Naoya Inoue gewinnt Muhammad Ali Trophy – Punktsieg gegen Nonito Donaire

Die World Boxing Super Series hat nach Oleksandr Usyk, Callum Smith und Josh Taylor nun den 4. Sieger der Muhammad Ali Trophy. Naoya Inoue setzte sich vor heimischem Publikum in der Super Arena in Saitama, Japan gegen Nonito Donaire im Bantamgewichtsfinale durch.

Hochklassiges Duell zweier würdiger Finalisten

Im Vorfeld des Finales galt der „Filipino Flash“ Nonito Donaire (40-6, 25 KOs) als klarer Aussenseiter gegen den 10 Jahre jüngeren und als „Monster“ verschrienen Naoya Inoue (19-0, 16 KOs). Konnte sich der alte Ringveteran eher schmeichelhaft ins Finale kämpfen, durch Aufgabesieg gegen Ryan Burnett im Viertelfinale und einen KO Sieg im Halbfinale gegen Ersatzgegner Stephon Young, zeigte er im Finale wozu er trotz seiner 36 Jahre noch im Stande war zu leisten.

Inoue hingegen, der keine 6 Minuten brauchte um ins Finale einzuziehen – nach einem 1. Runden KO gegen Juan Carlos Payano im Viertelfinale, sowie einem 2. Runden KO im Halbfinale gegen Emmanuel Rodriguez – musste nun erst zum zweiten Mal über die volle Distanz von 12 Runden gehen.

Bereits mit dem ersten Gong gingen beide Protagonisten ohne großes Abtasten aufeinander los und konnten jeweils gute Treffer anbringen. In Runde 2 öffnete sich bei Inoue ein Cut über dem rechten Auge, das ihn im Verlauf des Kampfes öfters merklich behinderte.
In Runde 5 dachte man erstmals, dass der Kampf vorzeitig enden könnte, als Inoue Donaire mit einer rechts-links Kombination zum Wackeln brachte.

Zwei weitere harte rechte Hände Inoue’s landeten in Runde 6 an Donaire’s Kinn, das an diesem Abend anscheinend aus Titan gemacht war. In Runde 9 war es wiederum Donaire mit seinem besten Moment als eine RechteInoue kurz benommen aussehen ließ.
In Runde 10 deckte Inoue Donaire mit zahlreichen Händen ein, um ein Ende zu erzwingen, jedoch überstand Donaire auch dieses Feuerwerk.

Schließlich kam dann in der 11. Runde der entscheidende Dolchstoß Inoue’s als er Donaire mit einem Leberhaken zu Boden schickte. Nachdem der Filipino das Auszählen knapp überstand und selbst noch einige Hände ins Ziel brachte und damit den Japaner von sich halten konnte, brachte die 12. Runde keine Besserung für Donaire, der schlussendlich auch die 2. Championship Runde abgeben musste.

Nach 12 harten, intensiven, teils spektakulären Runden – die den Kampf definitiv zu einem Anwärter zum „Kampf des Jahres“ machen, stimmten alle 3 Punktrichter einstimmig (116-111, 117-109, 114-113) für den ungeschlagenen Japaner, der nun neben dem IBF und dem Ring Magazine Titel noch den WBA Super Champ Gürtel innehat und darüberhinaus die Muhammad Ali Trophy verdientermaßen sein Eigen nennen darf.

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