Hannig vs. Liebenberg II – Ergebnisse der Undercard aus Berlin

Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Bevor Nick Hannig und Ryno Liebenberg zum Rematch in den Ring stiegen, kam es auf der Undercard zu einigen spannenden Paarungen.

Nsingi siegt im Comeback-Kampf nach Punkten

Nachdem Olcay Simsek und Attila Korda ihre beiden Kämpfe jeweils durch einstimmigen Punktsieg für sich entscheiden konnten, stieg der Cottbuser Philip Nsingi in den Ring. In seinem Comeback-Kampf traf der 26-jährige Weltergewichtler auf den erfahrenen Milos Janjanin aus Bosnien und Herzegowina. Aus der Ringmitte störte Nsingi sein Gegenüber immer wieder mit seiner Führungshand. Der Schützling von Trainer Stephan Kühne, der in bisher 10 Kämpfen eine einzige Niederlage gegen den Tschechen Josef Zahradnik hinnehmen musste, fand weiter gut in den Kampf, allerdings sah man, dass der Ringrost nicht so leicht abfallen wollte.

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Mit Aktionen zu Körper und Kopf setzte er seinem Gegenüber immer weiter zu und konnte so auch am Ende die Punktrichter überzeugen. Im auf vier Runden angesetzten Kampf siegte der ehemalige Internationale Deutsche Meister im Weltergewicht einstimmig mit 3:0 Punktrichterstimmen.

Nach 5 Jahren Pause: Rico Schultz siegt durch TKO in Runde 4

Nach über 5 Jahren Ringabstinenz, stieg der Hangelsberger Superweltergewichtler Rico Schultz wieder in den Ring. In einem auf maximal sechs Runden angesetzten Kampf, traf der mittlerweile 32-jährige Normalausleger auf den ebenfalls aus Bosnien und Herzegowina angereisten Aufbaugegner Kenan Penjic (1-4(2)). Der Andreas Hannig trainierte Schultz steig in guter Form in den Ring und eroberte gleich zu Beginn die Ringmitte. Mit sauberen Meidbewegungen konnte Schultz den meisten Attacken seines Gegenübers geschickt ausweichen. Vor allem in der Halb- und Nahdistanz konnte der Hangelsberger zu Treffern kommen.

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In Runde 3 schickte Schultz den Bosnier mit einem Haken zur Leber kurzerhand auf die Bretter, wollte ihn wenig später jedoch offensichtlich nicht finishen. Nur eine Runde später neigte sich das ungleiche Duell seinem vorzeitigen Ende. Nach weiteren Treffern zum Körper, ging Kenan Penjic erneut zu Boden, fand jedoch wieder auf die Beine. Wenig später fand Rico Schultz erneut sein Ziel und konnte das Duell somit beenden. Nach mehr als fünf Jahren Abstinenz siegte der 32-Jährige durch TKO in Runde 4.

Tatyana Zrazhevskaya mit Punktsieg im 9. Profikampf

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Im einzigen Frauenkampf des Abends, trafen die beiden Superbantamgewichtlerinnen Tatyana Zrazhevskaya aus Russland und Gabriella Mezei aus Rumänien aufeinander. Im Nicht-Titelkampf über 8 Runden á 2 Minuten, behielt die Russin das Zepter stets in der Hand und trieb ihre Gegnerin über weite Teile des Gefechts vor sich her. Mezei konnte, trotz vieler wilder Schwinger, kaum nennenswerte Treffer erzielen, blieb jedoch immer unangenehm. Die 27-jährige Zrazhevskaya hatte Mühe, zu klaren Wirkungstreffern zu kommen, war am Ende des Kampfes aber dennoch die verdiente Siegerin mit 3:0 Punktrichterstimmen.

Roman Belaev unterliegt Jose Luis Rodriguez Guerrero nach 10 harten Runden

Nach seinem überzeugenden Auftritt im Juli in Wiesbaden, stand für Weltergewichtler Roman Belaev der zweite Fight in diesem Jahr an. In einem auf 10 Runden angesetzten Kampf, traf der von Magomed Schaburow gecoachte Hallenser auf den Mexikaner Jose Luis Rodriguez Guerrero. In 14 Kämpfen stieg der Mann aus Irapuato, Mexico zehnmal als Gewinner aus dem Seilquadrat und unterlag bisher lediglich zweimal.

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Belaev eroberte zu Beginn des Duells direkt die Ringmitte. Aus der Distanz agierte der Mexikaner viel mit der Führungshand, die er sowohl zum Körper, als auch zum Kopf des Deutschen schlug. Aufgrund der Größen- und Reichweitenvorteile seines Gegenübers, musste Belaev in der Halb- und Nahdistanz zu Treffern kommen, um die drei Unparteiischen von sich zu überzeugen. Der Mexikaner machte ihm dieses Vorhaben jedoch von Runde zu Runde schwer und hielt den 29-jährigen häufig geschickt von sich fern.

Im dritten Durchgang hatte Belaev seine bisher besten Momente. Im Infight traf er den erst 21-jährigen Mexikaner mehrfach gut zu Körper und Kopf. Beide Boxer lieferten sich in den darauf folgenden Runden einen ansehnlichen Kampf, in den vor allem der Mexikaner Rodriguez Guerrero die besseren Szenen hatte. Auch in den letzten beiden Runden gingen beide Boxer ein hohes Tempo und schenkten sich nichts. Nach zehn Runden werteten die Punktrichter einstimmig für den verdienten Sieger aus Mexiko Jose Luis Rodriguez Guerrero.

Edgar Walth mit deutlichem Punktsieg!

Auch der ehemalige Straubinger Erfolgsamateur Edgar Walth stieg in Berlin in den Boxring. Der 28-jährige Superfedergewichter traf in dessen 8. Profikampf auf den sehr erfahrenen Georgier Giorgi Gachechiladze. Walth verstand es, das Duell von der erste Sekunde an zu bestimmen. Im Infight landete er gleich zu Beginn zahlreiche Treffer zu Körper und Kopf und konnte direkt für Eindruck beim Gegenüber sorgen. Edgar Walth zeigte nicht nur schnelles, sondern auch technisch starkes Boxen. Immer wieder traf er seinen georgischen Widersacher deutlich und wich dessen Angriffsversuchen eindrucksvoll aus.

Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Im sechsten und letzten Durchgang ging der Straubinger weiter hohes Tempo. Im Rückwärtsgang konterte er die Aktionen seines verzweifelten Widersachers mit schnellen Händen und überzeugte somit auch im Schlussspurt. Am Ende werteten die Punktrichter einstimmig für den Mann von Petko’s Boxpromotion Edgar Walth!

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