Vor Fury-Fight: Abschlusstraining für Tom Schwarz in Las Vegas

Foto Tom Schwarz in las Vegas
Foto: Tom Schwarz Facebook

Am 15. Juni steht der SES-Schwergewichtler Tom Schwarz im bis dato größten Kampf seiner Karriere. Es ist die Chance seines Lebens.

Letzter Schliff in „Sin City“ für Tom Schwarz vor Kampf gegen Fury!

Seit dem 26. Mai ist der gebürtige Hallenser Tom Schwarz (24-0, 16 KOs) vom Magdeburger Boxstall SES Boxing in „Sin City“. In der Grand Garden Arena des berühmten MGM Grand Hotel trifft der 25-jährige Schwarz in Las Vegas auf den Klitschko-Bezwinger und linearen Weltmeister Tyson Fury (27-0-1, 19 KOs). Für Schwarz, amtierender WBO Inter-Continental-Titelträger, die Chance seines Lebens und gleichzeitig auch die Chance, seine Kritiker Lügen zu strafen!

Für seinen großen Kampf am 15. Juni, ist Schwarz bereits letzte Woche zusammen mit seinem Team um Trainer Rene Friese in die Zockermetropole gereist. „Das ist noch eintausendmal besser, als ich es je gedacht habe, einfach unglaublich!“, so Schwarz nach seiner Ankunft in Vegas zur Bild. In Las Vegas will sich die „deutsche Schwergewichtshoffnung“ nun den letzten Schliff vor dem Fury-Fight holen. Zur Verstärkung hat der 25-Jährige auch sein Trainer-Team verstärkt. Der gebürtige Kubaner Roberto Norris, der mittlerweile in den USA lebt und dort bestens vernetzt ist, bereitet Schwarz nun zusammen mit Friese, der wiederum seinen Job an den Nagel hing, vor.

Zuvor war Tom Schwarz in der Sportschule Kinema im bayrischen Wald, nahe der tschechischen Grenze, wo er unter Sepp Maurer an seiner Athletik arbeitete. „Beim Krafttraining haben wir viel Wert auf Schnelligkeit und Spritzigkeit gelegt. Da hat sich Tom von Woche zu Woche deutlich verbessert.“, so Maurer. In Las Vegas stehen nun noch letzte Sparringseinheiten an. Auf Facebook veröffentlichte der Deutsche ein Bild, was ihm nach einem Sparring mit Ex-WM-Herausforderer Mariusz Wach zeigt. Wach ist mit 2,02 m gut 4 cm kleiner als Schwarz Gegner am 15. Juni Tyson Fury.

Foto Schwarz und Wach nach Sparring
Tom Schwarz zusammen mit Mariusz Wach nach dem Sparring / Foto: Tom Schwarz Facebook

24 Jahre nach Schulz‘ Kampf gegen Foreman: Wiederholt sich Geschichte?

Genau 24 Jahre nach Axel Schulz Auftritt gegen George Foreman (ebenfalls im MGM Grand), ist Tom Schwarz nun erneut ein deutscher Schwergewichtler, der sich im Mekka des Boxens einen Namen machen will. Schwarz gilt vor dem Fight gegen den „Gypsy King“ als klarer Außenseiter. Noch nie hat Schwarz mit auch nur annähernd solch einem Kaliber wie Fury (#3 der Welt bei BoxRec) im Ring gestanden.

Und doch hat er, außer seiner „0“ im Kampfrekord, absolut nichts zu verlieren, sofern er nicht gleich zu Beginn sang- und klanglos untergeht. Das weiß auch Ex-Profi Schulz, der Schwarz im Vorfeld einige nützliche Tipps mit auf den Weg gab: „Geht er gegen Fury in Runde eins oder zwei zu Boden, ist seine Karriere vorbei. Aber steht er lange, kann sich gut verkaufen, dann hat er auch mit Niederlage eine Zukunft. Tom ist jung, gerät jetzt zum ersten Mal richtig unter Druck. Ich bin gespannt, wie er damit umgeht.“

Schwarz: „Ich denke, mit Punkten ist das schwer zu gewinnen. Es wird schon einen KO geben müssen, um zu gewinnen. Man muss einfach gegen ihn kämpfen. Boxen reicht nicht, man muss wirklich kämpfen.“ Zur Vorbereitung bleiben Schwarz, der den Rummel in Las Vegas meiden will und sich eine Unterkunft außerhalb der Stadt voller Glitzer und Glamour gesucht hat, nun noch gut zwei Wochen.

Vor Fury-Fight: Abschlusstraining für Tom Schwarz in Las Vegas
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