
Ursprünglich sollte der Kanadier Stevenson seinen Titel am 29. Januar nun endlich gegen Pflichtherausforderer Eleider Alvarez verteidigen – daraus wird jetzt erstmal nichts.
Terminüberschneidung mit US-Sender Showtime lässt Event flach fallen

Alles andere als optimal ist dies natürlich für den WBC-Titelträger im Halbschwergewicht. Nach seiner imposanten Entthronung Chad Dawsons, den er in weniger als 90 Sekunden aus dem Ring fegte, folgten einige wenige gute Titelverteidigungen, wie z. B. gegen den späteren Haye-Bezwinger Tony Bellew und dann jahrelanger Stillstand. Aus heutiger Sicht kaum zu glauben, dass 2013/2014 ein mögliches Duell zwischen Stevenson und Sergey Kovalev unter eingefleischten Boxfans als DER Kampf schlechthin, quasi das Hagler-Hearns seiner Generation, galt. In letzter Zeit stand der aus Haiti stammende Kanadier eher mit dem Who-Is-Who der Ladenhüter und Ausrangierten im Seilgeviert.
Alvarez glaubt nicht an den Kampf – Stevenson stattdessen gegen Badou Jack?
Bald auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, seitdem der Kolumbianer Eleider Alvarez (23-0-0, 11 KOs) mit einem Punktsieg über Isaac Chilemba das Recht des Pflichtherausforderers ergatterte. Bekommen hat er seine Titelchance aber immer noch nicht. Dafür durfte er in diesem Jahr seinen WBC Silver Title und damit mehr oder weniger auch seinen Status als Nummer-Eins-Herausforderer zweimal aufs Spiel setzten, als er sich den Ex-Weltmeistern Lucian Bute und Jean Pascal gegenüber stellte. Andere Boxer sind mit nicht halb soviel Aufwand gleich mehrere WM-Kämpfe gekommen.
Alvarez selbst ließ indes verlauten, dass er nicht mehr an ein Zustandekommen des Kampfes glaubt, was wahrscheinlich auch durch die aufkeimenden Gerüchte bezüglich eines Duells zwischen Stevenson und Badou Jack befeuert wurde. Promoter Yvon Michel stellte aber klar, dass Alvarez der nächste Gegner sein wird, es sei denn er würde sich mit ihm auf eine „Step-Aside“-Gebühr einigen.















