Teddy Atlas tippt auf einen schnellen KO-Sieg von Deontay Wilder über Tyson Fury

Wird Teddy Atlas der neue Trainer von Andy Ruiz?

Für Star-Boxtrainer Teddy Atlas hat der WBC-Champion Deontay Wilder den härtesten Punch in der gesamten Geschichte des Schwergewichts.

Und das sagt Teddy Atlas obwohl er selbst einmal der Trainer von Mike Tyson war.  Wenn der berühmte Trainer einen Boxer auswählen müsste, der mit einem einzigen Schlag den größten Schaden anrichten kann, dann kann es nur Deontay Wilder sein.

„Für einen Schlag, nur einen einzigen Schlag, denke ich kann es nur Wilder sein. Ich sage  Deontay Wilder ist der härteste Puncher aller Zeiten, in der langen Geschichte des Boxsports“, so Teddy Atlas in einem Interview mit dem bekannten US-Boxing Internetportal ‚BoxingScene‘. „Was die härtesten Puncher betrifft, zählen da auch ganz sicher Earnie Shavers, Max Bär, Joe Louis und vor allem Mike Tyson dazu, die sicher mit ihren Punches großen Schaden anrichten konnten. Aber wenn es um diesen einen einzigen härtesten Punch geht, muss ich mit Wilder gehen.“

Trainer-Legende und ESPN Kommentator Teddy Atlas, der früher auch schon Mike Tyson trainierte, ist ganz sicher davon überzeugt, dass Deontay Wilder das Rematch gegen Tyson Fury vorzeitig durch KO gewinnt.

Aus diesem Grund und weil er glaubt, dass Tyson Fury (29-0-1, 20 KO-Siege) im Jahr 2019, im Gegensatz zu Wilder, nur gegen zwei weniger bekannte und auch schwächere Gegner im Ring stand und auch da nicht voll überzeugen konnte, glaubt Teddy Atlas, dass Deontay Wilder am 22. Februar, in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, im Rematch gegen Tyson Fury, seinen WBC Schwergewichts-Titel erfolgreich verteidigen wird…..und zwar mit einem brutalen KO-Sieg.

Und dieser KO-Sieg könnte schon ganz früh kommen. Echt ganz früh. Wenn das passiert, dann hat Wilder (42-0-1, 41 KO-Siege) jeden Schwergewichtler gegen den er im Ring  stand, ausgemerzt, eine absolut und einmalige verrückte Leistung.

„Ich könnte in meiner Vorhersage auch noch dramatischer und deutlicher werden und sagen, dass der KO schon in den ersten zwei oder drei Runden passieren könnte“, sagte Atlas, der in der Nacht des Kampfes im ESPN SportsCenter anwesend sein wird, um dort seine Reaktionen zu äußern. „Alles kann passieren. Der Knockout für Wilder kann auch später kommen. Aber ja, dieser Wilder ist großartig und er hat eine unglaubliche Schlaghärte, ich bin mir absolut sicher, dass dieser Kampf dieses Mal nicht über die Runden geht. Natürlich fehlen Wilder einige technische Finessen, aber er hat diese einmalige Kraft, diese unglaubliche Schlaghärte und damit gleicht er das mehr als aus.“

Teddy Atlas hatte in letzter Zeit fast ausschließlich die Schwergewichtsklasse im Kopf. Nicht nur für den Wilder-Fury-Rückkampf, sondern auch wegen der Enthüllung, dass der ehemalige Schwergewichts-Champion Andy Ruiz Jr. sich an ihn gewandt hat, dass er ihn möglicherweise zukünftig trainieren wird.

Teddy Atlas ist überzeugt davon, dass sich diese Szene am 22. Februar in Las Vegas, im Rematch zwischen Deontay Wilder vs Tyson Fury wiederholen wird und dass dieses Mal Wilder durch KO gewinnt.

Atlas bestätigte am letzten Mittwoch, dass er mit Andy Ruiz jr. besprochen hat, dass er sich mit ihm in den nächsten beiden Wochen in New York treffen wird, um zu sehen, ob die Beiden gut zusammenpassen.

Die Neuigkeiten sind offensichtlich in vielerlei Hinsicht enorm. Andy Ruiz hat seinen Trainer Manny Robles im vergangenen Monat bekanntermaßen fallen lassen, nachdem Ruiz im Dezember mit Anthony Joshua gänzlich außer Form war und er deswegen das Rematch gegen Joshua klar nach Punkten verloren hatte. Dies geschah, nachdem Robles mit ihm  zuvor eines der größten Upsets in der Geschichte des Schwergewichts geschafft hatte, als sein Schützling Andy Ruiz, Anthony Joshua im Juni letzten Jahres, in der sieben Runden stoppte. 

Man muss dann sehen ob Teddy Atlas, ein streng disziplinierten Trainer, bereit ist mit Andy Ruiz jr, der bekanntermaßen sehr undiszipliniert ist, Abstriche zu machen, dass Beide zusammenkommen und Atlas ihn noch einmal zu einem erneuten Titelgewinn führen kann.

Atlas plant bereits die Mechanik für das Treffen mit Andy Ruiz.

„Der erste Schritt, um uns zu unterhalten, um möglicherweise zusammenzukommen, ist, dass wir uns treffen“, sagte Atlas. „Das bedeutet, dass er nach New York kommt. Das ist erst einmal das Wichtigste. Ich sage nicht ja, nur um ja zu sagen. Es muss einen Prozess geben oder aber zumindest für mich muss es einen geben. Es ist keine große Sache. Ich denke, das ist der richtige Weg, für mich und für ihn.“

Atlas hat eine Vorlage, die er verwendet, wenn er zum ersten Mal mit Boxern die er trainieren möchte zusammentrifft, um herauszufinden, ob es überhaupt Sinn macht, eine Boxer-Trainer-Beziehung einzugehen. Er verbringt ein paar Tage mit ihm und setzt sich mit ihm zusammen, um zu sehen, ob es eine persönliche Verbindung gibt. Sie schauen sich gemeinsam einen Film an. Dann gehen sie in die Trainingshalle, um zu sehen, ob sich die Chemie auch auf den Ring erstreckt. Um festzustellen, ob das Pairing funktioniert, muss man sich ein wenig ausruhen.

„Zuhören und zu verstehen was seine Erwartungen sind und dann zu entscheiden, ob ich es tun möchte“, sagte er über den Prozess. „Und dann müsste noch sichergestellt sein, dass es nicht meine erste Priorität beeinträchtigt, denn mein zur Zeit bevorzugtester Boxer ist der Halbschwergewichtler Oleksandr Gvozdyk.“

Zur Zeit ist Teddy Atlas der Trainer des ehemaligen WBC-Halbschwergewicht-Champions Oleksandr Gvozdyk, der in seinem letzten Kampf gegen Arthur Beterbiev seine erste Niederlage erlitt.

Bezüglich Oleksandr Gvozdyk, einen ehemaligen WBC-Champion, der im Oktober in einem hart umkämpften Fight in der zehnten Runde von Artur Beterbiev gestoppt wurde, erwartet Atlas eine mögliche Rückkehr im Juni dieses Jahres, obwohl ein Gegner bisher noch nicht feststeht. Um ihn auf dem Laufenden zu halten, beabsichtigt Atlas, ihn im Februar zu einem Mini-Camp nach New York zu bringen, „damit wir nicht nur Däumchen drehen“, bis sie ein Date von Promoter Top Rank bekommen.

Aber Atlas ist auf jeden Fall fasziniert davon, mit Ruiz zusammenzuarbeiten und um zu sehen, ob er das Beste aus ihm herausholen kann. Atlas hat auch schon erkennen lassen, dass diejenigen, die zuvor mit Ruiz zusammengearbeitet haben, wie Ex-Trainer Robles und Top Rank, sein ehemaliger Promoter, dafür verantwortlich waren, dass Andy Ruiz überhaupt so weit gekommen war. Ruiz jr. wird gegenwärtig von Al Haymon promotet. Teddy Atlas hat Ruiz „bereits auf dem Zettel“ und sich schon mehrere Seiten mit Notizen aufgeschrieben, die er mit ihm besprechen möchte, wenn die Beiden sich denn treffen.

Dass Teddy Atlas auch wirklich der neue Trainer von Ex-Champion Andy Ruiz wird ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Atlas sagte, dass Tyson Fury, der sich auch von seinem früheren Trainer Ben Davison getrennt hat, sich nicht an ihn gewandt hatte (wie teils berichtet wurde), bevor er sich für den Rückkampf mit Wilder für seinen jetzt neuen Trainer Sugarhill Steward entschieden hat. Fury und Steward hatten schon eine Beziehung aus früheren Tagen, damals noch über dessen Onkel, der verstorbenen Trainer-Legende Emanuel Steward.

„Ich denke, er hat ein enormes Herz gezeigt“, sagte Teddy Atlas über Andy Ruiz. „Er hat gezeigt, dass er sich wie ein Champion benehmen kann. Deshalb ist er auch wieder vom Boden aufgestanden, er hat sich wie ein richtiger Fighter benommen und wurde ein Champion und natürlich kann er auch ein bisschen schlagen. Vor allem hat Ruiz jr. auch einen ordentlichen Hand-Speed. Offensichtlich ist er schon boxerisch auf einem hohen Level, also er hat Erfahrung und offensichtlich gibt es aber auch einen Grund, warum er dann im Rematch nicht die gleiche Leistung gebracht hat, wie im ersten Kampf in New York. Es gibt auch einen Grund, warum er Parker nicht gewachsen war. Es gibt sehr viele gute Dinge und es gibt Dinge, die meiner Meinung nach noch unvollständig sind. Ich denke, er kann und muss immer noch etwas dazu lernen. Ich sehe das als faire Analyse.“

Atlas betrachtet Ruiz aus der Perspektive eines Trainers.

„Seine Schläge könnten kürzer und prägnanter sein und sein Stil oder seine Herangehensweise könnten noch konsequenter sein“, sagte er. „Wenn er aggressiv sein will, dann sollte man ihm beibringen, wie er noch konsequenter, noch effizienter und und effektiver agieren kann.“

Und wer weiß? Wenn Deontay Wilder Tyson Fury dann auch wirklich ausknockt, was Atlas erwartet, werden sich dann Ruiz jr. und Wilder vielleicht eines Tages gegenüberstehen, der härteste Puncher der Box-Geschichte gegen einen der rätselhaftesten Boxer in dieser Sportart. Mit Teddy Atlas in Ruiz‘ Ecke, zu versuchen den WM-Titel zurückzugewinnen. Heh, da ist dann wieder eine Puncher-Chance.