Donnerstag, 14. Dezember 2017
Im Portrait
Hier werden Boxer/Trainer/Promoter vorgestellt. Kategorie für Christine Wong

Henry Maske mit Graciano Rocchigiani (Foto: Mandoga Media / Alamy Stock Foto)
Henry Maske mit Graciano Rocchigiani (Foto: Mandoga Media / Alamy Stock Foto)

Am 14. Oktober 1995 fand in der Münchner Olympiahalle der Rückkampf zwischen zwei absoluten deutschen Box-Legenden statt! Der damalige IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht Henry Maske, verteidigte seinen WM-Titel gegen den Berliner Ex-Champion Graciano Rocchigiani. Beide Boxer standen sich schon fünf Monate vorher gegenüber und lieferten sich ein denkwürdiges Gefecht. Den zweiten Teil von „Maske vs Rocky“, wollte sich ein zweistelliges Millionen-Publikum nicht entgehen lassen. BOXEN1 sprach mit Henry Maske über seine Erinnerungen zu diesem historisch bedeutungsvollen Rematch!

Gentleman vs. Bad-Boy: Das deutsch-deutsche Gipfeltreffen!

Als Henry Maske zum zweiten Mal gegen Graciano Rocchigiani in den Ring stieg, schalteten über 17 Millionen TV-Zuschauer ein. Die heutigen Faustkämpfer wären wohl froh, wenn sie nur halb soviel Interessierte vor den Bildschirm ziehen könnten! Es war die Zeit des sogenannten Box-Booms in den 1990-er Jahren. Henry Maske war der gefeierte Champion. Seit seinem Titelgewinn im März 1993 gegen Prince Charles Williams, verteidigte Maske seinen WM-Titel, bis zum ersten Rocchigiani-Kampf, sechsmal erfolgreich und löste mit seinen Fights eine allgemeine Box-Euphorie aus. Boxen war in Deutschland wieder angesagt!

Zu dieser Zeit brachte sich der Berliner Graciano Rocchigiani schon seit einigen Jahren immer wieder für ein Duell gegen den „Gentleman“ ins Gespräch. Rocchigiani war in den 80er Jahren selbst Weltmeister im Supermittelgewicht. „Rocky“ wollte wieder zurück auf den Box-Thron und forderte mehrfach einen Vergleich mit Maske. Am 27. Mai 1995 war es dann soweit! In der Dortmunder Westfalenhalle kam es zum langersehnten deutsch-deutschen Gipfeltreffen, das unter dem Slogan „Eine Frage der Ehre“ stattfand. Maske galt als klarer Favorit. Doch Rocchigiani bot einen der besten Kämpfe seiner Laufbahn!

Von Beginn an machte der Herausforderer Druck. Immer wieder landete Rocchigiani gute Treffer. Henry Maske wirkte, anders als bei all seinen Fights zuvor, sehr gehemmt und blieb zu oft in der Halb- und Nahdistanz stehen. Beide Sportler schenkten sich nichts! Am Ende blieb Maske durch einen Punktsieg Weltmeister. Rocchigiani sah sich als Sieger und witterte Betrug. Für Henry Maske gab es nach diesem Gefecht viel Kritik, auch aus seinen eigenen Reihen. „Graciano war schwer auszurechnen, weil er sich vor unserer ersten Begegnung sehr unregelmäßig im Ring präsentiert hat. Ich habe definitiv nicht die Leistung gebracht, die ich auch von mir selbst erwartet habe!“, erinnert sich Maske.

Nach dem ersten Rocky-Fight sollte Maske eigentlich seine IBF-Pflichtverteidigung gegen Duran Williams (Jamaika) bestreiten. Doch Henry Maske entschied sich für ein sofortiges Rematch gegen Rocchigiani: „Für mich war es wichtig, die Leistung vom ersten Kampf zu korrigieren und mich gezielt auf Graciano vorzubereiten.“ Der zweite Teil des deutschen Box-Klassikers stieg dann in der Münchner Olympiahalle. Vor ausverkauftem Haus und vor über 17 Millionen TV-Zuschauern, standen sich die beiden Box-Helden wieder gegenüber. „Es war schon beeindruckend, welch großes Interesse unser Kampf entfacht hatte!“, blickt Maske zurück.

Graciano Rocchigiani kündigte im Vorfeld mehrfach an, Henry Maske KO schlagen zu wollen und noch besser zu sein, als beim ersten Aufeinandertreffen. Doch im Ring kam es dann ganz anders! Henry Maske wirkte deutlich agiler und schien in einer wesentlich besseren Form zu sein, als im ersten Kampf. Mit zunehmender Kampfesdauer wurde Maskes Überlegenheit immer klarer. Mit langen und schnellen Händen, konnte er Rocchigiani immer wieder treffen. „Rocky“ fand kein Mittel, um den Weltmeister in die Schranken zu weisen.

Henry Maske: „Ich spürte, dass mein Konzept aufging und Graciano sukzessive müder und langsamer wurde. Graciano hatte im ersten Kampf die Chance, mich KO zu schlagen, weil ich total kaputt war! Doch er hat sie nicht nutzen können. Im Rückkampf war ich sehr fokussiert und wusste, was auf mich zukommt, sodass ich die Leistung abrufen konnte, die nötig war um Graciano zu schlagen!“ Am Ende siegte Maske einstimmig und deutlich nach Punkten und konnte seinen WM-Titel (IBF) somit zum achten Mal erfolgreich verteidigen. Die beiden Duelle gegen Graciano Rocchigiani waren jedenfalls Meilensteine und ein glorreiches Kapitel, in der Geschichte des deutschen Boxsports!

Heute vor 22 Jahren: Maske vs. Rocky Teil II – Eine Frage der Ehre!
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Der Kampf war ganz sicher viel knapper als es zumindest zwei der Punktrichter sahen die den Kampf beide mit 118:110 für Parker werteten, während der dritte Punktrichter den Fight unentschieden sah.
Der Kampf war ganz sicher viel knapper als es zumindest zwei der Punktrichter sahen, die den Kampf beide mit 118:110 für Parker werteten, während der dritte Punktrichter den Fight unentschieden sah.

Fury Promoter Hennessy will gegen das Urteil von Manchester Einspruch einlegen

Mick Hennessy der Promoter des Kampfes gestern Abend in Manchester, will Protest gegen das Urteil beim Weltverband der WBO einlegen.
Mick Hennessy der Promoter des Kampfes gestern Abend in Manchester, will Protest gegen das Urteil beim Weltverband der WBO einlegen.

Der Promoter des WM-Kampfes gestern Abend in Manchster, Mick Hennessy hat seine Absicht erklärt, gegen das Urteil des WBO Weltmeisterschafts-Kampfes im Schwergewichts, den Titelverteidiger Joseph Parker mit einer Mehrheitsentscheidung über den offiziellen Herausforderer Hughie Fury, dessen Promoter Hennessy ist, unverzüglich beim Weltverabnd der WBO Protest einzulegen. „Dieses Urteil ist Korruption auf höchstem Niveau“, sagte Hennessy in die Kameras der TV-Anstalten direkt nach dem Kampf. „Ich dachte, es war eine absolute Meisterleistung mit Schattierungen von Muhammad Ali, die Hughie Fury hier gezeigt hat. Parker fand zu keinem Zeitpunkt in den  Kampf. Eine der schlimmsten Entscheidungen, die ich je im Boxsport gesehen habe. Schönes Boxen von Hughie und ich kann nicht verstehen, warum diese Punktrichter diesen armen jungen Burschen mit diesem Urteil regelrecht beraubt haben. Es ist einfach nur ekelhaft. Ich werde unverzüglich Einspruch gegen dieses Urteil einlegen und die Entscheidung anfechten.“

Furys Gesichtsausdruck nach der Urteilsverkündung spiegelt die große Enttäuschung über das Urteil wieder
Hughie Furys Gesichtsausdruck nach der Urteilsverkündung spiegelt die große Enttäuschung über das Urteil wieder

Auch der Cousin des Verlierers, der Ex-Weltmeister Tyson Fury stand nach Ende des Kampfes und der Bekanntgabe des Urteils, schimpfend im Ring und tröstete den jüngeren Hughie. Auch das gesamte Fury Team will das Urteil nicht akzeptieren und ebenfalls Protest beim Weltverband einlegen.

Team Fury plant gegen die „ekelerregende“ Entscheidung zu protestieren
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Sehen wir Tyson Fury bald wieder im Rin? Der Ex-Weltmeister drängt die britischen Doping-Kommission auf eine baldige Entscheidung in seinem Dopingverfahren.
Sehen wir Tyson Fury bald wieder im Ring? Der Ex-Weltmeister drängt die britischen Doping-Kommission UKAD auf eine baldige Entscheidung in seinem Dopingverfahren.

Der Ex-Weltmeister drängt die UK-Dopingbehörde zu einer Entscheidung

Eigentlich hatte der Klitschko-Bezwinger und vierfach Ex-Weltmeister im Schwergewicht Tyson Fury (25-0-0, 18 KO-Siege) schon sein Karriere-Ende bekannt gegeben, doch nun möchte Fury Tyson (wie die englische Zeitung „Independent“ berichtet) so schnell als möglich zurück in den Boxring. Deshalb drängt Fury die englische Anti-Dopingbehörde UKAD auf eine schnelle Entscheidung über seine Doping-Affäre aus dem Jahr 2015, über die bis heute noch nicht entschieden ist.

Tyson soll angeblich nach seinem Kampf am 28. Februar 2015 gegen den ECB Boxer Christian Hammer positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden sein. Trotz dieser (angeblich) positiven Dopingkontrolle hielt der Britische Boxverband dieses Testergebnis unter dem Tisch, so dass Fury noch im gleichen Jahr, am 28. November 2015 gegen den damaligen Weltmeister Wladimir Klitschko boxen konnte. Diesen Kampf gewann Fury sensationell und überraschend und sicherte sich damit die WM-Titel der Verbände IBF, WBA, WBO und IBO. Da der Kampf damals in der Düsseldorfer Esprit Arena stattfand, bedurfte es für das Auftreten Furys in Deutschland einer Auslands-Startgenehmigung des britischen Boxverbandes BBB. Wie der englische Boxverband diese Auslands-Startgenehmigung erteilen konnte, obwohl schon damals angeblich die positive Dopingprobe Furys bekannt gewesen sein soll, ist bis heute noch nicht öffentlich geworden und wurde einfach übergangen. Ursprünglich war in dieser Sache eine Anhörung Furys schon für Mai vergangenen Jahres angesetzt worden, aber der Termin wurde seitens der englischen Doping-Behörde auf unbestimmt Zeit verschoben, so dass bis heute nach über zweieinhalb Jahre nach dem angeblichen Dopingvergehen immer noch keine Entscheidung verkündet wurde.

Fury: „Wascht meinen Namen rein“

Nun geht Tyson Fury nach vorne, er geht die britische Doping-Behörde an und drängt auf eine Entscheidung: „Seit Mai letzten Jahres, das sind 15 Monate, wird nun meine angebliche Verfehlung die zudem 31 Monate zurück liegen soll untersucht. Man hält einen unschuldigen Mann davon ab, seiner Leidenschaft dem Boxsport nachzugehen und seine Familie zu versorgen. Jeder andere Fall wird binnen weniger Monate verhandelt, warum werde ich anders behandelt? Ich will mit meiner Karriere fortfahren. Wascht meinen Namen rein und lasst mich zu altem Ruhm zurückkehren.“

Seit seinem überraschenden Sieg über Wladimir Klitschko im November 2015 hat Fury nicht mehr im Ring gestanden und er hat inzwischen alle seine WM-Gürtel zurück gegeben. Den vereinbarten Revanchekampf gegen Klitschko hat Fury gleich mehrmals platzen lassen, bis er dann selbst öffentlich machte, dass er schwer Kokain abhängig wäre. Allerdings ist – so seltsam sich das auch anhören mag – in England wie auch in Deutschland – der Genuss von Kokain nicht strafbar und da Fury auch nicht im Rahmen seiner Kämpfe positiv auf Kokain getestet wurde, kann auch das nicht Gegenstand einer Untersuchung der Doping-Kommission sein. Furys Dopingprobe nach dem Kampf gegen Klitschko im November 2015 war übrigens negativ.

Es ist nun anzunehmen, dass Tyson Fury deshalb auf eine schnelle Entscheidung der englischen Doping-Kommission UKAD drängt, weil er gegen den englischen Weltmeister und Olympiasieger Anthony Joshua um dessen Titel kämpfen möchte. Ein Kampf der in England sicher jedes Fussballstadion füllen würde.

Das Verfahren zur Feststellung der Anklagen gegen Tyson findet allerdings erst vor dem Nationalen Anti-Doping-Gremium [NADP] statt, das für die Verurteilung von Anti-Doping-Streitigkeiten im britischen Sport verantwortlich ist. Die NADP arbeitet nach ihren eigenen Verfahrensregeln und ist völlig unabhängig von der UK Anti-Doping Kommission UKAD.

Alle Parteien warten derzeit auf eine Entscheidung des NADP-Tribunals. Sobald dieses Urteil eingegangen ist, wird die Angelegenheit mit einer Anhörung Furys weitergehen. UK Anti-Doping-Behörde UKAD drängt derzeit darauf, dass der Termin für diese Anhörung so schnell wie möglich stattfindet.

Egal wie auch immer, ob nun Fury freigesprochen oder zu einer Sperre verurteilt wird, ist anzunehmen, dass Fury noch in diesem Jahr seine Box-Lizenz zurück bekommen wird. Denn eine maximale Sperre könnte 2 Jahre betragen, die aber ab dem Zeitpunkt des Vergehens gerechnet wird und da sind ja nun schon mehr als 2 Jahre vergangen. Die Boxwelt würde sich sicher über einen Kampf Anthony Joshua vs. Tyson Fury freuen.

Tyson Fury will nun doch seine Karriere fortsetzen
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Denis Radovan / Foto: Sebastian Heger
Denis Radovan / Foto: Sebastian Heger

Rahmenprogramm für Eubanks jr vs Yilidirim nimmt Form an

Nachdem am Samstag der Engländer Collum Smith mit einem Punktsieg über den Schweden Erik Skoglund ins Halbfinale der „World Boxing Super Series“ eingezogen ist, warten die Fans schon gespannt auf das nächste Viertelfinale um die „Muhammad Ali Trophy“ im Super-Mittelgewicht, das in Deutschland stattfinden wird. Am 7. Oktober werden sich IBO-Weltmeister Chris Eubank Jr. und Avni Yildirim aus der Türkei in Stuttgart gegenüberstehen.

In der Hanns-Martin-Schleyer-Halle soll aber nicht nur dieser Kampf für Furore sorgen. Mit Denis Radovan (im Super-Mittelgewicht) und dem Halb-Weltergewichtler Timo Schwarzkopf werden auch zwei deutsche Youngsters im Rahmenprogramm kämpfen, die eines gemeinsam haben – den Coach! Beide werden von Jürgen Brähmer trainiert, der am 27. Oktober übrigens sein WBSS-Viertelfinale gegen den Amerikaner Rob Brant in Schwerin bestreiten wird. „Doch zunächst gilt meine Aufmerksamkeit meinen Jungs“, sagt der 38-Jährige.

Radovan und Schwarzkopf werden auf den Stuttgarter Kampfabend in Schwerin vorbereitet. Radovan (6-0, 2 K.o.`s), der erst am 9. September gegen den Franzosen Yann Binanga Aboghe erfolgreich den Ring verlassen konnte, muss in der Neckarmetropole gegen Tiran Metz aus Essen (14-2-4, 6 K.o.`s) ran. Brähmer: „Ich war sehr zufrieden mit Denis letztem Kampf. Und ich erwarte auch gegen Metz einen klaren Sieg.“ Mit dem Kölner Youngster aus dem Sauerland-Stall hat Brähmer noch viel vor. „Er kann ganz nach oben kommen. Anfang des nächsten Jahres streben wir auch schon den ersten ‚kleinen‘ Titelkampf an.“

Ebenso überzeugt wie von Radovan, ist Brähmer auch von Timo Schwarzkopf. Der Schweriner Ex-Weltmeister hat für Schwarzkopf die „Rundumbetreuung“ übernommen, „weil ich froh bin, dass wir noch solche Boxer in Deutschland haben. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Timo in dieser Gewichtsklasse sowohl in Deutschland, als auch in Amerika in Zukunft eine große Rolle spielen wird.“ In Stuttgart wird Schwarzkopf zudem ein Heimspiel haben. 1998 floh er während des Kosovo-Krieges nach Deutschland. In Wangen fand er eine neue Heimat, mit 18 Jahren zog er nach Stuttgart. Schwarzkopf (25): „Ich freue mich, wieder in Stuttgart boxen zu können und meine alten Freunde zu treffen.“

Tickets für das Viertelfinale im Super-Mittelgewicht der World Boxing Super Series am 7. Oktober in Stuttgart zwischen Chris Eubank Jr. und Avni Yildirim gibt es unter www.easyticket.de, www.eventim.de, www.StubHub.de und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.

Youngsters in Stuttgart: Radovan und Schwarzkopf boxen im Vorprogramm
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Foto: World Boxing Super Series
Foto: World Boxing Super Series

Am Samstag startet in der Berliner Max-Schmeling-Halle die „World Boxing Super Series“! Im Hauptkampf der Veranstaltung, erhält Marco Huck (40 Siege, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden, 27 Ko’s) seine vielleicht letzte Chance wieder Weltmeister zu werden. Sein Gegner ist dabei der von vielen Experten hoch eingeschätzte Oleksandr Usyk (12 Siege, 0 Niederlagen, 10 Ko’s). Für viele Fachleute gilt der Ukrainer schon jetzt als großer Favorit dieses Tuniers. Doch wer ist der 30-jährige amtierende WBO-Champion im Cruisergewicht eigentlich? BOXEN1 analysiert die bisherige Laufbahn, sowie die boxerischen Stärken und Fähigkeiten des Oleksandr Usyk!

Nächster ukrainischer Sport-Held nach den Klitschkos

Oleksandr Usyk ist in der ehemaligen UdSSR (heutige Ukraine) am 17. Januar 1987 zur Welt gekommen. Als Jugendlicher begann er mit dem Boxsport. Schon nach kurzer Zeit war den damaligen Übungsleitern das Talent des Rechtsauslegers aufgefallen. Der technisch sehr versierte Usyk konnte als Mittel- und späterer Halbschwergewichtler, bei nationalen und internationalen Turnieren, als Amateur viele Erfahrungen sammeln und auch zu einigen Medaillen gelangen, ehe er 2008 zu seinem bisher größten Erfolg kam! Usyk, der zuvor als Schwergewichtler bei den Olympischen Spielen in Peking teilnahm, konnte bei den Europameisterschaften in Liverpool alle Kämpfe klar gewinnen und letztlich im Halbschwergewicht Europameister werden.

Von nun an ließ sich der Ukrainer von seiner Erfolgs-Story nicht mehr abbringen! Drei Jahre nach dem Gewinn des Europameistertitels holte er, nach Siegen gegen Elite-Boxer wie Terwel Pulev (Bruder von Kubrat Pulev) oder Artur Beterbiev, die Gold-Medaille im Schwergewicht bei den Weltmeisterschaften 2011. Im Jahr darauf, wurde er Olympiasieger! Schon zu dieser Zeit fanden Gespräche über eine mögliche Profi-Karriere statt. Doch Usyk entschied sich in dem Profi-Stall bei den Amateuren, der „World Series of Boxing“, mitzuwirken. Doch nachdem die erhofften Ansprüche und finanziellen Vorstellungen nicht erreicht wurden, startete Usyk im November 2013 seine neue Laufbahn, im „traditionellen“ Berufs-Boxsport.

Nach nur neun Profi-Fights, die er allesamt vorzeitig gewann, boxte Usyk im September 2016 erstmals um die Weltmeisterschaft im Cruisergewicht. Sein Gegner war dabei der WBO-Champion Krzysztof Glowacki. Der Titelverteidiger war bis dato in 26 Kämpfen ungeschlagen und holte sich einige Monate zuvor, die WM-Krone durch einen TKO-Sieg gegen Marco Huck. Das Duell gegen Glowacki fand in dessen Heimatland Polen statt. Nicht wenige Experten meinten im Vorfeld, dass diese erste Titel-Chance etwas zu früh für den noch unerfahrenen Profi Usyk kommt. Doch weit gefehlt! Usyk bewies seine boxerische Extraklasse und bezwang den Polen eindeutig nach Punkten und wurde somit neuer Weltmeister.

Nach dieser eindrucksvollen Vorstellung, schienen auch die letzten Stimmen von Usyk’s Kritikern zu verstummen. In der Folgezeit verteidigte der WBO-Champion seine WM-Krone zweimal erfolgreich in den USA. Sowohl Thabiso Mchunu als auch Michael Hunter, hatten gegen den Titelverteidiger nicht den Hauch einer Chance. Mit diesen beiden Auftritten reagierte man auch in den Vereinigten Staaten mit Bewunderung auf die boxerische Präsenz des Oleksandr Usyk. Der Ukrainer gilt zusammen mit Vasyl Lomachenko, als neue Box-Repräsentanten der Ukraine und sind damit würdige Nachfolger der Klitschkos. Doch was macht Usyk so einzigartig und gefährlich?

Usyk hat aufgrund seiner Körpergröße von 1,91 Meter, gegenüber vielen Kontrahenten Reichweitenvorteile. Hinzu kommt seine Rechtsauslage, mit der viele Boxer arge Probleme haben, sich darauf einzustellen. Des Weiteren ist Usyk ein ausgezeichneter Konterboxer, der die Aktionen des Gegners schon im Ansatz erkennt und unmittelbar daraufhin mit guten Treffern antwortet! Usyk ist stets in einer physisch bemerkenswerten Form und versteht es, seinem Gegenüber in so gut wie jeder Schlagdistanz im Vorteil zu sein. Die Meidbewegungen und Reflexe, die bei der aktuell unumstrittenen Nummer 1 im Cruisergewicht zu beobachten sind, sind außergewöhnlich und nicht zu erlernen! Es ist also schon durchaus nachzuvollziehen, dass man Oleksandr Usyk die Favoritenrolle in diesem Turnier bescheinigt!

Interessant wird es dennoch sein, wie Usyk reagiert, wenn er voll getroffen wird. Aus deutscher Sicht ist es Marco Huck nur zu wünschen, dass ihm dies, am kommenden Samstag, des Öfteren gelingen wird!

Huck-Gegner im Portrait: Das ist Oleksandr Usyk!
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Artur Mann - Wenn es sein muss dann boxe ich Peil und Harth
Artur Mann aus dem Wiking Box-Team ist Sparrings-Partner für Weltmeister Olexandr Usyk und bereitet Usyk auf den Kampf um die Muhammad Ali Trophy gegen Marco Huck vor.

Artur Mann Sparringspartner von Weltmeister Usyk

Am 9. September wird in der Berliner Max Schmeling Halle Oleksander Usyk auf Marco Huck treffen. Es ist ihr Auftaktkampf in der mit 50 Mio. US-Dollar dotierten World Boxing Super Series (WBSS). 

Dass die beiden Cruisergewichtler das Turnier und ihren Gegner sehr ernst nehmen, zeigen sie bereits während der Vorbereitungen. So holte sich der Deutsche seinen alten Coach Conny Mittermeier zurück in seine Ecke.

Usyk überlässt bei der Mission WBSS ebenfalls nichts dem Zufall und erhält die Unterstützung eines Wikingers.

WBO-International Champion Artur Mann soll den amtierenden WBO-Weltmeister als Sparringspartner auf den „Hucker“ vorbereiten.

Der Thunderman folgt damit einer Einladung der K2 Promotions. Begleitet wird er von Elvis Hetemi, der für die Wikinger im Halbschwergewicht boxt und Artur während des Sparrings betreuen wird.  
Am 20. August fliegen sie von Berlin über Wien nach Lwiw. Von dort geht es weiter in die Abgeschiedenheit der ukrainischen Karpaten, in der Usyk sein Trainingscamp aufgeschlagen hat.

Natürlich ist es eine tolle Sache für den Thunderman, denn man bekommt nicht oft die Gelegenheit, gemeinsam mit der Nummer eins der unabhängigen Weltrangliste zu trainieren.

Für Artur und Elvis wird es auch bald wieder spannend. Wenn alles klappt, werden die beiden am Freitag, dem 29. September in Hamburg in den Ring klettern. Artur soll seinen Titel verteidigen. Ein Gegner steht noch nicht fest. Im Gespräch war Nikola Milacic. Das hat sich jedoch zwischenzeitlich wieder zerschlagen.

Elvis Hetemi der wegen einer Handverletzung pausieren musste ist wieder bereit. Er will sich Sven Fornling vornehmen. Der Schwede startet, wie Milacic, für Erol Ceylan und das EC Boxing Team. Hier steht allerdings die Antwort noch aus.

Wikinger Artur Mann bereitet WBO-Champion Usyk auf Clash gegen Marco Huck vor
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Klitschko
Als Wladimir Klitschko (64 Siege, 5 Niederlagen, 53 Ko’s) vor knapp einer Woche seinen Rücktritt erklärte, waren viele Fans schockiert und einige dennoch erleichtert! Zum einen dürfte es viele Boxsportfreunde tarurig stimmen, dass eine große Ära zu Ende gegangen ist, zum anderen jedoch, konnte Wladimir Klitschko eine Entscheidung fällen, die er mit dem nötigen Intellekt und dem erforderlichen Feingefühl getroffen hat. In seiner 21-jährigen Profilaufbahn hat Klitschko, gemeinsam mit seinem Bruder Vitali, viele Glanzlichter gesetzt und vorallem in Deutschland, ein Millionen-Publikum vor den TV-Geräten gelockt. BOXEN1 blickt in diesem Beitrag auf eine beispiellose Karriere zurück!

Vom kleinen Bruder, zum großen Champion!

Wladimir Klitschko gewann für sein Land im Jahre 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Goldmedaille im Superschwergewicht.
Wladimir Klitschko gewann für sein Land im Jahre 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Goldmedaille im Superschwergewicht.

Wladmir Klitschko wurde am 25. März 1976 in der damaligen Sowjetunion, als Sohn eines Offiziers und einer Lehrerin geboren. Sein fünf Jahre älterer Bruder Vitali war von Beginn an eine der wichtigsten Bezugspersonen und vorallem Vorbild, für dessen weiteres Leben und Sportlerlaufbahn. Er war es letztlich auch, der den jungen Wladimir im Alter von 14 Jahren zum Boxen brachte. Während sich der große Bruder sowohl im Boxen als auch im Kickboxen einen Namen machte und auch international erfolgreich war, ging Wladimir bei den Amateuren seinen Weg und wurde 1993 Junioren-Europameister im Schwergewicht. Neben weiteren nationalen und internationalen Erfolgen stand er auch zweimal gegen den Deutschen Luan Krasniqi im Ring. Beim ersten Aufeinandertreffen verlor er 1995 in Berlin bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft nach Punkten. Doch noch im selben Jahr revanchierte sich Klitschko bei Krasniqi in Italien mit einem knappen Sieg und wurde somit im finalen Kampf Militär-Weltmeister. 

Des Weiteren stand der Ukrainer auch in Deutschland für den BC Sparta Flensburg in der 1. Bundesliga im Ring und konnte von 1995 auf 96 bei insgesamt zehn Einsätzen, jedes Mal das Seilgeviert als Sieger verlassen. Sein zweifellos größtes Highlight bei den Amateuren, hatte Wladimir Klitschko bei den olympischen Spielen 1996 in Atlanta. Nachdem Bruder Vitali eine Teilnahme verweigert wurde, gelang es dem jüngeren Klitschko nach insgesamt drei Siegen, im Finale den aus Tonga stammenden Pea Wolfgram auszupunkten und somit Olympiasieger zu werden. Nach diesem Riesen-Erfolg standen dem damals 20-jährigen Wladimir Klitschko alle Türen offen und nach mehreren Angeboten aus aller Welt, entschied er sich, gemeinsam mit Bruder Vitali, eine Profi-Karriere beim Hamburger Universum-Stall (unter der Leitung von Klaus Peter Kohl und Peter Hanraths) zu starten.

Von der Sporthalle- in die Stadien der Welt

Nach dem Gewinn der Goldmedaille unterschrieb Wladimir Klitschko noch im gleichen Jahr 1996 einen Profivertrag bei dem deutschen Promoter Universum Box-Promotion
Nach dem Gewinn der Goldmedaille unterschrieb Wladimir Klitschko noch im gleichen Jahr 1996 einen Profivertrag bei dem deutschen Promoter Universum Box-Promotion

Sein Profidebüt gab Klitschko am 16. November 1996 in einer Sporthalle im Hamburger Stadtteil Wandsbeck, gegen einen gewissen Fabian Meza. Nach wenigen Sekunden in der ersten Runde, schickte der promovierte Sportwissenschaftler seinen völlig überforderten Widersacher, brutal auf die Bretter und gewann in beeindruckender Manier durch Ko. Es sollte der Beginn einer beisspiellosen Laufbahn sein! Danach folgte in nur kurzen Wochen-Abständen, ein vorzeitiger Sieg nach dem anderen. Lediglich gegen Everett ,,Bigfoot“ Martin errang er ,nur‘ einen klaren Punktsieg. Gegen qualitativ stärkere und schwächere Gegner, marschierte Klitschko scheinbar problemlos in Richtung WM-Kampf.

Nach insgesamt 24 Siegen in Folge, kämpfte Klitschko im Dezember 1998 zum ersten Mal als Berufsboxer in seiner Heimatstadt Kiew. Sein Gegner war der als ,,Journeyman“ geltende US-Amerikaner Ross Puritty. Nachdem Klitschko vor heimischen Publikum besonders glänzen wollte und seinen Kontrahenten tatsächlich von Runde zu Runde anscheinend nach Belieben beherrschte, kam es in Runde elf zu einer Sensation. Bereits im zehnten Durchgang musste der sichtlich erschöpfte Lokalmatador vom Ringrichter angezählt werden. Nach einem weiteren Schlaghagel vom routinierten Puritty zu Beginn der elften Runde, sprang Klitschko’s damailger Trainer Fritz Sdunek (mittlerweile leider verstorben) in den Ring, um seinen Schützling vor noch mehr Prügel zu bewahren. Für Wladimir Klitschko war dies die erste Niederlage seiner noch jungen Karriere und eine äußerst schmerzliche Erfahrung, aus der er allerdings im weiteren Verlauf seiner Sportler-Laufbahn zu lernen wusste!

Im Kampf um die Europameisterschaft besiegte Wladimir Klitschko Axel Schulz durch tKO in Runde 8.
Im Kampf um die Europameisterschaft besiegte Wladimir Klitschko Axel Schulz durch tKO in Runde 8.

Schon einige Wochen und Monate nach dem Debakel von Kiew, stieg Klitschko wieder in den Ring und konnte in der Folgezeit viermal vorzeitig siegen, ehe es im September 1999 zu seinem bisher größten Kampf kam. Gegen den ehemaligen WM-Herausforder und deutschen Publikumsliebling Axel Schulz, ging is in Köln um die vakante Europameisterschaft. Der Fernsehsender RTL promotete das in Deutschland langersehnte Duell unter dem Motto ,,Die Stunde der Wahrheit“. Einige Experten und Schulz-Anhänger bescheingten Klitschko im Vorfeld ein schwaches Nervenkostüm. Der Kampf gegen Schulz galt damit als erste harte Prüfung, für den zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alten Schwergewichtler. Rückliblickend betrachtet war es jedoch eine klare und einseitige Angelegenheit für Klitschko! Von Beginn an domminierte er Schulz nahezu ohne große Mühe und bezwang diesen nach zwei Niederschlägen in der achten Runde durch TKO. Schulz gab daraufhin (vorerst) seinen Rücktritt bekannt. Mit diesem wichtigen Sieg wurde Klitschko nicht nur neuer Europameister, sondern boxte sich mit dieser eindrucksvollen Vorstellung auch in die Herzen der deutschen Boxfans.

Am 14. Oktober 2000 gewann Wladimir erstmals den WM Titel durch einen klaren Punktsieg über den Titelverteidiger Chris Byrd (USA), den er zweimal in Runde 9 und 11 schwer zu Boden schlug.
Am 14. Oktober 2000 gewann Wladimir erstmals den WM Titel durch einen klaren Punktsieg über den Titelverteidiger Chris Byrd (USA), den er zweimal in Runde 9 und 11 schwer zu Boden schlug.
Erste WM-Erfolge- und bittere Niederlagen

In der Zeit nach dem Triumph über Schulz, folgten kurzrundige Siege gegen Phil Jackson, Lajos Eros, Pea Wolfgramm (Neuauflage des Olympia-Finales 1996), David Bostice und Monte Barrett. Im Oktober 2000 kam es dann, wiederum in Köln, zur ersten WM-Chance gegen Chris Byrd (USA). Nachdem Byrd sich den WBO-Titel durch einen verletzungsbedingten Abbruch-Sieg gegen Bruder Vitali sichern konnte, stand dieser Fight unter dem Slogan ,,Die Rache des Bruders“. Wladimir Klitschko spielte von Anfang an seine Reichweitenvorteile gegen den unequemen Rechtsausleger Byrd, mit seiner linken Führungshand geschickt aus und konnte nach Niederschlägen in Runde neun und elf, letztlich klar und überzeugend nach Punkten gewinnen. Somit war er neuer WBO-Weltmeister in der Königsklasse des Boxsports und emanzipierte sich zudem vom Ruf des ,,kleinen Bruders“, zum anerkannten Champion!

Seit dem Titelgewinn gegen Byrd verteidigte Klitschko seinen WM-Gürtel in souveräner Manier erfolgreich gegen Top-Schwergewichtler wie Derrick Jefferson, Jameel McCline oder die ehemaligen Größen Francois Botha und Ray Mercer. Die meisten seiner Titelverteidigungen fanden in dieser Zeit in den USA statt sodass sich Klitschko auch dort einen Namen machte. Klitschko schien sich auf dem Zenit seines Leistungsvermögens zu befinden und kaum Jemand rechnete mit dem, was am 8. März 2003 in Hannover geschehen sollte! Bei einer freiwilligen Verteidigung seiner WBO-Krone, fiel die Gegnerwahl auf den in Deutschland weitestgehend unbekannten, aber dennoch gefährlichen Südafrikaner Corrie Sanders. Dieser Fight war nur als eine Zwischenstation für die nächsten großen Paydays in den USA gedacht- geriet aber zu einer bösen Überraschung! Nach insgesamt vier Niederschlägen, wurde Wladimir Klitschko vom Referee aus dem Kampf genommen und somit als WBO-Champion enttrohnt. Es sollte die zweite bittere Pille im sportlichen Leben von Klitschko sein!

Klitschko erlitt am 10. April 2004 eine bitter Niederlage als er den Kampf gegen den US Amerikaner Lemon Brewster durch tKO in Runde 5 verlor.
Klitschko erlitt am 10. April 2004 eine bitter Niederlage als er den Kampf gegen den US Amerikaner Lemon Brewster durch tKO in Runde 5 verlor.

Doch schon nach zwei Aufbausiegen gegen Fabio Moli und Danell Nicholson, erhielt ,,Dr. Steelhammer“ ein Jahr später in Las Vegas, erneut die Chance um den mittlerweile vakanten WBO-Titel zu boxen. Sein Kontrahent war dabei der bei Don King unter Vertrag stehende Lamon Brewster (USA). Nachdem Klitschko vier Durchgänge domminierte und Brewster sogar am Boden hatte, verlor er völlig ermüdet und entkräftet, nach schweren Treffern Brewster’s, durch Abbruch in der fünften Runde. Klitschko musste daraufhin aufgrund des Verdachtes einer Hirnblutung ins Krankenhaus. Bis heute hält sich die Verdacht, dass man ihm eine Substanz in dessen Trinkwasser gemischt hat, welche ihn in seiner Leistungsbereitschaft hindern sollte. Nach dieser wiederholten schweren Pleite, stand die Zukunft des erfolgsverwöhnten Modellathleten an einem äußerst seidenen Faden. Sogar sein Bruder soll ihm, laut späterer eigener Aussage, zum Karriere-Ende geraten haben. Doch Wladimir Klitschko und Star-Coach Emanuel Steward, von dem er sich schon vor der Brewster-Niederlage betreuen ließ, starteten die Flucht nach vorn!

Mit zwei Siegen gegen DaVarryl Williamson und Eliseo Castillo, empfahl er sich für die WM-Ausscheidung gegen den bis dahin ungeschlagenen und schlagstarken Samuel Peter (Nigeria). Dieser Fight fand im September 2005 in Atlantic City statt und sollte für Klitschko ein richtungsweisendes Ereignis werden. Nachdem der Ukrainer insgesamt dreimal angezählt wurde und viele Fans schon das vermeintliche Karriere-Aus vor Augen hatten, kämpfte sich Klitschko im wahrsten Sinne durch, erzielte in der zwölften und letzten Runde sogar schwere Wirkung bei Peter und gewann letztlich völlig verdient nach Punkten. Dieser Erfolg brachte ihm bei vielen Fachleuten enorm viel Respekt ein. Durch diesen Sieg verschaffte sich Klitschko das Recht, wieder um die WM zu boxen. Sein nächster Gegner sollte dabei ein alter Bekannter sein…!

Mit seinem Sieg im zweiten Sieg über Chris Byrd am 22. April 2006 in der Mannheimer SAP Arena begann für Wladimir Klitschko seine große Zeit - er sollte 10 Jahre keinen Kampf mehr verlieren.
Mit seinem Sieg im zweiten Sieg über Chris Byrd am 22. April 2006 in der Mannheimer SAP Arena begann für Wladimir Klitschko seine große Zeit – er sollte 10 Jahre keinen Kampf mehr verlieren.

WM-Sieg gegen Byrd und Beginn der ,,Klitschko-Ära“
Am 22. April 2006 stand Wladimir Klitschko in der Mannheimer SAP-Arena, gegen den amtieren IBF-Weltmeister und früheren Kontrahenten Chris Byrd im Ring. Mit einer höchst beeindruckenden und überzeugenden Darbietung seiner boxerischen Künste, gelang es dem mittlerweile auch mental gestärkten Klitschko, den chancenlosen Byrd in Runde sieben durch Technischen Ko zu bezwingen. Endlich war er wieder auf dem WM-Thron angekommen und sicherte sich zu dem bedeutenden IBF-Titel, auch den Gürtel der IBO. Von nun an schien Klitschko’s Dominanz, im höchsten Limit des Profi-Boxens, unaufhaltbar! Fortan verteidigte erfolgreich er seinen WM-Titel gegen gegen Calvin Brock, Ray Austin und Lamon Brewster (Rückkampf), die es allesamt nicht über die volle Distanz schafften. Im Februar 2008 kam es dann in New York zum Vereinigungskampf mit WBO-Champion Sultan Ibragimov (Russland), den er eindeutig nach Punkten schlug. Somit war Klitschko bei zwei der vier großen Weltverbände Titelinhaber. Klitschko feierte nach der siegreichen Unification gegen Ibragimov, erfolgreiche und vorallem überzeugende Titelverteidigungen gegen Tony Thompson, Hasim Rahman, Ruslan Chagaev, Eddie Chambers und (in einem Rematch) Samuel Peter. Wladimir Klitschko besaß neben seinen physischen und mentalen Fähigkeiten, die vielleicht beste Führungshand, die es je im Schwergewicht gab. Er erlebte unter dem mittlerweile verstorbenen Meister-Coach Emanuel Steward, einen Reife-Prozess, der es ihm ermöglichte, an seinem absoluten Leistungs-Zenit heranzukommen. Auch wenn er von vielen Fans und Kritikern, für seinen ökonomischen Kampfstil oft kritisiert wurde, gab ihm der Erfolg letzten Endes immer Recht!
Auch im Kampf gegen den Engländer David Haye am 2. Juli 2011 in Hamburg war Wladmir der einstimmige Punktsieger
Auch im Kampf gegen den Engländer David Haye am 2. Juli 2011 in Hamburg war Wladmir der einstimmige Punktsieger

Volle Stadien, Sieg gegen Haye, Alle Titel- Klitschko am Ziel!

Wladimir Klitschko beherrschte, neben Bruder Vitali, das Schwergewicht nach Belieben. Die Klitschko’s füllten ganze Stadien und Arenen und erzielten in Deutschland hohe Einschaltquoten. Im Jahr 2011 hielten Wladimir (IBF, WBO) und Vitali Klitschko (WBC), drei der vier bedeutenden Titel. Die WBA-Krone fehlte also noch und der damalige Inhaber war ein gewisser David Haye. Immer wieder provozierte der Brite die Brüder mit Beleidigungen und Sticheleien. Der Höhepunkt der Geschmacklosigkeit war erreicht, als sich Haye in einer Fotomontage mit den beiden abgetrennten Klitschko-Köpfen darstellen ließ. Haye, der den 2,17 Meter großen Riesen Nikolay Valuev als Titelträger entthronte, galt zu diesm Zeitpunkt als einziger möglicher Boxer, der die Klitschko-Ära beenden kann. Am 2. Juli 2011 sollte es dann in der Hamburger Imtech-Arena zum großen Showdown mit dem ,,Hayemaker“ kommen. Doch David Haye ließ seinen großen Sprüchen kaum Taten folgen! Wladimir Klitschko domminierte den Kampf eindeutig und gewann klar nach Punkten. Mit diesem Erfolg befanden sich alle vier WM-Titel im Familien-Besitz der Klitschko’s, die damit ihr sportliches Lebensziel erreicht haben.

Nach dem Haye-Sieg domminierte Wladimir Klitschko noch weitere vier Jahre das Schwergewicht mit überzeugenden Siegen gegen Gegner wie Mariusz Wach, Alexander Povetkin und Kubrat Pulev. Vorallem Pulev musste den ,,Steelhammer“ im November 2014 in Hamburg spüren und ging nach einem krachenden linken Haken Klitschko’s schwer Ko. Rückblickend betrachtet, war der Sieg gegen Pulev der letzte wirklich überzeugende Sieg, der ihn wieder einmal mehr als unumstrittener Schwergewichts-Weltmeister bestätigen sollte. Vielleicht hätte es aus heutiger Sicht, nach diesem Fight schon zum Finale seiner Laufbahn kommen sollen. 

Klitschko verliert seine WM Titel gegen den Engländer Tyson Fury
Klitschko verliert seine WM Titel gegen den Engländer Tyson Fury

Das finale Kapitel!

Im April 2015 siegte Klitschko noch mit einem einstimmigen Punktsieg in New York gegen Bryant Jennings (USA). Auch wenn die Überlegenheit Klitschko’s größtenteils immer noch unübersehbar war, schien der Champion selbst nicht vollkommen zufrieden gewesen zu sein. Im November 2015 kam es dann zum Duell gegen einen weiteren britischen Provokateur. Tyson Fury kündigte an, die Klitschko-Ära zu beenden. Tatsächlich sollte es dem ,,Gypsy King“ gelingen, den Champion nach Punkten zu schlagen und somit diesem die Titel zu entreißen. Die Sensation war perfekt! Doch ohne die durchaus beeindruckende Leistung von Fury schmälern zu wollen, Klitschko zeigte sich nicht mehr in seiner gewohnten Spitzen-Form und wirkte sehr gehemmt. Nach dieser Niederlage war die Regentschaft Klitschko’s von fast zehn Jahren beendet. Zu einem Rückkampf mit Fury kam es aufgrund von mehreren Absagen seitens des neuen Champions nicht mehr. Stattdessen wurden Fury die Titel aberkannt, beziehungsweise von ihm selbst niedergelegt.

Wladimir Klitschkos letzter Kampf: Am 29. April dieses Jahres unterlag Klitschko nach großem Kampf dem Weltmeister Anthony Joshua durch tKO in der 11. Runde.
Wladimir Klitschkos letzter Kampf: Am 29. April dieses Jahres unterlag Klitschko nach großem Kampf dem Weltmeister Anthony Joshua durch tKO in der 11. Runde.

In diesem Zeitraum, kletterte ein anderer Brite die Schwergewichts-Leiter steil empor! Der Olympiasieger von 2012, Anthony Joshua, sicherte sich in der Zwischenzeit den IBF-Gürtel und galt als neue Nummer 1 in der ,,Königsklasse“. Nach anderthalb Jahren Ringabstinenz, stellte sich also der einstige Schwergewichts-König Wladimir Klitschko, mit 41 Jahren, dem 14 Jahre jüngeren Champion am 29. April diesen Jahres im Londoner Wembley-Stadium vor 90.000 Zuschauern. Dieser Kampf ist ohne Frage jetzt schon als einer der größten und beeindruckendsten WM-Fights anzusehen, die das Schwergewicht je gesehen hat! Das Ende dieses Duells dürfte jedem Boxfan bekannt sein! Auch der Kampfverlauf, bei dem beide Boxer angeschlagen und am Boden waren, dürfte Jedem noch vor Auge stehen. Obwohl Wladimir Klitschko diesen Kampf in der elften Runde durch TKO verloren hat, setzte er sich mit dieser Vorstellung endgültig ein Denkmal! Er hat sich in seinem letzten Gefecht dem Besten gestellt, er hat gekämpft, er war am Boden, er ist aufgestanden und hatte seinen Gegner selbst am Rande des Ko’s. Diese Niederlage ist für Wladimir Klitschko ein sehr wichtiger Sieg gewesen, welche ihm somit einen ehrhaften Abgang garantierte!

Wladimir Klitschko kann nach insgesamt 69 Profi-Fight’s, mit erhobenem Haupt zurücktreten und sich mit dem Gefühl und der Bestätigung, im Boxsport alles Wichtige erreicht zu haben, seiner weiteren Karriere außerhalb des Box-Rings, in aller Ruhe widmen. BOXEN1 wünscht ihm dabei alles Gute!

Wladmir Klitschkos große Kämpfe

Wladimir Klitschko: Große Karriere – Großer Abgang
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Rigos KO

KO-Schlag kam klar nach dem Gong

Nach den hitzigen Diskussionen über den Ausgang des Hauptkampfes zwischen Andre Ward und Sergey Kovalev, kam es im Vorprogramm zu einer weiteren sehr kontroversen Entscheidung seitens des Ringrichters!

Trotz Nachschlagens- Rigondeaux mit KO-Sieg!

Der WBA-Super-Champion im Super-Bantamgewicht Guillermo Rigondeaux (18 Siege, 0 Niederlagen, 12 Ko’s) verteidigte seinen Titel gegen den Mexikaner Moises Flores (25 Siege, 1 Niederlage, 17 Ko’s) offiziell durch Ko in der ersten Runde! Diese Entscheidung ist allerdings höchst umstritten da der linke Haken, der letzlich zum Ko führte, definitiv nach dem Gongschlag kam!

In einer temporeichen ersten Runde versuchte Flores den Titelverteidiger von Beginn an unter Druck zu setzen. Der Exil-Kubaner konterte hin und wieder die Angriffe seines Gegners geschickt mit schnellen Händen, bis es zu einer höchst umstrittenen Szene kam. Zum Ende des ersten Durchgangs, lieferten sich beide Boxer einen Schlagabtausch, wobei Rigondeaux mit einem linken Haken, einen kurzen Moment nach dem Gong, Moises Flores schwer Ko schlug.

Nach dieser Szene ließ das Urteil, nach einer ganzen Weile, auf sich warten. Ringrichter Vic Drachulich zog sich danach mit den anderen Offiziellen zurück, um eine Entscheidung zu treffen. Diese fiel dann auf einen Ko-Sieg zugunsten des alten und neuen Champions Guillermo Rigondeaux, der im Interview nach dem Fight geäussert hat, gegen Vasyl Lomachenko in den Ring steigen zu wollen. Diese mögliche Ansetzung wäre für jeden Box-Liebhaber in der Tat ein Gaumenschmaus!

Das Urteil in diesem Fight wird aber vermutlich noch in den nächsten Tagen und Wochen für viel Gesprächsstoff sorgen!

Guillermo Rigondeaux vs Moises Flores – Das Fight Video

Rigondeaux mit umstrittener Entscheidung weiterhin Weltmeister!
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Joshua und HearnAnthony Joshua: „Ich möchte nur Big Fights machen und mich vor keinem verstecken.“

IBF, IBO, WBA-Schwergewichts-Champion Anthony Joshua (19-0, 19 KOs) schaut nach vorne und sagt, dass er künftig nur die ganz großen Kämpfe möchte und dass er sich vor keinem noch so großen Namen versteckt. Im April kam die Rekordzuschauerzahl von 90.000 Fans ins Wembley Stadion in London, um zu sehen wie Joshua den ehemaligen Herrscher des Schwergewichts Wladimir Klitschko in der elften Runde stoppte und er sich damit drei der fünf WM-Gürtel der großen fünf Weltverbände um seine Taille schnallte.

Es gibt eine Rematch-Klausel und die IBF hat Joshua inzwischen die Erlaubnis gegeben, seine Pflichtverteidigung zu verschieben um ein zweites Mal gegen Klitschko antreten zu können. Der Kampf soll bis zum 2. Dezember dieses Jahres stattfindet. Allerdings hat sich Klitschko bis heute noch nicht entschieden ob er die Rückkampfkarte auch zieht. Von Klitschkos Seite war zu hören, dass dieser sich im letzten Drittel dieses Monates endgültig entscheiden wird, ob er denn nun seine Karriere beendet oder doch noch einmal gegen Joshua antreten wird.

Wenn Wladimir Klitschko allerdings sich  entschließt seine Karriere nun doch beenden zu wollen, dann wird Joshua gezwungen sein, eine obligatorische Pflicht-Titelverteidigung gegen den Sauerland-Boxer Kubrat Pulev zu machen. Joshua allerdings möchte seine drei WM-Titel mit dem WBC-Titel des WBC-Champions Deontay Wilder und  dem WBO-Titel des WBO-Champion Joseph Parker vereinen.

Joshua dagegen ist seinerseits bereit für eine Revanche und einen Rückkampf gegen den Engländer Dillian Whyte. Dies wäre ein sehr interessanter Kampf in Großbritannien. Joshuas Promoter Eddie Hearn gibt zu, dass es sehr schwierig sein wird, alle Gürtel behalten zu können und dass er wie auch Joshua dazu bereit ist, wenn es denn sein müsste und dies einem großen und lukrativem Kampf im Weg stehen würde, auf einen der Titel zu verzichten. Joshua: „Ich möchte mich von keinem Weltverband zu einem Kampf, den niemand sehen will, zwingen lassen.“  Eddie Hearn: „Wenn uns ein Verband zu einem Kampf verpflichten möchte, den unsere Fans nicht sehen wollen und diese Verpflichtung dann einem größeren und attraktiveren Kampf entgegenstehen würde, dann geben wir diesen Gürtel einfach zurück.“  Das hört sich dann schon so an als meinten beide wohl die Plicht-Titelverteidigung des IBF-Gürtels gegen Kubrat Pulev.

„Es wird irgendwann schwierig werden alle Titel immer fristgerecht zu verteidigen“, sagte Eddie Hearn zum englischen TV-Channel Sky Sports. „Anthony möchte Vereinigungskämpfe, er will mit Joseph Parker kämpfen und er will mit Deontay Wilder kämpfen. Aber unsere Planung mit Anthony Joshua sind nicht nur zwei oder drei Kämpfe sondern seine Karriere wird sicher noch 8 bis 10 Jahre andauern und da werden wir gegen alle boxen die es verdient und einen attraktiven Namen haben.“ Dillian Whyte ist zum Beispiel ein Boxer den Joshua zwar schon einmal geschlagen hat, aber er ist ein Gegner gegen den Joshua auch gerne noch einmal kämpfen möchte, weil dies eben ein Fight ist den die Fans in England sehen möchten und der eine volle Halle garantiert.  Hearn: „Es ist eher möglich dass Anthony in seiner wohl noch langjährigen Karriere lieber manche der Topp-Gegner zwei, drei oder auch vier Mal boxt, als dass er gegen unattraktive und unqualifizierte Gegner in den Ring steigen wird. Sein Anspruch ist es nur die Besten zu boxen!“

Joshua möchte gegen Wilder oder Parker die Titel vereinigen
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Arthur Abraham - Chris Eubank jr. / Foto: Sebastian Heger
Arthur Abraham – Chris Eubank jr. / Foto: Sebastian Heger

Chris Eubank jr.: „Arthur hat gegen mich keine Chance. Er ist viel zu alt.“

Er ist wieder im Rennen! Arthur Abraham bekommt nach seinem Sieg gegen Robin Krasniqi einen großen Kampf. Am 15. Juli wird der Berliner in der SSE Arena Wembley gegen Chris Eubank Jr. (Sohn des legendären Chris Eubank) um die IBO-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht boxen. Abraham verspricht: „Ich habe noch sehr viel vor. Diesen Titel werde ich nach Deutschland holen!“

Arthur Abraham / Foto: Sebastian Heger
Arthur Abraham / Foto: Sebastian Heger

Die Aufgabe für den Ex-Weltmeister ist allerdings eine ganz harte Nummer. Der Sohn von Box-Legende Chris Eubank, Chris Eubank Jr. gehört zu den besten Super-Mittelgewichtlern der Welt. Seine Kampfbilanz: 25 Kämpfe, 24 Siege! Er ist amtierender IBO-Weltmeister und war WBA-Interimsweltmeister im Mittelgewicht. Zudem hat er in London ein Heimspiel. Nisse Sauerland: „Für Arthur ist dies eine Riesen-Chance. Er muss sein bestes Boxen an diesem Abend zeigen, um in der Boxhauptstadt London zu gewinnen.“ Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness ergänzt: „Wir wollen große Kämpfe präsentieren, dies ist einer!“ – und „nicht nur in England und Deutschland, sondern darüber hinaus“, sagt wiederum Nisse Sauerland. 

Arthur Abraham - Chris Eubank jr. / Foto: Sebastian Heger
Arthur Abraham – Chris Eubank jr. / Foto: Sebastian Heger

Das sieht auch Box-Legende Chris Eubank so. Der Coach und Manager seines Sohnes ist. „Er wird ein großer Kampf. Aber Arthur, das tut mir leid, du bist wie ein deutscher Panzer, der nur nach vorne fahren kann, aber nicht zurück oder seitwärts. Du wirst dich selber schlagen.“ Der stets besonnene Arthur Abraham konterte locker: „Die Sprüche gehören dazu, das verstehe ich, aber ich boxe überall auf der Welt, gegen jeden Gegner – und am 15. Juli werde ich siegen und den Titel mit nach Hause nehmen.“

Chris Eubank Jr. wirkte auf der Pressekonferenz im Berliner Titanic Hotel sehr selbstbewusst. Während sein Vater und sein Trainer Ronnie Davies sehr höflich ihre Kampfansagen machten, sagte der 27-jährige Engländer: „Meine Leute sind immer sehr freundlich, das bin ich nicht! Arthur hat gegen mich keine Chance, er hat keine Möglichkeit mich im Ring zu erwischen. Er ist zu alt und zu langsam für mich – und er wird deutlich verlieren.“

Abrahams Trainer Ulli Wegner kann darüber nur lachen: „Wir wissen, wie Eubank boxt, haben ihn genauestens studiert. Wir fahren nicht nach England, um dort zu verlieren. Als ich von der Kampfansetzung hörte, bin ich drei Meter vor Freude in die Luft gesprungen.“ Das soll was heißen…

Gegen Eubank in London: Arthur Abraham will Titel nach Deutschland holen!
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