Denis Lebedev hängt Handschuhe endgültig an den Nagel

Nach über einem Jahr Pause betrat Ex-Weltmeister Denis Lebedev am 21. Dezember erneut den Boxring und unterlag. Nun will er seine Karriere endgültig beenden.

„Genug ist genug“ – Denis Lebedev beendet Box-Karriere offenbar endgültig!

Der 40-jährige russische Ex-Weltmeister im Cruisergewicht nach Version der IBF und WBA, Denis Lebedev, hängt seine Boxhandschuhe -offenbar endgültig- an den berühmten Nagel. Dies teilte der russiche Box-Held in einem Interview mit.

„Ich habe meine Karriere in diesem Sport bereits beendet. Ich habe es angekündigt. Ich habe fünf Kinder, das ist eine große Verantwortung. Ich muss meine Kinder großziehen, sie brauchen mich. Ich bin etwas langsamer geworden, aber ich bin immer noch voll Kraft und Energie. […] Früher habe ich das Ende meiner Karriere angekündigt, aber ich konnte einfach nicht auf der Couch sitzen, es hatte mich wieder gejuckt. Ich sehe Kämpfe und Boxen ist in jedem Teil meines Körpers. Und mein Herz rief mich jeden Tag zurück in den Ring. Vielleicht habe ich viel auf mich genommen, aber ich sagte, dass ich diesen Kerl boxe und dass ich ihn schlagen kann. Der russische Boxverband unterstützte mich und organisierte den Kampf. Ich brauchte wahrscheinlich diesen Kampf (mit Thabiso Mchunu, Anm. d. Red.), um zu verstehen, das es genug war, es war Zeit es zu beenden. Ich habe es schon gefühlt, als ich selbst trainiert habe und es hat nicht geklappt, ich konnte nicht einmal mit meinen Sparringspartnern fertig werden.“, so Lebedev im Interview.

Ex-Weltmeister Denis Lebedev besiegte im September 2018 im Traktor Sport Palace in Chelyabinsk, Russland den Deutsch-Türken Hizni Altunkaya durch KO in Runde 3

Der ehemalige Weltmeister, der sein Debüt im Februar 2001 gab und in 35 Profikämpfen mit vielen Größen des Sports im Ring stand, unterlag lediglich dreimal in seiner Profikarriere. Zuletzt am 21. Dezember gegen den 31-jährigen Südafrikaner Thabiso Mchunu (22-5(3), 13 KOs) mit deutlicher Punktwertung (119-108, 120-107, 115-112).

„Als ich in den Ring gestiegen bin, habe ich gemerkt, dass es die eine Sache ist, wenn man auf der Couch sitzt. Ich musste diesen Kampf gewinnen, aber ich habe verloren. Es ist nicht, dass ich verloren habe, ich konnte einfach nicht gewinnen. Es gab nichts besonders meisterliches bei meinem Gegner, aber ich konnte nicht mit ihm fertig werden. Wir müssen die Kraft in uns selbst finden, um uns selbst zu sagen ‚genug‘.“