Joe Smith jr. knockt Hopkins aus und beendet dessen Karriere

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Hopkins im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Ring geschlagen“

Es sollte eigentlich ein glänzender und eindrucksvoller Abschied eines der größten Boxhelden unserer Zeit werden, als gestern Abend im Forum zu Inglewood (Kalifornien), der inzwischen schon 51jährige Halbschwergewichtler  Bernard Hopkins (55-8-2, 32 KOs), sich in seinem 65. Kampf seiner Karriere dem 27jährigen Joe Smith r. (23-1-0) in einem Kampf um den WBC International Halbschwergewichtstitel stellte.
Als Hopkins im Jahre 1988 seine Profi-Karriere begann war sein Gegner von gestern Abend gerade einmal ein Baby von nur einem Jahr.

Nachdem der Kampf bis zur 6. Runde eigentlich ausgeglichen war, Smith gewann Runde 1 und 2 und Hopkins konnte Runde 3, 4 und 5 für sich verbuchen, währen dann Smith wieder Runde 6 und 7 gewann, bahnte sich in der 8. Runde die Entscheidung an, in der der noch viel frischer wirkende Smith jr. den immer mehr abbauenden Hopkins an den Seilen durch den Ring trieb bis er Hopkins mit einer klassischen Rechts-Links-Kombination klar und wirkungsvoll erwischte. So wirkungsvoll, dass Hopkins durch die Seile des Hochrings, etwa zwei Meter nach unten auf den Betonboden stürzte und dort mit Schulter und Kopf regelrecht aufknallte. Nach großem Erschrecken und Verwirrung glaubte man erst Hopkins könne in den Ring zurückkehren und den Kampf fortsetzen, er schien dann aber doch verletzt und kampfunfähig zu sein, so dass der Ringrichter den Kampf beendete und Joe Smith jr. zum tKO-Sieger erklärte. Dieser unrühmliche Ausgang war dann auch die erste und einzige KO-Niederlage in Hopkins langjähriger Karriere. Und auch dieser Kampf war wie so oft bei großen Boxern „der Kampf zu viel“, den Kampf den man hätte lieber lassen sollen. Ob Mike Tyson gegen Kevin McBride oder Muhammad Ali gegen Larry Holmes und Trevor Berbick und unzählige andere, die auch alle nicht wussten wann sie aufhören sollten und bei denen dann der letzte Kampf, dann eben auch der Kampf zu viel war. Ein unrühmlicher Abgang von der Boxbühne für einen der ganz Großen des Boxsports.
 USYK VS MCHUNU

Usyk siegt durch KO bei seinem US-Debut

Olympiasieger Oleksandr Usyk (11-0, 10KOs) siegte bei seinem ersten Auftritt in den USA und seiner ersten Titelverteidigung seines WBO WM-Titels gegen den Süd-Afrikaner Thabiso Mchunu (17-3, 11KOs) in der neunten Runde, nach drei Niederschlägen (1 Mal in Runde 6 und zwei Mal in Runde 9) eindrucksvoll durch KO. Neben dem Niedergang des großen Bernard Hopkins dürfte dies die Geburtsstunde eines neuen großen Stars auf der Boxbühne in den USA gewesen sein.