Neuer Fury-Trainer Sugar Hill: Knockout ist Plan für Wilder-Rematch

Am Sonntag wurde bekannt, dass sich Tyson Fury von Trainer Ben Davison getrennt hat. Dessen Platz hat nun Javan „Sugar“ Hill eingenommen, der gegenüber Sky Sports zugleich „in die Vollen“ ging.

SugarHill und Tyson Fury setzen für Wilder-Rematch auf den „Kronk-Stil“

Nachdem Tyson Furys Onkel Peter Fury aus dem Trainer-Amt entlassen wurde, stieg der noch junge Ben Davison als Chef-Coach des selbsternannten „Gypsy King“ ein. Davison holte Fury nach seinem Sieg über Wladimir Klitschko aus einem mentalen Loch – einem Loch aus Übergewicht, Drogen, Alkohol und psychischen Problemen. Es folgten zwei Aufbaukämpfe gegen Sefer Seferi und Francesco Pianeta, ehe es zum Aufeinandertreffen zwischen ihm und KO-König sowie WBC-Weltmeister Deontay Wilder kam. Gegen ihn legte Fury einen sensationellen Fight hin, in welchem er zwar zweimal schwer zu Boden ging, den Kampf jedoch hätte nach Punkten einstimmig gewinnen müssen. Am Ende trennten sich beide jedoch mit einem höchstumstrittenen Unentschieden – zum Entsetzen vieler Boxfans und Experten.

Die Trennung von Davison am Sonntag glich einem Paukenschlag. Nicht wenige sprachen gar von einem „gewaltigen Fehler“, nur knapp zwei Monate vor dem Rückkampf gegen Deontay Wilder, der für den 22. Februar 2020 geplant ist, Davison auszutauschen. Und doch könnte dies die Konsequenz aus Furys letztem Fight gegen den Schweden Otto Wallin sein. Furys neuer Trainer ist kein geringerer als der Neffe des verstorbenen Hall of Fame-Trainers Emanuel Steward. Javan „Sugar“ Hill aus dem legendären Kronk Gym, der viele Jahre als Assistenztrainer seines Onkels tätig war, soll Fury nun auf das Rematch mit WBC-Champ Wilder vorbereiten und verriet bereits seinen „Plan“.

Gegenüber Sky Sports sagte Sugar Hill: „Es ist der Kronk-Stil, also ist es nicht schwer es herauszufinden. Was hat Emanuel am meisten gefallen? Wenn Sie diese Antwort kennen, wissen Sie, über welchen Plan Tyson gesprochen hat. Es ist so einfach […]. Beide Jungs sind große Puncher, doch Wilder ist ein größerer, er ist eine Puncher-Bestie. Aber ein Schlag ändert einen Kampf und deshalb sind die Schwergewichte die großen Daddys von allen. Ein KO ist immer der Plan. Warum also an etwas anderes denken?“

„Er wollte einen Trainer, der technisch ist. Er möchte sehr technisch sein. Wir werden also an seiner Technik arbeiten. Dies sind die Eigenschaften, nach denen er gesucht hat, als er mich angerufen hat und ich stimme mit der Beschreibung überein. Es ging alles so schnell. Anfangs hat er mit mir darüber gesprochen, ob ich ins Trainingslager kommen kann, dann habe ich gehört, dass Ben Davison weg ist und plötzlich war ich der Cheftrainer“, so Sugar Hill weiter.