Lange hat sie warten müssen, vergangenen Samstag war es endlich soweit: Ex-Weltmeisterin Lucia Morelli durfte vor heimischer Kulisse im badischen Offenburg ihren 24. Profikampf unter Aufsicht des BDF bestreiten. Hierbei handelte es sich um einen WM-Ausscheidungskampf.
Nach drei Absagen doch noch eine Gegnerin gefunden
Nachdem drei Gegnerinnen abgesprungen waren (Sopio Putkaradze, Daniela Graf, Mirjana Vujic) konnte Promoter Drin Krasniqi gerade noch rechtzeitig einen Ersatz finden. Die Kickboxerin Sanja Radi erklärte sich bereit einzuspringen. Gemischte Gefühle machten sich im Morelli-Lager breit. Heimliche Kampfmaschine oder Fallobst? Radi entpuppte sich als eher leichte Aufgabe. Bereits in der zweiten Runde setzte Morelli dem ganzen mit einem K.O. ein Ende. Morelli top vorbereitet, die Gegnerin zwar fit, aber zu ängstlich. Erleichterung pur, die längste Kampfvorbereitung ihrer Karriere hat sich gelohnt.
„Das Matchmaking beim Frauenboxen ist sehr schwierig. Es gibt nur eine kleine Auswahl an bezahlbaren Boxerinnen. Finde da erstmal eine, die sich gegen Lucia in den Ring traut. Ich bin froh, dass wir den Ausscheidungskampf gemeistert haben. Der WM-Kampf kann nun in Angriff genommen werden. Ich habe da auch schon eine Begegnung im Kopf. Ich kann nur sagen, das wäre eine große Schlacht und auf jeden Fall TV-verdächtig! Ich werde versuchen diesen Kampf zu realisieren, mal sehen was sich ergibt!“, so Krasniqi.

Heißt im Klartext: Für das Jahr 2015 bleibt dem Frauenboxen diese starke Boxerin noch erhalten. Sollte sie im Herbst dann tatsächlich noch mal Weltmeisterin werden, wäre das sicher ein ehrenvoller Rücktritt. Aber wie heißt es so schön: „Es juckt in den Fäusten.“ Ob Morelli es dann tatsächlich übers Herz bringt die Handschuhe an den Nagel zu hängen? Spannung garantiert!
Fotos: BOXEN1-Fotograf Konstantinos Sarigiannidis















