Gedenkveranstaltung zu Ehren Fritz Sdunek – Jetzt fordern Fans und Freunde mehr

Sdunek-KlitschkosEs war ein „Stelldichein“ der besten DDR-Faustkämpfer, es war ein ganz feines Boxspektakel und es war ein großes Familienfest, das Harald Lange, Gerrit Elfert und Wiking-Chef Winfried Spiering in Neustadt Glewe organisierten. Es war eine bisher nie dagewesene Kombination aus tollen Amateur- und spannenden Profikämpfen, die mit einem der legendären „Harald-Langes-gemütliches-Beisammensein“ einen grandiosen Abschluss fand.

Weit über 1000 Zuschauer nahmen an dem Event zu Ehren Fritz „Fritzer“ Sdunek teil. Danach diskutierten sie über die Gefechte und ließen bei einem Gläschen alte Kämpfe und Kämpfer wieder aufleben. Und natürlich „Fritzer“ dem allen unvergesslichen Trainer. Sduneks Ehefrau Carola, ihre Tochter Kati und Enkelkinder sowie „Fritzers“ Stiefsohn Mario saßen ganz vorn am Ring und waren von der Gedächtnisveranstaltung sichtlich berührt.

Sduneks Freundesdichte war und ist unglaublich: Olympiasieger Andreas Zylow, und Jochen Bachfeld waren da, genauso wie Torsten Schmitz, Karsten Röwer, Kubrat Pulev, Richard Novakowski, Ulli Wegner, Horst Femfert und und und. Sduneks Wegbegleiter der ersten Stunde ließen es sich nicht nehmen mit ihrer Anwesenheit „Fritzer“ zu ehren.

Gerrit Elfert stellte fest: „Alles was Rang und Namen hat im DDR Spitzenboxen, war da! So viele Olympiasieger, -Medaillengewinner, Olympioniken, sowie Welt- und Europameister fanden definitiv noch niemals zusammen, ganz abgesehen von den DDR-Meistern.“

Die, die sich früher in Sduneks Ruhm sonnten und neben ihm standen, wenn das Blitzgewitter der Kameras surrte, blieben fern. Aufgefallen ist es wenigen, vermisst hat sie niemand. „Vermutlich lag es an den zu niedrigen Eintrittspreisen. Gute Amateurkämpfe in der Tradition Fortschritt Neustadt-Gleve vs. Lokomotive Greifswald begeisterten die Zuschauer.

In der Pause ließ es sich Trainerlegende Ulli Wegner nicht nehmen, Anekdoten und packende Geschichten aus der erfolgreichen Laufbahn seines langjährigen Weggefährten zu erzählen. Die Profikämpfe, die das Wiking Boxteam dem Event beisteuerte, waren Top. Entsprechend hoch war der Respekt des fachkundigen Publikums für die Boxer und ihre Leistungen. Spiering bewies wieder einmal „Händchen“

Schon im ersten Fight bekriegten sich die Mittelgewichtler Islam „The Soldier“ Ashabov und Thulasi „Tiger“ Tharum. Auf der Waage blieben beide im Limit. Allerdings sah man, dass „Triple T“ im Mittel zuhause ist, während die Statur des Soldaten einem Weltergewichtler gleicht. Der Tiger gewann klar nach Punkten, doch es war ein couragierter Auftritt, die der „Soldaten“ Ashabov zeigte.

Leider musste der Cruiser Cem Akkus seine Teilnahme kurzfristig absagen. Für ihn sprang Erdogan „Edy“ Kadrija ein. In der Dritten schlug Edy den georgischen Routinier Giorgi Makishvili klassisch KO. Spiering zeigte sich beeindruckt: „Bravo Big Ed, so kann es weitergehen.“

Der Neu-Wikinger und bisher ungeschlagene Zeynel „Sven“ Elbir bekam einen harten Brocken vorgesetzt. Aber er löste seine Aufgabe meisterlich und dominierte Kampf und Gegner. Es war ein hervorragender Fight, der den Boxfans den Puls hochtrieb. Elbirs Auftreten war spektakulär. Deshalb wurde er von der Jury um Boxexperten Dietmar Schwarzer als bester Kämpfer des Abends geehrt.
Auch hier war Spierings Anerkennung groß: „Für „Sven“ eine tolle Leistung und ein hochverdienter Punktsieg! Gute Leistung, darauf kann man aufbauen und den ersten Titel ins Auge fassen.“

Tervel Pulev ist der Bruder von Kubrat Pulev. Bei den Amateuren wurde er Vize-Europameister und Dritter der Olympischen Spiele von London. Er bekam Mikheil Khutsishvili, vor die Fäuste. Tervel gab gegen die georgische Nummer 1 sofort Gas und bearbeitete Khutsishvili mit schweren Treffern. Nach nicht einmal drei Minuten machte Tervel Schluss.- TKO Rd.1. Es war der siebte Abbruchsieg in seinem siebten Kampf.
Tervel Pulev ist der kommende Mann im Cruisergewicht, und bereit für seinen ersten Titelkampf. Glaubt man der Gerüchteküche hat Spiering schon erste Gespräche mit BDB-Manager Volker Grill geführt.

„Diese Veranstaltung war das Beste, was dem deutschen Boxsport passieren konnte“, war das einhellige Lob der Fans und Freunde. Jetzt wünschen sie sich nur eins:

„Lieber Harald, lieber Winne, macht‘s noch einmal!“

Text: Wiking Boxteam