Zahlreiche K.-o.-Ausgänge bei den Vorkämpfen in Falkensee

KUC Box-Promotion, Falkensee, 06.06.2026
Melvin Kahrimanovic (GER) – Csaba Nemeth (HUN)
© Torsten Helmke

Bei der 10. Internationalen Profibox-Gala von Kuc Boxing kam es im Vorprogramm zu einigen vorzeitigen Siegen in Falkensee.

Am Samstag lud Kuc Boxing Promotion zur Jubiläumsveranstaltung in die Stadthalle Falkensee ein. Bei der inzwischen zehnten Internationalen Profibox-Gala präsentierte Promoter Almin Kuc gleich vier Titelkämpfe im Hauptprogramm, die live auf Fight24 übertragen wurden.

Zuvor waren jedoch bereits sechs kostenlose Profikämpfe auf den Prelims zu verfolgen. Darunter befand sich auch ein Cruisergewichtskampf des Berliner Neuköllners Melvin Kahrimanovic (5-0), der es mit dem Ungarn Csaba Németh (5-7) zu tun bekam. Für Kahrimanovic war es der erste Kampf gegen einen Southpaw, auf dem Papier jedoch dennoch eine lösbare Aufgabe. Die Gegnerwahl begründete sich auch dadurch, dass sich Kahrimanovic in seinem letzten Kampf im Februar eine Rippenverletzung zugezogen hatte.

„Die letzten beiden Kämpfe waren sehr schwierig für ihn“, beschrieb Promoter Almin Kuc die Situation.

Vorzeitiger Sieg in Runde zwei – nun soll Enrico Kölling folgen

KUC Box-Promotion, Falkensee, 06.06.2026
Melvin Kahrimanovic (GER) – Csaba Nemeth (HUN)
© Torsten Helmke

Im Kampf zeigte sich Kahrimanovic sofort aktiv und setzte seinen Jab wirkungsvoll ein. Es war früh ersichtlich, dass er technisch der bessere Mann war. Németh suchte seinerseits die Kontermöglichkeiten, um seine gefährliche Schlaghand ins Ziel zu bringen. Unter dem Strich gelang es dem Ungarn jedoch kaum, den umsichtig boxenden Kahrimanovic vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Stattdessen landete Kahrimanovic in der zweiten Runde mehrere harte rechte Haken und beendete den Kampf wenig später mit einem Körpertreffer vorzeitig.

„Ich habe direkt gemerkt, die Hand war voll drauf. Da gab es keine Möglichkeit mehr für ihn, den Kampf fortzuführen“, schilderte er den K.-o.-Moment nach dem Kampf im Interview.

Tatsächlich steht bereits der nächste Kampf in Aussicht. Es wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach Kahrimanovic im Falle eines Sieges im Oktober auf den ehemaligen IBF-WM-Herausforderer Enrico Kölling (29-5) treffen soll. Kölling war zuletzt zwar inaktiv, blickt jedoch auf eine beeindruckende Karriere zurück und ging sogar mit Artur Beterbiev in die zwölfte Runde. Dieses Berliner Duell würde zweifellos für große Aufmerksamkeit sorgen.

„Wir haben mit seinem Manager ein paar Mal gesprochen und letzte Woche wurde eine Vorvereinbarung getroffen. Wenn Melvin den Kampf gewinnt, dann haben wir am 17. Oktober Melvin Kahrimanovic gegen Enrico Kölling hier in Falkensee“, verkündete Promoter Almin Kuc im Interview.

Emilio Antonio Alvarez zähmt den tschechischen Bullen

Boxen: KUC Box-Promotion, Falkensee, 06.06.2026
Emilio Antonio Alvarez (GER) – Stanislav Eschner (CZE)
© Torsten Helmke

Ebenfalls im Cruisergewicht war Emilio Antonio Alvarez (5-0) im Einsatz, der von Profiboxer Denis Radovan trainiert wird. Nach einem kurzfristigen Gegnerwechsel traf er auf Stanislav „The Bull“ Eschner (20-24-1).

Wie sein Kampfname vermuten ließ, marschierte Eschner von Beginn an nach vorne und suchte konsequent die Nahdistanz. Dabei wirkte er jedoch etwas steif und wurde früh von einem Uppercut abgefangen. Alvarez war der bestimmende Mann im Ring, suchte aktiv die Lücken und platzierte seine Schläge präzise.

Dennoch versuchte Eschner, den Kampf körperlich zu gestalten und Alvarez das Leben schwer zu machen. Einige Treffer fanden durchaus ihr Ziel, änderten jedoch nichts an der Dominanz des Berliners. In der dritten Runde geriet Eschner erstmals ins Wanken, blieb jedoch auf den Beinen und verschaffte sich durch den mehrfachen Verlust seines Mundschutzes zusätzliche Erholungspausen.

An der vorzeitigen Niederlage änderte dies jedoch nichts. Zu Beginn der vierten Runde landete Alvarez einen harten Lebertreffer. Eschner kam zwar bei neun wieder auf die Beine, doch der Ringrichter beendete den Kampf dennoch durch technischen K. o.

„Ich habe versucht umzusetzen, was mir meine Ecke gesagt hat, und das hat auch gut geklappt“, sagte Alvarez nach dem Kampf.

Besonders dankbar zeigte er sich gegenüber seinem Trainer Denis Radovan:

„Ich bin unheimlich dankbar, dass er mich hier unterstützt und mir seine Zeit und Energie widmet. Es ist eine riesige Ehre, jemanden wie ihn an meiner Seite zu haben.“

Chamseddine Lemjid siegt vorzeitig und fordert einen Titelkampf

Boxen: KUC Box-Promotion, Falkensee, 06.06.2026
Chamseddine Lemjid (GER) – Kristof Kovacs (HUN)
© Torsten Helmke

Der Leipziger Chamseddine Lemjid (14-0) stand ebenfalls im Ring. Der Top-100-Boxer der unabhängigen Rangliste BoxRec zählt zu den besten Halbschwergewichten Deutschlands, was sich zuletzt jedoch nicht unbedingt in seiner Gegnerauswahl widerspiegelte. Auch am heutigen Abend erhielt er mit dem Ungarn Kristóf Kovács (9-9-1) eine durchaus lösbare Pflichtaufgabe.

Zunächst ließ es Lemjid ruhig angehen, bewegte sich viel und schaute sich an, was Kovács anzubieten hatte. Viel war es nicht. Der kleinere Ungar marschierte zwar regelmäßig nach vorne, suchte jedoch nur selten konsequent den Schlagabtausch und agierte überwiegend vorsichtig.

In der dritten Runde erhöhte Lemjid allmählich das Tempo und landete mehrere harte Körpertreffer, die schließlich zu einem Niederschlag führten. Ein weiterer hätte gegen Ende der Runde ebenfalls angezählt werden können, doch der Ringrichter unterbrach stattdessen aufgrund eines verlorenen Mundschutzes.

In der vierten Runde folgte ein letztes Aufbäumen von Kovács, dessen Aktionen jedoch weitgehend verpufften. Nach einem weiteren harten Körpertreffer ließ er sich schließlich auszählen.

Für Lemjid war es der 14. Sieg im 14. Profikampf, und anschließend machte er deutlich, dass er nun einen Titelkampf fordert.

„Ich genieße heute meinen Sieg. Aber wenn es beim nächsten Mal keinen Titelkampf gibt, dann reicht es. 14 Kämpfe, 14 Siege – wir suchen jetzt unbedingt einen Gürtel!“, forderte Lemjid im Interview nach dem Kampf.

Weitere Resultate in Falkensee – Darian Strehse siegt vorzeitig

Boxen: KUC Box-Promotion, Falkensee, 18.10.2025
Darian Strehse (GER) – Cankan Guenyuezlue (GEO)
© Torsten Helmke

Das 17-jährige Leichtgewicht Darian Strehse (4-0) steht im Ring, wenn er nicht gerade für sein Abitur lernt. Dass er beides erfolgreich miteinander verbinden kann, bewies er auch heute in Falkensee erneut.

Gegen Lukas Miko (0-2) hatte er keinerlei Probleme und gewann vorzeitig in der zweiten Runde. Der Gegner wirkte dabei allerdings derart überfordert, dass man sich die Frage stellen durfte, ob er überhaupt in den Ring gehört.

„Wir haben uns gut vorbereitet und wussten, dass er Rechtsausleger ist. Mein Trainer hat mir aus der Ecke sehr gute Anweisungen gegeben“, sagte ein zufriedener Strehse nach dem Kampf.

Zuvor feierte Khamza Katciev (1-0) im Weltergewicht ein gelungenes Profidebüt. Gegen Ruben Movsesiani (14-33-1) war nach einer dominanten ersten Runde Schluss, als dessen Ecke das Handtuch warf.

Ebenfalls im Weltergewicht siegte Gurgen Hambardzumyan (9-0) vorzeitig. Mit einem sehenswerten Leberhaken stoppte er Dimitri Tsiklauri (3-7) bereits in der ersten Runde.

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1 Kommentar

  1. Khanza,Gurgen,,usw. Wer will diese Leute schon boxen sehen? Ind macht nicht aus jeden Boxer einen Berliner oder Leipziger weil er zwei Tage in Berlin lebt oder 3 in Leipzig.. Absolut irreal und bizarr.. Der 17jährige Dtrehsr ist für das deutsche Publikum 1000x interessanter und wichtiger als all die Gutgens,Khamzahs, oder der sogenannte Leopziger Chamsadonne

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