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nebo-kurzawa-im-gym-querIn gut zwei Wochen steht der Torgauer Schwergewichtler Samir Nebo (10-1-1, 10 Ko’s) vor seiner bisher größten Chance als Profiboxer. Am 3. Februar boxt er in der Erdgas-Arena in Halle (Saale) um den WBO-Intercontinental-Gürtel gegen Titelverteidiger Tom Schwarz (19-0-0, 12 Ko’s) aus dem SES-Boxstall. Der 36-jährige Selfmademan bereitet sich zurzeit, mit seinem Coach Kai Kurzawa, intensiv auf das bevorstehende Duell gegen Schwarz vor. BOXEN1 sprach mit Samir Nebo dieser Tage über seine jetzige Form, sowie dessen nicht enden wollende Motivation.

Samir Nebo: „Ich nehme meine Sache sehr ernst!“

nebo-kurzawa-trainingErst im reifen Alter von 29 Jahren kam der in Syrien geborene Samir Nebo zum Boxsport. Ein Freund brachte ihn zum Training. Seitdem lässt der Faustkampf den symphatischen Geschäftsmann, der im Autohandel tätig ist, nicht los. Nach einigen Amateurkämpfen, bestritt Nebo im Dezember 2011 seinen ersten Profi-Fight. Den verlor er prompt durch Ko. Ein Jahr später wollte es der Torgauer wieder wissen und erreichte immerhin ein Unentschieden, von dem einige damalige Beobachter heute noch der Meinung sind, dass Nebo eigentlich den Sieg verdient gehabt hätte. Fortan ging es steil bergauf!

Von Mai 2013 bis Juli 2017 bestritt Nebo zehn Kämpfe, die er allesamt vorzeitig gewann. „Ich wurde von Sieg zu Sieg immer ehrgeiziger und stärker.“, erklärt Nebo seinen Anspruch, sich stets zu verbessern, um im Ring so gut wie möglich zu sein. Nun erhält er gegen den 13 Jahre jüngeren Tom Schwarz, der die aktuelle Nummer 5 der WBO-Weltrangliste ist, die große Gelegenheit, sich einen Namen zu machen. Samir Nebo schuftet momentan in Chemnitz und Dresden, unter der Leitung seines Trainers und früheren Weltranglisten-Boxers Kai Kurzawa, mit dem er seit circa vier Wochen arbeitet.

Die Vorbereitung mit Kurzawa findet meist im Chemnitzer „Paramount“- Power+Fight-Club statt, in dem Kurzawa angestellt ist und auch für Hobby-Boxer Boxkurse gibt. Die Arbeit mit Kurzawa hat schon nach kurzer Zeit Früchte getragen! Nebo: „Ich bin sehr dankbar, dass ich Kai als meinen Coach gewinnen konnte. Ich spüre, wie ich mich im Training weiterentwickle. Seine Ratschläge sind mir sehr wichtig!“ Samir Nebo, der sich aktuell in der Sparringsphase befindet, ist sich der Tatsache bewusst, dass er von den meisten Experten als krasser Außenseiter gehandelt wird. Doch der „Underdog“ denkt nicht annährend daran, sich von seinem Weg abbringen zu lassen!

Samir Nebo mit Coach Kurzawa und Teilnehmer eines Box-Kurses, im Chemnitzer Paramount-Gym.
Samir Nebo mit Coach Kurzawa und Teilnehmer eines Box-Kurses, im Chemnitzer Paramount-Gym.

Nebo: „Wie heißt es so schön: ‚Der Wille versetzt Berge‘. Ich nehme meine Sache sehr ernst! Ich werde am 3. Februar alles geben. Ich fühle mich physisch und mental in Top-Form. Ich weiß, dass es schwer wird, aber ich glaube an mich und will meine Chance nutzen!“ Samir Nebo erscheint sehr selbstkritisch und realistisch. Sein unbändiger Wille treibt ihn weiter voran. Zu provozierenden Kampf-Prognosen lässt sich Nebo nicht hinreißen. „Eine große Klappe zu haben, bringt mich nicht weiter. Entscheidend ist, was im Ring passiert!“, sagt Samir Nebo, zum Ende des Gespräches, mit einer kleinen Spitze in Richtung seines Gegners.

Samir Nebo vor Titelkampf gegen Schwarz in Top-Form: „Ich werde alles geben!“
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zolani-teteAufgrund einer Verletzung an der Wade wird der WBO-Weltmeister Zolani Tete seinen Titel wohl erst im April, anstatt wie geplant am 10. Februar, verteidigen.

Es sollte sein erster Main Event sein

Nach seinem Rekord-KO im November gegen Landsmann Siboniso Gonya, war der Trubel um den 29-jähirgen Südafrikaner groß. Erst wurde eine Titelvereinigung mit Eddie Hearns Schützling Ryan Burnett kolportiert, dann nahm man öffentlich den Namen Naoya Inoue in den Mund. Doch zunächst sollte Zolani Tete das erste Mal als Hauptkämpfer eine Veranstaltung anführen und seinen WM-Gürtel gegen den erfahrenen Argentinier Omar Narvarez in der Copper Box Arena in London aufs Spiel setzen. Ohne Frage eine große Ehre für Tete.

Doch wie nun bekannt wurde, muss dieser Kampf nach hinten verschoben werden. Bei einem Lauf auf sandigem Untergrund zog sich Tete eine Muskelverletzung im Wadenbereich zu und hatte fortan Schwierigkeiten zu laufen. Der Bantamgewichtler soll seine Verletzung jetzt erst einmal auskurieren und könnte stattdessen im April im Rahmenprogramm von Carl Frampton gegen Nonito Donaire in Belfast seinen Kampf nachholen. Auf den Platz im Main Event wird er demnach noch eine Weile warten müssen.

Wer anstelle von Tete die Card am 10. Februar anführen wird, ist derzeit unklar. Gut möglich aber, dass Halbschwergewichtler Anthony Yarde, der eh schon für die Veranstaltung gebucht ist, diesen Platz einnehmen wird. Der Gegner des Europameisters ist aber auch noch nicht bekannt.

Zolani Tete verletzt – Narvarez-Kampf verschoben
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Im Kampf zweier noch ungeschlagenen Cruisergewichler stehen sich am 3. Februar in der Erdgas Sportarena in Halle der SES Boxer Jurgen Uldedaj und der Tscheche Jakub Synek gegenüber.
Im Kampf zweier noch ungeschlagenen Cruisergewichtler stehen sich am 3. Februar in der Erdgas Sportarena in Halle der SES Boxer Jurgen Uldedaj und der Tscheche Jakub Synek gegenüber.

Internationale Deutsche Meisterschaft gegen den ebenfalls ungeschlagenen Jakub Synek

Jakub Synek
Jakub Synek

Mit sieben Siegen in sieben Profikämpfen wird sich das große Talent im Cruisergewicht Jurgen Uldedaj nun seinem ersten Titelkampf stellen. Der erst 20-Jährige Uldedaj, der von seinem Trainer Dirk Dzemski hoch gehandelt wird, will am 3. Februar in der Erdgas Sportarena in Halle (Saale) gegen den ebenfalls ungeschlagenen Jakub Synek (8-0-0 (2)) um die Internationale Deutsche Meisterschaft boxen und sich mit einem Sieg den ersten Gürtel seiner Karriere bei den Profis erkämpfen.

Der Hauptkampf: Tom Schwarz vs Samir Nebo

Am 3. Februar kommt es in der Erdgas Sportarena in Halle/Saale im Hauptkampf zu dem „mitteldeutschen Generationenduell“ des 23-jährigen Tom Schwarz (19-0-0 (12)) aus dem „Team Deutschland“ gegen den 13 Jahre älteren Samir Nebo (10-1-1 (10)) aus Torgau. Schwergewichtler Tom Schwarz, in Halle/Saale aufgewachsen und nun in Magdeburg trainierend bzw. lebend, muss seinen WBO-Inter-Conti-Titel in diesem speziellen Duell verteidigen.

Tom Schwarz
Tom Schwarz

Die weiteren Kämpfe, u.a. mit SES-Super-Mittelgewichtler Robin Krasniqi, „Team Deutschland“-Neuzugang Roman Fress, Halb-Schwergewichtler Tom Dzemski und weiteren Boxern, werden in den nächsten Tagen noch gesondert verkündet!

Der MDR wird diese SES-Box-Gala in seiner Sendung „SPORT im Osten – Boxen live“ aus der Erdgas Sportarena übertragen.

Eintrittskarten für diese SES-Box-Gala am 3. Februar 2018 in der Erdgas Sportarena in Halle/Saale sind noch unter www.eventim.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter der SES-Ticket-Hotline 0391/7273720 erhältlich.

SES-Cruisergewichtler Jurgen Uldedaj vor seinem ersten Titelkampf
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errol-spence-jrAm kommenden Samstag steigt im Barclays Center in Brooklyn (New York, USA) der erste Box-Höhepunkt in diesem Jahr. Der amtierende IBF-Weltmeister im Weltergewicht, Errol Spence Jr. (22-0-0, 19 Ko’s), verteidigt seinen WM-Titel zum ersten Mal, nach seinem Titelgewinn im Mai des letzten Jahres, gegen den früheren Superleicht- und Weltergewichts-Champion, Lamont Peterson (35-3-1, 17 Ko’s). Den Boxfans könnte wieder mal ein spannendes Duell bevorstehen.

Errol Spence Jr.: Der nächste Box-Star?

Er könnte einer der nächsten Pound-For-Pound-Stars werden: Errol Spence Jr.! Ein gutes halbes Jahr, nachdem sich Spence den Titel durch einen Ko-Sieg über den damaligen Titelverteidiger Kell Brook in dessen Heimat sichern konnte, muss der IBF-Champion beweisen, dass er sich in den Augen der Fans auch zurecht als Weltmeister bezeichnen darf. Nur ein überzeugender Sieg gegen Alt-Meister Lamont Peterson hilft ihm dabei weiter. Vor zweit Tagen feierte Spence seinen 28. Geburtstag.

Nun will er sich nächstes Wochenende selbst mit dem größten Geschenk bescheren! Spence Jr: „Ich freue mich sehr darauf, in New York meinen Titel zu verteidigen! Ich habe auch Familie in New York, die mich beim Kampf unterstützen werden. Die New Yorker kennen sich im Box-Geschäft aus. Ich werde ihnen eine große Show bieten! Jeder der mich bisher im Ring gesehen hat weiß, dass es nie langweilig wird. Lamont Peterson bringt sehr viel Erfahrung mit, sodass wir von einem guten Fight ausgehen können. Am Ende des Tages werde ich aber klar siegen!“

Lamont Petersen
Lamont Petersen

Spence Jr. hat definitiv sehr gute boxerische Anlagen. Als Rechtsausleger ist er sehr unangenehm zu boxen, da er immer wieder in die richtige Distanz findet und seinem Gegner in Konter-Situationen oft arg zusetzt. Allein 19 mal konnte er, bei seinen insgesamt 22 Siegen in 22 Kämpfen, vorzeitig zum Erfolg kommen. Wenn Errol Spence Jr. noch physisch etwas stabiler und konstanter wird, könnte er jeden noch so starken Top-Boxer in die Schranken weisen.

Doch zunächst muss er den Ex-Champion in zwei Gewichtsklassen und fünf Jahre älteren Lamont Peterson bezwingen. Peterson hat Siege gegen große Namen wie Amir Khan und Kendall Holt vorzuweisen. In seinem letzten Fight, im Februar 2017, holte er noch den WBA-Titel im Weltergewicht. Diesen Titel legte er jedoch wieder nieder. Nun erhält er die große Chance, gegen den jungen und aufstrebenden Errol Spence Jr., erneut auf den WM-Thron zurückzukehren.

Spence Jr. gilt aber dennoch als klarer Favorit für das bevorstehende Duell am Samstag. Die US-Presse spekuliert nämlich schon jetzt, mit einem möglichen Unification-Fight zwischen Spence und Keith Thurman. Nach nächsten Samstag weiß die Boxwelt zumindest erstmal, wo Errol Spence Jr. momentan steht!

Errol Spence Jr. verteidigt WM-Titel gegen Lamont Peterson!
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Leon Bunn
Foto: World Boxing Super Series

Bunn beißt sich durch! Nach dem Kampf gegen Thomas Gargula am 9. September in Berlin schmerzte die linke Hand beim 25-jährigen Leon Bunn. Der Frankfurter hatte auch seinen sechsten Profikampf durch K.o. gewinnen können – doch zu einem hohen Preis. Die Diagnose: Bruch des Mittelhandknochens. Glücklicherweise musste nicht operiert werden. Am 17. Februar (live ab 20:00 Uhr auf SPORT1) gibt die Halbschwergewichts-Hoffnung des Sauerland-Stalls sein Comeback in Ludwigsburg.

Leon Bunn boxt in Ludwigsburg!

Leon Bunn / Foto: Sebastian Heger
Leon Bunn / Foto: Sebastian Heger

Bunn: „Der Bruch war ärgerlich, aber das kann halt im Boxen passieren.“ Tatenlos ließ der Youngster seine Verletzung jedoch nicht über sich ergehen. „Ich habe nach ein paar Tagen wieder trainiert“, sagt er. Möglich war dies mit einer speziell angefertigten Manschette, die sich Bunn statt Gips verpassen ließ. „Ich danke meinen Ärzten in Frankfurt. Mit der Manschette durfte ich sogar einige Übungen machen, die mit Gips nicht möglich gewesen wären“.

Zirka zwölf Wochen musste Leon Bunn trotzdem harte Schläge vermeiden, dafür gab es Kraft- und Fitnesstraining satt in Frankfurt. „Seit zwei Wochen trainiere ich wieder in Berlin – und die Hand hält“, sagt der Hesse. Jetzt freut sich Bunn auf sein Mini-Comeback in Ludwigsburg. „In den nächsten Tagen bekomme ich den Namen meines Gegners, aber egal gegen wen es geht, ich kann es kaum abwarten, wieder in den Ring zu steigen“.

Zudem freut sich Bunn (sechs Kämpfe, sechs K.o.-Siege) über die Genesung seines Trainer Ulli Wegner (Prostata-Op) und die Tatsache, dass seine Kämpfe fortan im Free-TV live zu sehen sein werden. „Ich bin froh, dass es Ulli Wegner besser geht – und dass meine Fans bei SPORT1 die Chance haben, meine Kämpfe live im Free-TV zu sehen“. Dennoch werden wieder ein paar hundert Fans aus seiner Heimatstadt den Sympathieträger in Ludwigsburg anfeuern. Bunn: „Die Unterstützung meiner Fans gibt mir viel Kraft, dafür möchte ich mich bedanken.“

Im Hauptkampf des Abends muss Vincent Feigenbutz seine Titel gegen den starken Südafrikaner Ryno Liebenberg verteidigen.  Tickets für die Box-Gala am 17.2. in der Arena Ludwigsburg gibt es unter www.eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Text: Team Sauerland

Mini-Comeback nach Handbruch: Leon Bunn boxt in Ludwigsburg!
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Richard Meinecke (blaue Handschuhe) gewann sein Duell / Fotograf: Christoph Keil
Richard Meinecke (blaue Handschuhe) gewann sein Duell / Fotograf: Christoph Keil

Erfolgreicher Saisonauftakt: Mit einem deutlichen 14:8-Erfolg vor heimischem Publikum haben die Bundesliga-Boxer des Nordhäuser SV die neue Saison eröffnet. Allerdings ließ der zweimalige Deutsche  Mannschaftsmeister in den Einzelkämpfen gegen den Boxclub Straubing  noch reichlich Luft nach oben. Die Einzelbilanz war nicht ganz makellos: So verlor Mittelgewichtler Silvio Schierle sein Duell gegen Edin Avdic.

Erfolgreicher Saisonauftakt – aber noch Luft nach oben

„In dieser Höhe habe ich unseren Mannschaftssieg nicht erwartet. Ich habe die Straubinger etwas stärker eingeschätzt. Von den Leistungen unserer Jungs hat sich gezeigt, dass wir in einigen Gewichtsklassen noch Luft nach oben haben“, resümierte Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling, der zuvor von allen Aktiven mehr als die normale Einsatzbereitschaft im Ring gefordert hatte. „100 Prozent sind gut, sie werden an diesem Abend nicht reichen. Ich will, dass ihr mit einer Einstellung von 200 Prozent in den Ring geht.“ Angeführt wurde die NSV-Staffel von Superschwergewichtler Max Keller. „Ein bisschen nervös und angespannt bin ich immer noch, wenn ich oben im Ring stehe und den Mannschaftsgruß mache“, sagte der 26-Jährige.

Ein Nichtantritt, zwei Aufgaben und ein gelungenes Erstligadebüt: Der Kampfabend in der Ballspielhalle bot reichlich Spannung wie auch unerwartetes. Unerwartet sicherlich der kurze Auftritt von Neuzugang Hamza Touba im Bantamgewicht (bis 56 kg). „Ich hätte ihn gern boxen sehen. Zumal er für uns eine gelungene Verstärkung in der Gewichtsklasse darstellt. Gerade auch nach dem Weggang von Sharafa Ramon“, sagte Dietrich-Scherfling. Die Straubinger konnten die Gewichtsklasse verletzungsbedingt nicht besetzen, so dass die beiden Punkte (Kampf- und Wiegepunkt) an den NSV gingen.

Für eine vorzeitige Aufgabe sorgte Leichtgewichtler Enrico Lacruz, der in seinem Duell gegen den Straubinger Andreas Jäger hochkonzentriert agierte, Druck ausübte und Einzeltreffer setzte. Seine große Überlegenheit brachte den Gästetrainer zum Wurf des Handtuchs in der zweiten Runde.  Keinen Sieger fand das Duell im Halbweltergewicht (bis 64 kg), in dem Muhammet Barut aus Sicht von Dietrich-Scherfling ein „sehr geschmeicheltes Unentschieden“ erreichte. Sein Auftritt im Ring war nicht überzeugend und bot ebenso noch Luft nach oben.

Vor der Pause stieg erstmals Richard Meinecke in den Nordhäuser Ring. Für ihn erfüllte sich mit seinem ersten Einsatz für die Erstligaboxer seines Heimatvereins ein Kindheitstraum. „Ich habe immer zu Michael Werner aufgeschaut, wollte wie er in diesem Ring stehen. Mit dem Kampf ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte der 18-jährige Ligadebütant. Die Nervosität entsprechend groß. Wie auch bei Dietrich-Scherfling. „Richard hat es sich so sehr gewünscht, vor solch einem großen Publikum zu boxen. Ihm war die Nervosität anzusehen. Ich war genauso aufgeregt vor seinem Debüt.“

Dementsprechend verhalten startete Meinecke in sein Duell gegen Kian Golpira. Der Gegner erwies sich als sehr unbequem. Meinecke erarbeitete sich das Gefühl für seinen Kontrahenten. In der ersten und zweiten Runde mit einer überzeugenden Leistung, in der dritten Runde gab es keinen eindeutigen Sieger. „In der dritten Runde war ich nicht mehr so konzentriert und habe zwischen einzelnen Aktionen kurz abgeschaltet. Daran muss ich noch arbeiten“, analysierte Meinecke. Das Urteil fiel klar zugunsten des Nordhäusers aus.

Mit Standing Ovations wurde er aus dem Ring begleitet. Danach begann der Foto- und Glückwunschmarathon, den er geduldig absolvierte. Rundum zufrieden wirkte der junge Faustkämpfer nicht. „Es war nicht die beste Leistung. Ich sehe noch viel Luft nach oben“, gab er sich selbstkritisch. Wie auch Meinecke trainiert Schierle am Stützpunkt Frankfurt/Oder. Der Saalfelder traf im Mittelgewicht (bis 75 kg) auf Avdic. Das Urteil fiel knapp aus, eine Millimeterentscheidung. Der Arm des Straubingers wurde bei der Verkündung des Urteils in die Höhe gestreckt. „Der Straubinger hat in jeder Runde zwei, drei Aktionen druckvoller gestaltet“, hatte Dietrich-Scherfling beobachtet. Eindeutiger das Urteil im Halbschwergewicht (bis 81 kg). Die klareren Treffer setzte Peter Mullenberg gegen den Straubinger Max Meyer. Die Überlegenheit des NSV-Kämpfers führte wiederum dazu, dass der Gästetrainer bereits in der ersten Runde das Handtuch warf.

Im Schwergewicht (bis 91 kg) ließ Dragan Velikovic nur phasenweise seine Qualitäten im Ring aufblitzen. Im Duell gegen den ehemaligen NSV-Boxer Roman Gorst tat er sich schwer. Dennoch sollte seine Leistung zum Sieg reichen. Ebenso wie beim achten und letzten Duell, in dem sich Keller und der Straubinger Niko Malsam gegenüberstanden. Keller offenbarte kleinere Schwächen. Die Fehler wurden in der ersten Pause angesprochen, Keller setzte die taktische Linie in der zweiten und dritten Runde besser um. Der gebürtige Kölner sorgte für den krönenden Abschluss des Abends. Mit seinem Sieg machte er den klaren Mannschaftserfolg perfekt. „Das war ein guter Start in die Saison“, betonte Keller mit Blick auf das Etappenziel: Staffelsieger. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der Grundstein wurde am Samstagabend mit einem erfolgreichen Saisonauftakt gelegt.

Text: Sandra Arm

Nachbericht Saisonauftakt Bundesliga-Boxen Nordhäuser SV
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1-josuha-parkerDer Schwergewichts-Vereinigungskampf zwischen Anthony Joshua und Joseph Parker wird am 31. März im Cardiff im Principality Stadion stattfinden, Sky Sports Box Office wird dieses Event in England übertragen und ist für die Vermarktung zuständig.

Joshua und Parker haben zugestimmt um ihre IBF-, WBA Super-, IBO- und WBO-Gürtel zu kämpfen, damit geht eine Phase intensiver Verhandlungen zwischen beiden Lagern zuende. Der Gewinner dieser Auseinandersetzung rückt in greifbare Nähe der erste unbestrittene Schwergewichts-Champion seit Lennox Lewis im Jahr 1999 zu werden.

„Es ist ein Kampf der Champions jeder weiß was passiert ist als ich die letzte Male im Ring war. Diese Kämpfe sind nicht einfach und es gibt eine Menge Respekt vor Parker für den Kampf. Ich freue mich darauf, das Trainingslager ist im Gange „, sagte Joshua.

Der WBO-Champion Joseph Parker sagte er sei erleichtert dass die Vertragsverhandlungen nun abgeschlossen seien, da er sich jetzt voll und ganz auf den Job konzentrieren könne. „Anthony Joshua ist überheblich“, sagte Parker. „Vor ein paar Monaten hörte ich ihn sagen, warum sollte ich mir Sorgen um dieses kleine Kind aus Neuseeland machen?

Joshua vs. Parker jetzt offiziell für den 31. März in Cardiff!
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Maske und Wolke
Henry Maske zusammen mit seinem Trainer Manfred Wolke (Fotonachweis: WENN Ltd / Alamy Stock Foto)

Er war der Pionier der altbewährten Frankfurter Boxschule und gilt als Architekt des sogenannten Box-Boom in den 1990er Jahren in Deutschland. Als aktiver Boxer schaffte er einst selbst den höchsten Erfolg, den man im olympischen Boxen erreichen kann und wurde 1968 Olympiasieger. In seiner Karriere als Trainer setzte er bei den Amateuren und Profis ebenso hohe Maßstäbe und erlangte, mit seinen Erfolgen mit Henry Maske und Axel Schulz, den Status einer Legende. Heute wird Manfred Wolke 75 Jahre alt.

Der Vater des Erfolges!

Manfred Wolke wurde am 14. Januar 1943 in Potsdam-Babelsberg geboren. Seine Laufbahn als Boxer begann er als 16-Jähriger beim BSG Motor Babelsberg. Später trainierte er beim ASK Vorwärts Berlin. Auf der Erfolgsleiter stieg Wolke rasch auf und wurde im Welter- und Halbmittelgewicht von 1967 bis 1971 mehrfach DDR-Meister und Vize-Europameister. Seinen größten Erfolg feierte er 1968, als er in Mexiko durch einen Punktsieg im Finale gegen den Kameruner Joseph Bessala Olympiasieger wurde.

Foto Henry Maske und Manfred Wolke
25. Europameisterschften im Boxen in Warna – Vorrunde am 9.5.83 – Im Mittelgewicht wurde der 19jährige ASK-Boxer Henry Maske (im Foto beim Chemiepokal 1983 in Halle mit seinem Klubtrainer Manfred Wolke) einstimmiger Punktsieger über Hartmut Brandau (Österreich). (Fotonachweis: Thomas Lehmann)

1972 war er für die DDR Fahnenträger bei den Olympischen Spielen in München. Wolke blieb bei diesem Turnier eine Medaille verwehrt, da er schon sehr früh gegen den späteren Olympiasieger Emilio Correa verletzungsbedingt ausschied. Kurze Zeit später, entschied sich „Manne“ Wolke, nach 258 Kämpfen von denen er 236 gewann, für die Laufbahn eines Trainers und setzte dort seine Erfolgs-Story fort. Beim ASK Frankfurt (Oder) formte er 1980 Federgewichtler Rudi Fink zum Olympiasieger.

Sein zweiter Olympiasieger war kein geringerer als Henry Maske. 1988 holte der spätere „Gentleman“ die Gold-Medaille bei den Olympischen Spielen in Seoul. Für Maske war sein Trainer mehr als nur ein Coach. „Als ich als Jugendlicher zu Manfred Wolke in dessen Trainingstruppe kam, war er für mich ein Gott! Er war damals schon eine absolute Legende.“, sagte Henry Maske einst in einem BOXEN1-Interview. Nachdem Maske im Amateurbereich alles erreichen und 1989 gemeinsam mit Wolke noch in Moskau Weltmeister werden konnte, kam es unmittelbar nach der politischen Wende zum Wechsel ins Profilager.

Wolke unterschrieb mit Henry Maske am 20. März 1990 bei Promoter Wilfried Sauerland einen Profi-Vertrag. Dieser Schritt wurde von vielen Weggefährten belächelt und stark angezweifelt. Viele sogenannten Experten trauten Maske und Wolke keinen großen Erfolg im „Berufsboxen“ zu. Sie sollten sich schwer täuschen! Neben Henry Maske trainierte Wolke auch den Schwergewichtler Axel Schulz und löste mit beiden Sportlern eine nie für möglich gehaltene Box-Euphorie aus.

„Ruhig Henry…, det loooft!“

Foto Ebby Thust und Manfred Wolke
Ebby Thust und Manfred Wolke

Henry Maske wurde 1993, durch einen klaren Punktsieg über „Prince“ Charles Williams, IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht und lockte mit seinen weiteren WM-Fights ein zweistelliges Millionen-Publikum vor den TV-Bildschirmen. Wolke bereitete Axel Schulz 1995 auf dessen wohl größtes Gefecht, den WM-Fight gegen George Foreman, vor. In Las Vegas lieferte Schulz, dank der meisterhaften taktischen Einstellung durch Trainer Wolke, eine hervorragende Leistung und verlor letztlich zu Unrecht.

Schulz hält heute noch den deutschen Box-Quotenrekord, als er im Dezember 1995 im Kampf gegen Francois Botha über 18 Millionen Zuschauer zum Einschalten bewegte. Der WM-Sieg blieb Wolke mit Schulz letztlich leider verwehrt. Nach Maske und Schulz formte Manfred Wolke noch Danilo Häußler zum Europameister im Supermittelgewicht und führte diesen noch bis zum WM-Fight gegen Mikkel Kessler, den Häußler letztlich im Oktober 2008 vorzeitig verlor und danach seine Karriere beendete.

Als Henry Maske im März 2007 nach zehn Jahren Wettkampfpause wieder in den Ring stieg, um sich für seine einzige Niederlage als Profiboxer gegen Virgil Hill zu revanchieren, stand Wolke ebenso wieder als Trainer zur Seite. Maske siegte klar nach Punkten. Nachdem Manfred Wolke noch Enad Licina zum Gewinn des IBF-Intercontinental-Titel im Cruisergewicht führen konnte, wurde Wolkes Engagement im Sauerland-Stall im Januar 2010 offiziell beendet. Seinen letzten Auftritt in der Ringecke, hatte Wolke in Berlin beim Kampf von Licina gegen Yuan Pablo Hernandez, den Licina letztlich nach Punkten verlor. Seitdem ist es sehr ruhig um den früheren Star-Trainer geworden.

Unvergessen sind vorallem die zum Kult gewordene ruhige und behutsame Ansprache an seine Sportler in den Rundenpausen: „Ruhig… Nicht mitmachen… Det läuft!“ Manfred Wolke lebt, mit seiner Frau sowie seinen Kindern und Enkelkindern, nach wie vor in Frankfurt Oder. Der Pensionär joggt immer noch regelmäßig. Nachdem 2015 bekannt wurde, dass Wolke sich einer Herz-OP unterziehen musste, scheint es ihm wieder besser zu gehen. Die Öffentlichkeit meidet er weitestgehend. Seinen heutigen Geburtstag soll der „Box-Professor“ in aller Ruhe mit seiner Familie und engsten Freunden verbringen.

BOXEN1 gratuliert Manfred Wolke von ganzem Herzen zum 75. Geburtstag!

Trainer-Legende Manfred Wolke feiert heute 75. Geburtstag!
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shields-nelsonProblemlos konnte die zweifache Olympiasiegerin am Freitagabend ihre beiden WM-Titel im Super-Mittelgewicht verteidigen. Ein alte bekannte konnte sich dabei hautnah von den Künsten Shields‘ überzeugen und sich als nächste Gegnerin der US-Amerikanerin in Position bringen.

3 x 100-90

Die Favoritenrolle in diesem Gefecht der ungeschlagenen Boxerinnen war klar verteilt und schon früh war abzusehen, dass sich daran nichts mehr ändern würde. Die fast doppelt so alte Tori Nelson konnte ihrer 22-jährigen Kontrahentin zu keiner Zeit wirklich das Wasser reichen. Obwohl beide mit wilden Schlägen über die Außenbahn agierten und keinen allzu großen Wert auf Deckungsarbeit legten, waren es Nelsons Schwinger, die in den meisten Fällen kilometerweit vom Ziel entfernt davon segelten, während Shields eine deutlich höhere Präzision aufwies.

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Zu gute halten muss man der 41 Jahre alten Nelson jedoch, dass sie gute Nehmerfähigkeiten offenbarte und trotz diverser Volltreffer ihrer Gegnerin relativ unbeeindruckt weiter marschierte. Letztlich brachte es ihr nicht viel ein und alle drei Punktrichter werteten den Kampf folgerichtig mit jeweils 100-90.

Christina Hammer im Publikum

Claressa Shields und Christina Hammer 2016 auf der WBC Convention / Foto: Harald Pia
Claressa Shields und Christina Hammer 2016 auf der WBC Convention / Foto: Harald Pia

Wie schon im vergangen August bei Shields‘ TKO-Erfolg über die Augsburgerin Nikki Adler, war Hammer wieder ringside und begutachtete die Leistung ihrer möglichen Rivalin. Im Interview mit Showtime-Reporter Steve Farhood zeigte sie sich begeistert bezüglich eines mögliches Kampfes: „Ich kann es gar nicht abwarten den Fans zu zeigen, wer Christina Hammer ist. Dies wird der beste Kampf aller Zeiten. Er wird das Frauen-Boxen verändern. Unsere Zeit zu glänzen ist angebrochen,“ so die euphorischen Worte Hammers.

Für einen Kampf gegen die WBC -und WBO-Weltmeisterin im Mittelgewicht müsste Shields eine Gewichtsklasse runter gehen. „Ich denke die 160 Pfund (ca. 72,5 Kilo) bringe ich locker, ich werde größer und stärker als alle anderen Frauen sein,“ so die selbstbewusste Ansage von Claressa Shields bezüglich eines solchen Schritts. Außerdem ließ sie noch ein paar markige Worte gegenüber Hammer fallen: „Ich werde Hammer in den Hintern treten. Die Leute denken, dass sie besser boxen kann als ich, weshalb ich gar nicht abwarten kann ihr zu zeigen, dass die nicht der Fall ist.“

Wo und wann es zu diesem Duell kommen könnte, ist aktuell noch unklar.

Shields mit dominantem Sieg über Tori Nelson – als nächstes gegen Hammer?
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cinkara-uysk-sparringECB-Boxer Hüseyin Cinkara ist nach seinem vorzeitigen Sieg bei der XMAS Boxing Gala am 22.12.2017 direkt weiter gereist. Zunächst ging es für den Cruisergewichtler ins Camp von WBO-Weltmeister Oleksandr Usyk, der sich derzeit auf sein Halbfinale bei der World Boxing Super Series gegen Mairis Briedis vorbereitet.

gassiev-cinkara-sparringUsyk zählt nicht zuletzt aufgrund seiner starken Vorstellung gegen Marco Huck zu den Favoriten auf den Turniersieg. Ebenfalls Anwärter auf den Sieg bei der WBSS ist Murat Gassiev. Der Titelträger der IBF bereitet sich aktuell im legendären Big Bear Camp auf sein Halbfinale gegen Yunier Dorticos vor. „Im Big Bear Camp mit Gassiev und Abel Sanchez zu trainieren ist eine großartige Erfahrung“, so Cinkara, der im Frühjahr wieder boxen soll. Sparring gegen Usyk und Gassiev – besser kann sich ein Cruisergewichtler momentan wohl nicht vorbereiten.

Ticketverkauf für Mikhalkin vs. Kovalev startet am 16. Januar 2018

Der Ticketverkauf für den Showdown zwischen Sergey Kovalev und Igor Mikhalkin startet in den Vereinigten Staaten am kommenden Montag. Die Ticketpreise für das Duell im legendären Madison Square Garden liegen zwischen 50 US-Dollar und 300 US-Dollar. Die Veranstaltung wird von Main Events, Krusher Promotions und EC Boxpromotion veranstaltet. Der Kampfabend wird live auf HBO gezeigt.

Formella vs. Frank wahrscheinlich am 24. März 2018

formella-frankDas mit Spannung erwartete Duell zwischen Sebastian Formella und Angelo Frank wird voraussichtlich eine Woche später am 24. März 2018 steigen. Grund für die Verschiebung ist die hohe Ticketnachfrage. „Wir werden vermutlich in eine größere Halle umziehen. Sobald nächste Woche alles in trockenen Tüchern ist, werden wir den Austragungsort bekanntgegeben und auch zügig mit dem Ticketverkauf starten“, so Promoter Erol Ceylan. Im Duell der beiden Hamburger geht es um den IBO Intercontinental Titel.

Text: EC Boxpromotion

Cinkara als Sparringspartner bei Usyk und Gassiev / Formella vs. Frank im März
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