Ergebnisse der Undercard aus Koblenz

Foto: Slawa Spomer Facebookseite

Koblenz – Nach dem gestrigen obligatorischen Wiegen im Koblenzer Löhr-Center, stand heute der nächste Kampfabend des Team Sauerland auf dem Programm und nach gleich 25 Jahren der boxerischen Abstinenz kehrte man mit dem professionellen Preisboxen nach Koblenz zurück. Insgesamt bot die von Matchmaker Tom Dallas zusammengestellte Fightcard acht Kämpfe, darunter sechs im Vorprogramm. Warum man jedoch eine IBF-Europameisterschaft in das Vorprogramm verschiebt, bleibt Geheimnis des Veranstalters.
Unter anderem stiegen vor rund 1500 Zuschauern Feizu Cullhaj, Yves Barz und Sophie Alisch von O1NE.SPORT, Slawa Spomer vom Team Holefeld und der ehemalige WBSS-Teilnehmer Anthony Yigit in das Seilgeviert.

Kampfabend eröffnet von Lokalmatador Feizu Cullhaj

Die Ehre den hiesigen Kampfabend zu eröffnen, besaß Mittelgewichtler Feizu Cullhaj (1-0-0, 1 KO) der in seinem zweiten Gefecht, das auf vier Runden angesetzt war, auf den deutschen Journeyman Sabri Ulas Goecmen (11-29-0, 1 KO) traf. Dass Cullhaj mit seinem erfahrenen Gegner wenig Probleme hatte, verdeutlicht die Tatsache, dass Cullhaj bereits im zweiten Durchgang dieses ungleiche Duell per vorzeitigem Sieg beenden konnte.

Yves Barz gelingt erneuter Sieg

Der gerade einmal 24-jährige Weltergewichtler aus Karlsruhe, Yves Barz (2-0-0, 2 KOs), bekam es beim zweiten Gefecht des Abends mit dem Weissrussen Andrei Staliarchuk (11-31-6, 2 KOs) zu tun. Barz, der vor wenigen Wochen in Rheinstetten noch mit einem KO überzeugen konnte, gelang es dieses mal nicht sonderlich gut in den Kampf zu kommen. Barz tat sich über die gesamte Dauer mit seinem 33-jährigen Gegner schwer und fing sich immer wieder mal mehrere Treffer. Sein Sieg nach vier Runden war jedoch trotzdem verdient. Das Urteil lautete einstimmig 39-38 für den Mann aus Karlsruhe, der sich zudem in der Vorbereitung mit einer Erkältung herumkämpfen musste.

Yigit mit holpriger Leistung nach WBSS-Auftritt

Nach seiner vorzeitigen Niederlage im Rahmen der WBSS gegen Ivan Baranchyk in Runde 7 durch eine Augenverletzung, gab Anthony Yigit sein Ringcomeback gegen den Italiener Mohamed Khalladi (10-7-1, 5 KOs). Dem Schweden Yigit gelang es zwar über weite Strecken das Gefecht zu bestimmen, dies jedoch nur aufgrund seiner besseren Technik. Dem Italiener gelang es des öfteren gute Hände bei Yigit unterzubringen. Im sechsten Durchgang wurde Khalladi zudem angezählt, wenngleich es eher den Anschein machte, als wäre er ausgerutscht. Im siebten Durchgang lies Yigit etwas nach und Khalladi konnte mehrere harte Treffer landen. Beim Schweden öffnete sich anschließend ein Cut. Khalladi verkaufte sich zwar gut, an dem einstimmigen Sieg Yigits änderte dies jedoch wenig.

Alisch feiert erfolgreiches Debüt als Profiboxerin

Die gerade einmal 17-jährige Berlinerin machte mit ihrer Gegnerin kurzen Prozess, schickte sie bereits nach wenigen Sekunden das erste Mal auf die Bretter, ehe Alisch die Georgierin erneut zu Boden schicken konnte. Diese hatte offenbar wenig Lust noch einmal anzutreten und strich nach nur 52 Sekunden in der ersten Runde die Segel.

Lokalmatador Spomer auf dem Weg zur deutschen Meisterschaft

Einer der ehemals besten Amateure Deutschlands, Slawa Spomer, ist weiter auf dem Weg nach oben. In seinem sechsten Gefecht, gelang es ihm gegen den Ukrainer Igor Faniian den Kampf über die volle Distanz von für ihn erstmals acht Runden zu bestimmen. Der Boxer von Manager Thomas Holefeld diktierte weitestgehend über die volle Distanz das Geschehen und hatte seinen Gegner bis auf wenige Ausnahmen völlig unter Kontrolle. Lediglich der KO gelang dem aufstrebenden Spomer nicht mehr.  Das Urteil lautete dem Kampf folgend: 79-73, 78-74 und 78-74. Doch für Spomer geht es munter weiter – am 11.05. wird er wohl in einem Stallduell in seinem dann siebten Profikampf bereits um die deutsche Meisterschaft boxen. Man darf also gespannt bleiben – Das bestätigten auf Anfrage im Interview nach dem Kampf auch die beiden Manager von Spomer, Thomas Holefeld und Ilmi Viqa. „Slawa hat wieder eine gute Leistung abgerufen und sich bereits nach sechs Kämpfen für eine Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die er in einem Stallduell mit Florian Wildenhof am 11.05. erringen könnte“ Holefeld weiter: „Das wird kein abgekartetes Spiel, beide Boxer haben die gleichen Bedingungen, ich bevorzuge niemanden. Das ist meine Einstellung dazu.“ Viqa und Holefeld sagten abschließend: „Slawa hat wieder eine gute Leistung abgerufen, wir sind stolz auf ihn und freuen uns schon auf den 11. Mai!“

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