Fitnessguru Ali Ak über die richtige Ernährung für Boxer

Der bekannte Sportler-Finetuner Ali Ak hat sich mit seinem Training im Holmes Place in Berlin einen Namen gemacht. Unter Ali’s Fight Clubplant er im Oktober die erste große Box-Fight Night der Sonderklasse. Im zweiten Teil seiner Video-Reihe bekommen wir einen Einblick in Alis Ernährungsgrundsätze.

Ali Ak: „Die Natur gibt uns alles!“

„Wie ernähre ich mich? Was ess ich?“, das sind nur zwei von vielen Fragen, die den Berliner Personalcoach regelmäßig ereilen. Eine angepasste, ausgewogene und vor allem gesunde Ernährung ist das A und O und einer der Grundbausteine für ein erfolgreiches Training. Aus den mit der Nahrung zugeführten Nährstoff-Bausteinen zieht der Körper die notwendige Energie, um sportlich aktiv sein zu können. „Wenn wir nach der Ernährung schauen, sollten wir uns an der Natur orientieren, denn wir sind ein Teil davon! Die Natur gibt uns alles: Mineralien, Vitamine, Spurenelemente …“, lautet Alis Grundsatz beim Thema Ernährung.

Der Nahrungsumsatz muss dem Grund- und Leistungsumsatz eines Jeden individuell angepasst werden. Der erfahrene Fitnesstrainer, der unter anderem auch als Ernährungsberater seine Schützlinge in nahrungsspezifischen Angelegenheiten beraten darf, rät davon ab, die üblichen Ernährungsmodelle ohne Vorüberlegungen auf sich selbst anzuwenden.

Mit der Ernährung experimentieren

Maßgeblich ist immer, wie sich der eigene Tag gestaltet: Wann beginnt der Tag? Wann hört er auf? Wie viel Leistung wird erbracht? Von den bekannten Modellen die nötige tägliche Energiezufuhr auf drei Mahlzeiten am Tag zu verteilen oder nach 18 Uhr nichts mehr zu essen, hält Ali nicht viel. „Man muss etwas Selbstbeherrschung haben und experimentieren, denn jeder hat gewisse Stärken und Schwächen.“

Von sich selbst sagt er: „Ich esse sehr oft. Ich esse immer Kleinigkeiten, in bestimmten Zyklen, aller zwei Stunden, sodass mein Stoffwechsel ständig beschäftigt ist und arbeitet.“ Der Körper des Fitnesstrainers benötigt den ganzen Tag in kleinen, aber regelmäßigen Dosen Energie, denn nur so kann er gutes Training für seine Schützlinge, wie Boxer, Fußballer, Bodybuilder, ebenso wie für Kinder und Senioren gewährleisten.

Drei, sechs, zehn!

Der erfahrene Ernährungscoach rät, die eigene Ernährung den persönlichen Gegebenheiten und Tagesabläufen anzupassen. Warum aus drei Mahlzeiten nicht sechs oder zehn machen? Als Beispiel führt Ali an, morgens mit etwas Obst zu starten. Der darin enthaltene Fruchtzucker hilft beim Start in den Tag und den damit verbundenen, geforderten körperlichen Leistungen. Abends hingegen empfiehlt er Gemüse, denn der Körper kommt nach der Leistungserbringung tagsüber nun zur Ruhe und ist auf keinen Zucker-Kick mehr angewiesen.

Pauschal auf Kohlenhydrate zu verzichten, wie er vielfach zu hören bekommt, ist nicht zielführend. Der Körper kann für ein effizientes Training und den daraus resultierenden Muskelaufbau auf keinen der drei Bausteine der Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate verzichten. Wobei auch hier Obacht geboten ist, denn: je nach individuellem Tagesablauf und körperlichem Einsatz sollte man diese Bausteine vermehrt oder vermindert zuführen. Vor dem Training empfiehlt sich eher eine größere Portion Kohlenhydrate als hinterher. Sind die Muskeln nach dem Training gereizt, kann man deren Regeneration mit einer zusätzlichen Portion Eiweiß fördern.

Text: Ali’s Fight Club