Canelo und Golden Boy auf 27 Millionen Dollar verklagt

Oscar de la Hoya und Saul „Canelo“ Alvarez
Oscar de la Hoya und Saul „Canelo“ Alvarez

Canelos Ex-Promoter Tuto Zabala jr. (All Star Boxing Promotion) ist der Kläger

Ob Gennady Golovkin, Liam Smith oder Miguel Cotto, alle die die im Gespräch sind noch im Laufe dieses Jahres gegen Saul „Canelo“ Alvarez in den Ring zu steigen, werden wohl abwarten müssen wie ein Gericht in Florida über eine Klage entscheiden wird, die der Präsident von „All Star Boxing Promotion“ Felix ‚Tutico‘ Zabala schon im Jahre 2010 eingereicht hatte.

Felix “Tutico” Zabala mit seiner Mutter Doña Carmen Zabala
Felix “Tutico” Zabala mit seiner Mutter Doña Carmen Zabala

Zabala verklagt hierbei den Ex-Weltmeister Saul „Canelo“ Alvarez und dessen jeztigen Promoter „Golden Boy Boxing-Promotion“ vertreten durch deren CEO Oscar de la Hoya auf mindestens 27.000.000 Dollar. Nach den Gesetzen des Staates Florida kann diese Summe sogar noch verdreifacht werden.

Der frühere Promoter von Canelo behauptet in seiner Klage, dass der Mexikaner Canelo Alvarez bei ihm im Jahre 2008 einen Vier-Jahres-Promotervertrag unterschrieben habe, der sich automatisch um weitere vier Jahre verlängern sollte, wenn Canelo in dieser Zeit Weltmeister würde.

Im Jahre 2009 unterschrieb dann Canelo Alvarez einen zweiten Promotervertrag bei Golden Boy Promotion. Daraufhin verklagte „All Star Boxing“ vertreten durch Tutico Zabala nicht nur Canelo Alvarez auf Vertragsbruch, sondern auch noch dazu Oscar de la Hoya (Golden Boy Promotion) wegen „rechtswidriger Einmischung“.

Der Mexikaner Canelo wurde dann im Jahre 2010 und 2011 Weltmeister im Weltergewicht. Der Rechtsanwalt des Klägers Zabala, Alejandro Brito trug bei der gegenwärtig statt findenden Gerichtsverhandlung vor, dass sein Klient durch das Wechseln von All Star Boxing zu Golden Boy Promotion mindestens 27 Millionen Dollar verloren hätte. Dieser Schadens-Betrag kann bei einer Klage nach den Gesetzen des Staates Florida zudem noch verdreifacht werden.

Rechtsanwalt Alejandro Brito trug bei der ersten Präsentation am letzten Mittwoch vor dem Judicial Circuit of Miami-Dade County, dem Vorsitzenden Richter Migna Sanchez Llorens vor: „Mein Mandant bereitete den Boden vor, er säte den Samen ein und wartete bis die Saat zu keimen begann. Doch als es Zeit war die Früchte zu ernten kam Golden Boy Promotion und erntete die Früchte.“

Oscar de la Hoya und Canelo Alvarez die durch den in den USA bekannten Rechtsanwalt Michal Olin vertreten werden, ließen durch diesen dem Gericht mitteilen, dass es alleine Zabala gewesen wäre der seinen Verpflichtungen als Promoter nicht nachgekommen sei.

„Das alles hier ist kein Spiel“, sagte Zabala. Es ist ein Schaden in geschätzter Höhe von mindestens 27 Millionen Dollar entstanden, wie schon mein Rechtsanwalt vorgetragen hat und die meisten Leute denken mir würde es in erster Linie nur ums Geld gehen. Dem ist aber nicht so. Das hier ist ein Präzedenzfall und es geht primär darum, dass Verträge im Boxing-Business respektiert werden, wie diese auch bei anderen Sportarten schon immer respektiert werden.

Der Prozess begann am vergangenen Montag mit der Auswahl der Juroren und wurde am Dienstag fortgeführt. Es war schwierig die geeigneten Personen zu finden, bei denen von beiden Seiten absolute Neutralität erwartet werden kann, da sowohl de la Hoya als auch Canelo Alvarez eine sehr hohe Popularität genießen.

„Wir hatten gehofft, dass dieser Prozess in zwei bis drei Tagen über die Bühne geht“, sagte Zabala am Dienstag als er das Justizgebäude verließ, „aber es gibt Verzögerungen. Ich kann über die Vorgänge nicht sprechen. Ich erlebe solch ein Verfahren zum ersten Mal in meinem Leben. Wichtig war es Personen zu finden, die sich von keinen äußeren Faktoren beeinflussen lassen und hier ein gerechtes Urteil finden.“

Canelo Alvarez bestritt im Jahre 2005 seinen ersten Profikampf und seine letzte Vertragsverlängerung unterschrieb er bei Golden Boy Promotion. Die Zahlen des Vertrages mit Golden Boy wurden allerdings nicht öffentlich bekannt gegeben.

Am letzten Mittwoch wurde dann Canelo als erster Zeuge vernommen und sagte aus, dass es wohl seine eigenhändige Unterschrift unter dem Vertrag mit All Star Boxing aus dem Jahre 2008 ist, dass dieser Vertrag aber in englischer Sprache gefertigt sei und er selbst leider kein Wort englisch verstehe. Dies ist auch das wichtigste Argument der Verteidigung.

Vielleicht ist dieser gerade stattfindende Prozess auch der wahre Grund warum Canelo Alvarez seinen WBC Weltmeistertitel kampflos niederlegte und nicht wie von der WBC gefordert gegen Gennady Golovkin angetreten ist.

Boxen1 wird weiter über diesen Prozess berichten.

Fotos: All Star Boxing vs. Canelo/Golden Boy Promotion

Der 27 Millionen Dollar Prozess

All Stars Promotion Chef Felix “Tutico” Zabala behauptet im Jahre 2008 mit Canelo Alvarez einen rechtsgültigen Vertrag über 4 Jahre abgeschlossen zu haben und er verklagt nun Canelo und Golden Boy Promotion, vertreten durch Oscar de la Hoya
All Stars Promotion Chef Felix “Tutico” Zabala behauptet im Jahre 2008 mit Canelo Alvarez einen rechtsgültigen Vertrag über 4 Jahre abgeschlossen zu haben und er verklagt nun Canelo und Golden Boy Promotion, vertreten durch Oscar de la Hoya.
Die Klage wird unter dem Vorsitz von Richter Migna Sanchez Llorens vor dem Judical Court of Miami-Dade entschieden werden.
Die Klage wird unter dem Vorsitz von Richter Migna Sanchez Llorens vor dem Judical Court of Miami-Dade entschieden werden.
Zabala beeidigt seine Aussage vor Gericht
Zabala beeidigt seine Aussage vor Gericht
Zabalas Rechtsanwalt Alejandro Brito beziffert den entstandenen Schaden auf 27 Millionen Dollar. Diese Zahl beinhaltet aber noch nicht die „punitive damages“, die nach den Gesetzen Floridas den geltend gemachten Betrag um das Dreifache erhöhen könnte.
Zabalas Rechtsanwalt Alejandro Brito beziffert den entstandenen Schaden auf 27 Millionen Dollar. Diese Zahl beinhaltet aber noch nicht die „punitive damages“, die nach den Gesetzen Floridas den geltend gemachten Betrag um das Dreifache erhöhen könnte.
Rechtsanwalt Alejandro Brito trug bei der ersten Präsentation am letzten Mittwoch vor dem Judicial Circuit of Miami-Dade County, dem Vorsitzenden Richter Migna Sanchez Llorens vor: „Mein Mandant bereitete den Boxen vor, er säte den Samen ein und wartete bis die Saat zu keimen begann. Doch als es Zeit war die Früchte zu ernten kam Golden Boy Promotion und erntete die Früchte.“
Rechtsanwalt Alejandro Brito trug bei der ersten Präsentation am letzten Mittwoch vor dem Judicial Circuit of Miami-Dade County, dem Vorsitzenden Richter Migna Sanchez Llorens vor: „Mein Mandant bereitete den Boden vor, er säte den Samen ein und wartete bis die Saat zu keimen begann. Doch als es Zeit war die Früchte zu ernten kam Golden Boy Promotion und erntete die Früchte.“
Eines der wichtigsten Argumente der Verteidigung, die Canelos Anwälte vortragen, ist die Behauptung, dass „All Stars Promotion“ Canelo den Vertrag in englischer Schrift vorgelegt haben, obwohl man wusste dass Canelo kein Wort Englisch versteht.
Eines der wichtigsten Argumente der Verteidigung, die Canelos Anwälte vortragen, ist die Behauptung, dass „All Stars Promotion“ Canelo den Vertrag in englischer Schrift vorgelegt habe, obwohl man wusste dass Canelo kein Wort Englisch versteht.
„Das alles hier ist kein Spiel“, sagte Zabala. Es ist ein Schden in geschätzter Höhe von mindestens 27 Millionen Dollar entstanden, wie schon mein Rechtsanwalt vorgetragen hat und die meisten Leute denken mir würde es in erster Linie nur ums Geld gehen. Dem ist aber nicht so. Das hier ist ein Präzedenzfall und es geht priär darum, dass Verträge im Boxing-Business respektiert werden, wie dies auch bei anderen Sportarten schon immer respektiert werden.
„Das alles hier ist kein Spiel“, sagte Zabala. Es ist ein Schaden in geschätzter Höhe von mindestens 27 Millionen Dollar entstanden, wie schon mein Rechtsanwalt vorgetragen hat und die meisten Leute denken mir würde es in erster Linie nur ums Geld gehen. Dem ist aber nicht so. Das hier ist ein Präzedenzfall und es geht primär darum, dass Verträge im Boxing-Business respektiert werden, wie dies auch bei anderen Sportarten schon immer respektiert werden.