Tony Bellew: nächster möglicher Gegner Tyson Fury?

fury-bellew-collageAm Samstag lieferte Underdog Tony Bellew in der O2 Arena in London gegen David Haye einen großen Kampf ab. Bellew besiegte in der fünften Runde den einstigen Weltmeister im Cruiser- und Schwergewicht vorzeitig und würde nun gern als nächstes gegen den britischen Ex-Champion Tyson Fury in den Ring steigen.

Bellew: Tyson Fury ist kein Puncher, ich würde ihn gern ausknocken!

Nach seinem triumphalen Sieg über David Haye am vergangenen Wochenende (Bellew schickte Haye insgesamt drei mal zu Boden, ehe der Referee den Kampf in Runde 5 beendete), sucht der „Bomber“ aus Liverpool nun nach einem nächsten großen Kampf. Am liebsten, so scheint es, möchte der aus dem Halbschwergewicht in die Königsklasse aufgestiegene Ex-WBC-Weltmeister im Cruiser gegen keinen geringeren als Tyson Fury (25-0, 18 KOs) ins Seilgeviert steigen.

Fury, der seit November 2015 und seinem dominanten Punktsieg über Wladimir Klitschko nicht mehr im Ring stand, wird nun nach über zweieinhalb Jahren Pause, am 9. Juni, in den Ring zurückkehren. Da Bellew nicht wirklich gewillt ist, gegen einen großen Puncher wie beispielsweise Deontay Wilder zu boxen, würde er einen Kampf gegen Fury bevorzugen. Für Tony Bellew, der nach seinem zweiten Sieg gegen Haye nun auf Platz 4 der Weltrangliste auf BoxRec steht, wäre Fury wohl die erste Wahl: „Ich würde gern gegen Tyson Fury kämpfen. Ich würde es lieben, ihn auszuknocken“, so Bellew

„Timing ist alles in diesem Sport. Ich sage nicht, dass ich ihn in Düsseldorf geschlagen hätte, als er Wladimir Klitschko 2015 besiegt hat. Fury ist kein großer Puncher wie Anthony Joshua oder Haye. Er ist groß, beweglich und schnell für einen Schwergewichtler. Das wäre ein Kampf den ich lieben würde.“

Eddie Hearn glaubt hingegen nicht daran, dass Fury in naher Zukunft mit einem Mann wie Bellew in den Ring steigen würde: „Wenn man sieht, wen Tyson Fury über die nächsten drei oder vier Kämpfe boxen wird, wird er nicht in die Nähe von Tony Bellew kommen.“

Fury zu Bellew: Nachdem ich dich in Runde 1 KO geschlagen habe, kannst du meine Schuhe sauber machen!

Eine Antwort seitens Fury ließ, erwartungsgemäß, natürlich nicht lange auf sich warten. Der Mann, der Klitschko nach über 10 Jahren Regentschaft vom Schwergewichtsthron stieß, geht von einer herben Niederlage Bellews aus, sofern beide im Ring aufeinandertreffen würden.

Fury, der den Kampf zwischen Bellew und Haye sah, hatte etwas Mitleid mit seinem einstigen „Feind“ Haye: „Er tat mir Leid. Nach all der Scheiße, die wir durchhaben, tat er mir Leid.“ Auch Furys neuer Trainer Ben Davison ist der Meinung, dass Haye nicht mehr auf sein Können zurückgreifen konnte: „Tony Bellew hat sehr gut geboxt, er behielt seinen Plan bei.“, so Davison. „Ich mag Tony, aber es gibt keine Möglichkeit, dass er Fury boxerisch schlagen könnte.“

Auch Tyson Fury ist sich seiner Sache sicher: „Mal im Ernst, wie lang glaubt ihr würde ich brauchen, um durch Tony Bellew durchzumarschieren, ohne mich dabei selbst zu verteidigen? Ich denke nicht, dass er mich mit beiden Händen auf meinem Rücken schlagen könnte. Er würde nach fünf oder sechs Schlägen müde werden. Er ist ein alter Penner, er ist nur dafür gut, mein Gegner zu sein. Wenn du da draußen bist Tony, nachdem ich dich in der ersten Runde ausgeknockt habe, gebe ich dir einen Job indem du meine Schuhe putzt.“

Ob Tyson Fury in naher Zukunft auf Tony Bellew trifft, darf durchaus bezweifelt werden. Zunächst einmal muss Fury einige Aufbaukämpfe bestreiten, ehe ein solcher Kampf realistisch sein könnte. Doch bevor es soweit ist, wird sicher einige Zeit vergehen. Ein Showdown zwischen den beiden Briten wäre dennoch eine interessante Ansetzung und würde die Boxhallen in Großbritannien füllen.

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