Deontay Wilder: „Diesmal steht Fury nicht wieder vom Boden auf. Das verspreche ich!“

Wilder: „Dies ist der Tag des letzten Gerichts. Ich fange da an wo ich beim letzten Kampf aufgehört habe.“

Wie im Wesentlichen jeder, der den ersten Kampf der Beiden gesehen hat, kann der 34-jährigen Deontay Wilder (42-0-1, 41 KO-Siege) aus Tuscaloosa, Alabama, es selbst immer noch nicht verstehen, wie Tyson Fury nach dem brutalen Niederschlag in der 12. Runde ihres ersten Kampfes, wieder vom Ringboden aufgestanden ist und weitergeboxt hat, als wäre nichts passiert.

Nachdem Deontay Wilder den sicher technisch besseren Engländer, mit einer Rechts-Links-Kombination regelrecht gefällt hatte, die ihn flach auf den Rücken fallen ließ – wo Fury auch wie bewusstlos einige Sekunden liegen blieb – ging Wilder ganz sicher davon, dass er Fury mit dieser brutalen Kombination erledigt hatte. Doch irgendwie schlug der frühere Schwergewichts-Champion wieder die Augen auf, nachdem Ringrichter Jack Reiss gerade  bis 6 gezählt hatte und kam auch irgendwie wieder auf die Beine, bevor der Ringrichter bis zehn zählen konnte.

Der inzwischen 31-jährigen Tyson Fury (29-0-1, 20 KO-Siege), aus Manchester, England, stand aber nicht nur wieder vom Boden auf, sondern er fightete auch direkt wieder mit und kam mit harten Schlägen zurück, die es dem WBC-Champion schwer machten, aus dem Niederschlag Kapital zu schlagen. Die bemerkenswerte Physis des Herausforderers ermöglichte es ihm, die letzten Sekunden bis zur Glocke, die dann den Kampf beendete, zu überstehen und gegen Wilder zu einem umstrittenen Unentschieden zu kommen.

Wie man hier sehen kann, liegt Tyson Fury bei 6 immer noch bewusstlos mit geschlossenen Augen auf dem Ringboden.

Eigentlich war Tyson Fury schon KO und manch anderer Ringrichter, hätte bei diesem brutalen Niederschlag erst gar nicht mit dem Zählen begonnen und den Kampf direkt abgebrochen. Nur, wenn Fury über die Runden gekommen ist, was ja der Fall war, dann hätte er auch nach Punkten gewinnen müssen. Denn Wilder hat zwar klar die neunte und die 12. Runde mit jeweils 10:8 gewonnen und vielleicht auch noch die 3. Runde mit 10:9. Die anderen 9 Runden gingen aber klar an Tyson Fury, so dass es eigentlich nicht nachvollziehbar ist, wie die Punktrichter dann ein Unentschieden errechnet haben.

Deontay Wilder weiß, dass er es sich nicht leisten kann, Tyson Fury vom Haken zu lassen, wenn er ihn beim Rematch, am Samstagnacht, in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, erneut anknockt oder zu Boden schlägt. Wilder ist sich sicher bewusst, dass es schwierig sein wird, Fury nach Punkten zu besiegen und der WBC Champion beabsichtigt auch nicht, zum dritten Mal in seiner elfjährigen Profikarriere über die volle Distanz zu gehen.

Im ersten Kampf trennten sich Deontay Wilder und Tyson Fury mit einem Unentschieden, obwohl Wilder Fury zwei Mal schwer zu Boden schlug, hätte Fury eigentlich nach Punkten klar gewinnen müssen.

„Der erste Kampf war eine erstaunliche Schlacht“, erklärte Wilder kürzlich im Rahmen eines Interviews. „Es war ein sehr kontroverser Kampf, bei dem die Zuschauer verwirrt waren, was da passiert ist oder wer den Kampf gewonnen hat. Aber nun steigen wir heute Abend noch einmal in den Ring. Dies ist der Tag des hohen Gerichts. Dies ist der Moment, in dem jeder am morgigen Sonntagmorgen ein gutes Gewissen haben wird, wer tatsächlich der Bessere von uns Zwei ist. Und ihr werdet sehen, wer den zweiten Kampf gewinnen wird. Bis dahin ist das alles noch ein nicht abgeschlossener Deal.“

„Ich fange heute Abend dort an, wo ich bei unserem ersten Kampf aufgehört habe – ich habe ihn das erste Mal umgehauen und ich habe es bis heute noch nicht verstanden, wie er da wieder aufstehen konnte. Aber ich werde ihn dieses Mal wieder ausknocken und dieses Mal steht er nicht wieder auf. Das ist sicher. Ich verspreche das! Ich freue mich so unheimlich auf diesen Kampf heute Nacht. Dies wird ein ganz elektrisierender Kampf werden. Ich bin schon seit Wochen auf der Suche nach elektrisierender Energie, die ich heute Nacht in der MGM Grand Garden Arena umsetzen werde. Und ja, Baby, ihr alle solltet dass nur nicht verpassen.“

Deontay Wilder: „Diesmal steht Fury nicht wieder vom Boden auf. Das verspreche ich!“
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