
Verhaltener Beginn zieht sich leider über den gesamten Kampf
Beide Kontrahenten gingen in den ersten Runden keine Risikos, vor allem die Inaktivität des Mannes aus Manchester, sorgte früh dafür, dass sich Pulev keine größeren Sorgen um den Kampfausgang machen musste. Spätestens jedoch ab dem zweiten Durchgang zeigte Pulev warum wenige gegen den bereits 37-jährigen in den Ring steigen wollten. Nach einer ansatzlosen Linken des ehemaligen Sauerland Schützlings öffnete sich unterhalb des Auges von Fury ein größerer Cut.

Pulev im Mittel etwas schwächer, doch zum Ende mit verdientem einstimmigen Punktsieg
Den Ausschlag über die Runden gab wohl die größere Erfahrung des Bulgaren und der frühe Cut beim Briten, der ihn immer mehr behinderte. Die ersten unsauberen Aktionen Fury´s sorgten ebenfalls für Unmut bei Publikum und Ringrichter. Doch die Runden Sieben und Acht boten dann wieder einige sehr gute Aktionen. Vor allem Fury traf unter anderem öfter zum Kopf des Lokalmatadoren. Pulevs größter Pluspunkt war jedoch die Tatsache, dass er über die weitaus bessere Technik verfügte und sich so gegen die vielen Unsauberkeiten Furys zur Wehr setzen konnte. Die sogenannten Championschip-Rounds verbuchte Kubrat Pulev dann letztlich mit solider technischer Arbeit, einigen sehenswerten Treffern und sauberem Boxen für sich. Hier sah man auch größtenteils das vorhandene Können des Bulgaren.
Nach 12 Runden werteten die Kampfrichter einstimmig mit 118:110, einem 117:111 und einem 115:113 für den ehemaligen Klitschko Herausforderer, Kubrat Pulev. Der Schützling von Ulli Wegner hat sich damit das Recht erkämpft den Weltmeister der IBF, Anthony Joshua herauszufordern. Aus finanzieller Sicht ist der Kampf für die Cobra in diesem Alter mehr als lukrativ, doch ob wirklich Siegchancen bestehen, dürfte manchem Experten ein Schmunzeln abringen.

















