DAZN: Interview-Highlights mit Joshua, Pulev, Wegner, Kadiru & Bönte

Foto: Mark Robinson/Matchroom Boxing

Im „Off the Cuff“-Interview spricht der WBO/IBF- und WBA-Champion im Schwergewicht, Anthony Joshua, über sein Vermächtnis, seinen Traum vom Vereinigungs-Kampf gegen WBC-Champion Tyson Fury und seine anstehende IBF-Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev. Die kompletten Interviews sind bei DAZN auf Abruf zu sehen.

„Off the Cuff“ mit Anthony Joshua

…sein eigenes Vermächtnis:
„Es interessiert mich nicht, einer der Größten aller Zeiten zu sein.“

„Wie lange wird man sich an mich erinnern, selbst wenn ich einer der Größten war? Maximal 100 Jahre? Ich will den Leuten nicht nur wegen des Sports in Erinnerung bleiben.“

…über seinen Gegner Kubrat Pulev:
„Er beherrscht die Grundlagen sehr gut, ist geschickt und hat eine sehr gute Führhand.“

„Er hat gegen starke Gegner gekämpft, die Liste ist mit Fury, Chisora und Klitschko sehr lang.“

„Ich bin mein gefährlichster Gegner. Diesen Mann muss ich schlagen. Ich muss seine Müdigkeit am Morgen und alle seine Fehler im Ring überwinden.“

„Es ist verrückt, wie das Geschäft läuft. Ich habe für jeden Gürtel hart gekämpft und Pulev bekommt die Chance alle an einem Abend zu gewinnen.“

…über seinen Umgang nach der Niederlage gegen Andy Ruiz:
„Ich bin froh, wie ich das Ganze überwunden habe. Dafür brauche ich aber nicht Tyson Fury, um das zu wissen.“

„Niemand kann dir sagen, wie man damit umgehen muss. Wenn du so eine Niederlage erfährst, ist das ein Kampf mit dir selbst und dem Mann in dem Spiegel.“

…einen möglichen Kampf gegen Tyson Fury:
„Je länger sie warten, desto schwerer wird es für sie, denn ich werde immer besser. Ich werde jedes Mal stärker und schlauer. Es wird ein großes Spektakel, aber das interessiert mich nicht. Es geht nur um meinen Gegner und mich.“

…einen möglichen Kampf gegen Deontay Wilder:
„Ich will einen Kampf gegen Wilder.“

„Wir haben ihm letztes Jahr ein lukratives Angebot gemacht, das er abgelehnt hat. Das Angebot steht immer noch, sobald er dafür bereit ist und, um ehrlich zu sein, auch Manns genug ist.“

„Es war unschön, als sie versucht haben meinen Namen und meinen Ruf zu beschmutzen. Dieses Mal sollten wir uns nur auf das Kämpfen konzentrieren und den Fans einen echten Kampf bieten.“

„Das ist ein Fehler, den ich nie wieder machen werde. Ich habe versucht alle davon zu überzeugen, dass ich ihm ein Angebot gemacht habe. Jetzt konzentriere ich mich nur auf das, was vor mir ist: Kubrat Pulev.“

…über seine weitere Karriere:
„Ich versuche nicht den Herausforderungen aus dem Weg zu gehen. Ich gehe rein in die Bank, nehme das Geld mit und verschwinde wieder. Ich spreche nicht erst noch mit dem Sicherheitspersonal und lasse mich erwischen. So sehe ich das auch im Boxen: Kämpfe gegen die Besten und überlasse alles andere dem Rest.“

Im „Off the Cuff“-Interview spricht der WBO/IBF- und WBA-Champion im Schwergewicht, Anthony Joshua, über sein Vermächtnis, seinen Traum vom Vereinigungs-Kampf gegen WBC-Champion Tyson Fury und seine anstehende IBF-Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev.

Ring-Talk mit Peter Kadiru

Foto: P. Gercke / SES

… über die Taktik, die er selbst gegen AJ anwenden würde:
„Wenn Pulev auf Distanz gehen will, wird er den Kampf hundertprozentig verlieren.“

„Ich glaube, dass ich so wie Ruiz bei seinem ersten Kampf agieren würde. Man muss viel Druck machen, früh draufgehen und ihn mit harten Schlägen bearbeiten. Auf die Distanz kriegt man ihn nur schwierig.“

…über den Fitnesszustand von Anthony Joshua:
„Er ist topfit und richtig gut drauf. Seine Trainer sagen, dass er noch nie so fit war wie jetzt.“

…über die Taktik von Anthony Joshua:
„AJ wird Pulev von der ersten Sekunde an attackieren und sich nicht einlullen lassen. Ich denke, dass er von Anfang an dem Kampf seinen Stempel aufdrücken wird.“

…über seine Aufgabe im Sparring:
„Ich bin ungefähr die Statur von Pulev und arbeitete viel mit dem Jab. Zu Anfang sollte ich nur zwei Wochen bleiben, am Ende sind es fünf Wochen geworden.“

Bernd Bönte

Peter Kadiru (Schwergewicht, l.) und Manager Bernd Bönte
© Torsten Helmke

…über seine Vergangenheit mit Kubrat Pulev:
„Wir hatten 2014 eine Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev. Das war damals eine relativ heiße Geschichte, weil es auch viel Ärger mit dem Promoter der anderen Seite gab. Das Ende war dafür umso traumhafter.“

…über die Taktik von AJ gegen Pulev:
„Da Pulev kein harter Puncher ist, kann AJ wesentlich mehr Risiko gehen. Wladimir hat zum Beispiel auch anders gekämpft. Er war viel aktiver und ist von der ersten Sekunde an draufgegangen. Der Kampf ging eigentlich nur in eine Richtung.“

…über die Taktik von Pulev gegen AJ:
„Pulev ist sich im Klaren, dass es seine letzte Chance auf einen Titel sein wird. Er weiß auch, dass er den Kampf früh beenden muss. Je länger der Kampf dauert, ist er auf der Verliererstraße.“

„Er setzt viel auf die psychologische Kriegsführung. Das hat er damals auch bei Wladimir versucht, der vor dem Kampf ziemlich sauer war. Die ewigen Sticheleien, auch unter der Gürtellinie, haben hinten den Kulissen zu vielen Reibereien gesorgt.“

…über die Arbeit von Ulli Wegner mit Kubrat Pulev:
„Ulli Wegner legt einen großen Fokus auf die Defensive. Kubrat Pulev wird daher noch mehr versuchen, auf seine Verteidigung zu achten und beweglich zu bleiben. Die Frage ist aber, wie lange Pulev das durchhalten kann. Er ist mittlerweile 39 Jahre alt.“

…über einen möglichen Kampf von AJ gegen Tyson Fury:
„Aktuell läuft das Schlichtungsverfahren zwischen der Fury- und der Wilder-Seite. Wie man hört, besteht Wilder weiterhin auf einen dritten Kampf, der ihm vertraglich zugesichert wurde. Müsste dieser stattfinden, könnte AJ im Sommer gegen Fury boxen. Wie ich gehört habe, gab es zwischen den beiden Seiten erste Verhandlungen. Die Einnahmen werden wohl 50:50 geteilt. Sollte Fury nicht gegen Wilder boxen müssen, könnten wir bereits im April den Kampf sehen.“

Andreas Selak

…über die mentale Verfassung von AJ:
„Er hat sich durch den Sieg gegen Andy Ruiz rehabilitiert. Die Pause hat ihm sehr gutgetan. Den enormen Druck hat er vorerst abgeschüttelt, doch nun kommt mit Kubrat Pulev die nächste Aufgabe.“

„Ich glaube, dass er jetzt mit einem Knockout ein Zeichen setzen will.“

…über die Beziehung von Ulli Wegner zu Kubrat Pulev:
„Ich bezweifle, dass Ulli nach der ganzen Vorgeschichte einen großen Zugang zu ihm hat.“

„Es wird auch Pulevs letzter großer Zahltag sein. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie das alles auch so meinen.“

Im Dezember 2019 konnte sich Anthony Joshua seine drei Weltmeistertitel von Andy Ruiz zurückerobern. Jetzt steht ihm die nächste große Herausforderung bevor: die Pflichtverteidigung seiner WM-Gürtel gegen Kubat Pulev. Im „Ring-Talk“ diskutieren der Trainingspartner von Joshua, Peter Kadiru, der ehemalige Klitschko Manager Bernd Bönte, DAZN-Experte Andreas Selak und DAZN-Kommentator Uli Hebel alle Aspekte zum Schwergewichtskracher in London.

­DAZN-Interview Kubrat Pulev

Foto: Mark Robinson/Matchroom Boxing

…über sein Versprechen an die Fans:
„Die Fans können einen verbesserten Kubrat sehen, der den großen Kampf gewinnen wird.“

…über die Analyse von Anthony Joshua:
„Wir haben bereits Fehler entdeckt. Gleichzeitig muss ich aber auf mich blicken und meine Fehler abstellen.“

…über seine Niederlage gegen Wladimir Klitschko:
„Gegen Klitschko war die Distanz mein Fehler. Ich habe nicht die richtige Position eingenommen. Ich habe in diesem Kampf einfach zu viele Fehler gemacht. Ich war nicht beweglich genug und habe die Hände in einer falschen Position gehabt.“

„Die Fehler haben wir aber abgestellt und ich habe mich stark verbessert. Ich mache nicht die gleichen Fehler.“

…über den gefürchteten linken Haken von Anthony Joshua:
„Der linke Haken war auch schon gegen Klitschko ein Problem. Wir haben daran viel gearbeitet. Ich weiß jetzt, wie ich den Haken besser blocken kann.“

…über sein Vertrauen in Ulli Wegner:
„Ich habe so oft die Trainer gewechselt. In meinen Jahren habe ich auch so viele falsche Techniken gesehen. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mit dem Trainer über alles sprechen kann. Wir sind auf einer Ebene, das ist das Wichtigste. Ich bin sehr mit Herrn Wegner zufrieden.“

Ulli Wegner

Trainer Ulli Wegner, Kubrat Pulev und Chris Meyer / Foto: Team Sauerland

…über den Kampf gegen Anthony Joshua:
„Wir wollen unbedingt gewinnen. Ich hätte mir nicht die Zeit genommen, wenn ich gewusst hätte, dass Kubrat nicht mitzieht oder fleißig im Trainingsprozess wäre. Er war überragend im Training!“

…über den Austragungsort:
„Wir wissen, dass es eine schwierige Aufgabe ist. Wir kämpfen in London, bei Anthony Joshua zu Hause. Das ist ein klarer Vorteil für ihn. Wir wollen uns nicht aus der Bahn bringen lassen, sondern die Chance nutzen.“

…über die Betreuung eines Boxers in seinem Alter:
„Es ist für mich eine unheimliche Herausforderung, in meinem Alter nochmal so eine Aufgabe zu erfüllen. Ich weiß genau, welche Verantwortung auf meinen Schultern liegt. Wenn ein Sportler von mir betreut werden will, ist das Ansporn und Anerkennung zugleich.“

„Er hätte ja auch einen bulgarischen oder amerikanischen Trainer haben können. Wobei ich auch sagen muss, dass ich von den amerikanischen Trainern nicht begeistert bin.“

…über seine Beziehung mit Kubrat Pulev:
„Ich muss in seine Seele hereinkommen, damit er gefestigt ist. Wir sind untereinander ehrlich und direkt. Wir wissen, dass Kubrat der Außenseiter ist. Seine Ausstrahlung in Bulgarien will er durch seinen Sieg zum Ausdruck bringen.“

DAZN überträgt die gesamte Fight Night sowie den Schwergewichts-WM-Knaller zwischen Anthony Joshua und Kubrat Pulev heute Abend live im Stream!

DAZN: Interview-Highlights mit Joshua, Pulev, Wegner, Kadiru & Bönte
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