Start Archiv Fury: Wilder-Kampf einer meiner einfachsten Kämpfe überhaupt!

Fury: Wilder-Kampf einer meiner einfachsten Kämpfe überhaupt!

Tyson Fury

Der Brite Tyson Fury entthronte den bis dato ungeschlagenen Deontay Wilder vor über einem Monat. In einem jüngsten Interview stichelte der WBC-Weltmeister nun erneut Richtung Ex-Champion.

„Man muss das Heu machen, solange die Sonne scheint“

Am 22. Februar konnte sich der britische Schwergewichtler Tyson Fury im Rematch erfolgreich gegen den bis dato ungeschlagenen WBC-Weltmeister Deontay Wilder durchsetzen. Im MGM Grand in Las Vegas brachte Fury den KO-König Wilder sieben Runden lang zur Schule, prügelte ihn durch den Ring und schlug ihn zweimal zu Boden, ehe der Referee das Duell abbrach. Fury stieg damit zurück auf den Schwergewichts-Thron und sicherte sich jenen Titel, den er noch nicht besaß: den grün-goldenen WBC-Weltmeistertitel.

Schon im ersten Duell, was mit einem sehr umstrittenen Unentschieden endete, konnte sich Wilder laut vieler Experten nur wenige Runden sichern – vor allem die, in denen er Fury auf die Bretter schickte. Umso verwunderlicher war es dann für den „Gypsy King“, dass Wilder die vertraglich vereinbarte Rückkampfklausel, die ihm die Trilogie zusichert, gezogen hat. „Ja, ich war überrascht, dass er den Rückkampf angenommen hat, denn es war ein einseitiger Kampf. Er hat keine Sekunde dieses zweiten Kampfes gewonnen, aber Boxen ist es ein kurzes Spiel und eine kurze Karriere, und es gibt ein altes Sprichwort – ‚Wir müssen Heu machen, solange die Sonne scheint'“, so Fury gegenüber talkSPORT im Interview.

Fury: Wilder will die Trilogie nur des Geldes wegen!

Für Tyson Fury, der einst Klitschko nach 10 Jahren Schwergewichts-Regentschaft „stürzte“ und ungeschlagen ist, steht fest: Wilder will den Rückkampf nur der Millionen wegen. „Und für Deontay Wilder im Alter von 34 Jahren, wie viele große Kämpfe gibt es da draußen noch für ihn nach dieser Dominanz? Ich kenne die persönlichen Umstände des Mannes nicht, aber nach dem, was ich von diesen amerikanischen Kämpfern und Sportlern gesehen habe, leben sie immer den Lebensstil eines Rockstars, auch wenn sie keine Rockstars sind.“

Fury weiter: „Sie machen ziemlich schnell eine Menge Geld. Schauen Sie sich Mike Tyson an, er hat eine Milliarde Dollar oder was auch immer gemacht. Ich bin also sicher, dass das Geld die verlockende Seite ist. Ich glaube nicht, dass es verlockend ist, da reinzugehen und eine absolute Tracht Prügel zu erhalten, wie er sie zuvor bekam. Aber er wäre durch die Menge an Geld, die er erhalten würde, in Versuchung, weil er sie ziemlich schnell bekäme. Ich glaube, das ist der Grund, warum er den Kampf annimmt, wegen des Geldes.“

„Gypsy King“ enttäuscht von Wilders Leistung im zweiten Kampf

Im Interview mit talkSPORT zeigte sich Fury außerdem sehr enttäuscht über Wilders Leistung und stichelte damit erneut Richtung Ex-Champion. Fury habe sich auf den besten Boxer des Planten vorbereitet, wurde dann aber keineswegs gefordert: „Um ehrlich zu sein, war ich sehr enttäuscht über die Herausforderung, die Deontay Wilder darstellte. Ich habe für zwölf Runden in jedem möglichen Tempo trainiert. Ich bin in zehn Wochen Trainingslager durch die Hölle gegangen. Ich habe mich auf den besten Kämpfer des Planeten vorbereitet, den gefährlichsten Puncher, den die Erde jemals sah.“

Stattdessen war das zweite Duell mit dem ‚Bronze Bomber‘ aus den USA einer der einfachsten Kämpfe seiner Karriere gewesen, so Fury weiter. „Der Typ war Schwergewichts-Weltmeister. Er hatte seinen Titel zehnmal verteidigt und jeden einzelnen seiner Gegner ausgeknockt. Und dann trifft er auf einen wie mich, ich bin eigentlich ein Konterboxer, ein meisterhafter Techniker, und wird von mir in ein paar Runden komplett zerstört.“

Der dritte Kampf der beiden sollte ursprünglich am 18. Juli steigen. Durch die Corona-Pandemie soll das Kampfdatum nun jedoch auf Oktober gelegt werden.

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