Im Portrait
Hier werden Boxer/Trainer/Promoter vorgestellt. Kategorie für Christine Wong

 

Foto: Team SES / E.Popova
Foto: Team SES / E.Popova

Wenn Sandra Atanassow am Samstag in der Arena Leipzig in den Ring steigt um ihren Gürtel um die Internationale deutsche Meisterschaft des BDB gegen die Ungarin Garbiella Busa auf der SES Box Gala zu verteidigen, kämpft sie erstmals als Profi vor heimischer Kulisse. Im folgenden Interview gibt sie einen kurzen Einblick auf ihre Karriere, ihre Vorbereitung auf den Kampf und ihre Ziele als Sportlerin.

Sandra Atanassow im Interview

Hallo Sandra, als kurze Einleitung, wie war denn dein sportlicher Werdegang und wie bist du zum Profibox-Business gekommen?

Sandra Atanassow: Als Kind habe ich sämtliche Sportarten (Badminton, Basketball, Selbstverteidigung, Kajak, …) ausprobiert. In meiner Jugend war ich über einige Jahre im Jazz- und Modern-Dance aktiv und habe mit meiner Tanzgruppe an zahlreichen Wettkämpfen und Meisterschaften teilgenommen.
Danach folgte die Begegnung mit dem Boxsport, eher zufällig. Ich bin damals einfach mal mit zu einer Trainingseinheit gegangen und war von dem Tag an total fasziniert.
Es war sozusagen „Liebe auf den ersten Blick“. Ich fing an regelmäßig zu trainieren und absolvierte meinen ersten Wettkampf.Ich wollte unbedingt weitere Wettkämpfe bestreiten und begann das Boxen als Leistungssport zu betreiben.Die Dinge nahmen ihren Lauf… es folgten nationale Kämpfe, Titel- und Turnierkämpfe, internationalen Siege und Meisterschaften,2013 die Einberufung in die Nationalmannschaft und schließlich im April 2015 der Wechsel in den Profi-Boxsport. Von Beginn an beschäftigte ich mich jeden Tag mehr mit dem Boxsport, er zog mich förmlich in seinen Bann. Die Faszination hält bis heute an! Ich lebe und liebe den Boxsport!
Noch knapp eine Woche bis zu deiner 1. Titelverteidigung. Wie lief deine Vorbereitung?

Sandra Atanassow: Bestens… wir hatten einen Trainingsplan, welchen wir genauestens umgesetzt haben. Gerade erst haben wir meine Sparringsphase in Verbindung mit Technik- und Krafteinheiten abgeschlossen und sind jetzt in der speziellen Vorbereitung.

Auf der Pressekonferenz hattest du erwähnt, dass du nichts über deine Gegnerin weißt. Habt ihr Videomaterial von ihr bekommen können, und euch auf sie einstellen können?

Sandra Atanassow: Wir wissen eigentlich fast nichts über meine Gegnerin. Außer, dass sie derzeit die Nummer 1 in Ungarn ist und sie schon mehrfach einen 10 Runden Kampf gegen sehr gute Boxerinnen absolviert hat. Wir haben uns die kurzen Videosequenzen, die man im Internet so findet angeschaut. Mein Trainer Torsten Müller hat mich bestens eingestellt, ich bin auf alles vorbereitet und kann es kaum erwarten endlich in den Ring zu steigen.

Foto: Matthias Fäller
Foto: Matthias Fäller

Im 6. Profikampf jetzt das erste Mal vor heimischem Publikum, ist der Druck oder die Vorfreude größer?

Sandra Atanassow: Bei mir überwiegt definitiv die Vorfreude! Die Resonanz ist einfach wahnsinnig toll. So viele Freunde, Bekannte, meine Familie, Sportsfreunde, quasi mein gesamtes soziales Umfeld fiebert seit Bekanntgabe mit mir mit und freuen sich, wie ich, riesig auf den 18. März.

Ich bin sehr stolz ein Teil dieser hochklassigen Boxgala zu sein. Für mich bedeutet dieser Kampf unglaublich viel, da es einer meiner größten Wünsche war einmal zu Hause boxen zu können und dieser Wunsch geht nun, dank Herrn Steinforth und Michael Siegel, in Erfüllung.

Der Druck ist natürlich auch nicht zu verachten. Aber damit kann ich sehr gut umgehen. Im Gegenteil, er spornt mich sogar noch mehr an.

Hast du bereits mittel- oder langfristige Pläne, in Bezug auf Titelkämpfe?

Sandra Atanassow: Auf jeden Fall. Es gab in der Vergangenheit auch schon erste Verhandlungen, ihr dürft gespannt sein. Aber jetzt konzentriere ich mich erstmal auf meine Titelverteidigung.

In einem von Männern dominierten Sport, wie denkst du kann man den Fokus soweit verschieben, dass Frauenboxen nicht mehr nur als Nischensport wahrgenommen wird?

Sandra Atanassow: Eine sehr gute Frage, die man nicht nur auf den Boxsport beziehen kann.

Dazu würde ich gern Petra Giess-Stüber, Sportpädagogin an der Universität Freiburg zitieren: „Es hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viel verbessert. In der westlichen Welt haben Frauen Zugang zu fast allen Sportarten. Doch es gibt noch immer Vorbehalte gegenüber Frauen im Sport, sie zeigen sich heute nur subtiler.“

Ich möchte mit meinen Leistungen die Menschen begeistern und überzeugen. Mein Sport ist meine Leidenschaft! Dieses Feuer soll auf die Menschen und die Medien überspringen und sich entfachen, damit wir so gemeinsam den Fokus verschieben können.

Das Team von Boxen1 wünscht Sandra am Samstag und darüberhinaus viel Erfolg!!!

Wer Sandra Atanassow auf Facebook liken möchte: www.facebook.com/sandra.atanassow
Sämtliche Infos, Fotos und ihr boxerischer Werdegang kann hier eingesehen werden: www.sandra-atanassow.com

Karten für den SES Großkampftag mit Robert Stieglitz und Dominic Bösel in den Hauptkämpfen sind weiterhin unter http://www.eventim.de erhältlich.

Exklusiv: Sandra Atanassow im Interview mit BOXEN1
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Foto Lou Duva und Evander HolyfieldEr war einer der bekanntesten und erfolgreichsten Trainer und Manager des letzten Jahrhunderts. Gestern ist Lou Duva im Alter von 94 Jahren gestorben. BOXEN1 blickt zurück auf ein bewegtes Leben.

Lou Duva – Ein Leben für das Boxen

Louis Duva kam am 22. Mai 1922, als Sohn italienischer Einwanderer, in New York zur Welt. Im Alter von 10 Jahren kam der kleine „Lou“, durch seinen älteren Bruder Carl, zum Boxen. Als Jugendlicher schlug sich der Amateuerboxer mit Gelegenheitsjobs herum, bis er, aufgrund des zweiten Weltkrieges, zur US-Army musste. Nach Ende des Krieges, wurde Duva Profiboxer. Bei einem Kampfrekord von 6 Siegen bei 10 Niederlagen und einem Unentschieden, war es offenkundig, dass Lou Duva keine allzu großen Aussichten auf eine vielversprechende Karriere hat. Also musste etwas Neues her. So betrieb er über viele Jahre eine sehr erfolgreiche Spedition. Doch vom Boxen konnte er die Hände dennoch nicht lassen. Duva wurde Box-Trainer!

Beginn der Duva-Ära

Sein erstes eigenes Gym hieß „Garden Gym“. In dieser Zeit lernte er den legendären Rocky Marciano kennen. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft, mit dem bis heute einzigen ungeschlagenen Schwergewichts-Weltmeister. Duva sollte einer der letzten Menschen sein, die Marciano kurz vor dessen tödlichen Flugzeugabsturz, im Jahr 1969, gesprochen haben.

Duvas erster Weltmeister war der Mittelgewichtler Joey Giardello, der 1963 Dick Tiger durch einen Punktsieg über 15 Runden bezwang und somit den Titel holte. Fortan an schien es so, als sei Lou Duva nicht mehr wegzudenken, als Mann hinter einem Box-Champion. Egal ob als Trainer oder Manager. Sein Sohn Dan, ein ursprünglicher Rechtsanwalt, gründete 1978 die Box-Promotion „Main Events“, bei der er in mehreren Funktionen involviert war. Eines der ersten grossen Highlights, die vom Duva-Clan ausgerichtet wurde, war die Weltergewichts-WM zwischen Sugar Ray Leonard und Thomas Hearns. Als Coach betreute Duva unter anderem Champions wie Pernell Whitaker, Meldrick Taylor, Vinny Pazienza oder Evander Holyfield. Bei Letzterem stand Duva 1990 in der Ecke, als der James „Buster“ Douglas (der Monate zuvor Mike Tyson sensationell enttrohnte) in der dritten Runde KO schlug und damit unumstrittener Weltmeister im Schwergewicht wurde.

Als sein Schützling, der Schwergewichtler Andrzej Golota, im Jahr 1996 gegen Riddick Bowe, nach Punkten haushoch führend, durch mehrere Tiefschläge disqualifiziert wurde, brach im Ring eine wüste Massenschlägerei aus. Dabei ging der damals 74-Jährige Duva im Getümmel zu Boden und musste mit Herzproblemen im Krankenhaus behandelt werden. Monate später sollte Golota im Rückkampf gegen Bowe wiederum, aufgrund von erneuten Treffern unterhalb der Gürtellinie, disqualifiziert werden. Der International Boxing Hall of Famer Duva betreute bis zu seinem Tod insgesamt 19 Weltmeister.

„Als Mann hinter einem Boxer bist du Zirkusdirektor, Abzocker, Beichtvater, Gehirnchirurg und Fitnesstrainer in Einem! Man muss deren Frauen im Griff haben und ihre Lebensgewohnheiten sowie Trinksitten kennen!“, lautet eines von vielen Box-Weisheiten Duvas. Nachdem sein Sohn Dan Duva tragischerweise 1996 an Krebs verstarb, übernahm die Führung bei „Main Events“ dessen Witwe Kathy Duva. Sie führt heute noch das Familienunternehmen, bei dem zum Beispiel der russische Halbschwergewichts-Star Sergey Kovalev unter Vertrag steht. Lou Duva zog sich, altersbedingt, schon vor einigen Jahren vom Box-Geschehen zurück.

Die Box-Welt kann sich vor den Verdiensten des Ur-Vaters der Duva-Dynastie verneigen und für viele Box-Größen und historische Fights, für die Lou Duva verantwortlich war, dankbar sein.

US-Boxlegende Lou Duva im Alter von 94 Jahren gestorben
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camacho-leonardAls sich am 1. März 1997 im Convention-Center in Atlantic City (New Jersey, USA) die beiden Box-Legenden „Sugar“ Ray Leonard und Hector „Macho“ Camacho im Ring gegenüberstanden, war der Kampf an Prestige und Glamour kaum zu überbieten. BOXEN1 blickt zurück auf ein Gefecht zweier Ausnahmeboxer, deren Leben und Schicksale perfekte Vorlagen für den ein oder anderen „Hollywood-Streifen“ wären.

„Superstar“ Sugar Ray Leonard

Fotonachweis: City of Boston Archives from West Roxbury, United States - Sugar Ray Leonard and unidentified man
Sugar Ray Leonard (Foto: City of Boston Archives from West Roxbury, USA)

Wenn man die Karriere von Sugar Ray Leonard betrachtet, stellt man fest, dass dieser Boxer bis dahin einmalig war! Denn der heute 60-jährige Hall-of-Famer hat in seiner langen Laufbahn viele Glanzlichter gesetzt. Als Amateur gewann er fast alle nationalen Turniere und holte 1976 bei den olympischen Spielen, in Montreal, Gold. Bei den Profis sollte die Erfolgs-Story weitergehen.

In insgesamt fünf verschieden Divisionen (vom Welter- bis Halbschwergewicht) wurde er Weltmeister. Er bezwang, unter anderem, Stars wie Thomas Hearns, Roberto Duran oder Marvin Hagler. Seine Bewegungen und technischen Fähigkeiten im Ring waren aussergewöhnlich. Als „kleinere Version von Muhammad Ali“ wurde Leonard zum ersten großen Superstar in den leichteren Gewichtsklassen. Vielleicht ist Sugar Ray Leonard so etwas wie der Floyd Mayweather der 70er und 80er Jahre.

Doch auch ihm sollte es, wie auch einigen anderen Box-Größen, nicht so recht gelingen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Boxhandschuhe im richtigen Moment an den Nagel zu hängen. Im Februar 1991 stellte er sich dem damaligen WBC-Weltmeister Terry Norris und verlor klar nach Punkten. Dass Leonard über seinen Zenit hinaus war, schien nach dieser Niederlage offenkundig zu sein. So zog „Sugar-Ray“ die Konsequenzen und trat vom aktiven Boxsport zurück. Sechs Jahre vergingen, als sich seine Meinung ändern sollte. Wieder sollte es nochmal einen grossen Zahltag geben. Im Alter von vierzig Jahren wollte er es wieder wissen.

Duell zweier Extreme

Die Gegnerwahl fiel auf den sechs Jahre jüngeren Hector „Macho“ Camacho. Den Spitznamen „Macho“ hat sich der Puerto-Ricaner wahrlich verdient! Auch er war Champion in (immerhin) drei Gewichtsklassen und machte vorallem durch seine extravaganten Outfits auf sich aufmerksam. Legendär waren ebenso seine spektakulären Walk-In’s bei seinen Boxkämpfen, die selbst ein Prince Naseem Hamed nicht besser hätte inszenieren können.

Auch Camacho schien seine beste Zeit hinter sich zu haben, war aber im Gegensatz zu der langen Box-Pause von Leonard wesentlich aktiver. Reizvoll war das Duell der beiden „Alt-Stars“ für die Fans in den USA dennoch. So kam es also zum Showdown, bei dem sich der Sieger gute Aussichten auf einen WM-Fight mit dem damaligen Publikumsliebling Oscar De La Hoya versprach.

Desaster für „Sugar-Ray“

Von Beginn an war Sugar Ray Leonard die lange Wettkampfpause von sechs Jahren anzumerken. Nur phasenweise blitzte seine einstige Klasse auf. Hector Camacho war viel zu explosiv und zu schnell. Immer wieder gelangen dem Latino klare Treffer. Leonard versuchte die Aktionen seines Gegners mit verzweifeltem Halten und Klammern zu unterbinden. Doch es sollte nichts nützen…

Nach einer knappen Minute in der fünften Runde musste Leonard nach harten Treffern von Camacho zu Boden. Zwar kam er wieder auf die Beine, von dem Niederschlag sollte er sich jedoch nicht erholen. Nach einem weiteren Schlaghagel nahm Ringrichter Joe Cortez den hilflos an den Ringseilen wankenden Sugar Ray Leonard aus dem Kampf.

Dass eine wirklich große Box-Persönlichkeit wie Leonard nur noch als dünner Schatten seiner frühereren Tage zu sehen war, stimmte viele Zuschauer traurig. Einsichtig und realistisch äußerte sich der Unterlegene unmittelbar nach dem Kampf: „Das war es für mich! Im Boxring habe ich nichts mehr zu suchen!“ Nach seinem endgültigen Rücktritt vom aktiven Box-Geschehen, fungierte Sugar Ray Leonard immer wieder als TV-Experte oder für verschiedene US-Fernsehformate. Finanzielle Sorgen hat er keine. Er kann auch heute noch gut von seinen früheren Kampf-Börsen leben. Heute blickt er zufrieden auf seine Karriere zurück und kann sich rühmen, dass viele erfolgreiche und namhafte Boxer ihn als Idol bezeichnen.

Trauriges Ende von „Macho“ Camacho

Hector Camacho (Foto: Azalia Negron)
Hector Camacho (Foto: Azalia Negron)

Das Leben von Hector Camacho sollte dagegen einen tragischen Verlauf nehmen. Zwar kam es sechs Monate nach dem Leonard-Fight zur großen WM-Chance gegen WBC-Champion Oscar De La Hoya, jedoch verlor er eindeutig nach Punkten.

Sportlich konnte Camacho in der Folgezeit nie wieder an seine früheren Erfolge anknüpfen. Stattdessen geriet er immer öfter mit dem Gesetz in Konflikt. Wegen Drogen und Körperverletzung musste sich Camacho des Öfteren verantworten. Am 20. November 2012 wurde er in seinem Heimatland Puerto Rico, in einem Auto sitzend, durch mehrere Schüsse schwer verletzt und starb vier Tage später. Hector „Macho“ Camacho wurde nur 50 Jahre alt.

Heute vor 20 Jahren: Leonard vs. Camacho – Ein Kampf voller Schicksale
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Einer der bekanntesten und besten deutschen Boxer vergangener Tage, der mehrfache Europameister und Deutscher Meister in drei Gewichtsklassen, Willy Quatour, ist vor einigen Tagen nach langer Krankheit, kurz vor seinem 80. Geburtstag, leider verstorben. Boxen1 erinnert an diesen grandiosen Boxprofi vergangener Tage und an eine außergewöhnliche Karriere.

Willy-Quatour

Willy Quatour im Alter von 79 Jahren verstorben

Einen Monat vor seinem 80. Geburtstag ist der frühere Box-Europameister in zwei Gewichtsklassen, im Leichtgewicht und im Super-Leichtgewicht sowie Deutsche Meister in drei Gewichtsklassen, in seiner Heimatstadt Dortmund nach langer und schwerer Krankheit verstorben.

Boxen, das war für den kleinen Dortmunder vor allem die Schule des Lebens. Im Krieg wurde die Familie, Mutter und drei Geschwistern, ins Sauerland nach Altena evakuiert und hier begann der kleine Willy schon als Zehnjähriger mit dem Boxen und dies gegen den Widerstand seiner Mutter. Der Vater war im Krieg gefallen, die Wohnung ausgebombt. 

Sieg gegen den deutschen Juniorenmeister

Es war dann Peter Enderlein der das Riesentalent in dem schmächtigen Kerlchen entdeckte, ein junger Kerl mit einem verbissenen Willen und dem Mut niemals aufzugeben. Eigenschaften mit denen sich Willy Quatour ganz schnell einen Namen im westfälischen Amateurboxsport machte. Vor allem aber mit einem Kampf der 1954 in den Hammer Zentralhallen stattfand. Da sollte Dieter Johannpeter, gerade zum frisch gebackenen Deutschen Juniorenmeister gekürt, seine Boxkünste an dem jungen Dortmunder Quatour demonstrieren, aber eine gigantische Fehlplanung, wie sich zeigte. Willy Quatuor trieb das Hammer Boxidol nach allen Regeln der Kunst durch den Ring und siegte einstimmig und klar nach Punkten. Nun kannten auch die Box-Experten den Namen Quatour.

Schon mit 18 Jahren wird Willy Quatour Box-Profi

Willy_QuatuorWilly Quatuor wurde bereits schon  im Alter von nur 18 Jahren Berufsboxer beim Bund Deutscher Berufsboxer (BDB). Sein Manager wurde einer der damals in der Bundesrepublik Deutschland wohl bekanntesten Box-Manager, Wolfgang Müller, sein Trainer war Otto Bürger.

Seinen ersten Profikampf bestritt Willy Quatuor am 4. September 1955 in Dortmund und kam dabei zu einem K.o.-Sieg in der 4. Runde über Hermann Lewandowski. Seine nächsten Kämpfe bestritt er vorwiegend im westdeutschen Raum.  In seinem 12. Profikampf kämpfte Quatour in der Dortmunder Westfalenhalle in um den ersten DM-Titel gegen den Dortmunder Alfred Schweer und gewann die Deutsche Meisterschaft im Federgewicht.

Willy Quatuor war während seiner gesamten Profi-Karriere immer gezwungen, alle einigermaßen profitablen, aber mit vielen Risiken behafteten, Angebote aus aller Welt anzunehmen. Der Grund dafür war, dass die Börsen, die damals in Deutschland für Boxer in den unteren Gewichtsklassen (Fliegen-, Bantam-; Feder- u. Leichtgewicht) gezahlt wurden, selbst für Spitzenboxer so gering waren, dass diese Boxer kaum davon leben konnten. Quatuor erging es genau so. 

Der ungemein talentierte, mit einem perfekten Bewegungsgefühl ausgestattete Quatuor, war übrigens ein Bruder des deutschen Meisters der Amateure sowie der DM der Profis Werner Mundt. Willy Quatour boxte in seiner Karriere in der gesamten Welt und so sehr oft auswärts und trotzdem schaffte er den Sprung nach ganz oben und griff sogar nach dem Weltmeistertitel.

Natürlich dauerte dies noch etwas.  Zunächst boxte er am 10. April 1958 in Mailand und am 15. Januar 1960 in Melbourne gegen den italienischstämmigen Australier Aldo Pravisani zweimal unentschieden. In den Jahren 1958 bis 1961 verteidigte er seinen deutschen Meistertitel im Federgewicht gegen Alfred Schweer, Joe Buck, Edgar Basel und Fritz Rings erfolgreich. Am 30. September feierte er in Mailand gegen den Italiener Mario Sitri einen überzeugenden Punktsieg und am 27. Oktober 1961 schlug er in Melbourne in der dritten Begegnung beider Konkurrenten Aldo Pravisani in der 4. Runde KO.

1964 erstmals Europameister im Leichtgewicht

Am 22. Mai 1963 wurde Quatuor in München durch einen KO-Sieg in der 9. Runde über Karl Furcht aus Köln Deutscher Meister im Leichtgewicht, nachdem er seinen Federgewichts-Titel wegen Gewichtsproblemen freiwillig niedergelegt hatte. Am 8. Mai 1964 kämpfte er dann in Berlin gegen den Italiener Michele Gullotti um den vakanten Europameistertitel im Leichtgewicht und siegte dabei in der 14. Runde durch K. o. Nach fast neun Jahren Profizeit war Willy Quatour endlich Europameister geworden.

Am 27. März 1965 erzielte Quatuor in Dortmund in einem Nichttitelkampf gegen den starken Finnen Olli Mäki ein bemerkenswerter Punktsieg und am 26. Dezember 1965 gewann Quatour in Berlin mit einem Punktsieg über den Spanier Juan Albornez ein weiterer EM-Titel im Halbweltergewicht. Auch am 18. Mai 1966 verteidigte er in Arezzo in Italien gegen Piero Brandi seinen Titel erfolgreich durch einen K.-o.-Sieg in der 8. Runde.

Quatours Kampf um den Weltmeistertitel der WBC und der WBA in Tokio

Am 16. November 1967 erhielt Quatuor dann die Chance in Tokio gegen den US-Amerikaner japanischer Herkunft Paul Fuji um die Weltmeistertitel der WBC und der WBA im Leichtgewicht zu kämpfen. Leider hatte er in diesem Kampf großes Pech, denn nach einem tollen Kampf mit leichten Vorteilen für Quatour erlitt dieser in der 4. Runde eine klaffende Augenbrauenverletzung durch einen Kopfstoß Fujis, wegen der er nicht mehr weiter boxen durfte und vom Ringarzt aus dem Kampf genommen wurde. 

Am 10. September machte Willy Quatour im Frankfurter Waldstadion, den zweiten Hauptkampf im Rahmen des WM-Fights von Muhammad Ali gegen Karl Mildenberger. Quatour boxte hier gegen den Italiener Giuseppe Occhipinti und gewann diesen Kampf durch KO in Runde 4.

Willy Quatour1968 legte Quatuor den Europameistertitel und den deutschen Meistertitel im Leichtgewicht wegen erneuter Gewichtsprobleme nieder. Am 8. März 1968 gewann er aber in Köln über Klaus Klein nach 12 Runden nach Punkten und wurde damit wiederum Deutscher Meister, aber dieses Mal im Weltergewicht. Am 24. Januar 1969 versuchte er dann in Rom gegen Bruno Arcari auch Europameister im Weltergewicht zu werden. Das Ende des Kampfes in der 7. Runde war dramatisch und sehr umstritten, denn Quatuor wurde in dieser Runde nach einem verbotenen Genickschlag Arcaris, den der Ringrichter ignorierte, ausgezählt. Alle Proteste Quatuors und seines Managers Wolfgang Müller nützten nichts. Die EBU erklärte das Ergebnis für rechtmäßig und bestätigte Bruno Arcari als Europameister.

Insgesamt absolvierte Willy Quatour 79 Profikämpfe von den er 64 gewann, davon 32 durch KO, 5 Mal boxte er unentschieden und 10 Kämpfe hat er verloren.

Für seine großen Verdienst für den deutschen Profi-Boxsport wurde Willy Quatour mit der Ehren-Mitgliedschaft des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) geehrt.

Nach dem Ende seiner Profi-Karriere trainierte Willy Quatour die Amateurboxer des BC Viktoria Dortmund, die sehr erfolgreich in der deutschen Bundesliga kämpften.

Der Bund Deutscher Berufsboxer und Boxen1 wird Willy Quatour stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Willy Quatour: Ein großer deutscher Boxer ist gegangen
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Max Schmeling mit seinem Manager Joe Jacobs
Max Schmeling mit seinem Manager Joe Jacobs

Am 02.02.2005 starb eine der größten Legenden des Boxsports. Max Adolph Otto Siegfried Schmeling wurde am 28. September 1905 in Klein Luckow geboren und starb im Alter von 99 Jahren am 2. Februar 2005 in Wenzendorf.

Max Schmeling – die Biografie einer deutschen Boxlegende

Der 185 cm große Schwergewichtler debütierte im Alter von nur 19 Jahren am 2.8.1924. Insgesamt bestritt er 70 Kämpfe, von denen er 56 Kämpfe siegreich für sich entschied, 40 davon vorzeitig durch Knockout. 4 seiner Kämpfe wurden unentschieden gewertet, 10 mal konnte er sich nicht als Sieger behaupten. In 5 seiner Kämpfe ging er selbst K.o. Max Schmeling war ein Kämpfer mit respektabler Boxtechnik, einem soliden rechten Schlag und einem sehr scharfen Intellekt. Sein Vorbild und Idol damaliger Zeit war Jack Dempsey, den er erstmals in einem Boxkampf sah, als er gegen Georges Carpentier eine Schwergewichtsmeisterschaft bestritt.

Dieser Kampf wurde in einem Film dargestellt, zu dem sein Vater ihn mitgenommen hatte. Der Boxkampf und Stil von Jack Dempsey beeindruckte ihn zutiefst und so beschloss er, es seinem nun gewonnenen Helden gleichzutun und Boxer zu werden. Bereits 1924 gewann er in einem Amateurwettbewerb den Titel „Deutscher Meister im Halbschwergewicht“. Noch im selben Jahr wurde er Profiboxer. Doch im Gegensatz zu dem oft wütenden, aufbrausenden Dempsey entwickelte er Taktik, Strategie und Genauigkeit und machte aus seinem Boxen eine sportliche Wissenschaft. Dempsey war der Schläger, Schmeling der Stratege. Vom 02.08.1924 bis zum 11.03.1928 bestritt er 43 Kämpfe, die bis auf 2 Kämpfe (Belgien und Polen) in Deutschland stattfanden.

Zu jener Zeit kämpfte er noch im Halbschwergewicht und holte sich seinen ersten großen Titel, den Deutschen Halbschwergewichtstitel im Kampf gegen Max Diekmann, es war der erste Kampf überhaupt, der life im Radio übertragen wurde und damit ein breites Publikum erreichte. Danach holte er den Europameistertitel dieser Gewichtsklasse am 19.06.1927 im Kampf gegen den Belgier Fernand Delarge. Beide Titel verteidigte er 2mal. Der Kampf gegen Delarge hatte einen traurigen Beigeschmack. Von der Börse kaufte Schmeling sich eine Harley Davidson mit Beiwagen.

Eine Ausfahrt mit Mutter und Schwester sollte für ihn ein lebenslanges Trauma mitbringen. Er verunglückte mit der Harley, an dessen Folgen seine erst 14 jährige Schwester Edith schließlich verstarb. Schmelings Debüt in Amerika fand am 23.11.1928 im Madison Square Garden gegen Joe Monte statt, den er in der 8. Runde mit einem schnellen K.o.-Schlag besiegte. Die folgenden 5.5 Jahre kämpfte Schmeling ausschließlich in den USA, wo er zunächst am 13.02.1934 seinen letzten Kampf in Übersee bestritt. Bevor er ganz oben anklopfte, wählte das Ringmagazin seinen Kampf gegen Johnny Risko am 01.02.1929 zum „Kampf des Jahres“.

Max-SchmelingMit dem Jahr 1930 kam der ganz große Durchbruch, als er am 12.06.1930 um die Schwergewichtsweltmeisterschaft gegen den unglaublich starken und damals für seine Schlagkraft und Schnelligkeit berühmten Jack Sharkey antrat. Kurioserweise ging Schmeling aus diesem Kampf als Weltmeister hervor, nicht weil er diesen geschlagen hatte, sondern weil Sharkey wegen Tiefschlags in der 4. Runde disqualifiziert wurde. Es gab nie wieder einen Kampf, bei dem ein Boxer wegen der Disqualifikation seines Gegners zum Weltmeister erklärt wurde. Es war die Art, wie er den Titel gewann, die ihm Spott und Häme bescherte.

Der „Niederschlag-Champion“ genannt, wurde er sowohl in Amerika als auch in Europa als unbewiesener Titelverteidiger verunglimpft. Nur wenige Wochen später war Schmeling dem Tode näher als dem Leben. Am 25. Juli 1930 wurde Schmeling vor dem Ertrinken im Scharmuetzelsee (Brandenburg) gerettet, nachdem sein Motorboot bei einem Sturm kenterte. Ein vorbeifahrender Autofahrer zerrte ihn aus dem Wasser. Erst durch seine Titelverteidigung gegen Young Stribling konnte Schmeling seinen Ruf wiederherstellen. In einem beeindruckenden 15 rundigen Kampf belehrte er seine Kritiker eines Besseren.

Stribling, der zu dieser Zeit bereits 208 siegreiche Kämpfe vorzuweisen hatte und mit Recht um die Weltmeisterschaft boxte, führte zwar die ersten 4 Runden nach Punkten an, doch Schmeling war dem Publikum bekannt als Spätstarter. Mit diesem Kampf eroberte er sich den Respekt der Amerikaner. Nach dem Kampf sollte er sich nun beweisen und nochmals gegen Sharkey antreten. Der Kampf am 21.06.1932 endete zwar mit dem Verlust seines Weltmeistertitels, doch er gewann endgültig die Herzen der Zuschauer und der Boxexperten, die allesamt das Urteil in Frage stellten und eindeutig Max Schmeling als Sieger sahen. Boxgrößen wie Gene Tunney oder auch der Bürgermeister von New York bekannten sich eindeutig dazu, dass Schmeling zu unrecht als Verlierer den Ring verließ und das amerikanische Volk hatte einen neuen Helden: Schmeling.

Die kirchliche Trauung des deutschen Ex-Boxweltmeisters Max Schmeling mit der Filmschauspielerin Anny Ondra in Bad Saarow! Das glückliche Brautpaar Ex-Boxweltmeister Max Schmeling und Filmschauspielerin Anny Ondra, verlassen mit Blumen überladen, die Kirche in Bad Saarow nach Trauung.
Die kirchliche Trauung des deutschen Ex-Boxweltmeisters Max Schmeling mit der Filmschauspielerin Anny Ondra in Bad Saarow!
Das glückliche Brautpaar Ex-Boxweltmeister Max Schmeling und Filmschauspielerin Anny Ondra, verlassen mit Blumen überladen, die Kirche in Bad Saarow nach der Trauung.

Nachdem er von den folgenden 4 Kämpfen nun 3 verloren hatte, kehrte er 1934 vorläufig nach Europa zurück. Er heiratete 1933 seine über alles geliebte Frau Anny Ondra, eine tschechische Filmschauspielerin, die er während der Dreharbeiten zu einem seiner Filme kennengelernt hatte. Sie blieb bis zum Ende seines Lebens seine große Liebe. Anni Ondra starb am 28.02.1987 Schmeling kam über den Tod seiner großen Liebe nie hinweg. Mehr als 102.000 Menschen kamen am 26.08.1934 in Hamburg zusammen, als Max Schmeling gegen Walter Neusel in den Ring stieg und diesen besiegte.

Nie wieder wurde während eines Boxkampfes eine Zuschauermenge dieser Größenordnung in Europa erreicht. Erst zum Kampf am 19.06.1936 kehrte Schmeling zurück in die USA, um sich einem der berühmtesten Boxer seiner Zeit zu stellen. Es kam zum Kampf gegen Joe Louis, den braunen Bomber. Für die Experten war klar, wer diesen Kampf gewinnt. Man wollte Schmeling nutzen, um die zukünftige Weltmeisterschaft von Joe Louis zu untermauern, der bis dato ungeschlagen und auch als unschlagbar galt. Womit allerdings niemand gerechnet hatte: Schmeling studierte Louis stundenlang in Aufzeichnungen, entwickelte Strategien, probierte Schläge, mit denen er Schwächen von Louis ausnutzen konnte und kam perfekt vorbereitet in den Kampf.

Der Kampf erwies sich als eine schwierige Angelegenheit in den ersten drei Runden, dann, in der 4. Runde ging Louis zum ersten Mal in seiner Karriere zu Boden. Louis war für diesen Kampf nicht mehr erfolgreich zu motivieren und Schmeling lieferte die beste Leistung seiner Karriere. Für weitere acht Runden zertrümmerte er Louis, bis er ihn schließlich in Runde 12 erneut zu Boden schickte. Louis wurde angezählt, der Kampf war beendet, Schmeling ein Held. Befragt, wie er Louis so sicher beherrschen konnte, sagte er: „I have seen something“ … Dies wurde später ein geflügeltes Wort in der Boxszenerie.

Am 22.06.1938 sollte es für die beiden Kontrahenten zur „Schlacht des Jahrhunderts“ kommen. Der Rückkampf wurde nicht nur eine internationale Sensation vermarktet, es ging gleichzeitig um den Weltmeisterschaftstitel im Schwergewicht. Trotz schwerer politischer Bedenken fand dieser Kampf im Yankee Stadion in New York statt. Louis verkörperte sinnbildlich die amerikanische Freiheit, während man Schmeling als bösen Mitläufer der Nazis abstempelte und damit im Kampf gut gegen böse natürlich die Guten siegen sehen wollte. Auf dem Weg zum Yankee Stadion wurde er von Zuschauern mit einem Hagel von Müll und Dreck beworfen, ausgebuht und auf’s Übelste beschimpft.

Ironischerweise war es ein weniger erniedrigendes Sperrfeuer als das, was er im Ring erlebte . Louis kam von der ersten Sekunde an wie ein wildgewordenes Tier auf Schmeling zu. Jeder Versuch von Schmeling, sich zu wehren blieb ohne Erfolg. Er ging mehrfach zu Boden, stand zwar wieder auf, doch schließlich drehte Schmeling dem Gegner den Rücken zu und klammerte sich an die Seile. Schmelings Knie knickten ein und der Ringrichter Donovan beendete den ungleichen Kampf, um Schmeling vor Schlimmerem zu bewahren. Es war sein letzter Boxkampf in den USA. Zurück in Deutschland, wurde Schmeling nun nicht mehr mit Achtung und Respekt behandelt.

Die Nazis fühlten sich durch seine Niederlage verraten und mieden ihn weitgehend. Am 02. 07. 1939 stieg Schmeling, noch einmal in den Ring. Er gewann gegen Adolf Heuser zum letzten Mal die Europameisterschaft im Schwergewicht. Dieser Boxkampf war Schmelings vorerst letzter. Aus finanzieller Not heraus – er hatte während des Krieges alles verloren – stieg er 8 Jahre später erneut in den Ring. Er erhielt am 22. Januar 1947 von der US-Militärregierung in Deutschland die Boxerlaubnis für die amerikanische Besatzungszone.

Vom 28.09.1947 bis zum 31.10.1948 absolvierte er 5 Kämpfe, bis er schließlich die Boxhandschuhe für immer auszog. Eine Zeitlang arbeitete er noch als Ringrichter, bis er sich schließlich aus der Welt der Boxer zurückzog. Während der nationalsozialistischen Säuberung der Juden aus Berlin rettete er das Leben zweier jüdischer Kinder persönlich, indem er sie in seinem Haus verbarg. Während des zweiten Weltkriegs in die deutsche Armee eingezogen, diente er ehrenhaft als Fallschirmjäger. In den 1950er Jahren begann Schmeling für die Niederlassungen der Coca-Cola Company in Deutschland zu arbeiten. Schon bald besaß er eine eigene Abfüllanlage und hielt eine Führungskraft innerhalb des Unternehmens.

Im Jahr 1992 wurde er in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen. Er lebte seine verbleibenden Jahre als reicher Mann und begeisterter Boxfan 1991 wurde die karitative Max-Schmeling-Stiftung ins Leben gerufen. Schmeling wurde im selben Jahr als erster und bislang einziger Deutscher in die „International Boxing Hall of Fame“, die Ruhmeshalle des Boxsports, aufgenommen. Ihm zu Ehren erhielt eine im Jahre 1996 eröffnete Mehrzweck-Arena in Berlin den Namen Max-Schmeling-Halle. Aus Anlass seines 99. Geburtstags im Jahre 2004 gab die Österreichische Post eine Briefmarke mit Schmelings Porträt im Wert von 0,55 Euro heraus.

Max_Schmeling_Briefmarke

Sein ca. 8 ha großes Anwesen sollte nach seinem Tod seiner Heimatgemeinde Wenzendorf (Gliedgemeinde der Samtgemeinde Hollenstedt) übertragen werden. Die Eheleute genossen das Landleben und betrieben neben der überregionalen Getränkeabfüllung auch eine Hühnerfarm und eine Nerzzucht. Am 2. Februar 2005 starb Max Schmeling im Alter von 99 Jahren an einer schweren Erkältung in seinem Wohnort Wenzendorf. Die offizielle Trauerfeier fand am 1. März 2005 im Hamburger „Michel“ (St. Michaelis-Kirche) statt. Aus Anlass seines Todes gab die Österreichische Post AG am 1. März, dem Tag der Trauerfeier für die Box-Legende, eine Sonderbriefmarke mit dem Schmeling-Porträt von George Grosz im Wert von 1 Euro heraus.

Zum 12. Todestag: Erinnerungen an Max Schmeling
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emir_ahmatovic_strandEr ist die unumstrittene Nr. 1 im deutschen Schwergewicht der Amateure: Emir Ahmatovic, geb. am 16.01.1987. Der 189 cm große und 95 kg schwere Schwergewichtsboxer hat als Amateur und APB-Profi bislang circa 120 Kämpfe bestritten, von denen er lediglich 15 verlor und 3 Kämpfe unentschieden gewertet wurden. Seine K.o.-Quote beträgt stolze 68 %. In seinen bisherigen Kämpfen konnte Emir Ahmatovic bekannte Boxer wie Dominic Bösel, Artur Mann, Eugen Schelllenberg, teilweise auch vorzeitig, schlagen.

Emir Ahmatovics Amateurkarriere

Als 16 jähriger wurde Emir Ahmatovic Amateurboxer. Nach nur 3 Wochen Training in der klassischen Boxkunst unter Günther Heinke, hatte er seinen ersten großen Auftritt und wurde Hessenmeister. Schließlich ging er mit der Familie nach Wetzlar, wo der erste Teil seiner großen boxerischen Reise begann. Sein neuer Trainer Rainer Simon, vom Boxteam Lahn-Wetzlar e.V., nahm ihn auf, wie der Vater seinen Sohn. Er lehrte Emir das richtige technische und taktische Kämpfen im Ring.

emir_ahmatovi_amateurboxerMit seinem Trainer ging Emir von Sieg zu Sieg. Er gewann unzählige Male die Hessenmeisterschaft und nahm auch an der Südwestdeutschen Meisterschaft teil, die er ebenfalls gewann. Seinem Heimatverein ist Emir bis heute treu geblieben. Rainer Simon erkannte schon früh, was für eine große Begabung sein Schützling für den Boxsport mitbrachte. Der Junge Emir war und ist das, was man mit Fug und Recht Talent nennen kann und Simon machte das, was ein Trainer mit einem Talent macht. Er brachte ihn ganz weit nach vorn!

Nach nur 13 Kämpfen boxte Emir, nun 19 jährig, bereits in der Bundesliga. In den folgenden Jahren kämpfte er für verschiedene Vereine: Babelsberg, Straubing, Nordhausen, Hertha Berlin, um nur einige zu nennen. Der Linksausleger, der allerdings auch sehr gern während des Kampfes die Auslage wechselt, vertraute genau wie sein Trainer Simon darauf, dass die Zeit kommt, in der er sich auf noch höherem Niveau beweisen kann. Simon ließ nichts aus, um für seinen Schützling zu kämpfen und vehement mitzuhelfen, dass der Junge noch bessere Trainingsbedingungen bekommt.

Diese Anstrengungen sollten belohnt werden. Emir wurde im Jahr 2012 Teil der Sportfördergruppe in der Bundeswehr und durfte nun endlich das zeigen, was er kann: Boxen auf höchstem Niveau. Von nun an ging es steil bergauf. Zunächst trainierte er am Olympiastützpunkt in Berlin, wo er auch heute noch unter Ralf Dickert trainiert. Er holte sich im Folgejahr gleich die Goldmedaille beim Chemiepokal, die Bronzemedaillen bei der Europameisterschaft in Minsk und nahm an der Weltmeisterschaft in Kasachstan teil. Ebenfalls 2013 wurde Emir deutscher Vizemeister und konnte den kurz zuvor frisch gebackenen Deutschen Meister, Eugen Schellenberg, insgesamt drei Mal schlagen.

Qualifikation für die olympischen Spiele in Rio

Der Ausnahmeboxer mit dem großen Talent boxte sich innerhalb von einem Jahr einen erheblichen Status bei den Amateuren heraus und gilt seitdem als Spitzenamateur in Deutschland. Im Folgejahr wechselte Emir, auf Empfehlung des DBV, als bester deutscher Schwergewichtler in die AIBA-APB Profiserie, für die er als einer der 8 besten Boxer der Welt unter Profibedingungen antrat und hier schließlich den 3. Platz belegte. Das reichte für das Ticket zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Er war überglücklich, doch seinen Traum, an den Olympischen Spielen in Rio teilzunehmen zu dürfen zerplatzte.

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Eine Verletzung, die er sich während des APB-Turniers zugezogen hatte, verhinderte die Teilnahme und gab somit David Graf die Möglichkeit für Emir nachzurücken und an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen zu dürfen. Sein Ersatzmann verlor den olympischen Kampf gleich im ersten Duell und war damit aus dem Kampfgeschehen entlassen.

Vorbild: Evander Holyfield

Während all der Jahre, die er dem Boxsport gewidmet hatte, war Emir auch im „richtigen Leben“ nicht untätig. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann, wechselte dann und wurde schließlich Diplom Sport- und Fitnesstrainer. Er erwarb die A-Lizenz für medizinisches Fitnesstraining, die Sporternährung und das Personaltraining und die B-Lizenz als Fitnesstrainer.

Auf die Frage, welchen bekannten Boxer er am meisten schätzt, gibt es für ihn zwei unumstrittene Favoriten. Schon seit seiner Kindheit liebte er Muhammad Ali und Evander Holyfield, den er als Kämpfer und als Mensch sehr achtet. Er spricht in höchsten Tönen von Holyfield, dessen Disziplin, Charakter und Gläubigkeit er bewundert. Emir Ahmatovic ist ein sehr fester, offener Mann mit klaren Zielen. Achtung und Respekt, differenzierte Meinungen zum weltlichen Geschehen sowie kluge und bisweilen nachdenkenswerte Ansichten machen ihn zu einem Sportler mit Weitblick.

Neben dem Boxen ist seine Passion die Gesundheit. „Gesundheit ist das A und O, sie steht immer an erster Stelle“ so Emir. Und weiter: „man kann Gesundheit nicht kaufen und nur ein gesunder Körper kann Großes leisten“. Emir Ahmatovic bringt alles mit, was man braucht um an der Weltspitze mitzuspielen. Nach 2 Jahren als AIBA-APB Profi hat Emir nach wie vor Ziele! Er möchte sich als Sportler und Persönlichkeit weiter entwickeln. Die Bedingungen in der Bundeswehr sind optimal. Sollte Emir die Laufbahn als Profiboxer einschlagen, dann mit dem Ziel, Weltmeister im Cruisergewicht zu werden. Dass er das kann, steht völlig außer Frage.

Deutscher Spitzenamateur Emir Ahmatovic – Karriere in der Warteschleife?
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cagri_ermisIn der Weltrangliste steht er auf Platz 48 von 1.249 gelisteten Super-Mittelgewichtlern. Er holte sich den WBF-Weltmeistertitel im Mittelgewicht, den IBF-East-West-Europe Supermittelgewichtstitel sowie den IBF-Mediterranean Supermittelgewichtstitel.

Wir sprechen von CAGRI ERMIS geb. am 15.06.1983 in Wuppertal Der heute 33 jährige Supermittelgewichtler debütierte am 09.03.2006 im Alter von 23 Jahren und hat bis heute 30 Kämpfe absolviert. Mit einer K.o.-Quote von 17 % ist er nicht der klassische K.o.-Fighter, weiß aber über die Runden zu gehen und vornehmlich in letzter Zeit die Kämpfe für sich zu entscheiden.

Schon als Kind erlernte er das Handwerk des Boxers im Box-Sport-Club Hagen-Haspe. Nach vielen Amateurkämpfen machte er einen Ausflug ins Kickboxen, erntete dort reichlich Applaus, Siege und Meistertitel, um sich dann wieder dem klassischen Boxen zuzuwenden. Boxen ist für Cagri das wahre Leben und so verbrachte er seine Kindheit und Jugend meistens im Boxstall. Das Boxen war schon damals seine absolute Leidenschaft, sein Sport und für ihn war schon früh klar, dass er die Profilaufbahn einschlagen würde.

Sein späterer Trainer Oktay Urkal unterstütze ihn maßgeblich, sodass Cagri einen Promotervertrag erhielt und fortan als Profi boxen durfte. Die ersten Kämpfe verliefen nicht immer sehr vorteilhaft für den jungen Boxer, Sieg und Niederlage wechselten sich ab. Ab dem 17.12.2010 allerdings blieb er nahezu 5 Jahre ungeschlagen, bis er schließlich in seinem letzten Kampf am 09.01.2016 gegen Robin Krasniqi nach Punkten verlor.

Am 11.02.2012 kämpfte er um die WBF-Weltmeisterschaft gegen Vitor Sa, den er in einem 12-rundigen Kampf letztlich nach Punkten besiegte. Da er seinen Titel wegen einer Fraktur der Hand nicht verteidigen konnte und fast 18 Monate nicht mehr in den Ring zurückkam, mußte er den Titel niederlegen.

Nach einigen weiteren Kämpfen erstritt er sich im November 2014 den IBF East-West-Europatitel im Kampf gegen Ferenc Albert und verteidigte den Titel am 27.02.2015 gegen Jürgen Doberstein. Bei diesem Kampf ging es noch um einen weiteren Titel (IBF Mediterran), den er durch seinen Sieg ebenfalls gewann und seither hält.

Im Portrait: Cagri Ermis
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ege-kurtEGE KURT, geb. am 10.05.1995 in Hamburg ist im Supermittelgewicht zuhause. Der 178 cm große und 75 kg schwere Supermittelgewichtler erblickte 1995 als zweites von 3 Kindern in Hamburg das Licht der Welt. Sein Vater, der ebenfalls im Kampfsport zuhause war, ließ ihn schon frühzeitig am Sportlerleben teilhaben, doch Ege gefiel das nicht so besonders bis zu dem Tag, an dem sich alles ändern sollte.

Ege wurde ein ganz großes Vorbild, Vorbild für viele, die an massivem Übergewicht leiden und keine Lösung für ihr Problem finden, er wurde Vorbild für Willensstärke, Disziplin und Focus und er hat es geschafft. Hier ist seine Geschichte: Durch den Vater motiviert, ging Ege im Alter von 18 Jahren und mit einem Gewicht von 95 Kg in das EC-Boxgym zu Erol Ceylan in Hamburg.

95 Kg bei einer Körpergröße von 178 cm ist schon einiges, was da abtrainiert werden muss. Und Ege wollte abnehmen. Mit eiserner Willenskraft trainierte dieser mutige Junge 2 mal täglich, zunächst unterstützt von Erol Ceylan, der recht schnell das Potential erkannte, dass Ege mitbrachte. Neben den täglichen Trainingseinheiten, die er hochdiszipliniert absolvierte, machte Ege zunächst sein Fachabitur.

Nach und nach wurde er im Ring immer besser, entwickelte zusätzlich eine für Sportler angemessene Diät und verlor Kilo um Kilo. Für jedes verlorene Pfund gewann er an Schnelligkeit und Kraft, an Kondition und Ausdauer, bis er schließlich von seinem Trainer Nasser Chahrour die boxerischen Feinheiten erlernte. Nicht nur Erol Ceylan, nicht nur sein Trainer Chahrour, auch seine Stallgefährten schlugen ihm vor, doch ins Profibusiness einzusteigen.

Er ging ins Sparring mit Kollegen wie Sven Fornling, Fatih Keles und Tuncay Ucar und entschied: „Ich werde Profi“ Am 24 April 2016 war es dann soweit. Der erst 21 jährige Supermittelgewichtler ging mit einem Kampfgewicht von 75 Kg in den Ring und besiegte seinen ersten Gegner Talip Yilmaz vorzeitig durch T.K.o., obgleich er zuvor noch niemals, also auch nicht als Amateur einen Boxkampf bestritten hatte.

Er zeigte dennoch eine großartige Leistung und kämpfte nur 5 Wochen später erneut, gewann ebenfalls vorzeitig durch K.o. gegen Senad Alisic.

Auf die Frage, was er seinen Fans gern noch mitgeben möchte, sagt er: „Ich möchte, genau wie meine Vorbilder Prince Naseem Hamed, Muhammed Ali und Roy Jones Junior einen unikaten Boxstil entwickeln. Man soll mich nicht lesen können, wenn man gegen mich kämpft. Außerdem möchte ich noch eine Botschaft an die Menschen senden, die an Übergewicht leiden und alle Hoffnung aufgegeben haben: was ich kann, das könnt ihr auch. Ihr müsst euch Ziele setzen und diszipliniert an euch arbeiten. An mir seht ihr, dass alles geht, wenn man nur will. Ich war stark übergewichtig und heute bin ich als Boxer topfit.“

Ege hat neben seiner Profikarriere als Boxer im September diesen Jahres mit seinem Studium „International Business Management“ begonnen.

Im Portrait: Ege Kurt
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nicola-milacicNICOLA MILACIC wurde am 01.10.1993 in Hamburg geboren. Bereits im Alter von 11 Jahren packte den ältesten von 5 Kindern das Boxfieber. Inspiriert von den Klitschko-Brüdern wollte er schon als kleiner Junge hoch hinaus. Insgesamt bestritt er um die 150 Amateurkämpfe, die er meistens siegreich gestaltete.

So wurde er unter anderem norddeutscher und deutscher Meister der Amateure. Sein schwerster Kampf in der Amateurkarriere war der gegen Clemente Russo, den er letztlich dann auch nach Punkten verlor. Noch 19jährig wechselte Nicola ins Profilager und bestritt seinen Debutkampf am 23.08.2013 erfolgreich gegen den ebenfalls jungen Boxer Karoly Rizsak.

Seither bestritt er 14 Kämpfe und verließ den Ring 13 mal als Sieger. 8 seiner Kämpfe beendete er vorzeitig und hält damit eine K.o.-Quote von 57 % Am 24.10.2015 wurde er, erst 22jährig, bereits internationaler deutscher Meister im Cruisergewicht. Inzwischen konnte sich der junge, aufstrebende Boxer in Deutschland einen Platz unter den 10 besten Cruisergewichtlern sichern und steht derzeit auf Platz 7.

Nikola hat ein Idol: Lennox Louis ist für ihn der beste Schwergewichtler aller Zeiten und ihm will er nacheifern. Dabei hilft ihm sein respektabler Trainer Bülent Baser von EC-BOXING, der keine Mühe scheut, seinen Schützling zu unterstützen, wo er nur kann. Nikola hat große Ziele und Visionen. Er will an die Weltspitze! Noch ist er jung und sammelt Erfahrung. Doch wer sein Ziel so fleißig verfolgt wie er, hat alle Chancen, es auch zu erreichen.

Im Portrait: Nicola Milacic
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adrian-granat3Von Newcomer kann hier nicht die Rede sein, obgleich er bis heute erst 13 Kämpfe bestritt. Der Schwergewichtler ist schon jetzt eine feste Größe im Boxsport und Hoffnungsträger für spektakuläre Kämpfe. Es geht um ADRIAN GRANAT (Carl Wilhelm Adrian Granat) , Kampfname „the Pike“ geb. am 26.04.1991 in Malmö, Schweden der am 15.10.2016 gegen Franz Rill sein Können unter Beweis stellen möchte.Es geht um den IBF International Titel im Schwergewicht unter der Promotion von Erol Ceylan.

Am 08.11.2013 debütierte der damals erst 22 jährige 202 cm große schwedische Riese im Profibusiness der Schwergewichtler. 13 mal stand er im Ring, alle seine Kämpfe konnte er für sich entscheiden, 12 davon vorzeitig und so hält er eine K.o.-Quote von beachtlichen 92 % Nun ist ja bekannt, dass bei jungen Boxern erstmal eine Reihe an Journeyman dafür Sorge tragen, dass sich ein junger Boxer mit dem Leben im Ring zurechtfindet. Nicht so bei Adrian.

Schon in seinem 6. Kampf stellte er sich Danny Williams, der Kampf endete in Runde 2. Auch Konstantin Airich, Darnell Wilson, Michael Sprott, Evgeny Orlov, Samir Kurtagic und Saul Farah zwang er auf den Ringboden und beendete damit die Kämpfe vorzeitig. Schon früh war der 2. Spross einer schwedischen Familie sportbegeistert. Doch irgendwie wollte sich nicht das Richtige finden, obgleich er sich in vielen verschiedenen Sportarten probiert hatte, bis er eines Tages und eher zufällig mit dem Boxsport in Berührung kam.

Von diesem Moment an war es um ihn geschehen. Er konnte seine Familie davon überzeugen, dass das Boxen für ihn genau der richtige Weg ist und so begann er im Alter von 12 Jahren als Amateur zunächst im Halbschwergewicht, wechselte aber bereits nach 1 Jahr ins Schwergewicht. Insgesamt absolvierte er 34 Kämpfe, besiegte während seiner Amateurzeit den englischen und den deutschen Juniorenmeister und wurde schließlich zwei mal schwedischer Meister.

Damals empfand er den Boxsport nicht nur als stärkend für den Körper. Er fand auch innere Ruhe und meint heute, dass Sport in der Jugend, für ihn besonders der Boxsport, auch zur seelischen und geistigen Stärke beiträgt. Der BDB-Boxer wird von dem international erfahrenen Meistertrainer Bülent Baser vom EC-Boxing in Hamburg trainiert. Wir haben in Schweden nicht die selben Möglichkeiten, uns ganz nach oben zu kämpfen, deshalb boxe ich seit 2014 in Deutschland. Ich liebe Deutschland und wohne bereits hier“ , so Adrian Granat.

Auf meine Frage, ob er ein Idol im Profiboxsport hat, sagt er: „Nein, das kann man so nicht sagen, es gab und gibt so viele gute Boxer. Was ich aber sicher sagen kann ist, dass ich die alte Boxschule sehr liebe, die Boxer kämpften früher anders, härter.“ Und natürlich wollte ich noch wissen, welcher denn bisher sein schwierigster Kampf war. „Bisher war gar kein Kampf schwierig, weil keiner meiner Kämpfe richtig hart war. Ich glaube aber, dass mein nächster Kampf am 15.10.2016 gegen Franz Rill, der auch schon starke Gegner wie Helenius geboxt hat, ein schwieriger Kampf sein kann. Aber ich lebe das Boxen zu 100 % und bin jetzt auf Sieg fokussiert.“

Adrian Granat hat große Ziele. Der gelernte Buchhalter will unter allen Umständen an die Weltspitze. Dafür lebt er, dafür trainiert er Tag für Tag, dafür gibt er alles. Jetzt freut er sich erstmal auf die Begegnung mit Rill, bei der er sich endlich auch einen ersten Titel holen kann.

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