Zeuge vs. Carolis – Vorkämpfe

Zeuge vs. Carolis - Vorkämpfe

Stefan Härtel, Arthur Mann, Burak Sahin und Deniz Ilbay

Bevor Tyron Zeuge und Giovanni de Carolis den WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht ausboxen, bietet die Undercard in Potsdam schon einmal beste Unterhaltung. Hier fünf Gründe, weshalb man die Vorkämpfe  auf keinen Fall verpassen sollte:

1. Stefan Härtel kämpft um EM-Chance

„2017 soll mein Jahr werden. Die Aufbauphase soll jetzt beendet sein. Jetzt wird angegriffen“, sagte Supermittelgewichtler Stefan Härtel zu ran.de. Offensiver könnte eine Kampfansage kaum sein. Mit einem Sieg gegen den Spanier Adasat Rodriguez will sich der 28-Jährige in Position für einen Europameisterschaftskampf bringen. Dabei gilt es auch, die unsichere Situation bezüglich seines langjährigen Trainers Karsten Röwer auszublenden. Der Erfolgscoach wird aller Voraussicht nach seinen am Jahresende auslaufenden Sauerland-Vertrag nicht verlängern. „Das ist natürlich eine mittlere Katastrophe für mich. Wir trainieren seit fast 2,5 Jahren zusammen und gerade jetzt, wo es Richtung Titelkämpfe geht, will ich ihn natürlich nicht verlieren“, so Härtel.

2. Arthur „Thunderman“ Mann verspricht Spektakel

Wenn Artur Mann in den Ring steigt, ist Spektakel garantiert. Der Cruisergewichtler macht seinem Kampfnamen „Thunderman“ alle Ehre. „Der Name kommt von Onkel Winne (Anm. der Redaktion: Box-Manager Winfried Spiering), weil ich wie ein Donner durch den Ring fege.“ Dass dem tatsächlich so ist, beweist der 26-jährige Newcomer immer wieder aufs Neue. Sechs seiner acht Profi-Siege gewann er vorzeitig. Dabei kämpfte er sogar manchmal mit angezogener Handbremse, um Runden-Erfahrung zu sammeln. „Wir haben insbesondere die letzten beiden Kämpfe genutzt und nicht unbedingt einen K. o. erzwungen.“ In Potsdam will Mann aber wieder vorzeitig siegen. Im Sparring konnte sich der gebürtige Kasache im Übrigen schon mit Weltklasse-Kämpfern wie Pablo Hernandez und Mateusz Masternak messen. „Mein Trainer Hartmut Schröder hatte mich danach gelobt. Also kann es nur gut gewesen sein.“

3. Der „Berliner Mike Tyson“ Burak Sahin steigt in den Ring

Den Spitznamen hat Schwergewichtler Burak Sahin aufgrund seiner Schlaghärte. Das große Vorbild des 25-Jährigen ist aber – wie soll es anders sein – „The Greatest“ Muhammad Ali. „Ich bewundere ihn aber nicht nur für seinen sportlichen Erfolg. Auch dafür, wie er außerhalb des Rings gelebt hat“, so Sahin bei ran.de. Der Berliner kam als Zwölfjähriger durch Taekwondo zum Kampfsport. „Ich habe aber schnell festgestellt, dass mich Boxen viel mehr reizt.“ An Selbstbewusstsein mangelt es Sahin nicht. „Meine größte Stärke ist: ich verstecke mich vor keinem. Ich traue mir alles zu. Ich würde am liebsten schon einen kleinen Titelkampf bestreiten, vielleicht einen Interconti. Aber mein Trainer bremst mich immer.“ Bei zehn Profi-Kämpfen sicher vernünftig. Aber Sahins Feuer könnte ihn tatsächlich noch weit bringen.

4. Deniz Ilbay ist dabei

Der 21-Jährige aus Köln kämpft um seinen sechsten Weltmeistertitel. Deniz Ilbay trifft auf den Georgier Anzor Gamgebeli. Der Youngster will zeigen, dass er eine der größten Hoffnungen des deutschen Boxsports ist. Er ist bislang der einzige Boxer weltweit, der sich vier Junioren-Weltmeisterschaften in vier verschiedenen Verbänden sichern konnte.

Zuletzt hatte Ilbay sich im April 2016 auf der großen Bühne in den Hallen des MGM Grand Casinos in Las Vegas präsentiert. Dort verlor er knapp nach Punkten gegen Egidijus Kavaliauskas aus Litauen.

5. Die Stimmung in der Halle

Die Fightnight in Potsdam verspricht beste Stimmung in der Halle, da fast alle Protagonisten aus der Berliner Gegend kommen. Allein das ist schon Grund genug einzuschalten.

Zeuge vs. Carolis, Vorkämpfe am 05.11.16 ab 18.45 Uhr live auf ranFIGHTING.de

Kommentar: Alexander von der Groeben

Quelle: Susann Brandes, ranFIGHTING

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