WM-Titel weg: WBA erkennt Guillermo Rigondeaux Gürtel ab!

Guillermo RigondeauxFür Guillermo Rigondeaux (17-1-0-1NC,11 Ko’s) beginnt das neue Jahr leider genauso erfolglos, wie das alte aufgehört hat! Wenige Wochen nach seiner vernichtenden Niederlage gegen den ukrainischen Super-Boxer Vasyl Lomachenko (10-1-0,8 Ko’s), ist der Kubaner nun auch seinen WBA-Titel im Super-Bantamgewicht los.

Das Ende von „El Chacal“?

Schon bevor Guillermo Rigondeaux zum Fight gegen Lomachenko, am 9. Dezember im Madison Square Garden-Theater, angetreten ist, hatte die WBA (World Boxing Association) einen Rückkampf gegen Moises Flores (25-0-0-1NC, 17 Ko’s) angeordnet. Der erste Kampf zwischen Rigondeaux und Flores endete im Juni vergangenen Jahres in einem „No Contest“, nachdem Rigondeaux seinen Kontrahenten unmittelbar nach dem Gong nach der ersten Runde schwer zu Boden schlug.

Aufgrund des vermeintlichen Mega-Fights gegen Vasyl Lomachenko, stieg Rigondeaux gleich zwei Gewichtsklassen auf, um gegen Lomachenko um dessen WBO-Titel im Super-Federgewicht boxen zu können. Die WBA erteilte dafür eine Sondergenehmigung, allerdings mit der Vorgabe, dass Rigondeaux im Falle einer Niederlage seinen Gürtel los ist. Im Falle eines Sieges, hätte der Kubaner fünf Tage Zeit gehabt sich zu entscheiden, in welcher Gewichtsklasse er bleiben möchte.

Lomachenko beherrscht Rigondeaux / Foto: Top Rank
Lomachenko beherrscht Rigondeaux / Foto: Top Rank

Bekanntermaßen endete das mit großer Vorfreude erwartete Gefecht gegen Lomachenko in einer, überraschenderweise, einseitigen Demonstration vom ukrainischen Titelverteidiger. Von Beginn an bestimmte der 29-jährige Vasyl Lomachenko den Kampf und ließ dem 37-jährigen Kuabaner nicht den Hauch einer Chance. Nach sechs Durchgängen, beendete die Ecke von Rigondeaux den Kampf.

Als Begründung, für die enttäuschende Leistung vom einstigen ungeschlagenen Champion, wurde eine Handverletzung genannt. Doch die „Verletzung“ stellte sich letztlich als eine ledigliche Prellung heraus. Auch diese Tatsache, trug nicht unbedingt zur Wertschätzung von Rigondeaux bei. Es wäre dennoch sicherlich schade, wenn die Karriere vom zweifachen Olympiasieger mit einem traurigen und bitteren Beigeschmack enden würde. Denn an der boxerischen Klasse, die Rigondeaux ohne Frage besitzt, sollte es keinen Zweifel geben.

Als alleiniger WBA-Weltmeister regiert nun der aus Los Angeles stammende Daniel Roman (23-2-1, 9Ko’s) im Super-Bantamgewicht. Sollte Roman seinen nächsten Fight im Februar gewinnen, wird es wohl danach zur Pflichtverteidigung gegen Moises Flores kommen.