
Beherzt auftretender Samuel Vargas verlangt Khan alles ab
Niemand wusste vor diesem Duell, wo Amir Khan in puncto Leistungsvermögen wirklich noch stehen würde. Anhand des 40-Sekunden-KOs über Phil Lo Greco konnte man sich darüber ja nun nicht wirklich ein gutes Bild machen und davor stand Khan zwei Jahre nicht im Ring. Nun ist die Boxwelt deutlich schlauer und das Ergebnis sieht aus Sicht des 31-jährigen Ex-Weltmeisters nicht allzu zufriedenstellend aus. Gegen den kampfstarken, aber technisch limitierten Samuel Vargas lieferte sich „King Khan“ eine substanzraubende Schlacht, die aufzeigt, dass es für ihn in der Weltspitze des Weltergewichts nicht mehr reichen könnte.


Vargas auf der anderen Seite blieb gefährlich und versuchte alles. Erfolg hatte er oft mit harten Attacken zum Körper, die unter anderem dafür sorgten, dass Khan im Schlussteil des Kampfes konditionell angeschlagen wirkte. Fast mit dem Ringgong am Ende der zehnten erwischte er Khan aus einer Drehbewegung nochmal mit einem rechte Haken, sodass dieser wieder ein kleines Tänzchen hinlegte und ebenfalls wieder vom Läuten der Glocke gerettet wurde. Schlussendlich war es ein klarer Punktsieg für Khan (die Wertungen: 119-109, 119-108, 118-110) aufgrund der Vielzahl der klaren Treffer und der höheren Schlagfrequenz, schmerzhaft war es am Ende aber für beide Kontrahenten.
Klar ist, dass Amir Khan mit dieser Performance als Außenseiter in Kämpfe gegen Erzrivale Kell Brook oder Manny Pacquiao gehen würde. Die besten Jahre in der Karriere des Mannes von der Insel scheinen vorüber.
















