Skandal in Hanau. WSB-Viertelfinale Deutschland gegen Kasachstan ohne Zuschauer

Offizielle Pressemitteilung des WSB-Germany

Am Samstag, den 29. März fand in der Hanauer August-Schärttner-Halle der Viertelfinal-Heimkampf Deutschland gegen Kasachstan in der World Series of Boxing statt. Anstatt der üblichen 1000 bis 3000 Zuschauer, die sonst zu Länderkämpfen kommen, findet das Viertelfinale dieses Mal unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Deutschlands World Series of Boxing-Präsident Ulrich Bittner sanktioniert somit den Weltverband WSB wegen des Wortbruchs von Mallorca.

„Bereits in den letzten Wochen und Monaten gab es immer wieder Dispute mit der WSB“, so Ulrich Bittner. „Die geschlossenen Vereinbarungen wurden von Seiten der 2010 gegründeten Organisation WSB nicht eingehalten sagt Bittner und ergänzt: „unter dem Vorwand, dass die Veranstaltungen in Deutschland angeblich nicht regelkonform seien, bleibt die WSB bis heute Ihren Verpflichtungen gegenüber dem Lizenznehmer Bittner, auch im Hinblick der finanziellen Abrechnungen aus TV- Geldern in erheblichem Maß schuldig“.

„Dies scheint kein Einzelfall zu sein, denn aus anderen Ländern hört man vergleichbares“, so der deutsche WSB-Präsident. In der Vergangenheit wurde zum Beispiel England aus ähnlichen Gründen aus der WSB ausgeschlossen. Auch Polen und Italien üben Kritik an der Vorgehensweise des WSB.

Hauptkritikpunkt bleibt für Bittner aber die, in seinen Augen ungerechte Behandlung der Länder beim Ablauf und der Organisation der Boxevents. „Wenn man die Veranstaltungen sich in Deutschland angeschaut hat, haben diese bei weitem die Qualität und Klasse der anderen Länder übertroffen, sagt Ulrich Bittner und ergänzt: „gerade beim Aufeinandertreffen mit Italien, haben wir uns, sowohl was den Austragungsort, aber auch die Liste an prominenten Gästen selbst übertroffen.

Prominente Persönlichkeiten wie Henry Maske, die Brüder Roccigiani, Bond- Bösewicht Claude-Oliver Rudolph und CDU-Generalsekretär Dr. Tauber waren nicht nur von der einzigartigen Location The Squaire am Frankfurter Flughafen begeistert, sondern auch vom sportlich tollen Kampf der deutschen Mannschaft.

In den Jahren zuvor, und unter der Leitung des Deutschen Box-Verbandes, kamen zu WSB-Veranstaltungen in Deutschland, in Halle an der Saale gerade mal 50 Zuschauer, obwohl die Sportarena bis zu 6000 Zuschauer fasst.

Präsident Bittners WSB-Veranstaltungen füllen dagegen Hallen mit 3.000 begeisterten Fans. Bittners Konzept aus „Brot und Spiele“ geht auf. So kamen gegen die Ukraine in Frankfurts Shopping Center MyZeil den ganzen Tag über verteilt mehr als 5.000 Schaulustige, viele, die zum ersten Mal an das Boxen herangeführt wurden.

Die WSB, die regelmäßig Beobachter zu den Austragungsorten schickt, ist dies wohl nicht genug. Denn Immer wieder wurde von der WSB-Zentrale in Lausanne mitgeteilt, Deutschland solle sich andere Länder als Vorbild nehmen. Ulrich Bittner verschaffte sich deshalb sein eigenen Eindruck und besuchte Kämpfe in den USA, Mexico, Italien und der Ukraine.

Hier zeigte sich eine vollkommen andere Realität als von der WSB-Zentrale glorifiziert und dargestellt. In der Ukraine wurde zum Beispiel in einer für die Sicherheit äußerst bedenklichen baufälligen Eishockeyhalle vor 180 Zuschauern geboxt.

Von den ausgegebenen Vorschriften, die die WSB und die Aiba immer an Deutschland bemängelte, war dort beispielsweise überhaupt nichts zu erkennen. In Argentinien wurden nur Gartenstühle aufgestellt und die Veranstaltung fand in einem zerfallen Discokeller unter katastrophalen hygienischen Zuständen für die Sportler statt.

„Da reagiert die WSB-Zentrale und die Aiba nicht“, so Ulrich Bittner. Trotzdem wird immer wieder Deutschland von der WSB-Zentrale aus Lausanne restriktiert. Es ist mittlerweile der Eindruck entstanden, dass Deutschland mit dem Präsidenten Ulrich Bittner hier systematisch boykottiert werden soll.

Aber nicht nur die WSB macht Probleme, sondern auch der DBV stärkt Bittner nicht ausreichend den Rücken. Obwohl die Sportler, die der WSB Deutschland über den DBV zur Verfügung gestellt wurden, bereits durch Sportförderungen abgesichert und bezahlt sind, muss Bittner nach Anweisung des DBV die Sportler nochmals mit Top-Prämien bezahlen. Das Gleiche gilt auch für die Trainer des DBV.

Sportler, Trainer und der DBV finden bei Bittner das boxerische Schlaraffenland vor, und trotzdem erhält der deutsche Präsident der WSB nicht ausreichende Unterstützung, insbesondere in der Kommunikation und der Rückendeckung gegenüber der WSB. „Die Leitagenden sind die Sportler“ sagt Ulrich Bittner. „Sie werden mit „Knebelverträgen“ an den Verband und die Aiba gebunden. Unter Druckausübung, dass die Förderung gestrichen und eine mögliche Olympiateilnahme verwehrt bleibt, kann kein Sportler frei entscheiden was er will.

Dies ist eine weitere Ungerechtigkeit findet Bittner. Er soll „im eigenen Haus“ nichts mehr sagen dürfen, fühlt sich aber gleichzeitig ausgenutzt und als Melk-Kuh des Deutschen Boxverband und des WSB.

Das Maß ist nun voll sagt Bittner. Viele Dinge, die hier aufgelaufen sind können so nicht mehr hingenommen werden. Nachdem nunmehr das Viertelfinale gegen Kasachstan, das ursprünglich in der Palma-Arena in Mallorca stattfinden sollte, und durch eine mündliche Zusage der WSB an Herrn Bittner dennoch im Nachgang abgesagt wurde, ist das Vertrauensverhältnis in die WSB nachhaltig gestört.

Zudem ist ein finanzieller Schaden entstanden, denn eine geplante Liveübertragung bei einem deutschen Fernsehsender ging verloren.

„Dies sind nur einige Gründe, warum ich mich dazu entschieden habe, heute ohne Zuschauer, in einem Geisterspiel in Hanau das Viertelfinale gegen Kasachstan zu boxen“ sagt Ulrich Bittner, Präsident des deutschen WSB-Teams. „Natürlich tun mir die Sportler leid, die sich für diesen Kampf vorbereitet haben und die tolle Stimmung der letzten Events in besten Erinnerung haben“.

Dies ist ausdrücklich kein Afront gegen das kasachische Box-Team und deren Funktionäre, ergänt Bittner und schätzt die boxerischen Qualitäten des amtierenden WSB-Team-Weltmeisters.

Bittner wäre aber nicht Bittner, wenn er nicht schon mit neuen Ideen Furore macht. „Wir brauchen wieder deutsche Gesichter im Boxsport. Ich habe Sportler wie René Weller, Gracciano Rocchigiani und viele prominente Persönlichkeiten geholt. Tausende von Zuschauern kommen mittlerweile zu unseren Kämpfen. Der Amateur Box-Sport hat von dem umtriebigen Unternehmer aus Hanau profitiert. Jetzt ist es aber an der Zeit für ein weiteres Kapitel aufzuschlagen“, so Bittner.

Ich werde Promoter beim BDB, Bund Deutscher Berufsboxer. Mit Unterstützung und Mithilfe von Ebby Thust, werde ich außerdem eine Casting-Show im Deutschen Fernsehen mit dem Arbeitstitel „Germanys Next Super-Champ“ starten. Die Casting Show sucht nach neuen Talenten von der Straße, aus den kleinen Box-Gyms, Boxvereinen, Verbänden usw. und ermöglicht jedem Jungen oder Mädchen eine Chance ein berühmter Sportler zu werden. Denn dem Sieger/in winkt ein Profivertrag. Wir brauchen wieder deutsche Gesichter wir brauchen wieder Leute mit Namen und Sportlerherz. Vielleicht ist Schwergewichtler Max Keller, Publikumsliebling vom Boxring Hanau, bereits ein solches Talent. Am Mittwoch, dem 2. April findet hierüber eine weitere Fernsehsendung auf Sport 1 zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr zum Thema Boxen statt. Hier gibt es nochmal eine Nachbetrachtung von dem, wie sich die Sanktionen anlässlich des WSB-Kampfes Deutschland gegen Kasachstan ausgewirkt haben. Exakte Auflösung wie die Zukunft des deutschen WSB-Teams und dessen Präsidenten aussieht, erfolgt bei der Pressekonferenz am 3. April um 16:00 Uhr, im Citycenter Hanau“ oder auf Livestream www.wsb-germany.de, so Ulrich Bittner.

Bewerten Sie diesen Beitrag