
Boxerisch unterlegen, aber robust und hartnäckig präsentierte sich Herausforderer Jason Sanchez und zwang Weltmeister Oscar Valdez zu einer konzentrierten Vorstellung. Das Publikum in Reno, Nevada sah einen veränderten Champion.

Es war klar, dass es nach den Schlachten der Vergangenheit ein Umdenken würde geben müssen beim WBO-Weltmeister im Federgewicht, Oscar Valdez. Speziell das Duell mit dem Briten Scott Quigg hatte Substanz gekostet und die Defensivschwächen des Mexikaners nur allzu sichtbar gemacht. Also gab es einen Trainerwechsel, von Manny Robles hin zu Eddy Reynoso, der seit Jahren mit Superstar Canelo Alvarez zusammenarbeitet und diesen zu einem der am schwersten zu treffenden Boxer formte. So weit ist es bei Valdez noch nicht, doch sein Kampf gegen Jason Sanchez war ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Valdez der vergangenen Tage hätte jetzt wahrscheinlich auf Biegen und Brechen den Knockout gesucht, aber diese Zeiten scheinen vorbei. Mit klarem Plan im Kopf boxte er seinen Kontrahenten aus. Dieser bewies aber Mut und drückte stärker aufs Gaspedal. Dadurch konnte er hier und da die Runden enger gestalten und sogar die ein oder andere gewinnen. Am Endresultat ändere dies aber nichts mehr. Die Punktrichter sahen den Weltmeister allesamt vorne (Wertungen: 118-109, 118-109, 117-110).
















