Zab Judah geht es besser, aber er bleibt weiterhin in der Klinik

Zab Judah nach dem Kampf nicht im Koma – Familie dementiert anderslautende Pressemeldungen

Die ehemalige Weltmeister in zwei Gewichtsklassen, Zab Judah, der aus Brooklyn, New York stammt und schon seit längerem in Las Vegas lebt, bleibt auch weiterhin im Upstate University Hospital in Syracuse, New York. Judah suchte Freitagnacht, nach seiner tKO-Niederlage in der 11. Runde gegen Cletus Seldin und nach unzähligen schweren Kopftreffern, gleich zweimal das naheliegende University Hospital in Syracus um sich untersuchen zu lassen. Nachdem in die Ärzte nach der ersten Untersuchung wieder entlassen hatten, kam Judah spät in der Nacht ein zweites Mal in die Klinik, weil er Schwindelanfälle verspürte wo er dann stationär aufgenommen wurde.

Während Hirnblutungen oft zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod führen, ist im Falle von Zab Judah zu hören, dass seine Verletzung nicht so ernst ist, wie es zuerst angenommen wurde und wie die meisten Medien berichteten. Wie die Familie jetzt in einer Presseerklärung mitteilte lag Zab Judah zu keiner Zeit im Koma. Zab ist bei vollem Bewusstsein und er ist auch ansprechbar. Seine Familie ist bei ihm. Darüber hinaus bittet aber Judahs Familie derzeit, im Bezug auf seinen Gesundheitszustand, ihre Privatsphäre  zu respektieren.

Hier ein Poster von Judahs Kampf gegen die Box-Legende Floyd Mayweather

In seinem ersten Kampf seit 17 Monaten trat Judah (44-10, 30 KOs), der inzwischen schon 41 Jahre alt ist und der sechs Weltmeistertitel im Weltergewicht und im Junior-Weltergewicht gewonnen hat, gegen seinem Landsmann Cletus Seldin aus Brooklyn, New York ( 24-1, 20 KOs), 32 Jahre, im Hauptkampf der Veranstaltung im Turning Stone Resort & Casino, Verona an. Jab Judah gewann im Laufe seiner erfolgreichen Karriere nicht nur sechs WM-Titel, er stand auch mit der gesamten Weltelite im Ring, so boxte er gegen Box-Legende Floyd Meaweather, Amir Khan, Miguel Cotto, Cory Spinks, Junior Witter, Kostya Tszyu, Danny Garcia und unzähligen andere Weltklasse-Boxer. Judah hatte eigentlich schon im Jahre 2013, als er damals seinen letzten Kampf gegen Paul Malignaggi verloren hatte, seine Handschuhe an den berühmten Nagel gehängt. Doch dann hat er vier Jahre später, im Jahre 2017, erstmals ein erstes Comeback gestartet und auch zwei weitere Kämpfe gewonnen.

Es war ein heißes Gefecht im Turning Stone Resort & Casino, Verona, dass sich Zab Judah und Cletus Seldin im Kampf um den vakanten NABA Super-Leichtgewichts-Titel lieferten. In der 11. Runde traf Seldin Judah mit einer harten rechte Hand, die den zu diesem Zeitpunkt schon instabilen Juda voll traf. Judah kam ins Schwanken, worauf Seldin ihn nun mit einem Schlaghagel eindeckte, so dass der Ringrichter Charlie Fitch den Kampf nach 1:41 Minuten in der 11. Runde stoppte. Judah protestierte wegen des für ihn nicht gerechten Kampfabbruch. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn der Ringrichter den Kampf nicht abgebrochen hätte.

Zab Judah war einer der besten Boxer der letzten zwanzig Jahre.

Es war einer dieser brutalen Fights, bei dem die Fighter Fuß bei Fuß stehen und aufeinander einschlagen. Wie die englische Zeitung „The Sun“ berichtete soll Zab Judah in den elf Runden dieses Kampfes über 300 Kopftreffer eingesteckt haben. Zab Judah hat aber auch in diesem Kampf das Herz eines Champion gezeigt, das ihn in seinen vielen Kämpfen ausgezeichnet hat. Nach dem Kampfabbruch fuhr Judahs Promoter Joe DeGuardia und sein Vater Joe, mit seinem Schützling zu einer Routineuntersuchung ins Krankenhaus. DeGuardia sagte: „Judah wurde untersucht und dann wieder aus dem Krankenhaus entlassen und er kehrte ohne Probleme wieder ins Hotel zurück.“

Zag Hudah gewann in seiner überaus erfolgreichen Karriere sechs WM-Titel in zwei Gewichtsklassen.

„Ich sah ihn gegen 2:30 Uhr morgens, als ich mit meinen Mitarbeitern im Hotel-Restaurant saß getroofen, er saß auch im gleichen Restaurant im Kreise seiner Familie. Ich habe ungefähr 10 oder 15 Minuten mit Zab gesprochen. Wir sprachen über den Kampf und über seine großartige Karriere und letztlich auch darüber, dass es nun ander Zeit ist, sich vom aktiven Boxen zurückzuziehen. Er akzeptierte auch was ich sagte. Er war glücklich, dass er einen guter Kampf geliefert hatte und sagte, dass er stolz ist gegen Cletus im Ring gestanden zu haben. Es schien ihm gut zu gehen zu diesem Zeitpunkt. Doch später beim Dinner fühlte er sich nicht wohl und fuhr deshalb nich einmal zurück ins Krankenhaus, sagte Joe DeGuardia. Hier wurde er dann stationär aufgenommen.

Judahs Promoter Joe DeGuardia: „Wir alle unterstützen Zab, wir haben eine familiäre und freundschaftliche Beziehung mit Zab Judah und seinem Vater Yoel Judah, der auch sein Trainer ist. Wir sind seit über 30 Jahre 30 Jahre zusammen verbunden, weshalb uns das alles auch so schwer belastet und trifft.“

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