WBSS: Dorticos besiegt Masternak nach Punkten

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Der kubanische Cruisergewichtler Yunier Dorticos steht im Halbfinale der World Boxing Super Series. In seiner Wahlheimat Miami konnte sich der Halbfinalist des Vorjahres einen Punktsieg über Mateusz Masternak sichern.

Yunier Dorticos zieht ins Halbfinale der WBSS ein

Zum Start des Duells boxten beide Boxer recht verhalten. Es schien, als wolle keiner ein unnötiges Risiko eingehen. Masternak setzte anfangs auf eine hohe Doppeldeckung und versuchte immer wieder Konter zu landen. Dorticos hingegen sicherte sich die Ringmitte und versuchte vor allem mit langen Händen die solide Deckung des Polen zu durchbrechen.

Im Verlaufe des Kampfes wurde Masternak ab der 5. Runde aktiver, jedoch war es meist Dorticos, der die schnelleren Hände hatte und die härteren Treffer landen konnte. Masternak bewegte sich immer häufiger im Vorwärtsgang und machte somit den Druck, jedoch fing er sich immer wieder harte Kombination bei dem Versuch die Distanz zu verkürzen.

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Auch selbst mit fortschreitender Rundenzahl machte es sich zudem bemerkbar, dass beide Kontrahenten trotzt ihrer hohen Workrate noch Luft hatten und sich in einem sehr guten konditionellen Zustand befanden. Ebenfalls erwähnenswert sind die von Masternak gezeigten Nehmerqualitäten, der alles einsteckte was der K.O Doktor Dorticos in seinem Arsenal hatte und den Kubaner so auch zum ersten Mal in dessen Karriere über die vollen 12 Runden zwang.

Nach 12 intensiven Runden, werteten die drei Punktrichter mit 116-111, 115-113, und 115–113 für Yunier Dorticos. Mit diesem Sieg steht Dorticos zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale der WBSS und trifft nun auf Andrew Tabiti.

Mike Perez wirft Keith Tapia aus dem WBSS-Turnier

Mike Perez triumphiert über Keith Tapia

In diesem Kampf ging es für beide Kämpfer darum ihre Karriere nochmal auf die richtige Bahn zu lenken. Es war jedoch der frühere kubanische Amateurweltmeister Mike Perez, der die Wichtigkeit dieses Kampfes eher verstanden hatte und der der deutlich aktivere und effektivere Mann im Ring war.

Perez nutzte immer wieder seine physischen Vorteile und dominierte so häufig den In–Fight gegen Tapia, der bis dahin seine einzige Profiniederlage gegen Andrew Tabiti einstecken musste. So konnte Perez nach 10 Runden, trotzt eines Punktabzugs in Runde 1, durch einstimmige Entscheidung mit 97–92, 96–93 und 96–93 triumphieren und möglicherweise einen letzten Versuch in Richtung Weltspitze und Titelkampf in der Zukunft wagen.