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Archiv-Beiträge von boxing.pro

Agron Smakici und Jürgen Blin / Foto: Harald Becker
Agron Smakici und Jürgen Blin / Foto: Harald Becker

Mit dem 26-jährigen Kroaten Agron Smakici hat der Hamburger Boxpromoter Erol Ceylan jetzt ein weiteren hoffnungsvollen Schwergewichtler unter Vertrag genommen. Ex-Europameister und Muhammad Ali-Gegner Jürgen Blin hat das großes Talent beim Sparring mit den ECB-Boxern entdeckt und seinem Freund Erol Ceylan zu dieser Verpflichtung geraten.

Agron Smakici nun bei ECB unter Vertrag

Neben ECB-Chefcoach Bülent Baser wird die Box-Legende Blin den in acht Profifights ungeschlagene Neuzugang betreuen und trainieren. Die ersten Einheiten im EC Boxing-Gym hat Smakici mit Jürgen Blin bereits hinter sich gebracht. Am Sonnabend, den 27. Mai  wird der momentan noch in Wien lebende Boxer sein ECB-Debut bei einer Veranstaltung in Berlin-Marzahn von Winfried Spiering (Winner Wiking-Team) geben.

„Mit meiner Freundin und unseren zwei Hunden werde ich demnächst nach Hamburg umziehen. Ich freue mich schon auf die super Trainingsbedingungen im ECB-Gym und der tollen Kamerdschaft im Team“,  kündigte Smakici seine baldigen Umzug in die Hansestadt an. „Zuerst hatte Jürgen Blin ihn entdeckt. Dann habe ich mit Agron angesehen. Er hat viel Potential. Wir werden ihn langsam aufbauen“, erklärte Erol Ceylan und freut sich Jürgen Blin auch als Betreuer gewonnen zu haben.

In den beiden vergangenen Jahren hatte der 1,98 Meter große und 108 kg wiegende Modellathlet als MMA-Fighter im Ring viele Erfolge gefeiert. „Jetzt habe ich die Chance bekommen im Boxring Karriere zu machen. Endziel ist natürlich ein WM-Titel. Doch damit lasse ich mir noch Zeit“, betont Agron Smakici, der in der Freizeit die Natur genießt und mit seiner Freundin und den beiden Hunden lange ausgedehnte Spaziergänge unternimmt. „Gut Ding will Weile haben. Mit meiner Erfahrung kann ich ihm bestimmt noch den einen oder anderen Tipp geben“, freut sich Jürgen Blin auf die Zusammenarbeit.

Text: EC Boxing

Schwergewichtler Agron Smakici jetzt bei EC Boxing unter Vertrag
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Dominic Bösel trofft auf Karo Murat! (Foto-Collage: Team SES, ECB)
Dominic Bösel trofft auf Karo Murat! (Foto-Collage: Team SES, ECB)

Aus dem von der EBU angeordneten Stallduell zwischen Robert Stieglitz und Dominic Bösel wird nichts! Stieglitz gab heute offiziell sein Karriereende bekannt, der EBU Europameister-Titel ist nun damit vakant. Jetzt kommt es zum Duell zweier deutscher Halbschwergewichtler um diesen traditionsreichen Titel. Beide führen die Rangliste der EBU an.

Dominic Bösel vs. Karo Murat um EBU-EM

Auf der heutigen Pressekonferenz von SES, anlässlich der nächsten SES Box-Gala am 1. Juli in Dresden, verkündete Ex-Weltmeister im Supermittelgewicht – und nun auch Ex-Europameister im Halbschwergewicht – Robert Stieglitz seinen Rücktritt vom aktiven Profiboxen. Mit Robert Stieglitz Box-Ruhestand, wurde zudem auch der EBU-Titel für vakant erklärt.

Da ein erst kürzlich durch die EBU angeordnetes Stallduell gegen Dominic Bösel damit ausfällt, wird dieser Titel nun zwischen den dem Erst- und dem Zweitplatzierten auf der EBU-Rangliste ausgetragen: Dominic Bösel und Karo Murat. Karo Murat, der einst für Sauerland boxte und seit einigen Jahren für den Hamburger Promoter Erol Ceylan (ECB) boxt, dürfte damit einer der schwersten Gegner werden, die Bösel in seiner Karriere vor den Fäusten hatte.

In 34 Kämpfen als Profi verlor Murat nur drei mal, ein Duell endete Unentschieden. Niederlagen erfuhr Murat bisher nur durch bekannte und starke Gegner. So unterlag er 2010 Nathan Cleverly durch TKO in Runde 10, ging im Oktober 2013 gegen Ausnahmeboxer und Ex-Weltmeister mehrerer Gewichtsklassen Bernard Hopkins um die IBF-WM im Halbschwergewicht über die Runden und verlor nach Punkten. Eine weitere Niederlage musste Murat gegen den starken Sullivan Barrera verkraften, als er in Runde 5 durch KO verlor.

Halbschwergewichtler Dominic Bösel ist in 24 Kämpfen bisher ungeschlagen, siegte 9 mal vorzeitig. Seit 2014 ist er Titelträger des WBO-Intercontinental Gürtels, 2016 folgte der WBA-Continental Titel und im März diesen Jahres der IBF-Intercontinental Titel. Der Kampf um die EBU-Krone im Halbschwergewicht wird dennoch Bösels bisher wichtigster Kampf seiner Karriere.

Dominic Bösel vs. Karo Murat um vakante EBU Europameisterschaft!
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Daser_AfolabiWBO Vice-Präsident Kovacs erklärte gegenüber Boxen1, dass man derzeit prüfe, ob man Daser den WBO EM-Titel entziehen und auch gegen Ola Afolabi weitere Schritte einleiten wird. Auf eine Reaktion seitens der IBO wartet man hingegen noch.

WBO Vice-President Kovacs: „Das ist nicht das Niveau auf dem wir unsere Titel vergeben“

Inzwischen sind seit der „Farce von Hamburg“ zwei Tage vergangen, einem Boxkampf der den Namen Boxkampf nicht verdient und der eher einer laienhaften Inszenierung glich als einem fairen Duell zweier ehrlicher Boxer. Seitdem sind, besonders in den Social Networks, die Wogen der Diskussionen hoch geschlagen und die dortigen Meinungen sind einstimmig, dass bei diesem Kampf um die WBO Europameisterschaft und den Interconti-Titel der IBO nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, untersucht man seitens der WBO, ob man Mario Daser den EM-Titel entzieht. Derzeit warte man jedoch noch auf einen Bericht von WBO-Supervisor und BDB-Präsident Thomas Pütz. Der Vice-Präsident und Chairman der WBO Europe, früherer Weltmeister und Doppel-Olympiasieger Istvan „Koko“ Kovacs hat Boxen1 mitgeteilt, dass die WBO dem „Gewinner“ des Kampfes Mario Daser den WBO Titel vermutlich wieder entziehen wird. Kovacs: „Wir (die WBO) werden Ola Afolabi sperren und das Kampf-Ergebnis aufheben. Daser ist kein Europameister!“

Kovacs, der selbst in der Hamburger Barclay Arena anwesend war und den „Kampf“ live sehen konnte, weiter: „Das ist nicht das Niveau auf dem die WBO ihre Titel vergibt.“ Boxen1 hatte schon im ersten Bericht gleich nach dem Kampf geschrieben, „dass die Boxwelt nun auf die Reaktion der Welt-Boxverbände, deren Titel Daser nun trägt, wartet.“

In einer Stellungnahme nach seiner untergründigen Leistung im Ring, verkündete Ola Afolabi mittels eines Instagram Posts, dass es ihm bei diesem Kampf nur ums Geld gegangen wäre und er für diesen Kampf nicht trainiert hätte. Er sprach auch davon, dass man ihm für diesen Kampf die höchste Börse bezahlt hat, die er nach seinem Boxruhestand jemals vereinnahmt hätte. 160.000 EUR soll Afolabi erhalten haben – vermutlich wird dies auch die höchste Kampfbörse seiner bishierigen Karriere gewesen sein. Letztlich fragte Afolabi: „Warum seid ihr sauer auf mich? Weil ich das Spiel schlau gespielt und gewonnen habe?“  Vom angeblichen Rippenbruch, der nach Kampfende noch als Ausrede diente, schrieb er hingegen nichts.

afolabi-instagram-postDas seriöse deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schrieb in einem Bericht zu diesem Kampf sehr treffend: „Als Daser müde wurde, gab Afolabis Ecke auf.“ Das hört sich zwar an wie der witzige Spruch eines Comedian, aber es entsprach der Realität. Hätte Afolabis Ecke den Kampf nicht durch Aufgabe beendet, wäre wohl Daser in der nächsten Runde kollabiert. 

Ganz interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch, dass Mario Daser durch diesen Sieg über Afolabi nun bei der Boxrec-Datenbank ganz aktuell an Nr. 16 geführt wird. Damit lässt er Boxer wie Noel Gevor Nr. 25, Dmytro Kucher Nr. 19, Michal Cieslak Nr. 21, Mateusz Masternak Nr. 22 und unzählige andere Welklasseboxer mehr hinter sich. 

Boxen1 betreibt unterdessen auch noch eine Box-Gruppe mit 20.000 Mitgliedern gleichen Namens auf Facebook. Noch niemals waren sich die Boxfans der Facebook-Gruppe so einig, dass dieser Kampf eine Farce und eine schlechte Komödie war.

Entzieht die WBO Mario Daser den EM-Titel?
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Foto: TMS Sportmarketing
Foto: TMS Sportmarketing

Die TMS Sportmarketing hat den ehemaligen Boxweltmeister Graciano Rocchigiani als neuen Cheftrainer für den WBA/PABA-Champion und IBF-Europameister Shefat Isufi unter Vertrag genommen. Graciano Rocchigiani wird ab sofort das Training und die Vorbereitung von Shefat Isufi leiten.

„Rocky“ wieder auf Trainerposten

Die erste Herausforderung fur Shefat Isufi und Graciano Rocchigiani wird der am 08. Juli 2017 stattfindende Titelkampf um den Intercontinentaltitel des Weltverbandes WBO zwischen Shefat Isufi und David Zegarra.

Der Kampf wird im Rahmen einer exklusiven Veranstaltung in der Box-Kitchen Munchen uber 12 Runden ausgetragen.

Graciano Rocchigiani neuer Cheftrainer von Shefat Isufi
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RusellLomachenko bald nächster Gegner?

Im Hauptkampf des Kampfabends in Oxon Hill (Maryland, USA), verteidigte der 28-jährige US Amerikaner und WBC-Champion Gary Russell (28-1-0, 17 KO-Siege) seinen WM-Titel im Super-Federgewicht erfolgreich gegen seinen vier Jahre älteren kolumbianischen Herausforderer Oscar Escandon (25-3-0, 17 KO-Siege), durch TKO in Runde sieben!
 
Eindrucksvoller Auftritt!
 
Von Beginn an versuchte Escandon den Titelverteidiger unter Druck zu setzen. Russel Jr. war aber der abgeklärtere Boxer und hatte den Fight komplett im Griff. Mit einer kurzen trockenen Rechten schickte er seinen Widersacher schon im dritten Durchgang auf die Bretter.
 
Das Ende kam dann nach 59 Sekunden in Runde sieben! Nach schweren linken und rechten Händen, brach Ringrichter Harvey Dock das ungleich gewordene Gefecht ab, nachdem Escabdon wehrlos an den Seilen hing. Somit konnte Russell Jr. seinen WBC-Gürtel zum zweiten Mal siegreich verteidigen und hält nun einen Kampfrekord von 28 Siegen, bei nur einer Niederlage und 17 Ko-Erfolgen.
 
Die einzige Niederlage in der Karriere von Gary Russel Jr. war die gegen keinen geringeren als gegen den ukrainischen Super-Boxer Vasyl Lomachenko. Nach der beeindruckenden Vorstellung in der vergangenen Nacht, könnte es in absehbarer Zeit vielleicht zu einem Rückkampf der beiden Ausnahme-Sportler kommen. Für die weltweiten Box-Fans wäre es sicherlich wieder ein Leckerbissen!
 
Gary Russell Jr. bleibt mit überzeugender Vorstellung WBC-Weltmeister
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Jose Uzcategui
Dirrells Trainer und Onkel Leon Lawson schlägt Uzcategui mit einem linken Haken am Kopf

Dirrells Trainer prügelt auf Uzcategui ein

In einem 12-Runden Kampf im MGM National Harbor Hotel in Oxon Hill, USA, bei dem es um den Interimstitel der IBF im Super-Mittelgewicht ging wurde der  33jährige Andre Dirrell, (26-2, 16 KOs) nach acht Runden zum Sieger durch Disqualifikation erklärt. Dirrells Gegner Jose Uzcategui, ( 26-2, 22 KOs) aus Merida, Venezuela, schlug nach dem der Gong die 8. Runde bereits beendet hatte, den deckungslosen Andre Dirrell schwer KO.
 
Uzcategui begann den Kampf auf schnellen Beinen und schnitt Dirrell immer den Weg ab und traf diesen an Körper und Kopf. Nach dem die ersten drei Runden an klar Uzcategui fand Dirrell erst ab der 4. Runde in den Kampf wobei aber bis zur 8. Runde Uzcategui klar nach Punkten in Front lag und Dirrell immer wieder in Gefahr brachte.

Am Ende der 8. Runde traf Uzcategui den in die Ecke gedrängten Dirrell mit einer Links-Rechts-Links-Kombination schwer am Kopf und schickte Dirrell lange über die Zeit zu Boden. Allerdings traf Uzcategui erster linker Schlag dieser besagten Dreier-Kombination quasi mit dem Gong der die 8. Runde beendete und die beiden anderen Schläge mögen dann nach dem Gong getroffen haben. Allerdings ist es schwer solch eine Kombination abrupt zu beenden. Der Ringrichter wertete jedenfalls die Schläge die Dirrell zu Boden schickten als nach dem Gong geschlagen und disqualifizierte daraufhin den bis dahin auf der Gewinnerstraße boxenden Jose Uzcategui. Eine Entscheidung die nicht unbedingt klar und eindeutig war und wohl eher zu Gunsten von Andre Dirrell ausgelegt wurde.

Nach diesem Ereignis eskalierte die Situation im und um den Ring. Dirrells Trainer und Onkel Leon Lawson Uzcategui , der seinen Neffen als Sekundant in der Ecke betreute, ging in die Ecke von Uzcategui und fing diesen an zu beschimpfen, wobei er ihm mit bloßen Fäusten eine krachende Linke ans Kinn schlug, während der Bruder von Andre Dirrell Anthony Dirrell außerhalb des Rings ebenfalls in eine wüste Schlägerei verwickelt war. Das Sicherheits-Personal der MGM Arena konnte die Situation nur schwer wieder beruhigen.  

Der Ringrichter Bill Clancy zu seiner Entscheidung: „Die Glocke die die 8. Runde beendete war ertönt, die Runde war also vorbei und Andre Dirrell wurde deshalb mit einem illegalen Schlag getroffen, also gewinnt Dirrell diesen Kampf durch Disqualifikation. Das ist ein eklatantes Foul, schon früher im Kampf hatte ich Uzcategui ermahnt fairer zu kämpfen.“

Über das Ende, sagte Dirrell: „Alles, woran ich mich erinnere, ist, dass er [Uzcategui] mich traf und zugleich die Glocke läutete, danach war alles sehr verschwommen, ich erinnere mich an diesen einen Schlag und danach ging bei mir das Licht aus. Ich verzeihe Uzcategui, ich kann vesrtehen in welcher Situation er sich jetzt befindet. Auf diese Art will ich keinen Titel gewinnen. Es war nicht fair, aber ich vergebe ihm.“

Andre Dirrell zum Ausraster seines Onkels und Trainers an die Adresse von Uzcategui:  „Es tut mir leid, was mein Trainer getan hat, mein Trainer ist Teil meiner Familie, er ist mein Onkel und er war besorgt um mich, er liebt mich, bitte vergib ihm.“

Andre Dirrell weiter: „Ich werde wie ein Mann aufstehen, ich habe nicht so gewonnen wie ich es wollte, aber ich komme zurück, ich komme zurück, sobald ich mich von dem was hier passiert ist erholt habe.“ 

Andre Dirrell vs. Jose Uzcategui: Das Fight Video

Dubioser Sieg durch Disqualifikation von Andre Dirrell
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crawford-diazTernece Crawford vs. Felix Diaz – WBC und WBO Titel im Leichtgewicht erfolgreich verteidigt

In der Nacht zum heutigen Sonntagmorgen verteidigte der 29jährige Doppel-Weltmeister der WBC & WBO Terence Crawford (31-0-0, 21 KO-Siege), im mit über 8.000 Zuschauer gefüllten Madison Square Garden in New York, seine beiden Super-Leichtgewichts WM-Titel in einem dominierenden Kampf gegen seinen 33jährigen Herausforderer Felix Diaz aus der Dominikanischen Republik, nach 10 Runden durch tKO.

Felix Diaz, der bei den olympischen Spielen 2008 die Goldmedaille gewann, war in diesem Kampf absolut chancenlos. Seine Ecke gab am Ende der 10. Runde den mehr als einseitigen Kampf auf.

Crawford der bei den Buchmachern als 25:1 Favorit gewettet wurde lag beim Abbruch des Kampfes bei allen drei Punktrichtern klar in Front: Glenn Feldman 100-90, Julie Lederman 99-91 und Steve Weisfeld 100-90 werteten den Kampf bis dahin einstimmig für den alten und neuen Weltmeister. 

„Ich merkte, dass er frustriert war“, sagte Crawford nach dem Kampf. „Er hat viel Jabs von mir genommen, sein Auge schwellte immer mehr zu und so wurde er auch immer verzweifelter.“

Noch vor Beginn der 10. Runde untersuchte der Ringarzt Diaz’s stark geschwollenes rechtes Auge, erlaubte ihm aber doch weiter zu boxen. Crawford setzte seine Angriffe in der 10. Runde durch Bilderbuch-Kombinationen fort und verspottete Diaz, indem er ihm während des Kampfes zärtlich über den Kopf streichelte, was eine Ermahnung von Ringrichter Willis nach sich zog. Am Ende dieser 10. Runde hatte der Vater des Herausforderers Joel Diaz, der seinen Sohn in der Ecke betreute, genug und er stoppte den Kampf.  „Genug ist genug“, sagte Joel Diaz. Ich wollte nicht, dass er noch mehr Schläge einstecken muss. Ich hatte ihm noch diese eine Runde gegeben und es hat mir nicht gefallen was ich da sah, also habe ich den Kampf gestoppt.“  

In dieser Form scheint Terence Crawford in seiner Gewichtsklasse auf Jahre unschlagbar und er zählt schon jetzt zu einem der besten pound4pound Fighter weltweit.

Ternece Crawford stoppt Felix Diaz in der 10. Runde
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Gevor vs Diablo

Knappes 2:1 Urteil für den Heim-Boxer

In seinem bisher grössten Kampf, verlor der 26-jährige Sauerland-Profi Noel Gevor die WM-Ausscheidung nach Version der IBF im Cruisergewicht im polnischen Posen gegen den 35jährigen Lokalmatador Krzysztof Wlodarczyk (52-3-1, 37 KO-Siege) nach einem eher ausgeglichenen Verlauf, nach Punkten.
 
Von Beginn an machte der Ex-Weltmeister den Druck. Gevor stand allerdings sehr gut und sicher in der Verteidigung und zeigte sich sehr beweglich. Gevor gelang es, seinem wesentlich erfahreneren Gegner, kein festes Ziel zu bieten. In der vierten Runde zeigte Gevor seine bis dahin besten Szenen und konnte immer wieder klar treffen.
 
Beide Kontrahenten war der gegenseitige Respekt anzumerken! Wlodarczyk bestimmte über weite Strecken das Tempo, jedoch konnte er seinen deutschen Widersacher nie ernsthaft in Bedrängnis bringen. Hin und wieder liess Noel Gevor seine Schnelligkeit und Explosivität aufblitzen. Leider vermochte er nach einer erfolgreichen Aktion den (sogenannten) zweiten Angriff zu bringen, um den polnischen Favoriten nachhaltig unter Druck zu setzen! Gevor wurde des Öfteren durch Ringrichter Mickey Vann (England) ermahnt, nicht zu tief zu schlagen und zu klammern. Einen Punktabzug gab es dennoch nicht. Viele Runden verliefen sehr ausgeglichen und ein klarer Vorteil war bei keinem der beiden Boxer auszumachen.
 
Nach zwölf schwer zu bewertenden Durchgängen, erklärte das Kampfgericht den heimischen Helden zum 2:1 Punktsieger. Die Wertung der einzelnen Punktrichter: Miroslaw Brozio 116-112, Mufadel Elghazaoui 115-114, Holger Wiemann 113-115. Auf deutschem oder neutralem Boden, hätte das Urteil vielleicht auch anders lauten können. Wlodarczyk ist damit nun der offizieller Herausforderer des russischen IBF-Champions Murat Gassiev. Noel Gevor, für den es im 23. Kampf die erste Niederlage war, muss sich nach dieser respektablen Leistung aber keineswegs verstecken und hat sicherlich eine weitere Chance verdient.
 
Stimmen nach dem Kampf:   Nisse Sauerland: „Wir sind enttäuscht vom Ergebnis, denn wir haben Noel vorn gesehen, sind aber stolz auf seine Leistung.“ 
 
Auch Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness lobte Gevor: „Noel ist noch jung und wird seinen Weg gehen. Er wird jetzt in den Urlaub fahren und danach werden wir gemeinsam entscheiden, wie wir wieder angreifen.“
 
Noel Gevor verliert IBF-Elimator gegen Wlodarczyk!
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dirrell-smith-wbcCallum Smith gilt als einer der aufstrebendsten Supermittelgewichtler der Welt. Im Spätsommer diesen Jahres soll der WBC Silver-Champion nun endlich seine erste Chance auf einen WM-Titel erhalten.

Callum Smith erhält erste WM-Chance gegen Ex-Champion Anthony Dirrell

Der ungeschlagene Supermittelgewichtler Smith, der beim Weltverband WBC auf Platz 1 gerankt ist, wird im September diesen Jahres um den vakanten WBC WM-Titel gegen Anthony Dirrell boxen. Das bestätigte sein Trainer Joe Gallagher am Freitag auf Twitter.

Dirrell, der zuletzt gegen Feigenbutz‘ Gegner vom vergangenen Wochenende Norbert Nemesapati boxte, hielt den WBC Titel bereits 2014 als er im Rückkampf (das erste Duell endete Unentschieden) den damaligen Champion Sakio Bika nach Punkten bezwang. Ein gutes halbes Jahr später jedoch, verlor er den Titel wieder gegen Badou Jack. Dieser legte den grün-goldenen Gürtel vor einigen Monaten nun ab, um künftig im Halbschwergewicht boxen zu können.

Callum Smith, der von 22 seiner Kämpfe 17 mal vorzeitig siegen konnte und noch keine Niederlage zu verzeichnen hat, erhält damit seinen ersten Titelkampf. Eigentlich sollte „Mundo“ Smith zunächst gegen seinen Landsmann und IBF-Weltmeister James DeGale im Juli boxen, jedoch kam dieser Kampf nicht zustande. Der anstehende Fight gegen Anthony Dirrell dürfte der bisher schwerste für den jungen Briten werden. Der Kampf soll am 9. September in Los Angeles stattfinden.

Callum Smith unterschreibt Vertrag mit Anthony Dirrell für 9. September!
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Boxen: Big Deal, Cruisergewicht, IBO International Titel und die WBO-EM, Hamburg, 19.05.2017 Mario Daser (GER, blaue Hose) - Ola Afolabi GBR, schwarze Hose) © Torsten Helmke
Rummelboxen auf niederstem Niveau: Mario Daser im Hintergrund völlig verausgabt und Ola Afolabi am Boden und der Sekundant im Eiltempo mit dem Handtuch. © Torsten Helmke

Dieser Boxkampf riecht nach Absprache – Die Peinlichkeit des Boxens

5.500 Zuschauer sahen gestern Abend in der Hamburger Barclay Arena bis kurz nach 23:00 Uhr einen tollen Boxabend. Besonders der Kampf des Hamburger Lokal-Matadors Sebastian Formella gegen den ebenfalls in Hamburg lebenden Denis Krieger, bei dem es um den Intercontinentalen Titel der IBO im Halbmittelgewicht ging, begeisterte die Zuschauer. Formella, den alle nur „Hafen-Basti“ nennen, gewann trotz eines Niederschlages in der Mitte des Kampfes am Ende doch klar und einstimmig mit 98:92, 97:92, 97:92 nach Punkten.

Der boxerische Höhepunkt des Abends war allerdings die IBO Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht. Hier standen sich mit dem Russen Igor Mikhalkin und der Südafrikaner Thomas Oosthuizen zwei Weltklasse-Boxer gegenüber. Der bei Veranstalter Erol Ceylan unter Vertrag stehende 31jährige Mikhalkin lieferte dabei den Kampf seines Lebens und gewann mit einem nie gefährdeten Punktsieg den erste Weltmeister-Titel für den Hamburger ECB Boxstall. Ein Boxkampf auf höchstem Niveau.

Diese Inszenierung ist der Sargnagel des Boxsports in Deutschland

Was aber dann kam, war das Peinlichste was ich in meinem langen Leben mit dem Boxsport gesehen habe – eine wohl inszenierte Boxposse der besonderen Art. In einem Kampf um den Interconti-Titel der IBO und den Europameister-Titel der WBO standen sich der 28jährige Wahl-Hamburger Mario Daser und der einstige Weltklasse-Boxer und frühere IBO-Weltmeister Ola Afolabi gegenüber. Eine Begegnung die schon im Vorfeld für Diskussionen sorgte. Daser, der in seiner bisherigen Laufbahn fast ausschließlich in Bierzelten gegen drittklassige Gegner geboxt hatte (so hatten seine ersten sechs Gegner allesamt noch niemals in ihrem Leben auch nur einen Kampf gewonnen) sucht sich auf einmal selbst einen Ex-Weltmeister und Weltklasse-Boxer als Gegner aus. Einen Boxer der dreimal gegen unseren deutschen Ex-Weltmeister Marco Huck in einem WM-Kampf im Ring stand und sich dabei denkwürdige Schlachten lieferte, ein Boxer der noch vor genau 18 Monaten durch einen spektakulären KO Sieg über den früheren Amateur-Weltmeister und Weltklasse-Boxer Rakhim Chakhkiev sich den WM-Titel holte; dieser Boxer sollte der nächste Gegner von Mario Daser werden. Hier sprach selbst die seriöse Frankfurter Allgemeine Zeitung schon im Vorfeld von einem „gekauften Kampf“.

Doch was sich dann im Boxring der Hamburger Barclaycard Arena abspielte war billiges Schmieren-Theater auf niedrigstem Niveau. Afolabi begann auf schnellen Füßen und mit lockeren Händen mit Daser zu spielen, aber es fiel sofort auf, dass Afolabi seine Schläge nicht durchzog und dass Afolabis Boxen mehr Schattenboxen war als dass dies nach ernsthaftem Bemühen aussah einen Kampf gewinnen zu wollen. Daser dagegen legte los und prügelte auf den Ex-Weltmeister in einer Art ein die nur wenig mit Boxen zu tun hatte.

Schon in der 2. Runde ging Afolabi auf einmal zu Boden und ließ sich anzählen. Das TV-Video zeigt dann, nicht etwa das schmerzverzehrte Gesicht von Afolabi, denn ein richtiger Leberhaken hinterlässt auch starke Schmerzen, aber Afolabi schien nur zu seiner Ecke zu schauen und zu signalisieren: „Jetzt noch nicht das Handtuch werfen.“ Daser prügelte weiter völlig unkontrolliert auf Afolabi ein und der Kampf ging in die 3. Runde.  In dieser Runde merkte man immer deutlicher, dass Afolabi die Sache gar nicht ernst nahm und vor allem auch zu keinem Zeitpunkt ernstlich versuchte diesen Kampf gewinnen zu wollen. Das Ganze sah aus wie ein inszeniertes Schmierentheater, erst recht als Afolabi dann ein zweites Mal, nach einem Wischer auf dessen seitliche obere Körperpartie, in die Knie ging um Zeit zu nehmen. In diesem Moment sprang Afolabis Sekundant durch die Ringseile und wedelte mit dem Handtuch in der Hand als Zeichen der Aufgabe. Dem Ringrichter blieb nichts anderes übrig als den Kampf abzubrechen. Eine Farce – mehr nicht!

Es war im Vorfeld schon sehr verwunderlich, dass man auf diesen Kampf bei den Buchmachern nicht wetten konnte. Die Wettbüros hatten diese Begegnung gar nicht in ihrem Wettangebot aufgenommen. Da hatte man wohl den Braten schon gerochen.

Mit versteinerter Mine schnallte dann BDB Präsident und WBO Delegierter dieses Kampfes dem „Sieger“ den Champions-Gürtel um und man sah ihm richtig an, dass ihm diese Zeremonie mehr als peinlich war.  Beim Interview noch im Ring mit dem „Gewinner“ Mario Daser merkte man, dass dieser Handtuchwurf des Afolabi-Trainers keine Sekunde zu früh kam, aber nicht weil Afolabis Gesundheit so gefährdet war sondern weil Daser sonst wohl kollabiert wäre, denn dieser hatte beim Interview kaum noch Luft und war kurz vor dem Hyperventilieren. Dieser letzte Kampf hat die bis dahin sportlich hochklassige Boxveranstaltung kaputt gemacht. Interessant war auch, dass Veranstalter Erol Ceylan, der noch zuvor bei den Siegern seiner Schützlinge Formella und Mikhalkin strahlend zum Siegerfoto bereit stand, nach diesem peinlichen Kampfverlauf erst gar nicht mehr den Ring betreten hat. Allerdings ist Erol Ceylan ein Ehrenmann, dem dieses Schmieren-Theater nicht zuzurechnen ist. Gespannt sein dürfte die Boxwelt nun auf die Reaktion der Boxverbände IBO und WBO dessen Titel Mario Daser ja nun inne hat. 

Siegerehrung.....man sieht das aufgesetzte Lächeln des WBO-Delegierten Thomas Pütz © Torsten Helmke
Siegerehrung…..man sieht das aufgesetzte Lächeln des WBO-Delegierten Thomas Pütz
© Torsten Helmke

Mario Daser vs. Ola Afolabi: Das Kampf-Video

Box-Schmierentheater auf niederstem Niveau!
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