prudential Center in Newark, unterlag er dem Polen Maciej Sulecki umstritten nach Punkten. Es sollte für Jack Culcay, nach dessen Niederlage gegen Demetrius Andrade im März diesen Jahres, der erneute Anlauf zur Weltspitze werden. In einem als WBC-Eliminator deklarierten Gefecht, ging Culcay mit dem Polen Sulecki über 10 Runden und bot einen sehr guten Kampf.

Mit konzentriertem Boxen, konnte Culcay die ersten beiden Runden für sich entscheiden. Immer wieder konnte er dem Polen in der nahen Distanz gefährlich werden und klare Treffer zu Körper und Kopf bringen. Ab Runde 5 fand Sulecki mehr in den Kampf und vermochte es, Culcay den Kampf schwerer zu machen, als zu Beginn. Zwar machte Sulecki mit seinen langen Jabs Eindruck bei den Punktrichter, jedoch war es Culcay, der mit seiner rechten Schlaghand häufig die deutlicheren Treffer landete.

So etwa zu Beginn der 7. Runde, als er Sulecki mit mehreren rechten Händen eindeckte und diesen in Bedrängnis und fast zum Knockdown brachte. In der 9. Runde deckten sich beide gleicherhand mit Schlägen ein und liefertem dem Publikum gute Action im Ring. Sulecki musste in diesem 9. Durchgang sogar kurzerhand runter, jedoch zeigte Referee David Fields an, dass es kein Knockdown war. Im zehnten und letzten Durchgang machte Culcay nochmals Druck und konnte Sulecki abermals mit einem schweren Haken beeindrucken. Dennoch schaffte es der 12 cm größere Sulecki bis zum Schlussgong.

Culcay zeigte unbändigen Siegeswillen und lieferte einen denkwürdigen Fight. Umso unverständlicher war es dann, was zur Urteilsverkündung geschah. Punktrichterin Lindsey Paige wertete den Kampf völlig kontrovers mit 98-92 und Punktrichter Paul Wallace 97-93 Punkten für Sulecki. Lediglich James Kinney sah das Ergebnis mit 96-94 Punkten etwas enger. Dennoch werteten alle drei „Unparteiischen“ einstimmig für Sulecki, der sich nun auf einen WM-Kampf gegen WBC-Champion Jermell Charlo freuen darf.

Mit diesem Sieg bleibt Sulecki weiterhin ungeschlagen und baut seinen Rekord 26 Siege aus. Für Jack Culcay hingegen bedeutete dieser Kampf die dritte Niederlage im 25. Kampf als Profi. Durch dieses kontroverse Urteil ist Culcays nächste WM-Chance wieder etwas in die Ferne gerückt.

Gerechtfertigt oder Fehlurteil: Wer war in euren Augen der Sieger bei Culcay vs. Sulecki?

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Jack Culcay unterliegt Maciej Sulecki umstritten nach Punkten
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Murat Gassiev vs Krzysztof WlodarczykBevor es zum letzten Viertelfinalkampf im Cruisergewicht bei der World Boxing Super Series und der damit verbundenen IBF-WM kommt, mussten heute beide Protagonisten über die Waage.

Gassiev und Wlodarczyk locker im Limit

Beim heutigen Wiegen war sowohl Herausforderer Krzysztof Wlodarczyk als auch der amtierende IBF-Weltmeister im Cruisergewicht Murat Gassiev locker im Limit. Während Gassiev mit 199 Pfund (90,26 kg) gewogen wurde, brachte sein polnischer Kontrahent Wlodarczyk 199,5 Pfund auf die Waage, was 90,49 kg entspricht.

Das letzte Cruisergewichts-Viertelfinale und die damit verbundene IBF-Weltmeisterschaft zwischen Murat Gassiev und Krzysztof Wlodarczyk findet in der Nacht auf den 22. Oktober statt und wird ab 2 Uhr live auf ranfighting.de gezeigt. Der Gewinner dieses Duells wird auf den gebürtigen Kubaner Yunioer Dorticos treffen, der sein Halbfinalticket mit einem KO-Sieg über Dmitry Kudryashov sichern konnte.

Weigh In vor WBSS Viertelfinalkampf Murat Gassiev vs. Krzysztof Wlodarczyk
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Murat Gassiev vs Krzysztof Wlodarczyk

Letzter Viertelfinal-Kampf im Cruisergewicht an diesem Wochenende in Newark, USA

Am morgigen Samstag dem 21. Oktober, nach unserer Zeit in der Nacht zum Sonntag, kommt es im Prudential Center in Newark, New Jersey zum letzten Kampf im Viertelfinale des Crusiergewichts in der World Boxing Super Series um die Muhammad Ali Trophy. Es stehen sich gegenüber der Favorit dieses Kampfes aus Russland, der erst 24jährige IBF Weltmeister Murat Gassiev (24-0-0, 17 KO-Siege) und der 36jährige Ex-Weltmeister aus Polen Krzysztof Wlodarczyk (53-3-1, 37 KO-Siege). In diesem Fight geht es nicht nur um das Halbfinal-Ticket in der WBSS sondern auch um den Weltmeistertitel der IBF.
Murat Gassiev

Beim gestrigen Pressetraining sagte Murat Gassiev:

„Ich arbeite seit zehn Wochen in Big Bear, Kalifornien, mit meinem Trainer Abel Sanchez und bereite mich auf diesen Kampf vor. Mit dabei ist auch Gennady Golovkin, der inzwischen schon wie ein älterer Bruder für mich geworden ist.

„Abel hat mir so sehr geholfen. Er hat nicht versucht, meinen Stil zu ändern. Er ist einfach nur hineingegangen und hat meinen Stil verbessert. Er bedeutet mir so viel.“
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„In meinem letzter Kampf (in dem Gassiev  Denis Lebedev besiegte und den IBF WM-Titel gewann) habe ich meinen ersten Titel gewonnen und ich fühlte mich großartig dabei, meine Nerven waren ruhig und ich fühle mich so, wie ich immer davon geträumt habe und ich möchte diesen Traum noch sehr lange weiter träumen.“

„Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieses Turniers sein zu dürfen. Dieses Turnier bringt mir die Möglichkeit alle Weltmeistertitel zu vereinen und der Welt zu zeigen, dass ich der stärkste Boxer im Cruisergewicht bin.“
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“Mein Gegner hat natürlich viel mehr Erfahrung als ich und er hat schon viele harte Kämpfe hinter sich. Er hat zwar viel mehr Kämpfe als ich gemacht, aber ich bin bereit für ihn. Ich bin auf 12 Runden oder aber auch einen ganz kurzen Kampf vorbereitet. Darauf trainiere ich.“

„Ich werde am Samstagabend allen zeigen, worum es mir geht, ich bin kein großer Redner, aber am Samstag werde ich laut mit meinen Fäusten sprechen.“
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Krzysztof Wlodarczyk beim Pressetraining:

„Das Trainingslager verlief sehr gut und ich bin körperlich bereit für diese Herausforderung. Wenn ich am Samstag im Ring stehe werden alle sehen können wie stark und mental gut ich drauf ich bin.“

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„Ich weiß, dass auch mein Gegner hart gearbeitet hat, um dorthin zu kommen und er möchte mich besiegen, also muss ich bereit und in allem besser als er sein und den Kampf zu gewinnen.“

„Jeder weiß, dass mir meine Erfahrung helfen wird. Ich hatte viel mehr Profikämpfe als Gassiev.  Aber ich muss aber auch smartes Boxen zeigen. Ich denke, ich bin der intelligentere Kämpfer von uns Beiden und werde das am Samstag zeigen.

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„Meine erstes Ziel ist es zu gewinnen und IBF Weltmeister zu werden. Damit würde ich als dreimaliger Weltmeister in die Geschichte des polnischen Boxens eingehen. Aber auch as Turnier zu gewinnen wäre sehr prestigeträchtig und sehr lukrativ für mich.“

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„Es ist immer toll wenn ich die Unterstützung der großartigen polnischen hier in den USA Fans habe. Sie tun wirklich alles um ihre Jungs aus Polen zu unterstützen. Aber ich habe die Erfahrung, dass man im Ring dann doch alleine ist, so wird es nur ein schöner Bonus  für mich sein.

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“Unser Kampf wird um ein Zusammenprall von zwei verschiedenen Boxstilen sein, ich weiß zwar nicht genau, wie der Kampf ausgehen wird, aber ich kann aber garantieren, dass es sehr aufregend sein wird.“

Videos vom Presse-Training

Murat Gassiev vs Krzysztof Wlodarczyk
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