Boxsport

Braehmer-Zeuge

„Day of Destruction“ – „ran Boxen“ live am 25. März ab 22.50 Uhr auf SAT.1

Jürgen Brähmer ist ein Besessener – im positiven Sinne! Erst Weltmeister im Juniorenbereich, dann WBO- und WBA-Champion bei den Profis und seit knapp zwölf Monaten Trainer – alles, was Brähmer anpackt, wird ein Erfolg. So auch Tyron Zeuge, den er im November zum WM-Titel geführt hat. Im Interview erklärt der 38-Jährige seine Faszination für den Boxsport und wie sich Zeuges Vorbereitung auf die erste Titelverteidigung am 25. März gegen Isaac Ekpo aus Nigeria (live ab 22.50 Uhr in SAT.1) gestaltet hat. 

Jürgen Brähmer, am 25.März steigt Ihr Schützling Tyron Zeuge zu seiner ersten Titelverteidigung gegen Isaac Ekpo in den Ring. Es ist der dritte Kampf mit Ihnen als Trainer. Hinzu kommen die Nachwuchshoffnungen Denis Radovan und Araik Marutjan. Sie selbst wollen im Frühsommer wieder in den Ring steigen. Wie gehen Sie mit der Doppelbelastung um und was kann ein aktiver Profi seinen Schützlingen mit auf den Weg geben?

Jürgen Brähmer: Natürlich ist es eine Belastung, aber ich habe ein gutes Team aus Experten in Schwerin, die mich tagtäglich unterstützen. Das ist im Übrigen meine Grundüberzeugung: Man kann nicht in jedem Gebiet Experte sein, insofern habe ich keine Probleme, einzelne Trainingsbereiche wie z. B. Athletik oder Ernährung vertrauensvoll in Expertenhände abzugeben. So hat meine Trainingsgruppe hier am Standort in Schwerin bestmögliche Trainingsbedingungen mit Spezialisten auf ihrem Gebiet. Während meiner langen Karriere konnte ich natürlich sehr viele Erfahrungen sammeln und ich versuche den jungen Sportlern viel mitzugeben, in- und außerhalb des Rings. Aber die Sportler leben Ihr eigenes Leben und müssen wissen, welchen Ratschlag sie annehmen und welchen nicht. Das ist auch völlig in Ordnung so.

Zweitjüngster deutscher Boxweltmeister aller Zeiten – diesen Titel trägt Tyron Zeuge, seit er im November 2016 den Italiener Giovanni De Carolis in Runde zwölf ausknockte und sich dessen WBA-WM-Titel im Supermittelgewicht erkämpfte. Können Sie bitte seine Entwicklung beschreiben, seit er zu Ihnen nach Schwerin gekommen ist?

Jürgen Brähmer: Wir haben vor einem Jahr die gemeinsame Arbeit aufgenommen und seitdem hat sich viel getan. Wir haben sehr hart an Tyrons Grundfitness gearbeitet. Er hat jetzt eine körperliche Basis, die er so in seiner Karriere noch nie hatte. Zudem ist Tyron extrem vielseitig und beherrscht eigentlich das komplette Schlagrepertoire. Er verfügt auch über eine wirklich gute Grundaggressivität, setzt diese aber noch zu selten ein. Da muss er noch mehr an sich und seine Stärken glauben. Wenn es uns jetzt noch gelingt ihm seine Bequemlichkeit, die er ab und zu an den Tag legt, auszutreiben, dann wird er noch mal einen gewaltigen Sprung nach vorne machen. Tyron bringt alles mit, um in den nächsten Jahren diese starke Gewichtsklasse zu dominieren. Er muss nur sein gesamtes Potential ausschöpfen. 

Sagen Sie uns aber doch bitte zunächst einmal, was die Zuschauer am kommenden Samstag von Tyron Zeuge erwarten dürfen?

Jürgen Brähmer: Eine konzentrierte und couragierte Leistung. Ich möchte, dass Tyron genau da weiter macht, wo er gegen de Carolis aufgehört hat. Ich möchte, dass er keine Zweifel offen lässt, wer der Weltmeister ist und sich selbst für seine gute Vorbereitung belohnt!

Ihre anderen beiden Schützlinge Denis Radovan und Araik Marutjan konnten zuletzt ebenfalls Siege einfahren, auch wenn sich Marutjan dabei eine schwere Verletzung zugezogen hat. Wie sehen Sie die Entwicklung der beiden?

Jürgen Brähmer: Dass sich Araik bei seinem Profidebüt so schwer verletzt hat, ist natürlich dramatisch. Aber wir alle unterstützen ihn und glauben, dass er stärker zurückkommen wird. Bis zur Verletzung hat Araik einen starken Kampf gezeigt. Die gesamte Trainingsgruppe arbeitet einfach hervorragend. Die Chemie untereinander stimmt und der Zusammenhalt ist stark, was sich auch in den Trainingsleistungen wiederspiegelt. Denis hat in seinen letzten zwei Kämpfen gezeigt, welche Anlagen er mitbringt. Die Gegnerwahl und die angesetzten Runden seiner ersten Profikämpfe zeigen, welches Vertrauen wir in seine Fähigkeiten haben.

Sie boxen fast ihr ganzes Leben, genau genommen seit ihrem 13. Lebensjahr. Was fasziniert Sie eigentlich so an diesem Sport?

Jürgen Brähmer: Die Vielseitigkeit. Wenn die Beine nicht stimmen, klappt es oben mit den Fäusten und dem Oberkörper nicht und umgekehrt. Dazu kommen im Boxen Faktoren wie Handlungsschnelligkeit, Explosivität und Ausdauer. Und die mentale Stärke. Das alles in Kombination gibt es in keiner anderen Sportart. Zudem können in keiner anderen Sportart Fehler so hart und schnell bestraft werden, wie im Boxen. Es ist ein komplexer, aber dadurch auch spannender Sport.

Deswegen bauen Sie auch eine eigene Trainingshalle in Schwerin?

Jürgen Brähmer: Schwerin ist eine absolute Sportstadt und Boxhochburg mit langer Historie und Tradition. Ich möchte mit dem neuen Objekt auch der Stadt und dem Land Mecklenburg-Vorpommern etwas zurückgeben und meinen Beitrag leisten, dass Schwerin auch in den nächsten Jahrzehnten seinen Status als Sportstadt ausbauen kann. Mit dem Olympiastützpunkt unter Führung von Michael Timm spielt Schwerin im Amateurbereich weltweit ganz oben mit. Ich glaube, dass wir hier am Standort die Zusammenarbeit zwischen Amateuren und Profis einfach optimal umsetzen können. Dazu gehören eben auch professionelle Rahmenbedingungen.

Tickets für die Box-Nacht in der MBS Arena Potsdam sind im Internet bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Brähmer vor Zeuge-WM: Tyron kann das Super-Mittelgewicht auf Jahre dominieren!
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Situation im HW

Die Situation im Schwergwicht, beleuchtet von Ebby Thust

Man muss sich regelrecht die Augen reiben welche Schwergewichtler sich zur Zeit Weltmeister nennen und das scheint immer nur noch schlimmer zu werden. Auf der einen Seite der viel zu hoch eingeschätzte Deontay Wilder, der sich seit er vor zwei Jahren den WBC-Titel gewonnen hat nur zweitklassige Gegner für eine Titelverteidigung sucht. Seine Leistung am Wochenende gegen den sicherlich völlig unqualifizierten „WM-Herausforderer“  Gerald Washington war bei Weitem nicht weltmeisterlich. Wäre Wilders Kampf gegen Povetkin nicht geplatzt würde schon lange niemand mehr über Wilder sprechen.  Doch Povetkin wurde innerhalb des letzten Jahres gleich zweimal des Dopings überführt und hat dadurch sein Anrecht auf einen WM-Fight verspielt. Nun kommt heute Morgen die „offizielle Mitteilung der WBC“, dass man seitens des Weltverbandes nun wieder Bermane Stiverne als „offiziellen Herausforderer“ benannt hat und dass Wilder verpflichtet ist gegen Stiverne seinen Titel zu verteidigen, gleichzeitig hat man noch bestimmt, dass die Fristen im Freiverkehrt ab sofort beginnen. Das mag verstehen wer möchte – ich kann das nicht nachvollziehen, zumal Stiverne in den letzten drei Jahren, seit seinem Kampf um den vakanten Titel gegen Chris Arreola gerade Mal zwei Kämpfe ausgetragen hat und das gegen Wilder, den er verloren hat und gegen einen Gegner namens Derric Rossy, der von seinen letzten 10 Kämpfen sage und schreibe sieben verloren hat. Zudem hat Stiverne seit November 2015, ergo seit 15 Monaten, nicht mehr im Ring gestanden und dürfte gemäß den Regeln der diversen Weltbox-Verbänden in keiner Weltrangliste mehr geführt werden, wie das z.B. bei boxrec.com auch der Fall ist. Hier ist  Stiverne nicht einmal unter den Top 1000 gerankt. Jetzt muss sich doch jeder normal denkender Mensch fragen: „Was hat nun die WBC dazu bewegt Stiverne als offiziellen Herausforderer von Wilder zu benennen?“

Auch der Neuseeländer WBO Weltmeister Joseph Parker ist sicher nicht das Non plus Ultra im Schwergewicht und auch er sucht sich nur handverlesene „Opfer“ für eine Titelverteidigung, so war das zuletzt der vollbeleibte Andy Ruiz jr., gegen den Parker auch nur mit viel Heimvorteil und einem 2:1 Urteil seinen Titel verteidigen konnte und als nächstes steht eine „Pflichtverteidigung“ gegen den schnell und künstlich aufgebaute Hughie Fury an, dessen positivster Aspekt alleine die Verwandtschaft und Namensgleichheit mit Tyson Fury sein dürfte. Wenn wir schon beim Namen Tyson Fury sind: sicher ein guter und talentierter Boxer, aber wie er selbst eingestanden hat, ein kokssüchtiger Drogenkonsument, der dadurch sicher auch nichts in einem Boxring verloren hat.

Aber es kommt noch schlimmer: Bei der WBA boxen nun in kürze der fast 46jährige Halbirre Shannon Briggs gegen den 44jährigen Fres Quendo um den „normalen“ WM-Titel. Wie das geht und vor allem mit was es begründet sein soll, dass ein Schwergewichtler wie Fres Quendo der seit fast 3 Jahren nicht mehr im Ring stand und so auch in keiner Weltrangliste mehr aufgeführt werden darf das Recht zugesprochen wird um einen WM-Titel im Schwergewicht zu boxen ist sicher für keinen Box-Fan nachvollziehbar. Aber auch der Vorgänger, WBA Weltmeister Lucas Brown, der sich durch einen Lucky-Punch vor ziemlich genau einem Jahr den Titel von Ruslan Chagaev gewonnen hatte war sicher kein würdiger Schwergewichts Weltmeister, der zudem bei seinem Kampf auch noch gedopt war, weswegen man ihm im Nachhinein den WBA Titel wieder aberkannte, seltsamerweise aber seinen Sieg in den Analen bestehen ließ.

Es ist schon eine verrückte Situation die da gegenwärtig in der Weltbox-Szene im Schwergewicht herrscht. Einzig die IBF präsentiert einen Weltmeister mit dem die Boxwelt konform gehen kann und mit der anstehenden IBF Weltmeisterschaft gegen Wladimir Klitschko, der über zehn Jahre das Schwergewichtsboxen weltweit beherrscht hat, kommt es am 29. April im jetzt schon mit 90.000 Zuschauern ausverkauften Wembley Stadion endlich wieder einmal zu einem Big Fight in der Königsklasse. Gäbe es diese beiden Schwergewichtler nicht, wäre die ganze Schwergewichtsklasse ins Unbedeutende abgerutscht. Auf so fantastische Boxer wie es derzeit im Cruiser-, Halbschwer-, Mittel- oder Junior-Mittelgewicht gibt, wartet man derzeit im Schwergewicht vergebens.

Bleibt zu hoffen, dass mit dem französischen Olympiasieger und Amateur-Weltmeister Tony Yoka, der gerade einen Profivertrag bei Promoter Richard Schäfer unterschrieben hat (Boxen1 berichtete darüber) und dem Amateur-Europameister und Bronzemedaillen-Gewinner von Rio Filip Hrgovic aus Kroatien, der auch damit liebäugelt künftig als Profi sein Geld zu verdienen, wieder frischer Wind in die Schwergewichtsklasse kommt.

Wie gut tut es doch zurückzudenken an die Zeiten als noch Boxer aktiv waren die da Muhammad Ali, Joe Frazier, Mike Tyson, Lennox Lewis, George Foreman, Ken Norton, Larry Holmes, Evander Holyfield hießen. Für diese glorreichen Boxer vergangener Tage ist es fast eine Beleidigung im gleichen Bericht erwähnt zu werden.

Sind das wirklich die besten Schwergewichtler der Welt?
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Anthony Joshua v Wladimir Klitschko Press Conference
Wladimir Klitschko hat sich bei der dritten Pressekonferenz vor dem Mega-Fight um die Schwergewichts-WM gegen Anthony Joshua am 29. April in London (live bei RTL) angriffslustig präsentiert.

Klitschko fühlt eine „Ruhe vor dem Sturm“

„Jetzt herrscht zwischen uns noch Friede“, sagte Klitschko während der PK im RTL-Sendezentrum in Köln. Damit werde im Wembley-Stadion aber Schluss sein. „Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Wenn wir im Ring stehen und die Fäuste fliegen, geht es nur noch ums Geschäft“, kündigte ‚Dr. Steelhammer‘ ein Feuerwerk für die Box-Fans an.

Er sei „besessen“, sich seine im November 2015 gegen Tyson Fury verlorenen WM-Gürtel zurückzuerobern, betonte der bald 41-jährige Ex-Champion: „Ich werde versuchen, all meine Erfahrung auszuspielen, um zu gewinnen.“

Joshua-Manager: Größter Kampf seit Tyson und Lewis

„Erfahrung kommt mit dem Alter“, gab der 14 Jahre jüngere IBF-Weltmeister Joshua zu: „Aber Boxen ist auch ein Sport für junge Männer.“ Er werde hart trainieren und sich weder vom Alter seines Herausforderers noch von dessen Pleite gegen Fury blenden lassen, versprach der 27-Jährige: „Ich stelle mich auf den besten Wladimir Klitschko ein, den es gibt.“

Joshua-Promoter Eddie Hearn unterstrich die Strahlkraft des Fights vor 90.000 Zuschauern im Fußball-Tempel der Briten. „Das ist der größte Schwergewichtskampf seit Mike Tyson gegen Lennox Lewis (2002, d. Red.). Eine Box-Legende gegen einen jungen Löwen“, jubilierte Hearn.

Weltweit sei das Interesse an dem Duell enorm, stimmte Klitschko-Manager Bernd Bönte zu. In Amerika sehe es gar so aus, „dass die großen Sender HBO und Showtime sich die Rechte teilen und gemeinsam übertragen.“ Dies habe es zuvor nur beim Kampf zwischen Tyson und Lewis sowie dem sogenannten ‚Kampf des Jahrhunderts‘ zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao im Mai 2015 gegeben, so Bönte. 

Wladimir Klitschko kündigt ein Faust-Feuerwerk an
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Einer der bekanntesten und besten deutschen Boxer vergangener Tage, der mehrfache Europameister und Deutscher Meister in drei Gewichtsklassen, Willy Quatour, ist vor einigen Tagen nach langer Krankheit, kurz vor seinem 80. Geburtstag, leider verstorben. Boxen1 erinnert an diesen grandiosen Boxprofi vergangener Tage und an eine außergewöhnliche Karriere.

Willy-Quatour

Willy Quatour im Alter von 79 Jahren verstorben

Einen Monat vor seinem 80. Geburtstag ist der frühere Box-Europameister in zwei Gewichtsklassen, im Leichtgewicht und im Super-Leichtgewicht sowie Deutsche Meister in drei Gewichtsklassen, in seiner Heimatstadt Dortmund nach langer und schwerer Krankheit verstorben.

Boxen, das war für den kleinen Dortmunder vor allem die Schule des Lebens. Im Krieg wurde die Familie, Mutter und drei Geschwistern, ins Sauerland nach Altena evakuiert und hier begann der kleine Willy schon als Zehnjähriger mit dem Boxen und dies gegen den Widerstand seiner Mutter. Der Vater war im Krieg gefallen, die Wohnung ausgebombt. 

Sieg gegen den deutschen Juniorenmeister

Es war dann Peter Enderlein der das Riesentalent in dem schmächtigen Kerlchen entdeckte, ein junger Kerl mit einem verbissenen Willen und dem Mut niemals aufzugeben. Eigenschaften mit denen sich Willy Quatour ganz schnell einen Namen im westfälischen Amateurboxsport machte. Vor allem aber mit einem Kampf der 1954 in den Hammer Zentralhallen stattfand. Da sollte Dieter Johannpeter, gerade zum frisch gebackenen Deutschen Juniorenmeister gekürt, seine Boxkünste an dem jungen Dortmunder Quatour demonstrieren, aber eine gigantische Fehlplanung, wie sich zeigte. Willy Quatuor trieb das Hammer Boxidol nach allen Regeln der Kunst durch den Ring und siegte einstimmig und klar nach Punkten. Nun kannten auch die Box-Experten den Namen Quatour.

Schon mit 18 Jahren wird Willy Quatour Box-Profi

Willy_QuatuorWilly Quatuor wurde bereits schon  im Alter von nur 18 Jahren Berufsboxer beim Bund Deutscher Berufsboxer (BDB). Sein Manager wurde einer der damals in der Bundesrepublik Deutschland wohl bekanntesten Box-Manager, Wolfgang Müller, sein Trainer war Otto Bürger.

Seinen ersten Profikampf bestritt Willy Quatuor am 4. September 1955 in Dortmund und kam dabei zu einem K.o.-Sieg in der 4. Runde über Hermann Lewandowski. Seine nächsten Kämpfe bestritt er vorwiegend im westdeutschen Raum.  In seinem 12. Profikampf kämpfte Quatour in der Dortmunder Westfalenhalle in um den ersten DM-Titel gegen den Dortmunder Alfred Schweer und gewann die Deutsche Meisterschaft im Federgewicht.

Willy Quatuor war während seiner gesamten Profi-Karriere immer gezwungen, alle einigermaßen profitablen, aber mit vielen Risiken behafteten, Angebote aus aller Welt anzunehmen. Der Grund dafür war, dass die Börsen, die damals in Deutschland für Boxer in den unteren Gewichtsklassen (Fliegen-, Bantam-; Feder- u. Leichtgewicht) gezahlt wurden, selbst für Spitzenboxer so gering waren, dass diese Boxer kaum davon leben konnten. Quatuor erging es genau so. 

Der ungemein talentierte, mit einem perfekten Bewegungsgefühl ausgestattete Quatuor, war übrigens ein Bruder des deutschen Meisters der Amateure sowie der DM der Profis Werner Mundt. Willy Quatour boxte in seiner Karriere in der gesamten Welt und so sehr oft auswärts und trotzdem schaffte er den Sprung nach ganz oben und griff sogar nach dem Weltmeistertitel.

Natürlich dauerte dies noch etwas.  Zunächst boxte er am 10. April 1958 in Mailand und am 15. Januar 1960 in Melbourne gegen den italienischstämmigen Australier Aldo Pravisani zweimal unentschieden. In den Jahren 1958 bis 1961 verteidigte er seinen deutschen Meistertitel im Federgewicht gegen Alfred Schweer, Joe Buck, Edgar Basel und Fritz Rings erfolgreich. Am 30. September feierte er in Mailand gegen den Italiener Mario Sitri einen überzeugenden Punktsieg und am 27. Oktober 1961 schlug er in Melbourne in der dritten Begegnung beider Konkurrenten Aldo Pravisani in der 4. Runde KO.

1964 erstmals Europameister im Leichtgewicht

Am 22. Mai 1963 wurde Quatuor in München durch einen KO-Sieg in der 9. Runde über Karl Furcht aus Köln Deutscher Meister im Leichtgewicht, nachdem er seinen Federgewichts-Titel wegen Gewichtsproblemen freiwillig niedergelegt hatte. Am 8. Mai 1964 kämpfte er dann in Berlin gegen den Italiener Michele Gullotti um den vakanten Europameistertitel im Leichtgewicht und siegte dabei in der 14. Runde durch K. o. Nach fast neun Jahren Profizeit war Willy Quatour endlich Europameister geworden.

Am 27. März 1965 erzielte Quatuor in Dortmund in einem Nichttitelkampf gegen den starken Finnen Olli Mäki ein bemerkenswerter Punktsieg und am 26. Dezember 1965 gewann Quatour in Berlin mit einem Punktsieg über den Spanier Juan Albornez ein weiterer EM-Titel im Halbweltergewicht. Auch am 18. Mai 1966 verteidigte er in Arezzo in Italien gegen Piero Brandi seinen Titel erfolgreich durch einen K.-o.-Sieg in der 8. Runde.

Quatours Kampf um den Weltmeistertitel der WBC und der WBA in Tokio

Am 16. November 1967 erhielt Quatuor dann die Chance in Tokio gegen den US-Amerikaner japanischer Herkunft Paul Fuji um die Weltmeistertitel der WBC und der WBA im Leichtgewicht zu kämpfen. Leider hatte er in diesem Kampf großes Pech, denn nach einem tollen Kampf mit leichten Vorteilen für Quatour erlitt dieser in der 4. Runde eine klaffende Augenbrauenverletzung durch einen Kopfstoß Fujis, wegen der er nicht mehr weiter boxen durfte und vom Ringarzt aus dem Kampf genommen wurde. 

Am 10. September machte Willy Quatour im Frankfurter Waldstadion, den zweiten Hauptkampf im Rahmen des WM-Fights von Muhammad Ali gegen Karl Mildenberger. Quatour boxte hier gegen den Italiener Giuseppe Occhipinti und gewann diesen Kampf durch KO in Runde 4.

Willy Quatour1968 legte Quatuor den Europameistertitel und den deutschen Meistertitel im Leichtgewicht wegen erneuter Gewichtsprobleme nieder. Am 8. März 1968 gewann er aber in Köln über Klaus Klein nach 12 Runden nach Punkten und wurde damit wiederum Deutscher Meister, aber dieses Mal im Weltergewicht. Am 24. Januar 1969 versuchte er dann in Rom gegen Bruno Arcari auch Europameister im Weltergewicht zu werden. Das Ende des Kampfes in der 7. Runde war dramatisch und sehr umstritten, denn Quatuor wurde in dieser Runde nach einem verbotenen Genickschlag Arcaris, den der Ringrichter ignorierte, ausgezählt. Alle Proteste Quatuors und seines Managers Wolfgang Müller nützten nichts. Die EBU erklärte das Ergebnis für rechtmäßig und bestätigte Bruno Arcari als Europameister.

Insgesamt absolvierte Willy Quatour 79 Profikämpfe von den er 64 gewann, davon 32 durch KO, 5 Mal boxte er unentschieden und 10 Kämpfe hat er verloren.

Für seine großen Verdienst für den deutschen Profi-Boxsport wurde Willy Quatour mit der Ehren-Mitgliedschaft des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) geehrt.

Nach dem Ende seiner Profi-Karriere trainierte Willy Quatour die Amateurboxer des BC Viktoria Dortmund, die sehr erfolgreich in der deutschen Bundesliga kämpften.

Der Bund Deutscher Berufsboxer und Boxen1 wird Willy Quatour stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Willy Quatour: Ein großer deutscher Boxer ist gegangen
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Leonrado Pijetraj – Trainer & Manager of Filip Hrgović

I was born on November 23, 1965 in Zagreb. My involvement in combat sports started when I was 9 years old. Thirteen years I trained Tae-kwon-do achieving noticeable results. Several times I was Croatian Champion and Champion of the former Yugoslavia.

In 1984 I won the individual Bronze Medal (Third Place) at the World Championships in Glasgow, Scotland. The Croatian National Team placed second overall (Silver Medal.) At the 1984 European Championships in Budapest, Hungary, the Croatian National Team won Team Gold Medal (First Place) and I won an individual Bronze Medal (Third Place). I started kickboxing in 1989 and soon thereafter I became the amateur and later professional kickboxing champion of the former Yugoslavia. At the same time (in 1989) I joined a boxing club. Boxing was a sport that I always wanted to participate in, however there were no boxing clubs near where I lived, so instead I chose the nearest club that practiced combat sports. Shortly after, I started putting the idea of forming my own club into reality. In spring of 1990 I opened “LEONARDO BOXING GYM” in my house, officially registering “LEONARDO BOXING CLUB” in 1992. At first I was involved in boxing both as a fighter and as a trainer, but after a couple of fights I had to choose between the two. It was almost impossible to have good results as a coach and a fighter. I chose coaching, as it was something that I always had an inclination towards. At a young age I started gaining experiences as a trainer. My trainer at the time would often ask me to arrive early or stay late after my training sessions so that I could coach other competitors, often much older than I. The first significant results of my boxing club „LEONARDO BOXING CLUB“ were achieved in 1994. Of the three boxers at the Croatian Amateur Championships, two became Champions, and one was declared the best overall boxer of the tournament. Next year, at the 1995 Croatian Amateur Championships, of the six competitors from „LEONARDO BOXING CLUB“, three became National Champions; and once again, one was declared the best overall boxer of the tournament, thus making „LEONARDO BOXING CLUB“ the most successful Croatian boxing club of the Championship tournament.

I started training both amateur and professional boxers. My first professional boxer was Željko Mavrović 27-1 (22 KOs, his only defeat was to Lennox Lewis in 12 rounds in 1998). Mavrovic trained at the “LEONARDO” for 15 months. Branko Šobot was with our club for 5 years (two as an amateur and three years as a professional) achieving many significant results; 6 times International Champion of Germany and the Intercontinental Middleweight Champion of the International Boxing Federation (IBF) in 1996. He fought for the European and World titles of the World Boxing Organization (WBO), but lost both matches, for the WBO Title to Joe Calzaghe. The „LEONARDO BOXING GYM“ soon became known outside Croatia. Many foreign boxers came to my club, which is unique in the history of Croatian boxing. We had three German professional boxers; Charlie Graff, Firat Arslan (later became WBA Champion) and Willi Fischer. Those three had more than thirty professional fights under my guidance with only one defeat, which shows that their careers were very successful while they were with the „LEONARDO BOXING GYM“. One of the most successful fighters we had at „LEONARDO“ was English boxer Michele Aboro, who was the European Champion and the WIBF World Champion, becoming one of the best women boxers that had ever stepped into the ring. During 1994–1995, only 4 years since our founding, „LEONARDO BOXING GYM“ had several Champions and many significant results. Several world class K-1 Grand Prix fighters were trained by me, including the first ever K-1 Champion (1993) Branko Cikatic. I also trained Mirko “Cro Cop” Filipovic and the mega star Mike Bernardo from South Africa at “LEONARDO.” After these successes, I began to work professionally as a trainer in Germany with Hessen Box Team, Universum Box-Promotion and Sauerland Event. In 2003 I moved to the USA spending several years there working with Don King Productions, further expanding my experience. In 2005 I opened a new modern „LEONARDO BOXING GYM“ in the Dubrava section of Zagreb.

At the 2009 and 2010 Croatian National Amateur Boxing Championships, “LEONARDO BOXING CLUB” won (6) 1st Place Team Trophies, (3 each year) as the best Cadet boxing team, as the best Junior boxing team and as the best Senior boxing team. Currently we have 11 National Amateur Champions in those 3 age groups. In addition, our Dino Mansour is the current European Junior Boxing Champion as a Super Heavyweight and Filip Hrgović is the current World Junior Boxing Champion also as a Super Heavyweight. I was Croatian National Junior coach in 1993. From 1995-1998 I was Croatian National boxing coach for the Cadet, Junior and the Senior teams: and I’ve been selected Croatian National Senior Boxing Team Coach as of January 1, 2010. In 2010 AIBA, the world Amateur International Boxing Association awarded me a 3 star ranking, their highest, placing me among the world’s elite trainers.
I want to thank my family, friends and many others who contributed to the club’s founding and success. I also want to thank all the sponsors for supporting us over the years, and currently are supporting “LEONARDO BOXING GYM”, the boxers and myself, and as a trainer, I want to thank all of my boxers for the confidence that they have had in me.

Leonard Pijetraj

Adresa:
Leonardo Boxing Team

Cerska 3
10040 Zagreb-Dubrava

Tel+385 1 2989 314
Fax+385 1 2982 070

Radno vrijeme kluba:
Pon.-Sub.: 10-12 & 17-21
email: leonardogym@hi.htnet.hr

 

Leonardo Pijetraj
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Constantine „Cus“ D’Amato (* 17. Januar 1908 in Bronx, New York, NY, USA; † 4. November 1985 in den Catskills, New York) war ein US- amerikanischer Boxtrainer. D’Amato wurde 1908 in der Bronx NY geboren. Sein erstes „boxing gym“ – das Gramercy Gym eröffnete er 1939 in der 14th Street in Manhattan NY. Cus D’Amato war ein Meister der Ringtechnik. Sein boxerisches Talent förderte die Karrieren von Halbschwergewichts-Meister José Torres und den Schwergewichtlern Floyd Patterson und Mike Tyson. Er arbeitete als informeller Berater für Muhammad Ali, Gerry Cooney und ungezählte weitere Boxer. D’Amato bildete auch verschiedene andere gute Trainer aus: Teddy Atlas, Joey Fariello, Kevin Rooney. Cus D’Amato starb 1985 an einer Lungenentzündung, gut ein Jahr bevor sein letztes „Meisterstück“ Mike Tyson mit 20 Jahren und 144 Tagen jüngster Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten wurde. Von ihm trainierte Boxer:

  • Mike Tyson
  • Floyd Patterson
  • José Torres
  • Kevin Rooney

1995 fand D’Amato Aufnahme in die International Boxing Hall of Fame.

Cus D’Amato
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Emanuel Steward(* 7. Juli 1944 in West Virginia) ist ein US-amerikanischer Boxtrainer.

Kindheit

Als sich seine Eltern schon in seiner Kindheit trennten, zog er mit seiner Mutter nach Detroit. Dort trainierte er im selben Gym, in dem früher Joe Louis trainiert hatte.

Eigene Boxkarriere

Steward war 1963 als Amateur „National Golden Gloves Champion“ im Bantamgewicht. Seine Bilanz war 94-3. Er wurde aber nie Profi.

Trainer

Beruflich ursprünglich Elektriker, wurde er 1971 professioneller Boxtrainer. Er wurde vor allem als Chef des Kronk-Stalls in Detroit bekannt, hauptsächlich mit seinem Starboxer Thomas Hearns. Sein erster Boxer, der einen WM-Titel errang, war aber Duane Thomas 1980 (WBA-Weltmeister im Leichtgewicht). Bis in die 1990er Jahre trainierte er vor allem schlagstarke Boxer in den unteren Gewichtsklassen, aber auch Mike McCallum. Erst mit Michael Moorer hatte er einen bekannten Schwergewichtler, der ihn aber nach seinem Sieg über Bert Cooper verließ. Er betreute Evander Holyfield bei dessen einzigen Sieg über Riddick Bowe. Weiterhin trainierte er Oliver McCall für seinen Sieg gegen Lennox Lewis, wechselte nach diesem Kampf allerdings die Seiten und blieb bis zu dessen Karriereende Lewis’ Trainer. Zur Zeit betreut er unter anderem den Ukrainer Wladimir Klitschko. Zwischenzeitlich war er unter anderem für Naseem Hamed, Óscar de la Hoya und Julio César Chávez tätig. Steward fand Aufnahme in die International Boxing Hall of Fame.

Emanuel Steward
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Eddie Mustafa Muhammad (* 30. April 1952 in New York als Edward Lee Gregory ) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Profiboxer und Gewerkschaftsfunktionär.

Laufbahn

Muhammad gab 1972 sein Debüt und boxte anfangs vorwiegend im Mittelgewicht, wo er zweimal nach Punkten unterlag, unter anderem gegen den Weltklassemittelgewichtler Bennie Briscoe. Nach seinem Aufstieg ins Halbschwergewicht besiegte er den hoch eingeschätzten Matthew Saad Muhammad und forderte den Argentinier Víctor Galíndez am 19. November 1977 in Italien um den WBA-Titel heraus. Galíndez schlug ihn nach Punkten und hatte ihn sogar am Boden. Im Jahr 1978 unterlag er dem unbesiegten James Scott. Am 31. März 1980 erhielt er seine zweite Titelchance. Nach starker Vorstellung schlug er den Rechtsausleger Marvin Johnson ko und sicherte sich somit den WBA-Halbschwergewichtstitel. Er verteidigte zweimal erfolgreich, machte dann einen Ausflug ins Schwergewicht, das Cruisergewicht war damals noch nicht etabliert, wo er dem ungeschlagenen Renaldo Snipes nach Punkten unterlag. Am 18. Juli 1981 stellte er sich dem ungeschlagenen Olympiasieger Michael Spinks und verlor seinen Titel nach Punkten. In der Anfangsphase dominierte er, dann machten sich jedoch seine Konditionsprobleme bemerkbar. Spinks beherrschte dann die zweite Kampfhälfte und schlug ihn zu Boden. 1982 besiegte er Lottie Mwale und 1985 Ricky Parkey. Am 21. Dezember 1985 kämpfte er wieder in Italien gegen den unbesiegten Slobodan Ka?arum den vakanten IBF-Titel und unterlag nach Punkten. Daraufhin ließ er seine Karriere ausklingen. Seine letzten Kämpfe bestritt er 1988.

Trainertätigkeit, Gewerkschaft JAB

Nach seiner aktiven Zeit arbeitete er als Trainer, unter anderem für Iran Barkley und versuchte mit mäßigem Erfolg im Zusammenspiel mit der Teamster-Gewerkschaft die Boxergewerkschaft JAB zu lancieren. Seine Meinung wurde auch bei der neuen Gesetzgebung gehört.

Eddie Mustafa Muhammad
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Buddy McGirt (* 17. Januar 1964 in Brentwood im US-Bundesstaat New York als James Walter McGirt) ist ein ehemaliger Boxer und jetziger Boxtrainer.

Amateur

Er schaffte 54 Siege bei 6 Niederlagen.

Profi

Gemanagt und trainiert vom Italoamerikaner Al Certo, dem US-Presse und Politiker Mafia-Kontakte nachsagten, wurde er 1982 Profi. Mit klassischem Stick and Move Konterboxen gewann er nach einem Unentschieden im Debüt seine nächsten 28 Kämpfe bis er 1986 auf einen weiteren als Profi ungeschlagenen Amateurstar Frankie Warren traf und ausgepunktet wurde. Zwei Jahre später, am 14. Februar 1988, gewann er den Rückkampf gegen Warren um den vakanten Titel der IBF im Halbweltergewicht durch KO. Er verteidigte den Titel durch einen Erstrunden-KO gegen den ’76er Olympiasieger Howard Davis, der sich im Profiboxen als eine Riesenenttäuschung entpuppte. Seine nächste Titelverteidigung fand im September 1988 wieder gegen einen Olympiasieger statt: Meldrick Taylor, Goldmedaillengewinner im Federgewicht der ’84er Spiele. Taylor machte das, was Journalisten später als die größte Leistung seiner Karriere bezeichneten und schlug McGirt 1988 KO. Mit Punktsiegen gegen Tony Baltazar und den späteren Europameister Gary Jacobs fasste er 1989 wieder tritt. Er wechselte in das Weltergewicht und gewann am 29. November 1991 gegen Simon Brown den WBC-Titel dieser Gewichtsklasse. Er verteidigte den Gürtel in Italien gegen einen weiteren Olympiasieger (1980) und früheren Weltmeister, Patrizio Oliva, der zuvor in 58 Kämpfen nur ein Mal verloren hatte, klar nach Punkten. Oliva beendete daraufhin seine Karriere. Am 6. März 1993 verlor er seinen Titel an Pernell Whitaker, Leichtgewichtsolympiasieger von 1984. Er wurde zu dem Zeitpunkt von großen Beschwerden in der linken Schulter geplagt und konnte den linken Haken nicht mehr einsetzen. Im darauffolgenden Jahr unterlag er Whitaker ein zweites Mal, hatte ihn aber diesmal mit einer rechten Geraden am Boden. McGirt wurde jedoch nicht mehr beschwerdefrei und hörte schließlich 1997 auf.

Trainer

Nach Beendigung seiner aktiven Zeit wurde er Trainer. Er trainiert vor allem Antonio Tarver und Arturo Gatti, arbeitete aber vorübergehend mit Lamon Brewster und seit 2006 mit Audley Harrison.

Buddy McGirt
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Teddy Atlas (* 26. Juli 1956 in Staten Island, New York City) ist ein US-amerikanischer Boxtrainer.

Er begann seine Karriere als Co-Trainer unter dem legendären Trainer Cus D’Amato, der Floyd Patterson , José Torres und den jungen Mike Tyson trainierte.

Seine größten Erfolge als Cheftrainer hatte er mit den Champions Barry McGuigan und Michael Moorer. Daneben arbeitete er als Box-Kommentar für den Fernsehsender NBC bei den Olympischen Spielen in Sydney (2000) und Athen (2004) sowie v.a. für ESPN in wöchentlichen Boxsendungen. Im September 2006 wurde bekannt, dass er den ehemaligen Weltmeister Henry Maske für seinen Comeback-Kampf gegen Virgil Hill trainieren wird. Noch im selben Jahr wurde die Zusammenarbeit jedoch wieder beendet.

Teddy Atlas
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