WM-Kampf zwischen Billy Joe Saunders und Shefat Isufi verschoben

Der für den 13. April geplante Kampf zwischen dem Ex-Weltmeister, Billy Joe Saunders und dem Münchner Shefat Isufi findet erst einmal nicht statt und wurde auf einen noch unbekannten Termin verschoben.

Chaos um den Supermittelgewichtsgürtel der WBO

Eigentlich hätte es im April in London um den vakanten Weltmeistertitel der WBO gehen sollen. Vor seinem heimischen Publikum wollte sich der ungeschlagene Billy Joe Saunders (27-0, 13 KOs) nun auch einen Titel im Supermittelgewicht zulegen. Für seinen geplanten Gegner und klaren Außenseiter, Shefat Isufi (27-3(1)-2, 20 KOs), hätte dies die große Chance seiner Karriere bedeutet. Wie sich jetzt jedoch herausgestellt hat, gibt es bei der ganzen Sache einen Haken; der vakante Titel um den hätte geboxt werden sollen, ist nämlich offensichtlich gar nicht vakant.

Gilberto Ramirez bleibt Weltmeister

Auslöser des ganzen Spektakels war die Ankündigung des eigentlichen Titelträgers, Gilberto Ramirez, seinen nächsten Kampf im Halbschwergewicht austragen zu wollen. Bei der WBO ging man wohl davon aus, dass diese Ankündigung des Mexikaners, mit einer Niederlegung des Titels im Supermittelgewicht gleichzusetzten war. Man erklärte diesen also für vakant und setzte, den jetzt verschobenen Kampf, zur Ermittlung eines neuen Titelträgers an.

Soweit so gut dachten sich wohl alle … – außer der gerade zum Ex-Weltmeister erklärte Ramirez. Wie jetzt bekannt wurde, hatte dieser den besagten Weltmeistertitel nämlich nie niederlegen wollen. Vielmehr war die Ansetzung eines Kampfes im Halbschwergewicht eher als ein Testlauf geplant, in dessen Folge der Champion seinen Gürtel im Supermittelgewicht eventuell wieder verteidigen möchte. Laut Ramirez und seinem Team, war dieses Vorhaben im Vorfeld mit dem Präsidenten der WBO, Francisco Valcárcel, besprochen und von diesem auch abgesegnet worden. Wie es dennoch zu der großen Verwirrung kommen konnte, ist bisher unklar.

Für den Fight zwischen Saunders und Isufi jedenfalls bedeutet das, dass bei dem Aufeinandertreffen kein Titel auf dem Spiel stehen wird. Der Kampf soll zwar dennoch stattfinden, allerdings zu einem späteren, noch unbekannten Zeitpunkt. Die Enttäuschung bei den beiden Boxern, deren Fans, sowie aller an dem abgesagten Event beteiligten dürfte groß sein und die Frage, wie es bei einem Weltverband zu derartigen Kommunikationsfehlern kommen kann, bleibt zu beantworten.

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