Nery, Casimero & Co. siegreich – Die Undercard in Connecticut

Foto: Amanda Westcott/SHOWTIME

Neben den Charlo-Zwillingen traten noch weitere Hochkaräter im Mohegan Sun Casino in Aktion. Dabei standen auch diverse WM-Kämpfe auf dem Programm. 

Geglückte Ring-Rückkehr für Daniel Roman

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Noch zu Beginn diesen Jahres war Daniel Roman (28-3-1, 10 KOs) im Besitz zweier WM-Titel im Super-Bantamgewicht. Gegen den starken Usbeken Murodjon Akhmadaliev musste er diese im Januar dann allerdings abgeben. Und auch bei seinem Kampf gegen Juan Carlos Payano (21-4-0, 9 KOs) sah es in Phasen nicht allzu gut aus für den US-Amerikaner. Payano fand Erfolg durch präzise Konter aus der Rückwärtsbewegung. Erst in der zweiten Hälfte kam Roman durch den erhöhten physischen Druck in den Kampf, obwohl das Geschehen letztlich dann doch nicht in die eine oder andere Richtung ausschlug. Dass am Ende alle Offiziellen jeweils mit 116-112 für Roman stimmten, dürfte zumindest ein leichtes Stirnrunzeln hervorgerufen haben. 

Luis Nery neuer WBC-Champion

Im Kampf um den kürzlich von Rey Vargas niedergelegten WBC-Titel im Super-Bantamgewicht standen sich die bis dato ungeschlagenen Mexikaner Luis Nery (31-0-0, 24 KOs) und Aaron Alameda (nun 25-1-0, 13 KO) gegenüber. Wer sich bei dieser Konstellation eine erbarmungslose Schlacht erhofft hatte, dürfte enttäuscht worden sein. In diesem Gefecht zweier Rechtsausleger ging es dann doch deutlich strategischer zur Sache. Über die kompletten zwölf Runden blieb es eng, wobei der etwas aggressivere Stil Nerys den Ausschlag gegeben haben dürfte. Nach 36 Minuten Arbeit sahen ihn alle drei Punktrichter vorne – einer klar (118-110), die anderen nicht ganz so eindeutig (116-112 und 115-113).

Casimero bringt sich für Inoue-Showdown in Stellung 

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In seinem US-Debüt stellte der amtierende WBO-Weltmeister im Bantamgewicht, John Riel Casimero (30-4-0, 21 KOs), klar, warum er möglichst bald einen Vereinigungskampf gegen den japanischen Superstar Naoya Inoue bestreiten will. Gegen den vorher unbesiegten Ghanaer Duke Micah (nun 24-1-0, 19 KOs) legte Casimero energisch los und attackierte vor allem den Körper seines Gegenübers rigoros. Es war dann aber ein kurzer linker Haken zum Kopf, der ihm bereits in der zweiten Runde einen Niederschlag einbrachte. Micah kam mit sichtbar wackeligen Beinen wieder hoch und sah sich nun den wütenden Angriffen des Weltmeisters ausgeliefert. Einen Durchgang später ging der Ringrichter schließlich dazwischen, um dieses ungleiche Duell zu beenden. 

Erfolgreiche Titelverteidigung für Brandon Figueroa 

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Nach seinem enttäuschenden Unentschieden gegen Julio Ceja war Brandon Figueroa (21-0-1, 16 KOs) am Samstagabend in der Bringschuld. Um seinen regulären WBA-WM-Titel im Super-Bantamgewicht erfolgreich verteidigen zu können, musste der 23-Jährige am gleichaltrigen Damien Vazquez (15-2-1, 8 KOs) vorbei. Letzterer wehrte sich lange Zeit tapfer, konnte der hohen Schlagfrequenz von Figueroa aber auf Dauer nicht mehr viel entgegensetzen. Dazu kamen die körperlichen Vorteile des Titelverteidigers, die hier den Unterschied ausmachten. In der zehnten Runde bewahrte Referee Gary Rosato den Herausforderer vor Schlimmerem. 

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