Oleksandr Usyk: Ich bin schon in Wilders Kopf – Ich mag es, wenn er über mich spricht!

Deontay Wilder: „Oleksandr Usyk ist keine Bedrohung für mich.“

Der frühere unbestrittene Champion im Cruisergewicht Oleksandr Usyk lächelt, nachdem er über die jüngsten Aussagen des WBC-Weltmeisters im Schwergewicht Deontay Wilder informiert wurde.

In einem kürzlichen Interview mit Sky Sports sagte Wilder, dass er sich überhaupt keine Sorgen um Oleksandr Usyk und seinen Aufstieg ins Schwergewicht mache.

„Oleksandr Usyk ist keine Bedrohung für mich. Er ist zu viel klein für mich. Er bewegt sich viel zu viel und was weiß ich noch, aber das macht mir alles nichts aus “, sagte Wilder.

Oleksabndr Usyk: Wenn Deontay Wilder sich schon Gedanken über mich macht, dann bedeutet das, dass ich schon in seinem Kopf bin.

Oleksandr Usyk, der 2018 in der Cruisergewichtsklasse alle WM Titel der vier großen Weltverbände vereinte, debütiert am heutigen Samstagabend, in der ausverkauften Chicagoer Wintrust Arenaim, im Schwergewicht, wenn er auf Chazz Witherspoon trifft, der als Ersatzgegner für den eigentlich vorgesehenen Gegner Tyron Spong verpflichtet wurde. Spong wurde wegen eines positiven Dopingtest im Vorfeld des Kampfes die Lizenz verweigert. Die Veranstaltung aus der Wintrust Arena wird in der heutigen Samstagnacht auf den morgigen Sonntagmorgen, ab 3:00 Uhr, live auf DAZN, auch in Deutschland, übertragen.

Während Wilder keine Sorge zu haben scheint, glaubt Oleksandr Usyk, dass der WBC Schwergewichts-Champion sich bereits doch schon Sorgen macht.

„Es ist mir wirklich egal, was Wilder sagt oder was er denkt. Eigentlich mag ich es, dass er über mich spricht, weil es bedeutet, dass ich schon in seinem Kopf bin. Er ist der Champion und er weiß, was auf ihn zukommt. Für mich ist das eigentlich egal, aber ich finde es gut, dass er sich schon Gedanken über mich macht “, sagte Usyk.

Bevor sich Usyk dafür entschied ins Schwergewicht aufzusteigen, dominierte er die gesamte Cruisergewichtsklasse. Im letzten Jahr besiegte er in einem dominanten Gefecht, den Russen Murat Gassiev über zwölf Runden und gewann das WBSS-Turnier im Cruisergewicht und die Muhammad Ali Trophy. Ein paar Monate später schickte Usyk den ehemaligen Weltmeister Tony Bellew mit einem brutalen Knockout in den Ruhestand.

Heute Abend wird Olaksander in Chicago sein, von vielen Boxfans erwartendes, Schwergewichts-Debüt gegen Chazz Witherspoon bestreiten.

Oleksandr Usyk will das, was er im Cruisergewicht erreicht hat, auch in der Königsklasse des Boxens, im Schwergewicht, erreichen. Er möchte auch in dieser, für ihn neuen Gewichtsklasse, alle WM-Gürtel gewinnen. Usyk ist bereits schon jetzt, bevor er überhaupt seinen ersten Kampf im Schwergewicht bestritten hat, der Pflichtherausforderer und die Nr.1 bei der WBO, da die Statuten der WBO vorsehen, dass – wenn ein amtierender WBO-Champion in eine höhere Gewichtsklasse aufsteigt – er dann sofort an Nr. 1 in dieser Gewichtsklasse gesetzt und der nächste offizielle Herausforderer des WBO-Champions in der höheren Gewichtsklasse wird. Das bedeutet, dass der Gewinner des am 7. Dezember in Saudi Arabien stattfindenden Schwergewichts-Rematches, zwischen dem amtierenden Champion Andy Ruiz und Ex-Weltmeister Anthony Joshua, zumindest seinen WBO-Titel gegen Olaksandr Usyk Pflicht verteidigen muss. „Ich sehe alles genau so, wie es für mich auch im Cruisergewicht war“, sagte Usyk. „Jetzt, wo ich ins Schwergewicht aufgestiegen bin, möchte ich das selbe tun, was ich auch im Cruisergewicht schon getan habe: unumstrittener Weltmeister werden!“

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