IDJM im Boxen – NRW-Kämpfer können nicht überzeugen

IDJM im Boxen – NRW-Kämpfer können nicht überzeugen

Rasul Hamat, NRW (blau) besiegt Martin Pavolic, BW
Rasul Hamat, NRW (blau) besiegt Martin Pavolic, BW / Foto: Thomas Häussler

Es war nicht der Tag der Nordrhein-Westfalen. Im ersten der drei Viertelfinals verloren vier der fünf Starter. Besonders schlecht lief es für den SC Colonia 06.  Beide Athleten des Gastgebers der IDJM verloren ihre Gefechte. Fliegengewichtler Denis Schleicher zeigte eine technisch anspruchsvolle Leistung, aber zum Siegen reichte es dennoch nicht. Sein Kontrahent aus Sachsen, Artur Orlov hatte in den wichtigen Situationen immer eine Faust mehr im Ziel.

Obeidalah Mirzaie aus Bayern warf Metoucha Lukoki aus dem Rennen. Metoucha hielt seine Führhand etwas zu weit vor dem Körper und kassierte dadurch vermeidbare Treffer.

Cihad Ersin Samar unterlag trotz eines beherzten Kampfes dem Berliner Überflieger und zweifachen Europameister Fabian Thiemke.

Lavdin Kryeziu verlor seinen Fight gegen den Hamburger Turpal Hutaev. Noch ist nichts verloren für Lavdin. Da er in einem Dreierfeld startet, bekommt er im Halbfinale eine weitere Chance, sich für das Finale zu qualifizieren.

Rasul Hamad war der einzige Sektor-Boxer, der im ersten Viertelfinale überzeugen konnte. Der Rechtsausleger bereitet seine Angriffe effizient vor und punktete ordentlich. Der Lohn dafür war die Qualifikation für das Halbfinale. Nach seinem überzeugenden Auftritt gehört Rasul nun zum engeren Favoritenkreis im Bantamgewicht.

Auch im zweiten Viertelfinale stotterte der NRW Motor. Nur Mugdat Avaz aus Grevenbroich dominierte seine drei Runden gegen den erfahrenen Brandenburger Nabil Stein.

Nachdem Chris-Marco Eloundou im Achtelfinale Eliah Besle aus Berlin schlug, ging es im Viertelfinale gegen Salvatore Cotrone, einem ganz starken Faustkämpfer des BC Traktor Schwerin. Die erste Runde ging knapp nach Schwerin, in der zweiten glich Chris-Marco aus. Es waren die letzten vier Schläge des dramatischen Gefechts, die über Sieg und Niederlage entschieden und die setzte Eliah.

Erik Brunner hatte in seinem Kampf gegen den Sachsenexpress Ali Dohir das Nachsehen. Es fehlte das aggressive Nachsetzen nach dem ersten Angriff. Das machte Ali besser. Er gewann klar mit 5:0.

Auch im letzten Viertelfinale kam der NRW-Motor nicht in Schwung.

In einer heftigen Ringschlacht unterlag der Dinslakener Mert Caliskan dem Titelverteidiger der IDJM, Noah Fischer. Der Baden-Württemberger störte ganz fein Merts Attacken und setzte dabei gute Konter.

NRWs Lichtblick der Abendveranstaltung war Tamirlan Amkhadow. Durch seinen 5:0 Punktsieg über den Berliner Kevin Rackwitz sendete er ein knackiges Ausrufezeichen an die Konkurrenz im Mittelgewicht.

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