Joshua über Kampf gegen Fury: „Verspreche, dass der Fight kommt!“

Anthony Joshua bekräftigt erneut seinen und den Wunsch vieler Boxfans, in seinem nächsten Kampf gegen Tyson Fury anzutreten.

Joshua bekräftigt Wunsch für Kampf gegen Tyson Fury

Nachdem Joshua am 12. Dezember Kubrat Pulev vorzeitig in London besiegte, hagelte es Kritik von vielen Seiten – jedoch nicht aufgrund der Performance im Ring, sondern weil er den amtierenden WBC-Weltmeister im Schwergewicht, Tyson Fury, nicht öffentlich herausgefordert hat. Seitdem las man in vielen Medien immer wieder über Joshua, der seine Haltung klarzustellen versuchte. Er macht deutlich, dass er die Absicht hat, dem „Gypsy King“ gegenüberzutreten. Dies wäre mit Abstand der größte rein britische Schwergewichtskampf der jüngeren Boxgeschichte und es wäre die Gelegenheit, endlich wieder einen „Undisputed Champion“ zu krönen.

Foto: Andrew Couldridge

„Wie nah ist der Fury-Kampf? Ich verspreche euch, dass er stattfindet“, schrieb Joshua erst jüngst in einer Gastkolumne der aktuellen Ausgabe „Boxing News“. „Aber bevor ihr es nicht von mir gehört habt, solltet ihr euch nicht darauf versteifen. Ich meine es ernst mit dem Kampf. Wenn ich ihn ankündige, werdet ihr wissen, dass er kommt.“

Der von Matchroom Boxing/Eddie Hearn promotete Joshua, deutete zudem an, dass der Kampf gegen Fury, der wiederum von Top Rank/Bob Arum und Frank Warren promotet wird, nur dann scheitern könnte, wenn Fury mit den finanziellen Rahmenedingungen nicht einverstanden ist. Laut Joshua wäre ein 50:50 Split der Kampfbörse durchaus möglich.

Foto: Andrew Couldridge

„Als es Deontay Wilder war, der mir im Weg stand, war das mein Fokus und er gab zu, dass wir ihm lukrative Angebote gemacht haben, die er abgelehnt hat“, sagte Joshua. „Jetzt ist es Tyson Fury, auf dem mein Augenmerk liegt. Die Angebote werden kommen, beträchtliche Angebote!“

„Ich habe schon gegen viele Champions gekämpft, also ist es offensichtlich, dass wir schon früher mit Weltmeistern Geschäfte gemacht haben. Das ist bei Fury nicht anders, er sollte diesen Kampf mit beiden Händen nehmen. Das Geld wird gerecht geteilt.“

Joshua vs. Fury – Kommt es zur „absoluten“ Schwergewichtsweltmeisterschaft?

Doch ob der vermeintliche Fight gegen Tyson Fury auch tatsächlich einen unumstrittenen Champion der Königsklasse küren wird, ist unklar. Joshua ist Weltmeister der Verbände IBF, WBA und WBO und muss – im Rotationsprinzip – gegen die Pflichtherausforderer, welche die Weltverbände ernennen, antreten, um seine Titel zu verteidigen. Zuletzt kam er den „Wünschen“ der IBF nach, welche Kubrat Pulev als Pflichtgegner platzierten, nachdem sich der Bulgare dafür qualifizierte. Nun wäre die WBO an der Reihe, wo bereits Neu-Schwergewicht Oleksandr Usyk mit Hufen scharrt. Der ehemalige vereinigte Cruisergewichtsweltmeister hat seit gut einem Jahr den Status des Pflichtherausforderers bei der World Boxing Organization (WBO) inne.

Joshua deutete schon in der Vergangenheit an, dass er bereit wäre, auf bestimmte Gürtel zu verzichten, damit der Kampf gegen Fury auch dann stattfinden kann, wenn die Weltverbände versuchen, ihre Pflichtherausforderungen durchzusetzen. Derweil gab jedoch auch Usyk schon zu Protokoll, dass er für eine sogenannte „Step-Aside“-Gebühr durchaus bereit wäre, zunächst noch auf sein Recht als Pflichtherausforderer zu verzichten. Dem Ukrainer würde dann ein Geldbetrag winken, nur um den Weg für eine WM, bei der alle Titel zur Disposition stünden, freizumachen. Damit könnten die Titel der IBF, IBO, WBA, WBC, WBO sowie der Ring Magazine-Gürtel und der Titel des „Lineal Champions“ zur Debatte stehen – mehr geht nicht!