96 Sekunden! Jeff Horn macht kurzen Prozess mit Anthony Mundine

Nach einem punktgenauen linken Haken war für Altmeister Anthony Mundine schon im ersten Durchgang Feierabend. Alles in allem leicht verdientes Geld für Jeff  „The Hornet“ Horn, der sich nun wieder ernsthafteren Angelegenheit widmen dürfte. 

Ein Mismatch wie es im Buche steht

Dass die Hornisse am Freitagabend zustechen würde, war mehr oder minder klar, aber in welcher Geschwindigkeit und Intensität, darüber konnte man nur spekulieren. Anthony Mundine hatte zumindest kein wirkungsvolles Gegengift, um sich länger vor einem Fall in die Horizontale zu schützen. „Die Schmach von Brisbane“ wäre ein passender Titel für den Auftritt des 43-jährigen. Im dortigen Suncorp Stadium hatte er seinem 13 Jahre jüngeren Kontrahenten nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen.

Jeff Horn kam wie aus der Pistole geschossen auf den gewohnt defensiv agierenden Mundine zugestürmt. Schon nach rund 15 Sekunden hatte er die erste rechte Schlaghand im Ziel. Horn erhöhte den Druck weiter, ließ seinen Gegner überhaupt nicht in den Kampf kommen. Zur Hälfte der ersten Runde hatte er Mundine dann an den Seilen gestellt – dieser versuchte die Schläge Horns abzurollen. Nachdem die Rechte nicht voll traf, schoss Horn blitzschnell einen linken Haken hinterher. Dieser erwischte Mundine perfekt am Kinnwinkel und die Messe war gelesen. 

Der Ex-Weltmeister zeigte sich im Anschluss als fairer Verlierer und deutete ein Karriereende an: „Ich hatte eine große Karriere, Jeff hat heute Abend bewiesen, dass er der bessere Mann ist. Das ist die nächste Generation, ich reiche die Fackel an ihn weiter.“

Horns Standing dürfte sich durch diesen Kampf nicht verbessert haben, allenfalls sein Geldbeutel sollte nun noch etwas praller gefüllt sein. Man darf erwarten, dass er im nächsten Jahr wieder gegen die Spitze des Weltergewichts in den Ring steigt. 

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