Susi Kentikian bleibt Weltmeisterin der GBU und WIBF

 

Susi Kentikian Hamburg

Die Hamburger Fliegengewichtlerin Susi Kentikian, konnte auf der von ihr selbst veranstalteten „Nacht, die kracht“ einen Punktsieg gegenüber Ersatzgegnerin Nevenka Mikulic erzielen, jedoch nicht durch KO überzeugen. In der mit rund 3000 Fans gefüllten Halle, gab es zudem noch weitere Titelkämpfe.

Kentikian bleibt Weltmeisterin – Punktsieg über Mikulic

kentikian-gbu-wibfSusi Kentikian wollte für ihre erste „Nacht, die kracht“ einen Boxabend mit packenden Kämpfen bieten. Für ihren eigenen WM-Kampf, bei dem es um die Titel der WBA, GBU und WIBF gehen sollte, wurde Anfang Juli die aus Mexiko stammende Jasseth Noriega verkündet. Da diese jedoch kurzfristig verletzungsbedingt absagen musste, wurde in Kroatin Nevenka Mikulic eine Ersatzgegnerin gefunden. Mikulic hatte zum damaligen Zeitpunkt einen Kampfrekord von 13 Kämpfen, bei 6 Siegen, 6 Niederlagen und einem Unentschieden.

Dass eine hochkarätige Gegnerin anders aussieht, ist klar. Umso ärgerlicher war es dann für Kentikian, dass sie die Kroatin im Kampf um den GBU und WIBF Gürtel -der WBA-Titel wurde nicht ausgeboxt- nicht durch KO besiegen konnte. Dennoch siegte Kentikian deutlich nach Punkten in einem nach eigenen Aussagen harten Kampf: „Es war ein unglaublich harter Kampf. Meine Gegnerin war immer auf einen KO aus und ich musste auf der Hut sein.“

Auch Ex-Weltmeisterin Regina Halmich, welche einst ebenfalls den GBU Gürtel trug und dem Verband damit zu viel Anerkennung verhalf, zeigte sich zufrieden: „Ich hatte zwar mit einem vorzeitigen Sieg kalkuliert, aber sie hat einen tollen Kampf gemacht.“

Kein TV-Sender wollte übertragen

Warum kein TV-Sender den Kampfabend übertragen hat, ist uns bisher nicht bekannt. Bei Boxrec standen zeitweise die Sender Sport1 und Eurosport auf der Veranstaltungsseite, übertragen wurde jedoch nicht. Auch das beliebte Online-Portal ranFIGHTING zeigte keine Übertragung des Abends. Zu vermuten wäre jedoch, dass es an der verpflichteten Gegnerin lag, welche 4 ihrer letzten 6 Kämpfe veloren hatte und zudem nicht als Gegnerin für den WBA-Titelkampf anerkannt wurde.

Emin Atra neuer Deutscher Meister im Supermittelgewicht – Ünsal Arik GBU/WBU-Weltmeister

Neben dem Hauptkampf waren auf der Undercard zudem noch zahlreiche andere Kämpfe zu sehen. Der Bielefelder Emin Atra beispielsweise, sicherte sich im Kampf gegen Surik Donsdean den vakanten Deutschen Meister Titel (BDB) im Supermittelgewicht nach Punkten.

Die ebenfalls vakanten Weltmeistertitel der GBU und WBU sicherte sich der gebürtige Regensburger Ünsal Arik durch KO in der 2. Runde gegen den überforderten Brasilianer Mike Miranda.

 

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