McDonnell vs. Inoue – britischer Weltmeister muss für Titelverteidigung nach Tokio

mcdonnell-inoueAm 25. Mai geht es für den WBA-Champion im Bantamgewicht in die Höhle des „Monsters“.

Inoue strebt dritten WM-Gürtel in dritter Gewichtsklasse an

Bei der all-jährlichen Jahresend-Veranstaltung am 30. Dezember verteidigte Japans größte Boxhoffnung seinen WBC-Titel im Super-Fliegengewicht noch erfolgreich gegen Yoann Boyeaux, doch nun stehen andere Aufgaben für den 24-jährigen KO-König vor der Tür. Statt in der hochklassigen und heiß umkämpften Gewichtsklasse bis 52,2 kg zu bleiben, wird Naoya Inoue nun Jamie McDonnell um dessen Titel im Bantamgewicht herausfordern.

Für denjenigen vielleicht etwas überraschend und auch enttäuschend, der von Duellen gegen Srisaket Sor Rungvisai oder Juan Francisco Estrada geträumt hat, doch die Gerüchte um einen Aufstieg Inoues standen schon seit Monaten im Raum. Für den Japaner könnte es nach Titelerfolgen im Halb-Fliegen- und Super-Fliegengewicht bereits das dritte Gold in der dritten Gewichtsklasse sein.

Der Champion ist der „Underdog“

Hinter Jamie McDonnell liegen schwere Zeiten. Im November 2016 errang er einen höchst umstrittenen Punktsieg über Liborio Solis – der negative Höhepunkt einer ohnehin unglücklichen Matchroom-Veranstaltung in Monaco – im Rematch (wieder im Fürstenstaat) war es dann ein ungewollter Zusammenstoß der Köpfe, der den Kampf ohne Wertung enden ließ.

Dementsprechend suboptimal die Vorbereitung des Briten auf den sehr wahrscheinlich stärksten Gegner seiner bisherigen Karriere. Inoue wäre aber auch unabhängig der Ereignisse als eindeutiger Favorit ins Rennen gegangen – immerhin zählt der Japaner bei vielen Experten nach gerade einmal 15 Kämpfen bereits zu den 10 stärksten Boxern der Welt.

Zolani Tete will ebenfalls gegen Inoue ran

Ein weiterer in England aktiver Bantamgewichtler mit WM-Gürtel ist Zolani Tete. Dieser muss am 21. April seinen WBO-Titel gegen Omar Narvaez aufs Spiel setzten, hatte aber auch noch ein paar Worte für Inoue übrig und zeigte sich verwundert, dass dieser gegen McDonnell und nicht gegen ihn ran wolle: „Ich hoffe, dass Inoue diesen Kampf nur aus strategischen Gründen annimmt und weiterhin offen für ein Aufeinandertreffen zwischen uns beiden ist“, so der Südafrikaner gegenüber Boxingscene.com.