Ergebnisse der Undercard von Ludwigshafen

Foto: Albon Pervizaj Facebook

Die Ergebnisse der Undercard von der Team Sauerland  Veranstaltung in der Friedrich-Ebert Halle in Ludwigshafen mit Sanel Hasanovic, Sukru Altay, Slawa Spomer, Marko Radonjic, Simon Zachenhuber, Ahmad Ali, Deniz Ilbay und Albon Pervizaj.

Sanel Hasanovics erster Kampf führt zu einem schmeichelhaften Unentschieden.

Hasanovic eröffnete den Kampfabend in einem auf vier Runden im Cruisergewicht angesetzten Kampf. Man merkte dem Kämpfer aus Bosnien & Herzegowina jedoch an, dass dies hier sein erster Ringauftritt bei den Profis war. Im ersten Durchgang konnte er den 35-jährigen Tschechen noch in Schach halten. Im zweiten Durchgang gelang seinem Kontrahenten jedoch ein schöner Uppercut, in der Folge blutete Hasanovic kräftig aus der Nase. Hrazdira hingegen konnte immer wieder gut in der Halbdistanz treffen. Dieses Bild bestätigte sich auch in den folgenden Runden. Am Ende sprang nur ein Unentschieden für den Debütanten heraus, dieses war jedoch ebenfalls mehr als Schmeichelhaft.

Sukru Altay gewinnt gegen Geriso Aduashvilli (Georgia) den GBU Inter-Continental im Halbschwergewicht durch Aufgabe des Georgiers in Runde 4

Gleich zu Beginn positionierten die Matchmaker Sukru Altay auf der Uncercard, ein guter Spielzug, sorgten doch die Begleitungen von Altay für Stimmung und eine gut gefüllte Halle. Dies beflügelte den Kemptener nachhaltig und so erzwang der Deutsche die Aufgabe des Georgiers in Runde 4. Dem voraus gingen mehrere Treffer in den vorherigen Runden, ehe letztlich eine Kombination an die linke Schulter, den Georgier nachhaltig kampfunfähig setzte.

Marko Radonjic schlägt erwartungsgemäß Samir Barakovic

In einem einseitigen Kampf, den der in 11 Kämpfen unbesiegte Montenegriner Radonjic klar bestimmte, konnte der Gegner, Samir Barakovic, nichts Überzeugendes darbieten und musste letztlich nach drei Runden aufgeben. Für die Zukunft sollte der 28-jährige Radonjic aber bessere Gegner vor die Fäuste bekommen.

Slawa Spomer feiert klaren Erstrunden-KO gegen Benjamin Skender

Der Heilbronner Spomer wurde seiner klaren Favoritenrolle vollends gerecht und machte kurzen Prozess. Er konnte nach einer schönen Kombination an den Kopf des Gegners nach 2:07 Minuten gewinnen. Der Heilbronner empfiehlt sich immer mehr für größere Aufgaben. Bei diesem Talent könnte man aber auch einen größeren Prüfstein für die nächsten Kämpfe einplanen.

Auch Simon Zachenhuber, der nebenbei durch lautstarke Unterstützung seiner Fans punkten konnte, gewann durch Abbruch in Runde Drei.

Auch für Simon Zachenhuber sollten die Trauben heute Abend nicht sonderlich hoch hängen – Er machte ebenfalls kurzen Prozess und konnte gegen Andrei Dolhozhyieu aus Weißrussland bereits nach drei Runden durch Abbruch gewinnen. Der Weißrusse stand mehrere Sekunden lang fast wehrlos an den Ringseilen ohne Kampfbereitschaft zu signalisieren, folgerichtig kam dann der Abbruch. Zudem zeigte Zachenhuber auch gute Aktionen, so dass er seinen Gegner bereits in Runde 1 am Boden hatte.

Ahmad Ali gewinnt souverän durch gewaltigen Uppercut in Runde Drei und macht große Ankündigungen nach dem Sieg gegen den Finnen Mika Joensuu

Der Finne kam sofort gut in den Kampf und war bemüht den Ring nicht als Verlierer zu verlassen, doch sein Kontrahent Ahmad Ali war ebenfalls mehr als bemüht eine gute Vorstellung zu liefern. Nachdem Runde 1 noch relativ ausgeglichen war, konnte Ali in den Runden Zwei und Drei das Tempo erhöhen und so auch immer wieder gute Treffer landen. In Runde Drei kam Ali zunächst mit guten Treffern zum Kopf und Körper seinem Ziel näher, ehe zum Schluss ein gewaltiger Uppercut das dann ungleiche Geschehen beendete. Noch im Ring bedankte sich Ali bei seinen Sponsoren und sagte, dass er alle „Großen“ boxen wolle – wir dürfen gespannt sein.

Deniz Ilbay feiert vollmundiges Comeback nach fast Zehn Monaten Ringpause und gewinnt gegen Jean-Pierre Habimana einstimmig.

Ilbay kam gut in den Kampf, wenngleich sich der Belgier in den ersten beiden Runden gut verkaufte und auch Treffer landen konnte. Die Dritte Runde war dementsprechend sehr unterhaltsam. Ilbay und Habimana lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und bekundeten beide, durch ihr Lächeln, gegenseitigen Respekt. Ebenfalls konnten beide beim Publikum durch ihren guten „Handspeed“ punkten, dies quittierte das Publikum mit dementsprechendem Applaus.

Foto: Team Sauerland

In Runde Vier zunächst folgendes Bild: Der Kölner mit der Kampfführung und einigen guten Treffern, der Belgier hingegen konnte die Rundenmitte für sich entscheiden, ehe „El Pistolero“ den Belgier gegen Rundenende mehrere gute Kopftreffer beibringen konnte. In Runde Fünf, die man durchaus dem Herausforderer geben konnte, gelang es dem 35-jährigen Belgier immer wieder aus der Halbdistanz zu treffen. In der sechsten Runde schien es, gerade zum Ende, dass Ilbay nun endgültig die Oberhand gewinnen könne und den Belgier am Rande des Niederschlages hatte.

In der folgenden Runde sah es aber so aus, dass Ilbay im Schongang boxte, wenngleich auch diese Runde klar an den Kölner ging. Die letzte Runde bot dann noch mal spektakuläres für die Zuschauer – Erst der Belgier mit einem andauernden Schlaghagel, ohne jedoch wirklich zu treffen, dann zeigte Ilbay sein ganzes Können und schlug mehrere harte Geraden an den Kopf des Belgiers. Letztlich lautete das Urteil dann einstimmig 80:72 für „El Pistolero“ Deniz Ilbay. Noch im Ring forderte der Kölner den Hamburger Sebastian Formella heraus. Wir würden uns freuen, wenn dieser Kampf wie gefordert, Ende dieses Jahres zustande käme.

Albon Pervizaj mit erneutem KO in Runde 1 gegen Nico Wagner, der letztlich vollkommen Chancenlos blieb…

Foto: Albon Pervizaj Facebook

Der Hamburger konnte erneut durch einen KO gewinnen und lies dabei seinem 36-jährigen Kontrahenten, dem Hallenser Nico Wagner, keine Chance. Nach mehreren guten Treffern durch die löchrige Deckung, des zuvor in fünf Kämpfen unbesiegten Wagner, ist es letztlich eine harte Rechte des Ulli Wegner Schützlings „AP1“, die Wagner auf den Ringboden schickt. Der lässt sich zwar anzählen, doch signalisiert keine Kampfbereitschaft und wird damit, auch zurecht, aus dem Kampf genommen. Doch für Pervizaj sollte langsam die Zeit der Aufbaukämpfe zu Ende sein, immerhin forderte er jeden heraus der einen Titel trägt, so die Aussage des Hamburgers im Interview mit Sarah Valentina von Sport1.

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