IBF ordnet Anthony Joshua vs. Kubrat Pulev an

Pulev vs. Joshua im GesprächDie IBF hat gegenüber BoxingScene.com bestätigt, dass die Lager von IBF-Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua (19-0, 19 KOs) und Pflichtherausforderer Kubrat Pulev (25-1, 13 KOs) aufgefordert werden, über einen Kampf der beiden Schwergewichtler zu verhandeln.

Zweite WM-Chance für Kubrat Pulev gegen Anthony Joshua?

Wenige Tage nachdem Anthony Joshua Wladimir Klitschko in einem 11-Runden-Krimi eindrucksvoll besiegen konnte, bestätigte Lindsey Tucker von der International Boxing Federation (IBF) nun gegenüber dem US-amerikanischen Portal BoxingScene, dass Joshua und Pulev in Verhandlungen treten sollen. Mit einem unrühmlichen Punktsieg über Kevin Johnson in Bulgarien am vergangenen Freitag, hat Pulev nun 5 Siege in Folge einfahren können, nachdem er 2014 durch Wladimir Klitschko besiegt wurde. Damit steht der Bulgare aus dem Hause Sauerland nun wieder vor einem WM-Kampf um den IBF-Gürtel.

„Sein (Anthony Joshua, Anm. d. R.) Pflichtherausforderer ist Kubrat Pulev, die Nummer 2 der IBF. Wir werden vermutlich noch diese Woche eine Benachrichtung bzgl. der Verhandlungen verschicken.“, sagte Tucker gegenüber BoxingScene.

Joshua, der gegen Johnson lediglich 2 Runden brauchte, soll vermutlich im Herbst wieder boxen. Gegen wen dieser Kampf stattfinden wird, ist jedoch bisher nicht klar. Neben einem möglichen Rückkampf gegen Wladimir Klitschko und dem Pflichtherausforderer Pulev, hat sich zudem auch Tyson Fury ins Gespräch gebracht. Letzterer wird jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Joshuas nächster Gegner. Laut Eddie Hearn wäre dieser Kampf frühestens im April 2018 möglich.

Sollte Joshua einen möglichen Rückkampf gegen Wladimir Klitschko der Pflichtverteidigung seines IBF-Titels vorziehen, könnte dieser den Titel sogar verlieren. So erging es auch dem Briten Tyson Fury, der nach seinem Sieg über Klitschko gegen Czar Glazkov boxen sollte. Da Wladimir Klitschko jedoch den Rückkampf wollte und die Pflichtverteidigung des IBF-Titels damit herausgezögert wurde, erkannte man Fury kurzerhand den Titel ab.