Charity Fights 2015 – „Blaue Flecke für soziale Zwecke“ ein voller Erfolg

Uwe Hück gegen Francois Botha / Foto: Konstantinos Sarigiannidis
Uwe Hück gegen Francois Botha / Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Exklusive Fotos von unserem BOXEN1 Fotografen Konstantinos Sarigiannidis

Unter dem Motto „Blaue Flecke für soziale Zwecke“ veranstalteten Porsche Betriebsrat Uwe Hück und der ehemalige Profiboxer Luan Krasniqi die zweite Auflage ihrer Charitiy Fight Night. Vor zwei Jahren hatte Krasniqi seinen Partner Hück im Kampf um den Charity-Titel nach Punkten besiegt.

Nachdem die MHPArena in Ludwigsburg von den beiden Gastgebern begrüßt wurde und der Kickboxverband ISKA Uwe Hück zum Sportler des Jahres ernannte, konnten die Kämpfe beginnen.

Den Auftakt machten Alex „Wolverine“ Schmitt aus Heidelberg und Leo „Pit Bull“ Bönninger aus Regensburg im Muay Thai bis 75 kg. Der amtierende Weltmeister Schmitt konnte seinen ISKA Titel erfolgreich nach Punkten verteidigen (46:49, 46:49, 46:50).

Nach diesem kleinen Ausflug ins traditionelle Thailand wurde wieder klassisch geboxt. Die ehemalige Weltmeisterin Alesia Graf trat gegen Marianna Gulyas aus Ungarn an. In der ersten Runde noch gut dabei, fand sich Gulyas bereits in der zweiten Runde im Ringstaub. Zwar hatte die Ungarin bereits mehrfach bewiesen, dass sie über die volle Distanz gehen kann, die harten präzisen Schläge der austrainierten Graf konnte sie allerdings nicht verkraften.

Özlem Sahin gegen Gretchen Abaniel / Foto: Konstantinos Sarigiannidis
Özlem Sahin gegen Gretchen Abaniel / Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Im zweiten Frauenkampf des Abends durfte die Lokalmatadorin Özlem Sahin ihre Weltmeistergürtel (GBU/WIBF) gegen Gretchen Abaniel aus den Philippinen verteidigen. Die Tücken eines „Heimspiels“ durfte Sahin nun am eigenen Leibe erfahren. Die Weltmeisterin kam nicht in den Kampf und gab viele Runden ab. Abaniel landete gute Treffer und blieb bis zur letzten Sekunde dran. Das Punkturteil ( 96:94 Sahin, 96:94 Abaniel, 99:91 Abaniel) überraschte und erleichterte jeden Box-Fan. Der Gast aus den Philippinen gewann per split decision und nahm der Lokalmatadorin die Titel ab. „Es gibt keine Ausreden. Als Zuschauer möchte ich auch faire Boxkämpfe sehen. Es tut mir leid, aber ich habe den Kampf verloren“, so Sahin. Eine Niederlage für die Ludwigsburgerin, aber sicherlich ein Sieg für den sauberen Boxsport.

Firat Arslan gegen Paata Aduashvili/ Foto: Konstantinos Sarigiannidis
Firat Arslan gegen Paata Aduashvili/ Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Auch der ehemalige Cruisergewichtsweltmeister Firat Arslan durfte wieder in den Ring. Arslan ein langjähriger Freund Krasniqis, möchte noch einmal um die Weltmeisterschaft boxen, nachdem zwei seiner letzten drei Versuche umstritten an die Gegner gingen. Mit Paata Aduashvili aus Georgien hatte er keine Probleme. Der Herausforderer durfte sich in der ersten Runde auspowern, bevor Arslan ihn mit harten Körper-Kopf-Kombinationen mehrfach zu Boden streckte. Das Ergebnis war ein T.K.O.-Sieg in Runde 2 und ein weiterer Schritt Richtung WM-Chance.

Uwe Hück gegen Francois Botha / Foto: Konstantinos Sarigiannidis
Uwe Hück gegen Francois Botha / Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Dann war es Zeit für den Gastgeber. Uwe Hück stellte sich dem ehemaligen Weltklasseboxer Francois Botha. Der Porsche Betriebsrat zeigt sich in guter Form und gab sein Bestes. Sichtlich hielt sich Botha zurück, in den Ringpausen benötigte er nichtmal den Hocker. Mit einem draw endete der Kampf nach 8 Runden und bereits im Ring forderte Botha einen Rückkampf in Südafrika. Beneidenswert wie fit Hück mit 53 Jahren noch ist. Als großer Geschäftsmann soviel Zeit und Arbeit in seine eigene Lernstiftung zu stecken und für die Charity nicht nur Geld, sondern auch viel Schweiß und Mühe zu opfern, das ist aller Ehren wert.

Luan Krasniqi gegen Danny Williams/ Foto: Konstantinos Sarigiannidis
Luan Krasniqi gegen Danny Williams/ Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Francois Botha

Zum Hauptkampf des Abends stieg der ehemalige Europameister im Schwergewicht in den Ring. Luan Krasniqi stellte sich dem ehemaligen Tyson Bezwinger Danny Williams. Der Brite hatte im Vorfeld bekannt gegeben, dass dies sein letzter Kampf sei und er sich mit einem Sieg von der Box-Welt verabschieden möchte. Im Ring sah die Realität allerdings anders aus. Krasniqi hatte Williams, da dieser noch als aktiver Profi-Boxer lizenziert ist, vielleicht überschätzt. Williams hatte den „Box-Renter“ Krasniqi unterschätzt. Der Löwe aus Rottweil schlug den Herausforderer durch den Ring, während Williams nur versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben. Die Knie zitterten bis in Runde 4 endgültig Schluss war. Krasniqi traf den Briten so hart am Kopf, dass er für mehrere Minuten nicht mehr aufstehen konnte. Sichtlich geschockt konnte der Rottweiler keine Worte fassen. Nachdem Williams allerdings wieder auf den Beinen war, lockerte sich die Stimmung wieder und man konnte einen tollen Abend mit Tanz, Musik und Boxsport erfolgreich abschließen. Die größten Gewinner des Abends sind die Kinder der SOS Kinderdörfer und die Lernstiftung Hück.

Hück betonte:,,Mit Waffen können wir keine Kriege stoppen. Wir müssen den Kindern Bildung und Perspektiven bieten. Als ich ein Heimkind war hat mich zu Weihnachten niemand abgeholt und ich bat den Herrn mich irgendwann groß und stark zu machen, damit ich für die Kinder sorgen kann, denen es nicht gut geht. Der liebe Gott hat seinen Teil getan, jetzt bin ich dran!“

Zwei große Männer mit großem Herzen. Wir freuen uns auf’s nächste Mal!