Um IBF-Interconti-Titel: Leon Harth vs. Krzysztof Wlodarczyk am Samstag

Foto: Heiko Schmitt
Foto: Heiko Schmitt

Am Samstag trifft in Breslau, Polen, der deutsche Cruisergewichtler Leon Harth auf Ex-Weltmeister Krzysztof Wlodarczyk.

Große Chance für Leon Harth

Leon Harth wird im Kampf um den IBF-Intercontinental Titel auf den erfahrenen Polen und ehemaligen Weltmeister des WBC und der IBF im Cruisergewicht Krzysztof Wlodarczyk treffen. Wlodarczyk gilt mit seinen 35 Jahren zwar noch nicht als Ringveteran, allerdings ist der Pole sehr kampferfahren und stand bereits mit Weltklasseboxern und Olympiasigern im Ring: Steve Cunningham, Giacobbe Fragomeni, Grigory Drozd und Rakhim Chakhkiev.

Leon Krzysztof Wlodarczyk gegen Kai KurzawaHarths Gegner bestritt bisher 57 Profikämpfe, von denen er 51 gewann, davon 37 mal vorzeitig. Zudem war „Diablo“ nicht nur Weltmeister der Verbände WBC und IBF, sondern auch EBU-EU-Titelträger sowie WBC-Youth Weltmeister. Seine letzte Niederlage stammt aus dem Jahr 2014. Im Kampf um die WBC-Krone gegen Grigory Drozd, musste sich Wlodarczyk nach Punkten geschlagen geben. Nach einer längeren Pause, kehrte „Diablo“ Wlodarczyk erst 2016 in den Ring zurück und konnte gegen Valery Brudov und zuletzt gegen den deutschen Kai Kurzawa jeweils vorzeitig durch TKO siegen.

Harth vs. Wlodarczyk um IBF-Interconti-Titel

harth-vs-wlodarczyk-plakat2Leon Harths Profikarriere begann 2012. Seitdem stand der 28-jährige Deutsch-Armenier 15 mal im Ring, konnte diesen 14 mal als Sieger verlassen. Seine bisher einzige Niederlage stammt vom 30. August 2014, als er gegen einen unterschätzten Murat Gassiev, der jetzt Weltmeister der IBF im Cruisergewicht ist, in der 4. Runde durch TKO verlor. Seit dieser Niederlage folgten 5 Aufbaukämpfe, von denen Harth 4 vorzeitig beenden konnte. Lediglich einmal musste der Detmolder seitdem im Kampf gegen Vladimir Idranyi über die Distanz gehen. Mit Krzysztof Wlodarczyk steht Leon Harth nun vor der größten Aufgabe seiner bisherigen Karriere.

Ein Sieg über den erfahrenen Ex-Weltmeister, würde Harth eine Titelchance gegen Murat Gassiev verschaffen. Harth zeigt sich bereits im Vorfeld siegessicher: „Ich schicke den Teufel zurück in die Hölle“. Dass es jedoch nach Punkten im Ausland schwer wird zu gewinnen, weiß auch Harth: „Normal hast du auswärts das Publikum gegen dich und auch die Punktrichter“. Krzysztof Wlodarczyk verlor bisher nur nach Punkten – ein KO-Sieg über den Polen wäre eine Sensation. Umso mehr muss Harth im Ring dafür sorgen, die Punktrichter von sich zu überzeugen.

Manager Rainer Gottwald: „Ich denke, dass Leon durchaus eine gute Chance auf einen Sieg hat. Außerdem sind alle guten Dinge drei: wir waren jetzt schon zwei mal mit Vincent in Polen und haben jeweil gegen die Lokalmatadoren überzeugend siegen können und das obwohl wir ‚zum Verlieren‘ geholt wurden.“

Der Kampf wird am Samstag, den 10. Dezember, live auf ranfighting.de im Rahmen des „Black Pass“ zu sehen sein.

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