Klitschko vs. Joshua geplatzt

klitschko-portrait-gross Klitschko nun am 10. Dezember in Hamburg gegen Lucas Browne um den WBA Titel

Insider haben es schon geahnt: Der hoch angepriesene Superfight zwischen dem IBF Champion Anthony Joshua und Wladimir Klitschko kommt nicht zustande. Der Kampf ist geplatzt! Nachdem Tyson Fury (28) wegen seiner Kokain-Affäre sämtliche WM-Titel niedergelegt hatte, war es eigentlich der Plan, dass Klitschko am 10. Dezember in Manchester gegen Anthony Joshua (27) um den IBF-Titel boxt. Einige Boxinsider wollten allerdings nich glauben, dass Klitschko nach Manchester reist um dort im „Feindesland“ um den WM-Titel zu boxen, zumal die Klitschko Veranstaltungs-Group schon Wochen zuvor (noch vor Furys Kokain-Beichte!) die Barclaycard Arena in Hamburg für den 10. Dezember reserviert hatte.  Man muss sich auch jetzt die Frage stellen. „Wie real war denn das alles? Oder wollte Joshua Promoter Eddie Hearn nur Werbung mit dem Namen Klitschko machen?“ Oder wollte man gemeinsam schon jetzt einen Kampf anheizen von dem beide Parteien wissen, dass dieser Kampf erst frühestens im kommenden Jahr realisiert werden wird.

Als angeblicher Grund heißt es heute in einer Mitteilung der Beteiligten, man habe sich über die auf dem Spiel stehenden Gürtel nicht einigen können. Bild titelte: „Es ging um den Gürtelstreit“. Um welche Gürtel geboxt worden wäre, wäre an sich eigentlich zweitrangig gewesen wenn es zu diesem Topp-Fight Joshua vs. Klitschko gekommen wäre. Normalerweise wäre es dabei ganz sicher um Joshuas IBF Gürtel gegangen, aber auch ohne jedes WM Prädikat eines Gürtels wäre dieser Kampf ein Hammer gewesen.

Nach dem Fury seine drei WM Gürtel freiwillig zurück gegeben hatte, war es eigentlich klar, dass für einen WM-Kampf nur der WBA Gürtel und als Gegner nur Lucas Browne in Frage kommt. Zwar ist das bisher noch nicht offiziell bestätigt, aber es wird sicher so kommen. Denn alle anderen in Frage kommenden Topp-Boxer der Schwergewichts-Rangliste haben anderseits schon Kampfverträge unterschrieben. So boxt Alexander Povetkin am 17. 12. 2016 in Russland gegen Bermane Stiverne. Deontay Wilder ist mindestens bis März 2017 verletzt und kann seinen WBC Titel nicht verteidigen. Anthony Joshua boxt am 26. November 2016 in Manchster gegen einen noch zu verpflichtenden Gegner. Luis Ortiz kämft am 12. November in Monte Carlo gegen Malik Scott. Joseph Parker, der gerade gegen Dimitrenko gewonnen hat, hat seinen nächsten Fight auch schon geplant, sein nächster Gegner ist der Mexikaner Andy Ruiz Jr. Hierbei geht es dann wohl um den freigewordenen WBO Titel. Bleibt also nur noch der WBA Titel und als Gegner Lucas Browne, der den Titel ja durch einen KO-Sieg über Ruslan Chagaev gewann, dann den Titel wegen angeblichen Dopings wieder aberkannt bekam und der jetzt allerdings wieder rehabilitiert sein soll.

Sicher wird auch der kleinere der 5 anerkannten Box-Weltverbände auch noch ihren IBO Gürtel mit in den Ring werfen, so dass es am 10. Dezember in der Hamburger Barclaycard Arena dann doch um zwei WM-Titel gehen wird.