Anthony Joshua und Tyson Fury verständigen sich auf Kämpfe im nächsten Jahr

2021 sollen die Giganten des britischen Schwergewichts gleich zweimal aufeinandertreffen. Doch Furys Co-Promoter Frank Warren tritt auf die Bremse.

Größter Kampf der britischen Box-Geschichte 

Das heiß ersehnte Duell zwischen den Schwergewichts-Weltmeistern Anthony Joshua und Tyson Fury scheint endlich in Sichtweite zu sein. Wie AJ-Promoter Eddie Hearn und Fury selbst gestern bestätigten, sei eine grundlegende Übereinkunft über einen Deal im nächsten Jahr zwischen den Parteien getroffen worden. So sollen die Superstars 2021 gleich zwei Kämpfe gegeneinander bestreiten und dabei untereinander ausmachen, wer als „Undisputed Heavyweight Champion“ in die Geschichte eingehen darf. Im ersten Gefecht würden die Boxer jeweils 50 % der Börse erhalten, er Sieger daraus bekäme im Rematch dann sogar 60 %.

„Wir sind in einer guten Position. Man kann sagen, dass grundsätzlich eine Übereinkunft der beiden Boxer für zwei Kämpfe besteht. Bis dahin muss noch einiges geklärt werden“, so Eddie Hearn. Da wäre zum Beispiel ein passender Austragungsort. Zu Beginn des Jahres hatte Hearn noch gesagt, dass ein Duell zwischen Joshua und Fury wohl eher nicht in England stattfinden würde, da man dort nicht genug Geld für dieses Mega-Event generieren könne. Daher hätte man u.a. auch Saudi-Arabien als möglichen Partner im Blick. Grundsätzlich würde sich natürlich ein britisches Fußballstadion eignen, insbesondere wenn man einen der Kämpfe für den Sommer plant. 

Warren: „Eddie Hearn erzählt nichts neues!“

Nicht ganz so euphorisch klingen derweil die Worte von Hearns größtem Konkurrenten auf der Insel, Frank Warren. Der Co-Promoter von Tyson Fury gegenüber der britischen Zeitung Metro: „Nichts ist unterschrieben und auf nicht neues hat man sich verständigt. Wir alle wissen, dass es ein Zwei-Kampf-Deal werden würde, darüber haben wir bereits gesprochen. Aber das ist alles. Es ist ein 50/50-Deal und ein Rematch obendrauf. Darauf wurde sich von Anfang an verständigt – das ist gesunder Menschenverstand. Jeder stimmt damit überein. Aber darüber hinaus? Es gibt keinen Austragungsort, kein Datum, kein nichts. Eddie hört sich nur gern selbst beim Reden zu.“

Vor der Kür kommt die Pflicht

Unabhängig von den Grabenkämpfe der Promoter stehen sowohl für Joshua als auch für Fury noch andere Aufgaben an. AJ muss seine WM-Gürtel gegen IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev aufs Spiel setzen (der Kampf wurde aufgrund der Corona-Krise verschoben), während auf den „Gypsy King“ ein drittes Duell mit Deontay Wilder wartet. Erst wenn diese Aufgaben bewältigt sind, können sich die Parteien über letzte Vertragsdetails austauschen. 

Anthony Joshua und Tyson Fury verständigen sich auf Kämpfe im nächsten Jahr
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