Egidijus Kavaliauskas bezwingt toughen Juan Carlos Abreu

Egidijus „Mean Machine“ Kavaliauskas hatte bei seiner Titelverteidigung des NABF Weltergewichts-Gürtels mehr Probleme als er erwartet hatte. Der Dominikaner Juan Carlos Abreu verlangte dem 30-jährigen Litauer eine Menge ab.

Zähes Unterfangen

Nach seinem überzeugendem KO-Erfolg Anfang des Jahres über David Avanesyan, gab es schon Stimmen, die Egidijus Kavaliauskas aus Litauen als den kommenden Mann des Weltergewichts beschrieben. Für den zweifachen Olympia-Teilnehmer Kavaliauskas, der in Oxnard, Kalifornien von Meistercoach Robert Garcia trainiert wird, galt der Kampf gegen Juan Carlos Abreu eher als Zwischenstation auf dem Weg zu einer WM. Am Ende wurde es dann doch deutlich kniffliger, als man es sich auf Seiten Kavaliauskas wohl ausgemalt hatte.

Zwar beherrschte der Ost-Europäer das Geschehen größtenteils aus der Ringmitte, doch mit den wendigen Defensiv-Bewegungen und schnellen Händen Abreus hatte er so seine Probleme. Dem Mann aus der Dominikanischen Republik gelang zudem ein ums andere Mal, schnelle Konter ins Ziel zu setzten und Kavaliauskas so zu frustrieren. So ging es am Ende über die Runden und mit 96-94 und 97-93 (zwei Mal) war es dann doch relativ eng auf den Punktzetteln, auch wenn Kavaliauskas letztlich verdient den Ring als Sieger verließ. Eine Show hatte er den Zuschauern in der Save Mart Arena in Fresno damit allerdings nicht geboten.

Nächster Halt: Crawford?

Im Vorfeld hatte Promoter Bob Arum bereits offiziell verkündet, dass Kavaliauskas einer der Namen sei, der für Terence Crawfords Titelverteidigung im Oktober als Gegner in Frage kommen würde. Der Litauer zeigte sich im Interview aber nicht allzu enthusiastisch ob dieses Gefechts, was wohl mit seiner bescheidenen Leistung im Ring zuvor zu tun hatte. Ausschließen wollte er aber nichts, immerhin wäre dies eine große Gelegenheit und würde eine entsprechend gute Börse einbringen. Terence Crawford wird die Darbietung seines möglichen Kontrahenten jedoch mit Sicherheit nicht um den Schlaf gebracht haben.

Vences und Ruiz siegreich

In einem durchaus kompetitiven Duell, war es in der Regel die höhere Schlagfrequenz, die Super-Federgewichtler Andy Vences die Runden gewinnen ließ. Gegner Frank De Alba trat beherzt auf, musste sich aber letztendlich deutlich nach Punkten geschlagen geben. Vences bleibt damit auch nach 22 Kämpfen ungeschlagen.

Andy Ruiz‘ Karriere läuft derweil eher schleppend voran. Der wiedermal in fragwürdiger körperlicher Verfassung erschienende Schwergewichtler ließ sich vom erfahrenen, aber doch schon etwas abgehalfterten Kevin „Kingpin“ Johnson die ein oder andere Runde abluchsen und musste über die Runden gehen. In der Form dürfte es für ihn schwer werden, nochmal in die oberen Gefilde der „Königsklasse“ vorzustoßen.

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