Der Joyce-Express rollt weiter / Tennyson und Ward mit großartiger Schlacht
„The Juggernaut“ (zu Deutsch: der Lastzug) machte seinem Namen alle Ehre und ließ dem Jamaikaner Lenroy Thomas nicht den Hauch einer Chance. Kaum ertönte der Ringgong, da feuerte der Silbermedaillengewinner von Rio schon aus allen Rohren. Lehrbuchmäßig sahen die Attacken dabei mitnichten aus, doch Thomas fand trotzdem keine Antworten auf die Vielzahl der Hände. Am Ende der ersten Runde, nachdem er vorher schon angeschlagen war, fing sich der Commonwealth Champion einen saftigen linken Haken zu Körper und musste zu Boden.


Mit einem Knaller ging die Live-Übertragung aus der Londoner O2-Arena los. Im Kampf um den Commonwealth-, EBU- und WBA International Title im Super-Federgewicht gingen die Kontrahenten James Tennyson und Martin Joseph Ward aufs Ganze. Tennyson ging bedingungslos nach vorne, doch Ward wich nicht zurück. Es sah sogar so aus, als könne er Tennyson in seinen Angriffsbemühungen stoppen, als er ihn mit einem harten Körpertreffer zu Boden schickte. Der Nordire Tennyson ließ sich jedoch nicht kleinkriegen und gewann Stück für Stück die Oberhand.


Der Bronzemedaillengewinner der letzten Olympiade hatte keine Probleme mit seinem französischen Gegner Stephane Cuevas und deutete dabei an, dass er für größere Aufgaben bereit ist. Mit präzisen, variantenreichen Kombinationen bestimmte Halbschwergewichtler Buatsi jederzeit den Kampf, bis er Cuevas in Runde 5 weichgeklopft hatte. Der Brite mit ghanaischen Wurzeln gilt als einer der ganz großen Hoffnungen im Stall von Eddie Hearn.














