Kontroverses Ende beschert Vincent Feigenbutz glücklichen Sieg

Im Duell mit dem Südafrikaner Ryno Liebenberg sah es einige Zeit schlecht aus für den Karlsruher Jungspund. Doch das Schicksal und der Ringrichter meinte es gut mit ihm. Feigenbutz gewann durch tKO wegen Kampfabbruch zum Nachteil von Liebenberg.
Im Duell mit dem Südafrikaner Ryno Liebenberg sah es einige Zeit schlecht aus für den Karlsruher Jungspund. Doch das Schicksal und der Ringrichter meinte es gut mit ihm. Feigenbutz gewann durch tKO wegen Kampfabbruch zum Nachteil von Liebenberg.

„Geschenkter“ Sieg durch Cut-Verletzungs-Abbruch

Man ist bei den Kämpfen von Vincent Feigenbutz ja immer einiges an Spektakel gewohnt, jedoch hatte man sich auf Seiten von Feigenbutz sicher erhofft, dass dies hauptsächlich von ihm ausgehen würde. Da hatten sie die Rechnung aber ohne Ryno Liebenberg gemacht, der von Runde 1 an nach vorne ging und seine physischen Vorteile (Liebenberg stieg für den Kampf vom Halbschwer- ins Super-Mittelgewicht hinunter) ausspielte. Immer mehr erhöhte der Südafrikaner den Druck, musste aber schon früh eine tiefe Cut-Verletzung aufgrund eines guten Treffers von Feigenbutz hinnehmen. Dies sollte ihm später zum Verhängnis werden, aber dazu gleich mehr.

Es gab eigentlich keinen Grund für Vincent Feigenbutz sich so euphorisch als Sieger dieses Kampfes feiern zu lassen
Es gab eigentlich keinen Grund für Vincent Feigenbutz sich so euphorisch als Sieger dieses Kampfes feiern zu lassen

„Iron Junior“ unternahm immer wieder Versuche, sich dem Vorwärtsgang seines Gegners zu entziehen, der zuweilen mit unorthodoxen Händen am Rande der Legalität operierte. Doch schließlich fand sich der junge Karlsruher allzu oft mit dem Rücken an den Ringseilen wieder, wo er auch immer wieder trockene Körpertreffer nehmen musste. Bereits im dritten Durchgang schienen diese Körpertreffer Liebenbergs Wirkung bei Feigenbutz zu hinterlassen.

So ging es dann ähnlich weiter und Feigenbutz rannte schon früh einem augenscheinlichen Punkte-Rückstand hinterher. Der Ringrichter inspizierte allerdings nun vermehrt den Cut Liebenbergs  an der Augenbraue und just am Ende der 6. Runde, nachdem Vincent Feigenbutz einen deftigen Aufwärtshaken schlucken musste und abermals in die Defensive geriet, brach der Referee das Geschehen ab, ohne dabei nochmal den Ringarzt zu Rate zu ziehen. TKO Sieg für Feigenbutz!. Ein antiklimatisches Finale in einem ansonsten unterhaltsamen Kampf. Sport1-Experte Graciano Rocchigiani sah die Entscheidung des Offiziellen äußerst kritisch und verwies auf Kämpfe wie Lewis vs. Klitschko, wo letzterer trotz noch viel schlimmerer Wunden über mehrere Runden die Chance erhielt weiter zu kämpfen. Der Rest des TV-Teams war etwas zwiegespalten ob des Ausgangs, zufrieden war mit diesem Ausgang dieses Kampfes allerdings keiner.

Ein Rematch wäre in dem Fall mehr als angebracht und WM-Träume sollte vorerst eben Träume bleiben.

Der viel zu klare und eindeutige Punktsieg der Heim-Boxerin ........ entsprach sicher nicht dem Kampfverlauf, den auch die Zuschauer viel knapper gesehen hatten
Der viel zu klare und einstimmige Punktsieg der Heim-BoxerinNina Meinke entsprach sicher nicht dem Kampfverlauf, den auch die meisten Zuschauer viel knapper gesehen hatten

Nina Meinke siegreich in Ringschlacht

Nach ihrem tapferen Auftrtt in Wembley letztes Jahr, war es das Debüt für Nina Meinke im Deutschen Free-TV. Dies hatte sich die 24-jährige allerdings mit Sicherheit leichter vorgestellt. Gegen die 9 Zentimeter kleinere, stets im Vorwärtsmarsch agierende Italienerin Vissia Trovato, entwickelte sich das Geschehen schon früh von einem Boxkampf hin zu einer wilden Keilerei, bei der beide Damen viel unnötige Treffer nahmen. Lediglich ein Niederschlag seitens Meinke in Runde 6 schien dieser einen hauchdünnen Vorteil auf den Punktzetteln zu ermöglichen. Die drei Punktrichter hatten es am Ende aber doch ein gutes Stück deutlicher und werteten den Kampf zwei Mal 96-93 und 97-92. Diese Urteile spiegelten den Kampfverlauf allerdings nicht wirklich wieder. Für die Zukunft wäre es für Nina Meinke auf den Fall sinnvoller, sich wieder mehr auf die boxerische Linie zu begeben und die wüsten Schlägereien anderen zu überlassen.

Fotos für Boxen1 by Konstantinos Sarigiannidis

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