Trilogie mit Wilder oder Unification mit Joshua – Was folgt für Fury?

Foto: DAZN

Tyson Fury hat sich mit seinem verheerenden Sieg über Deontay Wilder auf den Schwergewichtsthron katapultiert. Nur eine Sache könnte dies noch toppen: ein Unification-Fight mit AJ. Oder kommt es zur Trilogie mit Wilder?

Tyson Fury: Trilogie mit Wilder, Unification mit Joshua oder freiwillige Verteidigung?

Sieben Runden hat Tyson Fury gebraucht, um den bei vielen als „One Punch Wonder“ betitelten Deontay Wilder zu entthronen. Fury legte von Runde 1 an alles in die Waagschale und zog den „Game Plan“, den er mit seinem neuen Trainer SugarHill erarbeitet hatte konsequent durch. Mehr Gewicht, mehr Schlagkraft, mehr Urgewalt in der Rechten – Der Knockout war das Ziel. In der siebten Runde gab man in der Ecke des gebeutelten US-Amis das Zeichen zur Aufgabe, worauf Referee Kenny Bayless den Kampf um die WBC-Krone abbrach. „Endlich!“ mochte man meinen, denn zuvor demontierte der „Gypsy King“ den bronzenen Bomber aus Alabama nach allen Regeln der Kunst.

Tyson Fury krönte sich schlussendlich zum Weltmeister des World Boxing Council, bleibt mit diesem Sieg weiterhin linearer Weltmeister und eroberte den (vakanten) Ring Magazine Gürtel, den er einst Wladimir Klitschko entriss zurück. Der 31-Jährige, für dessen Vorname Schwergewichtslegende Mike Tyson als Vorbild diente, hat nun alle Titel im Schwergewicht gewonnen, die wirklich von Bedeutung sind: EBU-Europameister (2014), IBF, IBO, WBA, WBO (2015), Ring Magazine (2015 und 2020), Lineal Champion (seit 2015) sowie den des WBC in der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 2020. Doch eines konnte Fury noch nicht: Alle WM-Titel der vier großen Weltverbände vereinen und sich als „Undisputed Champion“ feiern lassen!

Tyson Fury zusammen mit dessen Co-Promoter Bob Arum im Anschluss an den gewonnen WBC-WM-Titelkampf gegen Deontay Wilder

Was folgt nun für den „Peoples Champion“, der im Anschluss an seinen Sieg vor 15.816 Zuschauern Don McLeans American Pie – wie kein Zweiter – ins Mikro trällerte? Deontay Wilder, der mit dazu beitrug, dass man mit 16.916.440 US-Dollar (ohne PPV und sonstige TV-Gelder) den umsatzstärksten Boxkmapf in der Geschichte Nevadas veranstaltete, hat nun laut Vertrag 30 Tage Zeit, um die Rückkampf-Klausel zu ziehen. Doch wird der „Bronze Bomber“ nach dieser schweren Niederlage und der Deklassierung im ersten Kampf, den – seien wir ehrlich – Fury eigentlich auch gewonnen hat, tatsächlich ein drittes „Tänzchen“ wollen?

Eddie Hearn bietet Tyson Fury Unification-Fight für diesen Sommer an!

Auch Matchroom Boxing Chef Eddie Hearn, der derzeit weltweit wohl erfolgreichste Promoter, hat Interesse an Furys Person angemeldet. Hearn verkündete via Twitter, dass es keinen Grund für eine Trilogie mit Wilder gäbe und er die Vereinigung will! Zuvor lobte er Furys Leistung sowie die Arbeit seiner Trainer SugarHill und Andy Lee.

Laut Hearns Posting, wünscht sich der Promoter einen Undisputed Champion im Schwergewicht und will die Vereinigung bereits im Sommer angehen. Schon vor wenigen Wochen ließ Hearn großes Interesse an dieser möglichen Vereinigung durchschimmern, sofern Fury den Fight gegen Wilder gewinnt. Doch das wohl größte Schwergewichts-Duell der britischen Boxgeschichte, will der 40-Jährige offenbar nicht im Wembley Stadium in London oder dem Millennium Stadium in Cardiff austragen lassen, sondern in Saudi Arabien. Ob es tatsächlich zum Kampf zwischen Hearns Cashcow Anthony Joshua (IBF-, WBA- und WBO-Weltmeister) und Tyson Fury (WBC-Weltmeister) kommen wird, bleibt dennoch abzuwarten, auch wenn Beiden die wohl größte Börse ihrer Karriere winken würde. Doch zunächst steht für AJ am 20. Juni erst einmal die IBF-Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev an.

Gut möglich wäre jedoch auch, dass Tyson Fury seinen Titel vorerst freiwillig verteidigt. Die nächsten Wochen sollten Klarheit bringen – Es bleibt also spannend in der endlich wieder interessanten Königsklasse des Boxens!

Trilogie gegen Wilder oder Unification mit Joshua - Gegen wen soll Fury boxen?

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