BDB Präsident Thomas Pütz – Statement zum Rücktritt von Wladimir Klitschko

Wladimir Klitschko unterwegs im Privatjet mit BDB Präsident Thomas Pütz
Wladimir Klitschko unterwegs im Privatjet mit BDB Präsident Thomas Pütz

Einer der größten Boxer des Bundes Deutscher Berufsboxer beendet seine Karriere

Puetz - KlitschkoNachdem heute Mittag die Breaking News mit dem Rücktritt von Olympiasieger und Ex-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko (64-5-0, 53 KO Siege) über die Ticker der nationalen und internationalen Presse-Agenturen lief, war klar, dass einer der bedeutendsten beim BDB lizenzierten Boxer aller Zeiten seine Boxhandschuhe an den berühmten Nagel gehängt hat. Wladimir Klitschko reiht sich in die Analen großer früherer BDB Boxer ein, wie der von Wladimir verehrte frühere Schwergewichts-Weltmeister Max Schmeling, wie Karl Mildenberger, Eckard Dagge, Henry Maske, Markus Beyer oder Sven Ottke. Nachdem Wladimir Klitschko im Jahre 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Goldmedaille gewonnen hatte, beantragte Klitschko im gleichen Jahr beim Bund Deutscher Berufsboxer eine Boxlizenz als Profiboxer und stand am 16. November 1996 erstmals als Profi im Ring. 21 Jahre boxte Klitschko mit einer Boxlizenz des BDB und war seit dem der bekannteste beim BDB lizensierte Boxprofi und das Aushängeschild des BDB, was lag also näher, dass Boxen1 den Präsidenten des Bundes Deutscher Berufsboxer Thomas Pütz um ein Statement bat.

Hierzu führte Thomas Pütz Folgendes aus: „Dass Wladimir Klitschko seine grandiose Karriere beendet, sehe ich als Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen freue ich mich für und mit Wladimir, dass er diese Entscheidung getroffen hat, und gratuliere ihm zu diesem großen Schritt. Auf der anderen Seite hätte ich – wie Box-Fans auf der ganzen Welt – sehr gerne das Rematch gegen Anthony Joshua gesehen. Und generell werden mir wie natürlich auch dem gesamten BDB die grandiosen Kämpfe und Veranstaltungen fehlen.
Wladimirs Entscheidung hat mich nicht überrascht, weil ich ihn schon sehr lange und gut kenne, aber sie beeindruckt mich, weil er mit dem Rückkampf gegen Joshua sehr viel Geld hätte verdienen können. Das beweist, dass es Wladimir Klitschko – anders als zum Beispiel im Fall des Show-Kampfes zwischen Floyd Mayweather jr. und Conor McGregor – immer um den Sport ging und nie ums Geld. Das ist ein wichtiges Zeichen an uns alle, und man kann diesen Schritt gar nicht genug respektieren.
Ich danke Wladimir Klitschko dafür, dass er dem BDB über so viele Jahre die Treue gehalten und uns alle mit herausragenden Leistungen begeistert hat. Er war und ist der beste Botschafter, den sich der Boxsport wünschen kann, wie auch die Vielzahl der Reaktionen aus der ganzen Welt auf sein Karriereende beweist, und wir hoffen, dass er dem BDB und dem Boxen generell in welcher Funktion auch immer noch sehr lange erhalten bleibt.“

Thomas Pütz
Präsident Bund Deutscher Berufsboxer

Dem kann sich Boxen1 nur anschließen: Boxen1 verneigt sich vor Wladimir Klitschko.