WBC versetzt Dillian Whyte wieder in seinen alten Status

Whyte nun wieder WBC-Interims-Champion und nächster offizieller Herausforderer

Die WBC gab heute offiziell bekannt, dass sie den Status des englischen Schwergewichtlers Dillian Whyte (27-1-0, 18 KO-Siege) wiederhergestellt und ihre Sanktionen vom Juli dieses Jahres aufgehoben hat. Somit ist Dillian Whyte nun wieder der WBC-Schwergewichts-Interims-Champion und wird, der offizielle Herausforderer der WBC gegen den Sieger des Kampfes von Deontay Wilder vs Tyson Fury. Da ein WBC Champion aber nur einmal im Jahr seinen WBC-Titel offiziell pflichtverteidigen muss und der Kampf zwischen Wilder und Fury, der am 22. Februar in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas stattfinden soll, ebenfalls den Staus einer Pflichtverteidigung hat, hat Whyte erst im Februar 2021 das Anrecht auf einen Titelkampf.

Nach dem Sieg des 31-jährigen Engländers mit jamaikanischen Wurzeln, am 20. Juli dieses Jahres, als er in der Londoner O2 Arena den bis dahin ungeschlagenen Kolumbianer Oscar Rivas (26-1-0, 18 KO-Siege) nach 12 Runden nach Punkten besiegte, wurde bei einem seiner Urinproben eine positive Substanz festgestellt. Daraufhin entzog die WBC Whyte, der zu diesem Zeitpunkt die offizielle Nr. 1 und damit der Pflichtherausforderer des WBC Weltmeisters Deontay Wilder war, sowohl diesen Pflichtherausforderer-Status als auch den Titel des WBC-Interims-Champions den Whyte im Kampf gegen Rivas gewonnen hatte.

Im Zusammenhang mit der Untersuchung der angeblich positiven Dopingprobe  kam es zu Unstimmigkeiten und konträren Proben der UKAD (United Kingdom Anti-Doping-Agentur), denn Whyte wurde 9 vor dem Kampf gegen Rivas von der UKAD negativ getetstet worden, dann nach dem Kampf positiv und in einer freiwilligen Nachuntersuchung, 5 Tage nach dem Kampf wurde Whyte wieder negativ, also sauber, getestet.

Diese drei Testergebnisse sorgten dann für große Verwirrung, denn die verbotene Substanz die man im Anschluss an Whytes Kampf gegen Rivas festgestellt hatte, braucht mindestens vier Wochen bis sie wieder vollständig im Körper abgebaut ist. Wenn als Whyte neun Tage vor dem Kampf gegen Rivas negativ getestet und sauber war und aber bei der freiwilligen Nachuntersuchung 5 Tage nach dem positiven Test  auch negativ getestet wurde, dann kann er bei seinem Kampf nicht gedopt gewesen sein. Ergo wurde die positive Untersuchung, der Whyte direkt nach dem Kampf unterzogen wurde, angefochten und es dauerte fast 5 Monate bis die UK-Anti-Doping-Agentur ihre Entscheidung verkündete.

Die UKAD nun bereits am 6. Dezember, noch vor dem Kampf zwischen Dillian Whyte und Mariusz Wach in Saudi-Arabien, öffentlich verkündet, dass es Dillian Whyte nicht nachzuweisen ist, dass er beim Kampf gegen Oscar Rivas gedopt gewesen wäre.

Hierauf hat dann heute die WBC wie folgt entschieden:

„Nicht nur basierend auf dieser Entscheidung der UKAD, sondern auch auf aufgrund anderer Forschungsergebnisse und detaillierten Sammlung von Informationen, einschließlich der Konsultation der WBC mit zwei unabhängigen Doping-Experten, entschied dann die WBCdass es keine ausreichenden oder schlüssige Beweise dafür gibt, dass Dillian Whyte absichtlich oder sogar wissentlich eine verbotene Substanz mit dem Zweck zu sich genommen hat um seine Leistung zu verbessern. Im Lichte der eigenen Feststellung des WBC und derRücknahme der Klage der UKAD gegen Herrn Whyte hat der WBC seine interne Untersuchung heute abgeschlossen.“

Der WBC hebt deshalb hiermit ihre vorläufige Aussetzung und die Suspendierung des Boxers Dillian Whyte wieder auf und erkennt Herrn Whyte wieder als WBCInterims-Weltmeister im Schwergewicht an.“

„In Übereinstimmung mit dem WBC Board of Governors‘ Ruling wird der WBC Interims-Champion Whyte auch wieder Pflichtherausforderer im Schwergewicht und Dillian Whyte wird, unmittelbar nach dem der WBC-Champion Deontay Wilder seine Pflichtverteidigung gegen aktuellen Pflichtherausforderer Tyson Fury absolviert hat, neuer Pflichtherausforderer des Siegers der Begegnung zwischen Wilder vs Fury. Der Gewinner dieses Kampfes muss bis spätestens Februar 2021 dann seinen WBC-Titel gegen Dillian Whyte verteidigen.“